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Mein erster VC20 (Oder: Ugh! Kann man bei dem Bild noch was machen?)

  • Also die Lösung aus dem Wikipediaeintrag funktioniert bei mir einwandfrei und liefert definitiv ein besseres Bild, als das originale FBAS-Signal des VC20.

    Ich habe meinen VC20 ebenfalls nach der Anleitung aus dem Denial-Forum umgebaut.

    tokra hatte den Umbau in seinem Rechner bereits und als ich die Bildausgabe dieses Rechners auf S-Video gesehen hatte, musste ich das einfach machen. Beim Trennen der Leiterbahn muss man ja keinen Winkelschleifer nehmen... ;-)

    Diese auf Wikipedia abgebildete Schaltung gibt es fertig als Adapterstecker bzw. Kabelpeitsche zu kaufen. Einige dieser Lösungen geben allerdings nur ein s/w-Bild aus. Hier wurde anscheinend der Kondensator weggelassen.

    Ich habe den Umbau wirklich nicht bereut und betreibe meinen VC20 trotz durchtrennter Leiterbahn ohne schlechtes Gewissen.


    Mfg

    ForD68

  • Die teureren Broadcast-Maschinen haben eingangsseitig "Kammfilter", die Luminanz und Chrominanz

    wieder sauber auseinanderbekommen.

    Der 1084 ist da auch nicht wirklich schlecht. Nur die ganzen TFTs haben teilweise starke Probleme mit FBAS/CVBS weil die alten Signale dort nur noch wegen der Kompatibilität angenommen werden, viel Mühe hat man sich bei der Eingangsstufe nicht mehr gegeben.

  • Der 1084 ist da auch nicht wirklich schlecht. Nur die ganzen TFTs haben teilweise starke Probleme mit FBAS/CVBS weil die alten Signale dort nur noch wegen der Kompatibilität angenommen werden, viel Mühe hat man sich bei der Eingangsstufe nicht mehr gegeben.

    Ich hab hier einen recht alten 4:3 TFT-TV (20 Zoll)... der macht das noch ganz gut. Nimmt CVBS,S-Video und RGB. Aber eben alt und langsam (beim Kanalwechsel)... also 10 Jahre hat der bestimmt schon auf der Uhr (stand am Sperrmüll, völlig in Ordnung, war nix dran)

  • Man könnte dann mit S-Video aus dem VC20 (und damit auch dem C64) rausgehen und dann über eine Schaltung auf Composite "adaptieren". Und wenn das dann noch besser aussieht als vorher, dann wäre das doch die Lösung für S-Video-lose Geräte.

    Extern zusammenfügen kann man das sowieso immer. :thumbup:

    Aber nochmals: Das Problem entsteht heutzuatge meist in den Geräten.

  • Nur die ganzen TFTs haben teilweise starke Probleme mit FBAS/CVBS weil die alten Signale dort nur noch wegen der Kompatibilität angenommen werden, viel Mühe hat man sich bei der Eingangsstufe nicht mehr gegeben.

    Meiner Meinung nach hat es zwei Gründe, dass Composite heutzutage als "Compo-Shit" implementiert wird:

    1. Es muss schnell, ohne Aufwand und Kosten zusammengeschludert werden. Hauptsache, im Werbeprospekt kann stehen: "Unterstützt 187 verschiedene Anzeigenormen!" In welcher Qualität steht da nicht.
    2. Irgendeinen Benefit muss der Kunde von HDMI & Co. ja haben, sonst könnte er sich am neuen Gerät ja nicht erfreuen. So kann er sagen: "Mein Gott, sah das früher Scheiße aus, und was bin ich froh, dass ich jetzt einen TV-Supermonster zum Quadrat mit HDMI++ habe!!1!einself" Oder man stelle sich umgekehrt vor, CVBS würde so aussehen, wie es könnte, dann wäre der Kunde von der schönen, neuen Welt enttäuscht.

    Den Otto Normalkunden interessiert das (CVBS und/oder S-Video) sowieso nicht mehr.

  • Aber nochmals: Das Problem entsteht heutzuatge meist in den Geräten.

    Ja, das stellt ja niemand ernsthaft in Abrede. Das Problem ist halt, das es heutzutage leider nicht mehr viele Anschlussoptionen für solche alte Schätzchen gibt und viele (wie ich) mindestens mal nicht die räumliche Möglichkeit haben, neben dem so wie so vorhandenem TV (was leider nur die Eingänge hat, die es hat) ein weiteres Gerät irgendwo hin zu stellen. Und da versuche ich halt mit den vorhandenem Equipment und den Mitteln die noch so kleinste Verbesserung in der Qualität hinzubekommen, die möglich ist.

  • Und da versuche ich halt mit den vorhandenem Equipment und den Mitteln die noch so kleinste Verbesserung in der Qualität hinzubekommen, die möglich ist.

    Wenn man diese so Platine bauen würde mit separater Stufe für Chroma und das Signal extern mischen würde, hätte man vielleicht einen kleinen Trumpf in der Hand:


    Die Original-Stufe im VC-20 hat ja einen Regler, wenn man bei der Chroma-Stufe auch so einen vorsähe könnte man Luma und Chroma so lange "abstimmen", bis auf dem betreffenden Sichtgerät das Maximum erreicht ist. Viel mehr wird da wohl nicht herausschauen. Vielleicht wäre dann ein Konverter die bessere Wahl.

  • Extern zusammenfügen kann man das sowieso immer.

    Ja, da braucht es nicht viel... Wenn man nicht aufpasst geht das ganz von alleine, man brauchst nur die Signale ohne Schirm ein paar cm nebeneinander her führen, schon hat man genug Chroma auf dem Luma, daß es ein Monitor als FBAS erkennt und das Bild farbig wird. Ansonsten reicht ein kleiner Kondensator (200pF oder so) mit dem man Chroma auf Luma einkoppelt und so FBAS bekommt.

  • Zum Thema "Was würde ich machen, um das Signal aus dem VC-20 rauszubekommen?" hier mein Beitrag:

    • Eine 8-polige DIN-Printbuchse besorgen, z. B. von einem C64-Schlachtboard oder neu.
    • Die Buchsen auf den C64-Boards lassen sich normalerweise auseinandernehmen, siehe Foto:

      Bei meiner Buchse ist der Kunststoffteil weiß, es gibt aber auch komplett schwarze. Seitlich sind zwei Haltenasen, die das Teil an der Buchse halten.
    • Den unteren Kunststoffteil, der die Anschlussbeine "in Form" hält entfernen (ausschnappen).
    • Jetzt können die Anschlussbeine 6, 7, 8, für die es keine Bohrungen im Print gibt gekürzt werden, und zwar genau soweit, dass sie noch im besagten Kunststoffteil geführt werden, aber unten nicht "herausragen" und damit keine Verbindung zur Platine erzeugen.
    • Buchse wieder zusammenbauen.
    • Originale 5-polige DIN-Printbuchse aus dem VC-20 auslöten.
    • Modifizierte 8-polige DIN-Printbuchse in den VC-20 einlöten. Diese kann dauerhaft darin verbleiben, auch wenn der S-Video-Mod wieder rückgängig gemacht wird, da sie "abwärtskompatibel" zur 5-poligen ist.
    • Die drei zusätzlichen Pins sind "von hinten" zum Anlöten zugänglich.

    Entweder man nimmt nun einen der zusätzlichen Pins einfach für Chroma und ein kombiniertes FBAS, oder aber man beschaltet die Buchse 1:1 wie beim C64, dazu müssten weitere Umbauten erfolgen und es ist dann nicht ohne Weiteres reversibel.

  • So, mal flugs die Schaltung auf Lochraster nachgebaut:



    Beim ersten Einschalten bin ich fast erschrocken:



    Das Bild ist wirklich supergut, besser als es auf diesem Foto rüberkommt. Da ist nichts mehr erkennbar von irgendwelchen Störungen. 8o

    Ich war so überrascht, dass ich gleich nochmal auf "Standard" zurückbauen musste zum Gegencheck:



    Das Moire in der Mitte produziert die Kamera, aber die Kammartefakte rechts beim Übergang von weißem Hintergrund zu türkisem Rahmen sind im obigen Bild mit S-Video weg.


    Den Regler im Chroma-Teil kann man sich meiner Meinung nach sparen, da tut sich bei mir gar nichts. Es wäre aber sicher gut, wenn das noch jemand anders mit anderem Sichtgerät (bei mir hängen beide Anschlüsse an der Grand Video Console) und anderem VC-20 gegenchecken könnte.


    Grundsätzlich sollte es aber so klappen und der 6560/6561 wäre gegen "Feedback" von außen geschützt.

  • Diese auf Wikipedia abgebildete Schaltung gibt es fertig als Adapterstecker bzw. Kabelpeitsche zu kaufen.

    Wäre auch für mich interessant. :)

    So, mal flugs die Schaltung auf Lochraster nachgebaut:

    Und das Ganze jetzt noch für solche N00bs wie mich zum Nur-Stecken.... bittebitte. ;)

    Gruß, cp2.

    The one... 2201-db44f915.jpgthat started it all!
    Zitat von ZeHa: "Ich wäre noch für einen "das ist zu teuer"-, einen "das geht auch mit 'nem Raspberry Pi"-, und einen "das ist dann aber nicht mehr original"-Button" :D


  • Und das Ganze jetzt noch für solche N00bs wie mich zum Nur-Stecken.... bittebitte. ;)

    Jupp, eine kleine Zwischenplatine, die zwischen VIC-I und Sockel gesteckt wird und die Schaltung enthält, so ungefähr sollte das aussehen. ^^

  • Du weißt schon, dass Du mir (sicher nicht nur mir) gerade total den Mund wässrig machst?.... um es kurz zu sagen: LECHZ!!!

    :D :D

    Gruß, cp2.

    The one... 2201-db44f915.jpgthat started it all!
    Zitat von ZeHa: "Ich wäre noch für einen "das ist zu teuer"-, einen "das geht auch mit 'nem Raspberry Pi"-, und einen "das ist dann aber nicht mehr original"-Button" :D


  • Ja, vielleicht ist "irgendwer" ( bigby  :winke:) bereits beim Designen der Platinen? :D


    Zusatzinfo:


    Beim VC-20CR sind die Pins 4 und 5 der DIN-Buchse einfach auf der Platinenunterseite (Lötseite), direkt unter der Buchse, verbunden; Pin 4 wird vom VIC her "angefahren". Da kann man in dem Fall ganz einfach die Verbindung durchkratzen und Pin 5 als Ausgang für Chroma nehmen, wenn man sonst nichts löten will. Die aufgekratzte Leiterbahn repariert man dann halt bei Bedarf zum Rückbau wieder, notfalls mit einem Stück Draht.


    Grobmotoriker müssten also zumindest imstande sein, diese Leiterbahn aufzukratzen und einen Draht von der Platine zu Pin 5 zu legen - wenn bigby nicht noch eine kreative, andere Idee hat, das Signal aus dem Brotkasten rauszubekommen. ;)