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Bäume pflanzen auf Teufel komm raus ?

  • Wie sagte Dieter Nuhr mal so schön treffend? Wenn man nichts zu sagen hat -

    Oh, ich hab' viel zu sagen, und auch schon viel gesagt, aber wie man immer wieder ganz gut sieht, neigst du dummerweise sehr dazu, auf sachliche Argumentationen nicht weiter einzugehen. Da kommt ja üblicherweise nicht viel fundiertes Konterargument mehr, positive Einsicht wenn du widerlegt wirst schon garnicht. Du gehörst zu der Gruppe von Forenmitgliedern, die thematisch nah an Politik verortbaren Threads wie diesen ganz gerne und immer wieder zum Anlass nehmen, mit einem themenfernen Sermon wie oben mal wieder so richtig vom Leder zu ziehen und einen auf Wirtshausstammtisch zu machen über all die Dinge die ihrer Ansicht nach schief laufen im Land und schlecht sind auf der Welt, und ja gut, das ist dann halt deine unfundierte Privatmeinung, mit dem ewig gleichen verschwörungsschwangeren und politikverdrossen Grundtenor ("die da oben" gegen "wir hier unten"). Wirf noch ein bisschen stereotypisches undifferenziertes Schimpfen auf "Medien" und auf "Mainstream" und dergleichen rein und das klassische Bild des Wutbürgers ist quasi perfekt. Was soll man da sonst weiter damit anfangen? Dir geht's offenbar nicht um Debatte, Diskussion, Konsens, solide Argumente oder Erkenntnisgewinn, sondern um Schimpfen. Viel mehr als der krude Schreibstil bleibt da nicht mehr.


    Deine Meinung, dein Weltbild, deine "gefühlte Wahrheit", steht doch fest. Nichts von der Art deiner Wortmeldungen lässt vermuten, dass du an Differenzierung oder Nuancierung bei diesem Thema in irgendeiner Form interessiert bist. Da gibt's mit dir nicht viel zu diskutieren wer wann nach welcher Art von Ausbildung, wievielen Jahren in was für Ämtern und was für verantwortlichen Positionen und Dienststellungen mit was für einer Art von Besoldung und Vergütung zu rechnen hat, und ob das okay oder viel oder wenig ist verglichen mit was für anderen Arten von Arbeit auf der Welt. Deine "so isses doch!"-artigen Vorurteile stehen offenkundig fest zementiert. Wann hast du das letzte mal dich und deine Ansichten selbst hinterfragt?


    Mal abgesehen davon dass das mit dem Thema dieses Threads immer weniger zu tun hat und daher ziemlich deplatziert ist.


    Und mal abgesehen davon, dass sich schon Heerscharen von Soziologen & Co. mit der Thematik "soziale und juristische Gerechtigkeit", wie sie vermittelbar ist und wie das ungesunde Volksempfinden dazu steht auseinandergesetzt haben, und wir ausser einer Neiddebatte hier wohl kaum viel beigetragen bekommen wenn wir nicht deren Veröffentlichungen von vorn bis hinten zitieren wollen. Gerechtigkeit ist schwierig. Schimpfen ist leicht.

    aber sorry, hier darf ich ja nichts schreiben, was andere immer sagen dürfen - okay, ich denke mir dann mal meinen Teil.

    Ach ja richtig, das fehlte natürlich noch zur Vollendung der Bilds der neurechten "das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen"-Wutbürgerlichkeit. Der unterschwellige Irrglaube, freie Meinungsäusserung sei gleichbedeutend mit dem Ausbleiben von Gegenreaktion. Und sich dann nörgelig zurückziehen wenn doch andere Meinungen entgegenwehen, mit Pech auch noch gut begründete, um später dann wahrscheinlich über angebliche "Freiheitsverluste" und "Verhältnisse wie in der DDR" zu schwurbeln weil man ja angeblich nichts mehr sagen darf weil einem ja gleich widersprochen wird. Check.

    Es ist ein Stilmittel der Hervorhebung und dient dazu, besondere Akzente des Textes hervorzuheben.

    Ach was. </loriot>


    Er will stimmlichen Ausdruck betonen, aber gemeinhin sollte man das mit Wortführung und Satzbau hinbekommen. Oder meinetwegen mit Stilmitteln wie Unterstrich oder Schrägschrift. So wie er das einsetzt liest sich das als ob er alle paar Worte den Leser willkürlich anschreit. Gelinde gesagt ungünstig.

  • Ach ja richtig, das fehlte natürlich noch zur Vollendung der Bilds der neurechten "das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen"-Wutbürgerlichkeit. Der unterschwellige Irrglaube, freie Meinungsäusserung sei gleichbedeutend mit dem Ausbleiben von Gegenreaktion. Und sich dann nörgelig zurückziehen wenn doch andere Meinungen entgegenwehen, mit Pech auch noch gut begründete, um später dann wahrscheinlich über angebliche "Freiheitsverluste" und "Verhältnisse wie in der DDR" zu schwurbeln weil man ja angeblich nichts mehr sagen darf weil einem ja gleich widersprochen wird. Check.

    Es ist ein Stilmittel der Hervorhebung und dient dazu, besondere Akzente des Textes hervorzuheben.

    Ach was. </loriot>


    Er will stimmlichen Ausdruck betonen, aber gemeinhin sollte man das mit Wortführung und Satzbau hinbekommen. Oder meinetwegen mit Stilmitteln wie Unterstrich oder Schrägschrift. So wie er das einsetzt liest sich das als ob er alle paar Worte den Leser willkürlich anschreit. Gelinde gesagt ungünstig.

    Darf ich mal fragen, woher Du kommst? DDR/BRD?
    Was soll "Bild der neurechten Wutbürgerlichkeit" bedeuten?

    neurechts - klingt für mich nach "rechte Gesinnung" und Wutbürger nach "jemand, der ungerechtfertig sauer aufs System ist"


    Und Du unterstellst mir absolute Uneinsichtigkeit und Oberflächlichkeit - finde ich ganz schön von oben herab...
    Meinungsfreiheit heißt für mich, dass ich theoretisch jede Meinung vertreten darf, entscheidend ist, dass ich überhaupt eine Meinung habe - aber immer nur Politik und Medien zum Munde zu reden, damit man gut da steht, ist in meinen Augen keine Meinung haben, aber gut angesehen werden wollen.

    Meinungsfreiheit wird aber zunehmen beschnitten - vielleicht nicht durch Gesetze - aber durch die Art und Weise, wie Meinungen kommentiert werden - ist jemand sauer und prangert politische Mißstände an, wird er zum "neurechten Wutmenschen" erklärt - ein Begriff, der negativ klingt und negative Ausstrahlung besitzt - "Ihh, ich will nichts rechtes und Wutbürger sind eklig..." Und so werden Meinungen manipuliert, ohne direkt etwas zu sagen...
    Kritik, Ärger, Mißstände aufzeigen = rechts, populistisch, Wutbürger, ewig gestrig, negativ

    der allgemeinen Meinung folgen, alles toll finden = Aktivisten, zukunftstorientiert, mitdenken, eben für uns alle...


    Stimmt so nicht? Okay, zeig mir das Gegenteil...

    Und auch wenn ich keine Lebensläufe und genaue Arbeit aller Politiker und Abgeordneten recherchiert habe - ich habe mir viele Stunden Bundestagsdebatten angeschaut und der Konsens ist leider: die Interessen des Volkes, der produktiven Bevölkerung sind uninteressant, da wird von vielen nur Anwesenheit gezeigt - und wenn AfD, oder Linke Mißstände anprangern, wenn krasse Fehlentscheidungen von Ministern aufgezeigt werden, dann wird nicht etwas überlegt, was man besser machen kann - warum denn? Da kommen speziell aus den Reihen der Grünen kollektive Buh-Rufe und Schmähungen, während die Kanzlerin auf dem Handy tippt und gar nicht zuhört, obwohl sie mehrfach von den Rednern persönlich angesprochen wird... Aber klar, sowas ist nur für YouTube und Fernsehen inszeniert und eigentlich sind das alles total liebe Leute, die täglich 18 Stunden ihre ganze Kraft ausschließlich für das Wohl des Volkes einsetzen - nur erkenne ich das einfach nicht an - ich Böser!!!

    Und wenn das gleiche Thema schon 3x dran war - das ist völlig egal - das ist deren Job!!! Dafür werden sie bezahlt! Dann müssen sie eben 3x das Gleiche anhören. Der Chirurg kann auch nicht einfach mal Quizduell auf dem Handy spielen, weil er nun schon 3x ne Herz-OP gemacht hat und keinen Bock schon wieder auf eine hat, der Polizist kann auch nicht dem Opfer sagen: keine Lust, ich hatte heute schon 5 Fahrraddiebstähle und Einbrüche - kauf dir ein besseres Schloß, ich hab besseres zutun - aber bei den hochbezahlten Abgeordneten ist es okay, dass sie nicht 3x das Gleiche hören wollen und dann abschalten?

    Entschuldige, aber was ist das denn für eine Einstellung?


    Aber ich kann Dich trösten - ich werde hier nichts mehr schreiben, Du musst Dir meine unqualifizierten Texte nicht mehr anschauen und sparst eine Menge Zeit und gut.


    Das hast du schön zusammengefasst!

    Hab nichts anderes erwartet irgendwie - aber ab jetzt bin eh raus aus dem Threat.

    VIC20 / C64 / C128D / C16 / C+4 / Amiga 500(+) / Amiga 2000 / Amiga 1200 / Amiga 4000 / CD32 / PSone / PS2 / PS3 / PS4 / N64 / Wii / WiiU / Switch - hab ich! :D

  • Hey Jens, Langeweile? :D In der Zeit von der XXL-Aufzählung entwickelst Du doch sonst coole Commodore Hardware

    :weg:


    Und nochmal zu Bolderdash64 Ausflug in die Politik - zur Ehrenrettung der Politiker sei noch gesagt, dass auch für sie solche Sitzungen oft (je nach Rednern) stinklangweilig sein können, und es nur menschlich ist, dass sie dann nicht stundenlang für die Kamera strammstehen (dafür dann später hinter verschlossenen Türen stundenlang hart arbeiten). Da wünscht sich sicher manch einer die Zeit von Wehner, Strauß & Co zurück, wo noch richtig Leben in der Bude war, auch wenn es die politischen Gegner waren... Und ja viele Politiker geraten nach ner Weile tatsächlich in diese Maschinerie, wo sie im Bundestag abheben, den Kontakt zur Basis verlieren. Und manch einer merkt das, und geht freiwillig aus dem Bundestag, verzichtet auf den Status/die Kohle (so z.B Jan van Aken (Linke)). Und ja auch ich sehe hier Probleme z.B. punkto sozialer Gerechtigkeit (zunehmende Schere Arm/Reich) und bezüglich dem beschämenden Drangsalierungssystem Hartz IV (made by Grüne und sPD).

  • Ach ja richtig, das fehlte natürlich noch zur Vollendung der Bilds der neurechten "das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen"-Wutbürgerlichkeit. ...]

    Was soll "Bild der neurechten Wutbürgerlichkeit" bedeuten?

    neurechts - klingt für mich nach "rechte Gesinnung" und Wutbürger nach "jemand, der ungerechtfertig sauer aufs System ist"

    Ich will euren kleinen Disput ja nicht unterbrechen, aber trotzdem jetzt mal die Gelegenheit nutzen die Herkunft von "Wutbürger" aufzulösen und damit auch klar zu machen warum ich mich selbst als einen solchen bezeichne.


    Es ist ja schon etwas her, dass in Stuttgart gegen den Bau eines Bahnhofs, auch gerade und mit umweltschützender, linker Seite demonstriert wurde. Das Projekt der Bahn wurde trotzdem mit Aufwand ziemlich hässlich gegen die Demonstranten durchgedrückt. Das Signal an den demonstrierenden Bürger kam da zum einen mit Hochdruck aus dem Wasserwerfer und zum anderen aus einer politischen Position eines ihr-könnt-uns-gar-nix-wir-machen-das jetzt-so heraus. Hier ging es schlicht und ergreifend um ein Machtspiel. Wer Recht oder Unrecht hat, spielte keine Rolle. Wahrheit? Egal. Macht entscheidet. Problem war nur mit fortschreitender Zeit, dass die Demonstranten, die man "Wutbürger" nannte, mit ihren Einwänden vollkommen im Recht waren. Das man hier ein "Acht-Milliarden-Desaster" veranstaltet, hm, wer hätte das denn wissen sollen? Also ne, doch nicht Politik und Bahnvorstand. Wo kommen wir denn da hin. Hat doch auch keiner gesagt vorher ... nun ja, diese demonstrierenden "Wutbürger" schon. Aber das wäre ja blöd, wenn dann in den Geschichtsbüchern steht, dass ausgerechnet DIE Recht gehabt hätten.


    Da muss man doch was machen können ... und man konnte auch was machen. Wofür gibt es den Think Tanks, die mit sanftem Spinning öffentliche Meinung verändern und die Bedeutung von Bezeichnungen drehen können? Also wurde "Wutbürger" auch immer wieder sonst politisch unerwünschte Demonstranten als Bezeichnung angeheftet, um der damit zusammengefassten Gruppe so ein rechtsextremes Antlitz zu geben. So ganz langsam ist das auch in die Köpfe der Bevölkerung eingesickert und Anfang diesen Jahres hat die Bahn dann mal angetestet, ob der Spin komplett ist ... und siehe da, hat wunderbar geklappt! Der Begriff, mit dem man noch zum Stuttgart-21-Protest in beleidigender Form dem umweltschützend-protestierenden Bürger die Satisfaktionsfähigkeit abgesprochen hatte, wird nun aus gleichem Millieu beklatscht, wenn die Bahn ihn wieder verwendet, weil es die vermeindlich Bösen addressiert. Außerdem würde von den damaligen Demonstranten jetzt auch keiner sich mehr trauen zu demonstrieren, weil er sich nicht den Begriff umhängen mag, der in der Zwischenzeit anders mit Bedeutung aufgeladen wurde.


    Tja, und wer sieht nun die Parallelen zum Inhalt dieser Diskussion hier? Da findet doch - also nicht hier im Thread, sondern in der politischen Diskussion - das Gleiche statt. Erst wird der Begriff "Klimaleugner" erfunden, dann wird er mit abstrusen Auswüchsen von Verschwörungstheorien gefüllt, um diese Schublade im nächsten Zug für jeden verwenden zu können, der mit den als alternativlos postulierten Klima- oder Umweltschutzmaßnahmen nicht konform geht. Wohlgemerkt den Maßnahmen, nicht der Grundannahme eines Klimawandels, also ein "Wenn du nicht 100% unsere Maßnahme gut findest, bist du ein Klimaleugner und die sind ja alle doof und gefährlich"-Spin. Thinktanking bei der Arbeit. Das ist auch der Grund warum ich vor Schwarz-Grün (oder Grün-Schwarz) als Regierungskoalition echte Angst habe. So würde das dann weiter laufen, nur mit deutlicher höherer Schlagzahl. Wie gemacht für ein hervorragendes Zusammenspiel aus Moderator und Sidekick. Grün schürt die Angst und Schwarz macht daraus eine Steuer und/oder ein Verbot und dann geht es weiter zum nächsten Thema. Gelöst wird damit kein Emissions- oder Ressourcenverbrauchsproblem, weder weltweit noch in Deutschland, aber ganz am Ende steht dann in Summe eine höhere Abgabenquote als in skandinavischen Ländern und eine sozialstaatliche Absicherung auf Niveau der USA.


    Geht ja, wenn die eigene Bevölkerung so etwas schuldbewusst abnickt. Nur machen wir uns damit ohne Not zu "Working Poor" sind aber weder nachhaltig noch umweltfreundlich unterwegs, denn solche technischen Lösungsversuche für Ressourcenverbrauchsreduktion ohne drastischen Lebensqualitätsabfall, wie sie etwa Jens beschrieben hat, schließen sich mit den dann noch verfügbaren Mitteln von vornherein aus. Eigentlich wissen die politischen Akteure auch, woher der Wind weht und so lässt sich dann auch erklären warum es diese zahlreichen "wir müssen was tun"-Twitterer mit prall gefülltem Bonusmeilenkonto gibt. Angst um die Umwelt hat von denen keiner, die haben nur gemerkt, dass jetzt die Phase dieses Reise-nach-Jerusalem-Spiels eingetreten ist, noch einen Platz zu ergattern auch nach dem Gsellschaftsumbau auf einem der verbliebenen Vollversorgungsstühle zu residieren. Das ist so und außerhalb der Wahl haben wir Bürger auch wenig Einfluß auf das Fortschreiten der Entwicklung. Alllerdings sollten wir uns wenigstens so weit emanzipieren den Akteuren ein friesisches "Jaja" auf die Propaganda zu erwiedern und nicht die größten, bigotten Prediger auch noch auf Jeanne-d'Arc-Art zu glorifizieren. Das ist doch Selbstverzwergung.

  • GeTE


    Sehr interessante Ausführungen. Bezeichnend, und irgendwie auch erschteckend, wie sehr wichtiger Protest in was Negatives verdreht wird. Passt absolut in den momentanen Zeitgeist.


    Wie ich hier schon schrieb...


    -snip-


    Ich bin froh, dass nach all den Jahrzehnten (ab den booring™ 90s)

    der Lethargie endlich mal wieder junge Leute den Arsch hochriegen, und alten Säcken die Welt erklären.


    -snap-


    Bäume pflanzen auf Teufel komm raus ?

  • denn solche technischen Lösungsversuche für Ressourcenverbrauchsreduktion ohne drastischen Lebensqualitätsabfall, wie sie etwa Jens beschrieben hat, schließen sich mit den dann noch verfügbaren Mitteln von vornherein aus.

    Ähemm.. nicht richtig. Gerade weil die Machbarkeit nicht nur bewiesen ist, sondern schon jetzt klar ist, dass sie günstiger ist als mit fossilen Energieträgern bin ich der Meinung, dass man der Energiewirtschaft nur noch den nötigen Kick geben muss, um den finanziellen Abstand zwischen fossilen und erneuerbaren Energien zu vergrößern. Ich bin der Überzeugung, dass eine CO2-Steuer nur für sehr kurze Zeit wirklich den Bürger belasten wird. Sie wird das Unausweichliche, nämlich exponentiell steigende Ölpreise, lediglich vorweg nehmen und den Ausbau von Infrastruktur für erneuerbare Energien beschleunigen.


    Das Projekt heißt auch "Energiewende" - es wird so oder so kommen, auch ganz ohne Eingreifen von Politikern, weil fossile Energieträger schon jetzt ein veraltetes Modell sind. Es (also das Projekt) kann aber über politisches Eingreifen in Form einer CO2-Steuer beschleunigt werden. Und das finde ich richtig. Ergo finde ich es falsch, dagegen zu protestieren, denn Du protestierst damit auch dagegen, dass z.B. Elektrizität demokratisiert wird, und Du überlässt Versorger-Konzernen zu lange das Ruder was Energiepreise angeht. Hat Dir die Sonne schonmal eine Rechnung geschickt?


    Einwandvorwegnahme: Ja, Deutschland ist weltweit das einzige Land mit einer Sonnensteuer, denn Betreiber von Solaranlagen mit mehr als 10kWp müssen derzeit noch die EEG-Abgabe für selbst verbrauchten Strom bezahlen (ich gehöre zu diesen Leuten). Glücklicherweise hat die EU im Dezember 2018 diesbezüglich den mahnenden Zeigefinger gehoben und eine Verordnung verabschiedet, die allen Staaten auferlegt, jegliche Hindernisse für erneuerbare Energien zu entfernen und allen Marktteilnehmern zu erlauben, Strom direkt zu handeln. Das muss Deutschland noch in nationales Recht umsetzen. Es geht um die EU-Richtlinie 2018/2001 (Link zum rechtsverbindlichen Text). Hatte ich erwähnt, dass ich Europa mag?


    Jens

  • Ich hab so das Gefühl, das ist einer dieser Threads, die das Potenzial haben, das Forum tief zu spalten und tiefgreifende Streitereien auszulösen, die dann vielleicht nur schwer wieder zu kitten sind.

    Wir sollten unbedingt noch Religion mit in die Diskussion rein bringen :saint:


    Ne, im Ernst: Es macht keinen Sinn über Politik zu streiten. Da kann man sich auch über das Wetter streiten. Da haben wir ähnlichen Einfluss drauf.


    Wer was ändern will, sollte sein eigenes Verhalten ändern und versuchen andere zu motivieren das auch zu tun. Und wenn genug Leute Ihr verhalten ändern oder gezielt Konsumverzicht betreiben, dann sollst Du mal sehen wie schnell die Politik oder die Wirtschaft den Kurs ändert.


    Alles andere macht keinen Sinn. Demonstrationen, der Greta Hype, usw. geht der Politik am Arsch vorbei.

    Nur wenn es ans Geld geht, reagieren die sofort.

    Once you get locked into a serious ROM collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...


    Hesmon

  • Ich hab so das Gefühl, das ist einer dieser Threads, die das Potenzial haben, das Forum tief zu spalten und tiefgreifende Streitereien auszulösen, die dann vielleicht nur schwer wieder zu kitten sind. Ähnlich wie bei Politik-Threads undsoweiter.

    So ist es, und deshalb ist hier auch erst mal dicht. Die letzten 2 Seiten kam sowieso nichts vernünftiges mehr zum Thread Thema.

  • wattie

    Closed the thread.