Hello, Guest the thread was called5.5k times and contains 130 replays

last post from vad4r at the

Lohnen sich normale Flohmärkte noch?

  • Ich war Sonntag auf zwei Flohmärkten. Der eine war echt schön: Kommerzielle Stände waren nicht erlaubt, die Verkäufer waren alle nett, symphatisch und fröhlich und die Dinge, die verkauft wurden reichten von Klamotten über Kinderspielzeug bis hin zu Elektronikprodukten - und die meisten Stände waren mit viel Liebe und offensichtlicher Mühe aufgebaut und präsentiert. Da wurde verhandelt, sich miteinander ausgelassen unterhalten und überall waren glückliche Menschen zu sehen. Wir haben viele Sachen für unsere Tochter gekauft - bis hin zu einer Monsters High Puppe, die Musik macht. Seit dem habe ich einen permanenten Ohrwurm und weiß nun immerhin wer oder was die Monsters High ist, lol (unsere Tochter ist erst drei, sowas kennt die noch nicht...).


    Der andere Flohmarkt war geprägt von professioneller Tupperware, Obstverkäufern, Kosmetikartikeln, Computerspielen (also die Stände, an denen mind. 1.000 davon eingeschweißt für alle Plattformen verkauft werden) und alternativ der Generation 70+, die ihre Vorkriegsmaschinen, -werkzeuge und -bücher verkauft haben. Ein Reinfall. Bis auf den einen Stand, an dem ich zwei Hardcover für meine Frau für 3 Euro bekommen habe (ein Mängelexemplar, ein noch eingeschweißtes Buch; beide in extrem gutem Zustand), da sie sich mit dieser Buchfalttechnick beschäftigen möchte.


    Retro-Hardware?


    Fehlanzeige.


    Den letzten C64, den ich auf einem Flohmarkt gesehen habe, habe ich vor drei Jahren gekauft. Das war ein Brotkasten (das letzte Modell, das damals bei Allkauf verhökert wurde), den der Verkäufer mir für 20 Euro überlassen hat. Kurze Zeit später hat sich das Board verabschiedet. Heute ist davon noch das sehr gut erhaltene Gehäuse mit der Tastatur übrig; drinnen lebt jetzt ein MK2 mit ICs, die ich vom Originalboard retten konnte und zugekauften Chips.


    Dafür sehe ich immer öfter 14 und 17" TFTs. Allerdings zu Mondpreisen.


    Trotzdem gebe ich nicht auf. Sobald im Umreis ein Flohmarkt ist, schaue ich drüber und stelle alle Filter auf CBM. ;-)

  • Mephisztoe


    So wie du deinen zuerst besuchten Flohmarkt beschreibst, klingt das wie aus einer anderen Welt.

    Fröhlich und entspannt ist in meinem Breitengrad schon lange keiner mehr.


    - Als Verkäufer haben wir mit Leuten zu tun wo um 10 Cent gefeilscht wird. Da sind Produkte für einen Euro noch zu teuer. Wenn man dem Preisvorschlsg nicht zustimmt wird der Artikel im übertrageben Sinne auf den Tisch geknallt und der "Käufer" ist verschwunden ( Manchmal auch der Artikel ). Handeln im dem Sinne ist garnicht möglich, sobalt der Preis einen Euro übersteigt.

    Dann immer: "Was letzte Preis". Es werden Sachen vom Tisch genommen und schon mal in die Tasche eingepackt. Sozusagen als Druckmittel, dass man dem vorgeschlagenen Preis zustimmt. Wenn wir mit dem Preis nicht zufrieden sind, wird solange herumdiskutiert, bis wird entnervt dem Preis dann doch zustimmen.

    Meine Frau stellt jetzt immer nur einen Schuh in die Auslage und gibt erst bei richtiger Interesse den zweiten Schuh heraus. Uns wurde schon viel vom Tisch geklaut.


    - Als Käufer wird garnicht drauf eingegangen wenn man handeln will. Sobald man einen Wunschpreis nennt, wird man ignoriert.





    Dann hätte ich noch ein persönliches Anliegen, was nichts mit dem Flohmarkt zu tun hat:


    Ich würde meine reale Adresse nicht im Profil mit angeben.

  • Habe vor Jahren auch einen einsamen C64 auf dem Fussweg neben einem Hauseingang gefunden, war wahrscheinlich ebenfalls das Überbleibsel einer Sperrmüllsammlung. War in gutem Zustand und läuft immer noch.


    Ich habe auch dieses Jahr wieder verschiedenes auf unserem Straßenflohmarkt verkauft, um Platz zu schaffen. Manche Käufer sind schon etwas nervig, weil sie kaum etwas zahlen und nicht handeln wollen, aber solche Zustände wie bei dir kenne ich überhaupt nicht. Ist immer ganz entspannt und lohnend.

  • Gott sei Dank wird Elektroschrott nicht mehr mit dem regulären Sperrmüll mitgenommen wie früher. Trotzdem hauen viele ihren Elektroschrott wie gewohnt auf den großen Haufen. Da braucht man nur nachdem die Sperrmüllabfuhr da war, die Brennpunkte abgrasen. Vorallem in Wohnblockgegenden. Dort habe ich auch meine beiden Amiga500 vom Sperrmüll gerettet.

  • Meinen Amiga 500 Revision 6a habe ich 2007 vor der Haustür im Sperrmüll gefunden. Den Karton konnte ich nicht mehr verwenden, der war angegammelt. Das einzigste was beim A500 defekt war, war das Diskettenlaufwerk. Ein anderes eingebaut...und läuft.

    Auf Flohmärkten habe ich den letzten C64 vor zwölf Jahren gesehen.

  • flottmann1: Ich hoffe, Du hast auch bei dem Haus geklingelt und dem Vorbesitzer der Sachen in die ... getreten. ;-) Verdient hätte er's! Glück gehabt, dass die vermaledeiten Kabelratten nicht vor Dir da waren! :thumbup:

  • Ein Flohmarkt lohnt sich sicherlich nicht mehr, wenn man 80er Jahre Computer kaufen will. Jetzt kann man gut PS2, Xbox360 und Wii auf dem Flohmarkt kaufen, wenn man es denn will.


    Ich gehe trotzdem gerne hin. PC Spiele in BigBoxen sammle ich hauptsächlich und da findet man immer mal wieder was. Aber auch wenn ich nix für mein Hobby finde, gibt es andere interessante Sachen. Letztes WE erst ein tolles Fahrrad für meine Frau gefunden.

    Jetzt mit den Gedanken auf den Flohmarkt zu gehen, sich einen 8 oder 16Bit Heimcomputer zu kaufen - dann kann man wirklich Zuhause bleiben.


    btw. habe ich am WE auch MD, Atari 2600 in OVP, SNES und PS1 auf dem Trödel gefunden (bei Privatleuten). Die wollten aber soviel Geld haben, das es völlig uninteressant war.

    Die Zeiten ändern sich:
    Bei dem C64 war ein blauer Bildschirm noch ein Zeichen dafür, das alles in Ordnung ist....