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Bekommen neue Amiga Spiele zu wenig Aufmerksamkeit ?

  • Ich finde es ja eine bodenlose Frechheit sich über die Grafik eines Spiels aufzuregen, das es als Gratus Download gibt.

    Da muß man sich doch mal echt an den Kopf fassen.

    Solid Gold hat eine nette Grafik, kein dämliches möglichst buntes Effekt-erhasche.

    Es ist schön spielbar und macht ordentlich Spaß.

    Mir persönlich viel viel mehr als etliche alte "Top" Titel.

    Ja, da gebe ich dir recht.

    Aber gibt halt viele Deppen da draußen.

  • ich bin persönlich mehr aus dem Amiga-Lager, vermisse bei vielen neuen Amiga-Spielen aber die Leistungsfähigkeit. Viele der neuen Spiele stammen aus diversen Game-Kits. Muss nicht schlecht sein, aber leider merkt man das und fragt sich oft, komisch - oft hat bei einem solchen Spiel früher ein A500 mit 1MB gereicht, heute brauche ich dafür Turbokarte mit xxMB Extra-RAM...


    Das finde ich schade

  • Ja gut das wurde ja schon öfter erwähnt.

    Das programmieren wie es früher gemacht wurde ist wohl ungleich komplexer und kann kaum jemand mehr.

    Aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul...

    Dies ist der Anfang einer langen Reise...
    leicht und atemlos.
    Dies ist der Weg aus dem Tal der Tränen
    Nimm meine Hand und lass sie nie wieder los


    B.O.

  • Neue Spiele haben mir erst die Augen geöffnet, wie pfiffig früher getrickst wurde. Damals verstand ich das nur grob, dass es schwer war, mehrere Gegner ruckelfrei auf dem Screen zu verteilen, etc. Wenn ich überlege, wie ich mich als Jungspund über meinen ersten Eindruck des Ruckelscrollings in Fire&Ice mokiert habe. Asche über mein Haupt! Ich war ja schliesslich Butterscrolling a la Beast und Turrican gewohnt - unwissend, was hierfür für Tricks nötig waren. Richtig begriffen habe ich die Methoden mangels eigener Erfahrung mit Spieleentwicklung zwar immer noch nicht. Aber es gibt ja inzwischen schöne Blogs, Berichte und Interviews von damals aktiven Spieleentwicklern, die das ausführlich erklären.


    Schon alleine deshalb finde ich neue Spiele reizvoll, sofern ich sie auf meinem A500/ACA500+ spielen kann. Ich finde es cool, wenn es Leute gibt, die so etwas machen - genau wie ich es interessant finde, wie eine Plattform durch Erweiterungen immer weiter durch die Jahre getragen wird. Aber ich ziehe Originalhardware und ältere Spiele schon vor (obwohl ich - ambivalent wie ich bin - eine ACA nutze). Aber wie gesagt - ich glaube, ich kann durch Vergleiche mit Neusoftware besser würdigen. Und der technische Aspekt ist ja nur einer von vielen, die für mich ein Spiel gut machen können. Vielleicht entwickelt jemand ein originelles Spiel, welches mir viel Spaß macht.


    Die Energie in ein wirklich für den Amiga optimiertes Spiel zu investieren, zahlt sich sicherlich kaum aus. Denn dazu müsste es sich schon um einen Titel mit Zugkraft handeln und es sollte sich auch rund spielen. Ich glaube, in Demos ist diese Energie besser aufgehoben.


    So bin ich schon zufrieden, wenn Menschen versuchen, ein schickes Spiel auf dem Amiga zu realisieren - auch wenn dabei die Grenzen der damaligen Voraussetzungen gesprengt werden.

  • früher war auch ein ganz anderer Antrieb da für den Amiga 500 Spiele zu entwickeln..


    heut kann man froh sein wenn sich noch einer damit auskennt bzw. die Muse dazu hat am amiga ein spiel zu proggen. mit all den hardware tricks den die kiste draufhat und die man vor allem wissen muss (!) kann ich mir gut vorstellen dass es dafür kaum noch programmierer gibt


    äh noch was: turbokarten & Co kommen für mich nicht in Frage.. entweder es läuft mit der org. a500 hardware oder ich lasse es

  • Programmierer gibt es schon noch etliche, das wurde ja schonmal hier durchgekaut und das zeigen ja auch die ganzen neueren Demos in Topqualität, die in den letzten Jahren so rauskamen. Und das sind schon einige, viele davon auch für 1MB A500er. Nur haben die meisten dieser Programmierer wohl kein Interesse daran, Spiele für den Amiga zu entwickeln.

  • [...]

    äh noch was: turbokarten & Co kommen für mich nicht in Frage.. entweder es läuft mit der org. a500 hardware oder ich lasse es


    Genau das, sonst ist es irgendwie nicht authentisch, wie man es damals gemacht hätte (oder die meisten konnten).

    Daddelkisten, Computer und Handhelds die mich auf meinem Weg begleiten und begleitet haben:


    Interton VC4000 | Atari 2600 Junior | NES | Amiga (500, 600 & 1200) | 286er | 486er | Pentium 1 - 180 Mhz | P2 - 350Mhz | AMD Athlon 1Ghz | GameBoy | SNES | Mega Drive (1 + 2) | Playstation (Playstation 1 + PSOne)| Nintendo64 | Dreamcast | GameBoy Advance | Gamecube | XBox | Nintendo DS | XBox 360 | Playstation 3 Slim | Wii | Atari 7800 | Amiga CD 32 | Nintendo 2DS | Playstation 2 Slim | C64 | Sega Saturn | Wii U | Xbox One X

  • Also ich kanns nicht. Ich wurschtel gerade mal in Swift für mich rum und werde zunehmend demütiger. Mich jetzt in Assembler für den Amiga reinzufuchsen, dafür ist mir meine Lebenszeit zu kurz. Und so wird es einigen gehen. Ich kann mir vorstellen, dass aktuelle Entwickler sich da genauso reinfuchsen müssten. Und von den damaligen Größen kann man auch nicht unbedingt erwarten, dass die sich neben ihren aktuellen Jobs selbstgeißeln für ein A+ Amigaspiel. Zumal man sich ja auch wieder einarbeiten müsste.

    Früher wars wirklich was anderes. Es war eine spannende Plattform - jeder Entwickler war mitten drin. Erst war die Amigatechnik ihrer Zeit voraus, später durch Tricks fast ebenbürtig mit dann herausgekommenen Konsolen. Ich nehme an es war Ehrensache, mit Grundlagen aus der Demoszene bewaffnet in die Spielentwicklung zu gehen und aus den Rechnern das maximum rauszuholen...bis wohl die Kopien dem ganzen die finanzielle Grundlage entzogen.


    Ich denke, da kommt nichts in der Richtung. Und wenn doch, dann sollte die Person gefeiert werden :D

  • Assembler ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Ich habe es mit verschiedenen Büchern und Tutorials versucht, aber ich verstehe da nur Bahnhof. Somit kommen für mich "nur" Amos Pro und Blitz Basic 2 in Frage. Amos gefällt mir von der Syntax und dem Gesamtpaket her eigentlich ganz gut, aber mit Blitz kann man halt viel mehr machen und die Kompilate sind schneller.


    Was allerdings momentan egal ist, da ich bei meinen 3 in der Pipeline befindlichen Spielen z.B. kein Scrolling benötigt wird... (ein reines Puzzle-Spiel, wofür nicht einmal Sprites oder Bobs eingesetzt werden, und zwei "Ein-Bild-Action-Spiele", bei denen Bobs genutzt werden). Da hätte ich bei Assembler keinen Vorteil, weil Amos genau das bietet, was ich dafür benötige. Und alle 3 werden gut auf einem A500/1MB laufen. Ob diese jemals erscheinen werden, steht aber auf einem anderen Blatt, deshalb gibt es auch keine Screenshots.



    Was ich sagen will: Man muss halt das Werkzeug nutzen, das für das angestrebte Ziel am besten geeignet ist. Und wenn man als Ziel ausgegeben hat, eine bestimmte Vision in die Realität umzusetzen, aber keine Programmierkenntnisse hat (also auch nicht Amos/Blitz), muss man eben in den sauren Apfel beißen, Backbone und co. nutzen und die Systemanforderungen entsprechend hochsetzen. Aus Sicht des Erstellers ist das absolut nachvollziehbar und alleine seine Entscheidung.


    Aus Sicht des Spielers sieht es natürlich anders aus. Spiele auf PD-Niveau, die einen schnellen Prozessor und viel RAM benötigen, sind halt nicht das, was man möchte.

  • Meinen Respekt hast Du. Wie schaffst Du das zeitlich überhaupt? Ich war ebenso begeistert vom 8-Bit-Guy, der dieses "Echtzeitstrategie" Spiel für den C64 gemacht hat. Er hat ein Video darüber veröffentlicht, was da so an Arbeit anfällt und da ich schon reichlich Programmiererfahrung gemacht habe, kann ich mir den zeitlichen Aufwand sehr gut vorstellen.


    Ich würde das rein zeitlich nicht hinkriegen. Frau, Kinder, Job, Schlafen, Essen, Duschen und schwups sind die Tage zugepackt. Ich habe nur wenige Stunden pro Woche und die gehen meistens für Hardware-Restaurationen drauf