Wie funktioniert bitte beim MiSTer-C64-Core das : UART connection to Internet


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    • Wenn Du Deinen MiSTer an Dein Netzwerk hängst (entweder per Netzwerkkabel an den Ethernet Port des DE10, oder per passendem WLan Stick) holt sich das System per DHCP eine IP Adresse von Deinem Router (genau so wie es dein Rechner macht).
      Jedes Gerät in Deinem Netzwerk braucht halt eine eigene IP Adresse (woher soll der Router sonst wissen wohin er ankommende Pakete schicken soll) - das passiert im 'Normalfall' per DHCP und wird (wenn Du nicht weißt was DHCP ist) von Deinem Router vergeben.

      Für Minimig/ao486 gibt es eine Wiki Page - für C64 habe ich jetzt so gerade keinen Plan.

      Edit:
      Habe gerade mal geschaut - das ganze geht wohl per MiDiLink:
      atari-forum.com/viewtopic.php?…t=32919&start=250#p373407
      Damit habe ich persönlich aber noch gar nicht gespielt.

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    • Wenn Du das Internetkabel einsteckst, gibt Dein Router dem MiSTer eine lokale IP-Adresse (das Protokoll heißt DHCP). Dann kannst Du das Ding wie alle Computer im lokalen Netz ansprechen. Evtl. kannst Du dann mit Windows direkt Files drauf schieben (das Protokoll dazu heißt Samba)... das hab' ich noch nicht getestet.

      OK. Jetzt habe ich Deine Frage genauer gelesen. Über Minilink ist es möglich mit dem C64 Core online zu gehen. Das muss man aber noch irgendwo Konfigurieren. Eine Diskussion dazu findest Du auf der Seite:

      atari-forum.com/viewtopic.php?…4+uart+internet&start=250

      Der MiSTer hat auch einen externen UART-Port, der aber eher zum Debuggen ist. Daher hatte ich Deine Frage vorhin falsch verstanden.
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      Der MiSTer hat auch einen externen UART-Port
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      Oha..., der interessiert mich noch mehr, weil ich viel mit dem Vice(C64) und meinem UART-Port spiele. Man kann da Daten übertragen vom C64 zum PC und zurück.

      Schreib bitte da mal etwas drüber.

      Danke.
      Gruss
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      Das sind die Bootmeldungen - erstmal.
      Da kannst Du halt sehen was alles gefunden wurde und was ggf. schief gegangen ist (z.b. WLan Stick macht probleme - da kannst Du dann z.b. sehen, das die FW nicht geladen wird ( nicht da ist)),
      Da kommen auch z.b. die Events vom Joystick raus ... falls der Probleme macht, kann man das damit debuggen,
      Dann kannst Du Dich darüber auf der Linux Console einloggen und kannst dann alles machen was Du auf einem Linux System auch machen kannst - also viele nützliche Dinge, aber natürlich auch das ganze System (softwaremäßig) schrotten.
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      Danke für die Info.

      Kann man das Schrotten selber wieder einfach rückgängig machen oder ist das Gerät dann complett außer Betrieb ?

      Sind die CORE in VHD oder in LINUX?

      Wie ist bitte der Verlauf wenn man ein CORE mal ändern möchte ?

      Viele Fragen , aber interessiert mich.

      Danke.
      GRusss
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      spacer wrote:

      Danke für die Info.

      Kann man das Schrotten selber wieder einfach rückgängig machen oder ist das Gerät dann complett außer Betrieb ?

      Also mit 'Schrotten' meine ich: Du kannst das Dateisystem für Linux 'beschädigen' - also z.b. zum Start nötige Dateien löschen - rückgängig kannst Du immer alles machen - im Notfall einfach mit dem SD Card Utility das System neu aufsetzen.

      spacer wrote:

      Sind die CORE in VHD oder in LINUX?

      Also - ich hole mal ein wenig aus :)
      Du hast das DE10 - auf diesem ist ein FPGA, welcher auch einen Arm Dual Core A9 beinhaltet.
      Wenn DU das System einschaltest wird ein 'interner' Bootcode ausgeführt, der nach passenden Daten auf der SD Karte sucht.

      Bei diesem 'Bootcode' handelt es sich um Das U-Boot. Dieser wird auf der 2ten Partition der SD Karte gesucht.
      Die Einrichtung der SD Karte nimmt DIr aber im Normalfall (Windows) das SD Card Utility ab - dieses erstellt die nötigen Partitionen, kopiert 'Das U-Boot' auf die 2te Partition, macht diese Bootfähig,formatiert Dir die erste Partition und packt das 'Linux' System auf die erste Partition.

      Das U-Boot sucht nun auf der ersten Partition nach dem Linux Image und bootet dieses (das Booten des Linux Systems kannst DU auf der seriellen Console verfolgen (115200,8N1).
      Ebenso wird der Menu Core (als FPGA Bitstream) in den FPGA Teil geladen.

      Nachdem das Linux gebootet hat hat dieses, ganz einfach gesagt, nur noch die Aufgabe das Filehandling für die SD Karte und das Event Handling für Keyboard, Joysticks etc. durchzuführen (ja - da sind noch ein paar andere Sachen drin, aber das ist sozusagen die Hauptaufgabe).

      Wenn Du jetzt Dein Keyboard an- und absteckst, oder Deinen Joystick bewegst kannst Du auf der sereillen Console diese Events verfolgen.

      Diese Events weden dann vom Linux System an den im FPGA arbeitenden Core weitergegeben.

      Ich sagte ja - 'Das U-Boot' schiebt auch den Menu Core ins FPGA - dieser stellt Dir das Bild da (Menü in diesem Fall :) ).
      Dieser bekommt vom Linux System den aktuellen Directory-Tree.
      Wenn Du jetzt mit den Pfeiltasten des Keyboards hoch/runter gehst werden die Testendrücke über das Linux System an den Core weitergegeben und der Cursor geht hoch und runter :)

      Sobald Du jetzt einen Core ausgewählt hast, wird dieses an das Linux System mitgeteilt und dieses ersetzt den Menu Core mit dem welchen Du ausgewählt hast und startet diesen.

      So, das ist jetzt mal der Vorgang so ganz einfach ausgedrückt ..... ist im Detail noch ein wenig komplexer, sollte aber zum Verstehen ausreichend sein.

      spacer wrote:

      Wie ist bitte der Verlauf wenn man ein CORE mal ändern möchte ?
      Da kannst Du Dir dann erst mal Quartus (das ist die Intel SW zum FPGA Entwickeln) installieren - die Lite Version reicht in der Zwischenzeit, da fast alle Cores inzwischen auf den OpenSource Scaler umgebaut sind (die Arcade Cores fehlen noch, bekommen diesen aber auch in naher Zukunft).

      Damit kannst Du dann die Cores aus den Repositories selbst Compilieren (dauert aber geren 20 Minuten und länger pro Core) - wenn Du was ändern möchtest solltest Du Verilog und/oder VHDL können oder lernen :)
      (Steht immer noch auf meiner ToDo Liste - der Tag hat bekanntlich 24 Stunden - wenn das nicht reicht nehmen wir noch die Nacht dazu - reicht aber leider immer noch nicht :) )

      Falls Du fragen hast: Immer zu :)
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      HDL ist nicht so komliziert. Ich kann mal ein Tutorial schreiben, wenn es ein paar Leute interessiert. Beim Minimig ist nur etwas doof, dass die CPU und VHDL und Minimig in Verilog geschrieben sind... böse Fehlerquelle, wenn man das durcheinander bringt.

      Wir können ja gemeinsam die zweite Floppy implementieren. Hab mir den C64 bisher noch nicht angesehen, sollte aber relativ einfach sein.

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      Ja danke für die schon ausführliche Einweisung.

      Ich vergesse manchmal was mit 70 jahren.

      Hatte mal vor ca 6 Jahrenso ein ähnliches Bord : ebay.de/itm/123585290737?ul_noapp=true
      Habe dann einige kleine VHDL und VERILOG geschrieben und die gingen auch.
      Da musste ich dann noch sozusagen die FPGA-Verkabelung den einzelnen PINS zuordnen muss das jetzt auch noch gemacht werden
      bei den CORE-Source oder brauch ich nur den Text (VHDL) ändern, compilieren und Testen im MiSTer ?

      Es gibt ja mehrere Quartusversionen "Frei" bis Version 14... usw glaube ich.
      Vor ca 6 Jahren hatte ich mal die 8t gehabt. die paste zu meinem Board, welche Version nimmt man den für den FPGA vom MiSTer?

      Wir können ja gemeinsam die zweite Floppy implementieren. Hab mir den C64 bisher noch nicht angesehen, sollte aber relativ einfach sein.
      Da braucheich erstmal einiges an Hilfe , kleine Demos in VHDL oder VERILOG.

      Danke.
      Grudd

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      Genau, Du machst einen "git clone" auf das github repository, und öffnest mit Quartus das Projekt-File in dem Verzeichnis. Wenn Du das compiliert hat, musst Du nur das .rbf File im output_files (oder so) Verzeichnis auf den Mister kopieren. Dazu wäre es wahrscheinlich gut, wenn Du eine Samba Verbindung mit dem Mister einrichten könntest. Dann kannst Du das per Drag&Drop kopieren. Wie das mit Samba funktioniiert muss Dir aber jemand anders erklären.
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      Ich lehne mich jetzt mal ein wenig aus dem Fenster, da ich das selbst noch nicht gemacht habe (OK, compiliert schon).

      Quartus Prime 17 lite reicht. Bekommst Du umsonst.
      Auf der Seite vom HDMI ist der Blaster Port - den mit dem Rechner verbinden, dann kannst Du 'direkt' das FPGA programmieren - alternativ halt ein rbf erzeugen und auf die SD Karte spielen.

      Dann hört es aber bei mir auch auf :)
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      Alles klar, danke.

      Dann werde ich mich noch tiefer damit befassen müssen wenn die sogenannte FPGA-Verkabelung
      erweitert werden muss.

      Die rbf werde ich mit Hand verschieben , weil ich noch nicht weiß welcher Blaster da ran muss, es gibt nämlich verschiedene.

      Das ist ja richtig spannend....

      Danke.
      Gruss

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