Restauration, Elkos etc. nötig?


  • Hachel
  • 1353 Views 64 replies

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  • Hachel wrote:

    Schmitti wrote:

    Hachel wrote:

    Noch eine ganz andere Frage... wie schaut es mit der Knopfzelle an der Blizzard aus? Die muss doch bestimmt auch gewechselt/ausgelötet werden, oder?

    Das Bild läßt sich leider nicht vergrößern. Insofern ist das nicht erkennbar, ob oder ob nicht.Schau Dir die Knopfzellen mal genau an, im Zweifelsfall mit einer Lupe, ob an der Dichtung eine Undichtigkeit erkennbar ist. Wenn die undicht ist, tritt entweder etwas wie Flüssigkeit aus oder es sind Kristalle erkennbar, meist in einer weißen oder weißlichen Farbe.

    Wenn da also nichts herauskommt, muß die Knopfzelle nicht getauscht werden, wenn die noch (ungefähr) ihre Spannung hat. Falls die leer ist oder 10 % unterhalb ihrer Nennspannung liegt würde ich die tauschen.
    Das Bild ist im ersten Beitrag ebenso vorhanden und kann auch vergrößert werden. ;) ABer danke für die Info. Werd mir mal ne Lupe schnappen und gucken. ^^
    Stimmt, das in Beitrag ein geht zu vergrößern, das andere nicht.
  • ja, ich hab in China auch 25 Volter bestellt, allerdings habe ich kein Multimeter mit Kapa-Messung, aber jetzt wo die neuen Kerkos unterwegs sind, wird meine Frau sicherlich nicht böse schauen, wenn ich bald ein neues in meiner Werkstatt begrüßen darf, um die chin. Qualität auch prüfen zu können.

    @Preise: Mir ist das auch immer ein Rätsel. Auch unsere kl. Händler sollen Ihr Geld ruhig verdienen, aber man muss ja immer sooo sehr über die Strenge schlagen. Bei einem Bruttoaufschlag von 1000% hörts dann irgendwann auf, dann bestelle ich gleich direkt beim Chinesen und warte dann halt länger. Selbst schuld
  • Automobilindustrie usw. und die chinesen selber kaufen zur zeit den kerko-markt leer und die hersteller kommen mit der produktion nicht hinterher. Deshalb der extreme preisanstieg. So siehts, aus, dann muß man eben die katze im sack bestellen und hoffen, dass die quali passt...aber....wenn man überlegt, wo werden überwiegend kerkos hergestellt? Na, dämmerts ;) ^^ . Das ganze elektronik kleinkram zeugs kommt überwiegend aus dem asiatischen raum soweit ich weiß.
    Defekte Netzteile bitte nicht wegwerfen, ich nehme sie gerne.
  • Nachdem ich Heute meinem Fachhändler erklärt habe was ich Vorhabe bekam ich folgende Antwort:

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    Da kann ich nur dringend abraten, aus folgendem Grund:


    Die hochkapazitiven Keramikkondensatoren haben eine unangenehme
    Eigenschaft, die von den Herstellern gerne verschwiegen oder im
    Datenblatt nur an versteckter Stelle genannt wird: legt man eine
    Gleichspannung an, sinkt die Kapazitaet des Kondensators rapide mit
    dieser Spannung, oft sind schon bei 3-5 Volt nur noch 20-30% der
    Nennkapazitaet vorhanden. Der Grund dafuer sind piezoelektrische
    Effekte - die Keramikscheiben in dem MLCC verbiegen sich bei
    Gleichspannung und dann stimmt die Geometrie nicht mehr. Nimmt man die
    Gleichspannung weg, hat der Kondensator wieder seine Nennkapazitaet.


    Diese Kondensatortypen sind also fuer Entkopplungs-/Gleatungszwecke
    sehr schlecht geeignet. Damit bin ich in einem Projekt auch selbst
    schon mal gruendlich auf die Nase gefallen.


    Der Effekt ist um so staerker


    - je hoeher die Nennkapazitaet ist
    - je hoeher die Spannung ist
    . je kleiner die Bauform ist.


    Wenn Sie die Kondensatoren unbedingt durch Keramik ersetzen woll
    (Ersatz durch neue Elkos halte ich fuer besser), sollten Sie
    beispielsweise besser 5 Stueck "22u-1210-X5R/25V"
    uebereinanderstapeln (parallelschalten).

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    Das Beispiel mit den 5 Stück gestapelt bezieht sich auf die 100uF Kerkos
  • Und die Antwort habe ich auf meine Frage nach SMD Tantal Kondensatoren bekommen.

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    ja und nein. SMD-Tantale habe zwar keinen Kapazitaetsverlust ueber die
    Spannung. Aber man sollte sie fuer Entkopplungszwecke immer mit
    mindestens der doppelten Spannungsfestigkeit bezogen auf die zu
    stabilisierende Spannung auswaehlen, also beispielsweise 25V fuer eine
    12V-Spannung. Grund: SMD-Tantale neigen dazu, bei leichten
    Ueberspannungen bereits in Flammen aufzugehen. AUs Sicherheitsgruenden
    also immer deutlich ueberdimensionieren.

    Aber warum wollen Sie da ueberhaupt etwas aendern? Die bisherigen
    Elkos sind vom Entwickler eindesignt und fuer gut befunden. Wenn die
    jetzt mal aus Altersgruenden "versterben" ist das normaler
    Verschleiss, da baut man am besten wieder das ein, was urspruenglich
    drin war. Was sollen "andere" Kondensatoren verbessern?
  • Man möge mich Spießer nennen oder Angsthase, aber den oben geschriebenen beiden Infos würde ich als gelernter Elektroniker (aber schon sehr lange her) zustimmen wollen.
    Das ist auch das was ich weis und so beherzige. Kann sein, das mein Wissen veraltet ist, aber Schaden tut es jedenfalls nicht, es trotzdem so zu handhaben.
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    Tatsächlich ist das ja bekannt das man die Kondis lieber höher dimensioniert und nebenbei läuft das ganze Hundertfach problemlos auf zig Amigas.

    Ich denke wenn man gute neue Elkos einbaut ist man natürlich auf der sicheren Seite.Und wenn diese dann auch wieder 20-30 Jahre halten...

    Ich habe bei meinem Amiga 600 derzeit Keramik genommen weil es funktioniert und gut zu löten ist.
    Ich bin da eher der Handwerker für die größeren Dinge.Und bei den Keramikkondensatoren glaube ich sieht man besser was man tut und hat mehr Platz mit der Lötspitze.
    Dies ist der Anfang einer langen Reise...
    leicht und atemlos.
    Dies ist der Weg aus dem Tal der Tränen
    Nimm meine Hand und lass sie nie wieder los

    B.O.
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    Yop, das ist korrekt was MalleB geschrieben hat was das physikalisch/elektrische verhalten angeht...kann man auch in guten datenblättern herausfinden, wenn man sich das mal genauer und kritischer anschaut. Deswegen gilt eben, wenn kerko, dann immer maximal Volt und X7R oder zur not X5R...wenn 5V spannung anliegt dann 25V oder höher X7R nehmen in maximaler bauform was passt (z.B. 1210). Hunderte amiga 600+1200 laufen damit bei vielen freaks astrein.

    Aber...C459 muss, nach meiner erfahrung mit 2 umgebauten, ein elektrolyt-kondensator sein !! Kein kerko und auch kein polymer-hybrid !! Letztere verursachen probleme wenn man den composite nutzen will. Dies wird häufig verschwiegen, ignoriert, oder als nicht so wichtig abgetan. Compositenutzen macht zwar niemand mehr, aber wer nen sauber working amiga will sollte den tip befolgen :)
    Defekte Netzteile bitte nicht wegwerfen, ich nehme sie gerne.

    The post was edited 1 time, last by katarakt ().

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    Die einzig blöden 100uF sind bissl "doof", da es die nur in relativ geringer belastbarkeit als kerko gibt ...glaub 16v X5R Aber die amigas sind da sehr gutmütig. Angeblich laufen die auch ohne elkos, natürlich dann aber nicht stabil. Ausprobiert hab ich das aber nicht. Das erklärt einfach dann auch, warum die mit kerkos so gut laufen. Ich nehm auch kerko ausser C459 eben ...da kommt dann ein panasonic rad fc oder fr drauf mit schön gebogenen beinchen :) . Beim 1200er muss man dann aber etwas das abschirmblech bearbeiten wenn man den stehend verbaut.
    Defekte Netzteile bitte nicht wegwerfen, ich nehme sie gerne.
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    Leider hast Du das Problem bzw. dessen Ursache nicht verstanden.
    Die Entwickler dachten sich etwas dabei, als sie die Bauteilewerte dimensioniert haben. Wenn beispielsweise ein 100µ-Kondensator an einer Stelle verwendet wird, dann aus dem Grund, das dort (mit Toleranz und Sicherheitsfaktor) eben 100µ gebraucht werden. Keine 50, keine 22 und keine 10.
    Wie oben schon mal von anderen geschrieben, haben Kerkos andere Eigenschaften als Elkos. Das fängt vom Kapazitätsverlust beim Anlegen von Gleichspannung und hört bei der Spannungsabhängigkeit der Kapazität nicht auf.
    Alle diese Nachteile habe Elkos nicht - außer natürlich das sie Austrocken können.
    Die negativen Eigenschaften der Kerkos können vermindert werden, indem man sie spannungsmäßig stark überdimensioniert.

    Es ist natürlich möglich, das es nicht permanent auffällt, wenn der 100µ X5R-Kerko an der konkreten Stelle nun in Wirklichkeit nur 47µ oder weniger hat. Aber wenn das gut wäre, warum wurden dann 100µ von den Entwicklern vorgesehen?
    Na..?
  • New

    millenniumpilot wrote:

    Es ist natürlich möglich, das es nicht permanent auffällt, wenn der 100µ X5R-Kerko an der konkreten Stelle nun in Wirklichkeit nur 47µ oder weniger hat. Aber wenn das gut wäre, warum wurden dann 100µ von den Entwicklern vorgeseheNa..?
    Ich meine doch nicht die Kapazitäten, ist doch klar, dass die passen müssen. Ich meine die Spannungsfestigkeit. Warum mehr als 16 V notwendig sind, wenn da max. 12V rumkriechen, ist mir schleierhaftt und wir hatten ja schon festgehalten, dass bei den "besseren" Kerkos der Kapaverlust nur geringfügig ist.

    Und wie ich schon sagte, ich hatte bisher 3xA1200, 1xA600 und 1xCD32 auf dem OP-Tisch, alle liefen einwandfrei und alle hatten ausgelaufenene Kondis auf dem Board und damit keine original-Kapazitäten mehr, also kann das m.E. kaum so dramatisch sein, wenn jetzt Kerkos anrücken, die meinetwegen 25% unter Nennkapa liegen bei 12V (abgesehen vom A600, der war bei mir echt eine Zicke)