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C64C im Brotkasten Gehäuse?

  • In wie fern soll das ein C16 Gehäuse sein ?
    Der C16 hat ja hinten gänzlich andere Anschlüsse.
    Ich glaube nicht das das Gehäuse in irgendeiner Form mit dem C16 etwas zu tun hat.

  • Darf ich noch mal zaghaft anfragen, ob der Begriff "Brutkasten" im Thread-Titel und Startposting nun Absicht ist oder ein Tippfehler?


    Gestern gab es hier einige Postings im Thread (auch von mir), die auf die unterschiedliche Schreibweise und Bedeutung der Begriffe "Brutkasten"/"Brotkasten" hingewiesen haben. Diese wurden von einem Moderator gelöscht. Im Falle, das der Begriff "Brutkasten" hier nicht gemeint ist, würde ich mich freuen, wenn der Threadtitel angepasst werden könnte vom Thread-Ersteller oder einem Moderator.


    Ich persönlich finde den Begriff "Brutkasten" mindestens verwirrend - und eine Forensuche nach "Brotkasten" würde diesen Threadtitel wohl nicht hochbringen.


    Viele Grüße
    emulaThor

  • In wie fern soll das ein C16 Gehäuse sein ?
    Der C16 hat ja hinten gänzlich andere Anschlüsse.
    Ich glaube nicht das das Gehäuse in irgendeiner Form mit dem C16 etwas zu tun hat.

    Es gibt vom Brotkasten mit Portbeschriftungen mindestens zwei verschiedene Formen: Bei einem passen die Portbeschriftungen sehr gut (zentriert über den Ports), beim anderen passt mindestens die "Cassette"-Beschriftung nicht, die ist nicht zentriert über dem Tape-Port. Diese Form könnte sehr gut von einer C16-Form umgebaut worden sein, dort liegt der Cassette-Port anders. Ich hab von beiden mindestens ein Exemplar, muss ich mal fotografieren.


    Wenn ich das richtig im Kopf habe. sind diese Formen sowieso variabel aufgebaut. Ich meine mal ein Bild von der Dallas-Form gesehen zu haben, wo einzelne Aussparungen (wie User-Port usw.) variabel angebracht werden können. Auch das spricht für einen ("relativ") einfachen Umbau der C16-Form auf C64.

  • giana-sisters:


    Ich sage nur, dass eine Produktion ein geplantes Ereignis ist und z.B. x Tastaturen, Boards, Chips usw. hergestellt werden (wohl meist in einigen 1000 oder 10.000 Stück) und diese dann eingebaut werden. Man kann in dem Video sehr gut sehen, wie die Produktion ablief (etwa ab Minute 22):


    Da gibt es keine "wilden Teilekisten" und wirre Arbeiter, die "irgendwas" aus einem vergessenen Lager holen. Dass bei 22 Millionen Stück mal Fehler passieren oder es Mischungen bei Produktionübergängen gibt, ist möglich. Genauso gibt es z.B. Garantiebestimmungen, d.h. gewisse Teile werden vorrätig gehalten und werden ggf. später dann verwendet. Es gibt viele Gründe, warum so etwas passieren kann. Teils ggf. auch Produktionsknappheit oder unerwartet hohe Nachfrage in manchen Märkten (z.B: wurden A1200 Tastaturen und Handbücher getauscht, um sie für andere Länder verkaufbar zu machen).


    Gut, damals (Zeitpunkt im Video) gab es noch keine Versionen, aber ich glaube auch nicht, dass die Containerweise "Restware" vermischt gesendet haben, nur dass die Arbeiter es dann lustig zusammenstellen können.


    Die Darstellung, dass Commodore "alles verbaut hat", halte ich für übertrieben. Dass es einige Fehler oder Unregelmäßigkeiten gibt, speziell beim C64, ist bekannt. Diese können aber auch ganz "normale" Gründe gehabt haben.





    @emulaThor
    Sorry, wird ausgebessert durch Korrektur. Vielleicht kann man ja Brotkasten dazufügen in das Wörterbuch, danke.




    Superingo:
    C16 Gehäuse ist ein Gehäuse, welches aus einer C16-Form gebaut wurde. Dabei sind RF und H-L beschriftung "vertauscht" und CASSETTE ist nicht korrekt positioniert. Die Beschriftung USER PORT wurde später hinzugefügt. Mit diesen Überarbeitungen konnte man die C16 Form (einige 10.000 Euro teuer) weriternutzen, um C64 Gehäuse zu bauen.


    Es gab auch beige VC20-farbige C64 Oberteile, weil mit der angepassten C64-Form Teile für späte VC20-Versionen gebaut wurde.



    LG

  • Wenn ich das richtig im Kopf habe. sind diese Formen sowieso variabel aufgebaut. Ich meine mal ein Bild von der Dallas-Form gesehen zu haben, wo einzelne Aussparungen (wie User-Port usw.) variabel angebracht werden können.

    Ja, so war das.. habe ich auch gelsesen. Das erklärt auch, dass ich eines dieser niedrigeren u. exakten "'85er" Gehäuse mit den neuen Haltenasen ohne Portbeschriftungen habe (siehe Post 18, ganz am Ende).
    Das ist mir so nur einmal untergekommen bisher. Da wurde also hinten in die Gussform wohl einfach nur ein ganz glatter Einsatz eingesetzt.

  • Die Darstellung, dass Commodore "alles verbaut hat", halte ich für übertrieben.

    Ich nicht.


    Gehäuse, Tastatur, Mainboard, Labels, ... kamen alle von unterschiedlichen Herstellern/Produktionsstätten/... . Die hatten sicher unterschiedliche Herstellungszeiten (just in time war damals behaupte ich maximal in den Kinderschuhen). Manchmal konnten Zulieferer wohl auch gar nicht liefern - oder in sogar für Commodore zu schlechter Qualität - siehe das Kapitel "MOS-TTL".


    Das ist so wie mit den Hot-Dog-Brötchen und Hot-Dog-Würstchen in "Der Vater der Braut" - es waren wohl nie genau 1000 Tastaturen und 1000 Gehäuse sowie 1000 Boards auf Lager. Daher hat man halt mal eine Charge in der Übergangszeit schon mit der neuen Tastatur produziert. Die Labels fehlen für die Brotkästen? Sch**ß drauf, nehmen wir ein paar Rollen von den neuen, bevor wir die Produktion anhalten müssen.


    Auch kann ich mir vorstellen, dass Produktionsstätten geschlossen oder für andere Geräte genutzt wurden, und das "Restmaterial" ist sicher nicht weggekommen (das konnte Commodore sich gar nicht leisten), sondern wurde dann halt verschoben auf eine andere.


    "Verbaut was da war" bedeutet ja auch nicht, dass Einzelstücke hergestellt wurden, siehe die "Fehlfarben-C64" - da sind dem Seriennummernbereich nach zu urteilen tausende gebaut worden, und wir kennen heute davon noch eine Hand voll. Nicht anders wird das bei den anderen "Straßenkötern" gewesen sein, ab und an taucht mal einer aus so einer Zwischenserie auf. Man darf ja nicht vergessen, dass auch 1000 oder 10000 von so einer Charge nur ein winziger Bruchteil der 22 Millionen gebauter C64 ist, wo jedes auftauchen heutzutage quasi ein kleines Wunder ist.


    Bei den Labels war es wohl nicht anders, da wurden welche bestellt und der Zulieferer hatte vielleicht für die Produktion das falsche Muster genommen. Man darf nicht vergessen, das lief damals nicht mit E-Mail und angehängten, hochaufgelösten Fotos.

  • Nö, mit extern angefertigter Einlegesatzmöglichkeit(en) für hinten in der Form nur eine 2-Sekündige Klickarbeit. ;) Wie weiter oben "beschrieben".
    Der Boden einer C16 Form und Gehäuse ist ja bereits komplett identisch, inkl. der Stufen beim Userport. Muss also nur noch hinten an der Unterschale (+ Oberschale wenn man Beschriftungen will) etwas per obiger Methode verändert werden.

  • Variable Formen sieht man aber, da ein Rand entsteht. Es gibt z.B. 1571 ohne Rand und welche, wo ein Rand hinten sichtbar ist, da de Form auch für die A1020 verwendet wurde.


    Die C16 Form wurde einfach umgearbeitet. Die Form ist ein Negativ, sprich man nimmt raus, was später stehen bleiben soll. Man brauchte ja nur den Text USER PORT ausfräsen und schon blieb er stehen. Das mit den User und Cass Port Löchern war sicher eine andere Methode hier musste man mehr ändern bzw. neue Teile anfertigen, die eben dort greifen, wo später "nichts" sein soll.



    @ kinzi:
    > Gehäuse, Tastatur, Mainboard, Labels, ... kamen alle von unterschiedlichen Herstellern/Produktionsstätten/... . Die hatten
    > sicher unterschiedliche Herstellungszeiten (just in time war damals behaupte ich maximal in den Kinderschuhen).


    Ich verstehe das nicht. Wenn ich 10.000 Boards ordere, warum sollten die dann unterschiedlich sein? Die werden runtergepresst, die Teile zugeliefert und fertig. Das fertige Board kommt in die Fabrik und da warten 10.000 Gehäuse oder mehr und die werden eingepflanzt. Vermutlich waren die damals zu 99,5% "gleich", nur durch den langen Produktionszeitraum gab es halt mal Unterschiede, Fehler oder Übergangszeiten.


    Natürlich wird keine Produktion gestoppt, nur weil man gerade kein Label hat ;) Das macht wohl keine Firma... Aber dann gab es halt mal 10.000 mit falschem Label - deswegen wurde auch nichts "vermixt". Vielleicht ist es gar nicht aufgefallen oder - wie du sagst - musste die Auslieferung weitergehen. Würde dich wohl auch nicht interessieren, wenn 10.000ende C64 bestellt sind, die Lager leer und du das Geld nur von der Straße aufheben musst, anstatt Millionen zu versenken nur weil eine Farbe falsch ist.


    MOS war kein Zulieferer, sondern ein Teil von Commodore. Die TTL Knappheit gab es in der Industrie und man reagierte - warum diese nicht so gut halten, ist glaube ich nicht bekannt. 30-40 Jahre ist aber keine so schlechte Haltbarkeit.


    >das "Restmaterial" ist sicher nicht weggekommen


    Es braucht ja nichts wegkommen, man müsste ja nur dem Zulieferer sagen, dass es falsch bedruckt wurde und sie welche laut Vertrag bzw. Absprache möchten, dann müssen diese (kostenfrei) geliefert werden - das dauert aber. Und Zeit ist Geld.


    Was ich sagen möchte:
    Das ganze hat ein System gehabt und hier wurden große Serien verbaut, die nur heute - in der Einzelbetrachtung - keinen Sinn ergeben. Legt man alle C64 (unverändert) einer Serie nebeneinander, so sind da sicher die gleichen Platinen, die gleichen MOS Chips usw. drin. Es wurde also nichts vermixt, es wurde einfach gebaut (in unterschiedlichen Ländern, mit unterschielichen Formen, unterschiedlichen Zulieferern, vielleicht weil es mal eine Knappheit gab usw). Dass mal Fehler passieren oder Teile nicht da waren kann gut sein, das ist aber bei jeder Produktion so - selbst heute werden Smartphones oft mit mehreren Displays oder Chipsätzen gebaut - sieht gleich aus, ist es aber nicht. Teils unterscheiden die sich sogar in Qualität und Performence. Auch die PlayStation sei erwähnt: Es gibt mehrere SCPH-Versionen, die Kosteneinsparungen brachten. Auch hier wurde also - für den Endkudnen meist nicht so bewusst - verschiedene Platinen, Laser usw. verbaut.



    Wie auch immer, ich glaube, dass das Label schon Original ist, vielleicht gibt es auch mehrere Brotkästen mit C-Label. Sollte natürlich nicht passieren und ist bei Commodore eigentlich nicht bekannt - C, G, GS usw. sind eigentlich immer korrekt beschriftet. Vielleicht findet ja mal noch wer so ein Teil, dann kann man zB die Seriennummern vergleichen. Deswegen habe ich es ja gepostet.

  • Dann muss ich mich verständlicher ausdrücken: Ich meinte nicht die Teile innerhalb einer Charge, sondern daas 10.000 Boards vorhanden waten, aber nur noch 7.000 Brotkästen und 9.000 dunkle Tastaturen, da hat man dann halt die neuen Tastaturen und Gehäuse für die alten Boards verwendet und vice versa.


    Außerdem hatte Commodore nie ein Konzept, siehe den Wechsel von Brotkasten zu Pultgehäuse und zurück (C64G), und siehe C64G mit brauner Tastatur etc.


    Wenn man die Aussagen von CBM-Technikern zu Vertrieb und Marketing liest (C65, A600, etc. etc.), dann gewinnt man den Eindruck, dass die dort komplett versagt haben.


    Aber wir meinen schon das gleiche. Ich bin überzeugt, wenn man es darauf anlegt findet man weitere Brotkästen mit C64C-Label. Bestes Beispiel nochmals sind die Fehlfarben-Labels: Da wurde nix neu produziert, das wurde einfach verbaut. Wenn Commodore eines konnte, dann günstigst produzieren und Kosten sparen.

  • Ich weiß nicht ganz genau, auf was du dich beziehst, es gab sicher auch mehrere Versionen mit den Beschriftungen (z.B. eine korrekte ;) )


    Ich habe jetzt gestern erst einen C64 Oberteil gesehen, wo innen 2 "Bolzen" rausstehen (Oberteil, Innenseite in der Mitte zwei Zylinder die halt einfach 5 mm rausstehen).


    Gerade beim C64 gibt es hier sehr viele Versionen, von den ersten, die noch keine Ausnahme unter dem Exp-Port hatten (diese Lippe unten fehlte), in manchen steth Y4 drin, manche sind glatt oder rau, manche haben Beschriftungen, andere nicht, dann gab es die falschen Beschriftungen, hohe und niedrige (das sieht man auch an der Rundung vorne). Da gibt es wirklich sehr viele, teils sieht man auch die Ränder der Werkzeuge für VC20 und C64-Fertigung (oder C64-Umbau) beim Cartrisge Slot.


    Auch die Qualität ist sehr unterschiedlich, oft brechen die kleinen Schraublöcher aus, die sind teils auch farblich "anders" - beim C64G wurde ein sehr brüchiges Plastik verwendet, kaum einer hat noch die Ränder um die Gummifüsse, andere brechen sogar regelrecht auseinander, bekommen Risse. Die Gummifüsse fehlen auch immer, fallen immer ab beim G.


    Hier gab es auch 2 Versionen mind.: Eine mit geschraubter Tastatur und die super CR cost reduced Lüsung mit ich glaube 2 Schrauben und einer Auflagefläche im Unterteil, sodass die Tastatur nur aufliegt/eingeklemmt wird statt geschraubt werden muss,


    Man könnte das sicher nachvollziehen bis zu einem gewissen Grad, aber es bringt ja nichts. Es ist ja nicht relevant. Aber interessante Materie.


    LG

  • Nö, mit extern angefertigter Einlegesatzmöglichkeit(en) für hinten in der Form nur eine 2-Sekündige Klickarbeit. ;) Wie weiter oben "beschrieben".
    Der Boden einer C16 Form und Gehäuse ist ja bereits komplett identisch, inkl. der Stufen beim Userport. Muss also nur noch hinten an der Unterschale (+ Oberschale wenn man Beschriftungen will) etwas per obiger Methode verändert werden.

    Ja man könnte die Form auch gleich so gestalten das man sie direkt mehrteilig baut um andere Aussparungen zu ermöglichen.
    Kann schon alles sein.Vermutlich gab es ohnehin etliche Formen n unterschiedlichen Produktionsstätten.

  • Es gibt übrigens bei den C64C mit Schnappverschluss auch mindestens zwei verschiedene Gehäuse, einmal mit schmalen "Schnappern" und einmal mit etwas breiteren.


    Es kann natürlich sein, dass da die Form mal beschädigt wurde und nach der Reparatur dann die Schnapper eine andere Breite hatten. Genauso kann das bei den Brotkästen gewesen sein, nach (hundert-)tausenden hergestellten Gehäusen musste man die Formen sicher auch mal aufarbeiten, da wurden dann halt zweckmäßige/notwendige Änderungen gemacht.

    Was ich sagen möchte:
    Das ganze hat ein System gehabt und hier wurden große Serien verbaut, die nur heute - in der Einzelbetrachtung - keinen Sinn ergeben. Legt man alle C64 (unverändert) einer Serie nebeneinander, so sind da sicher die gleichen Platinen, die gleichen MOS Chips usw. drin. Es wurde also nichts vermixt, es wurde einfach gebaut (in unterschiedlichen Ländern, mit unterschielichen Formen, unterschiedlichen Zulieferern, vielleicht weil es mal eine Knappheit gab usw). Dass mal Fehler passieren oder Teile nicht da waren kann gut sein, das ist aber bei jeder Produktion so

    Da bin ich ganz deiner Meinung. Ich schrieb ja, dass ich diese "Straßenköter"-Ausgaben nicht für Einzelstücke halte, da sind halt mal ein paar 1000 in einer Zwischenserie so gebaut worden. Von diesen vielen sind halt über die Jahre die meisten weggekommen, und die paar, die noch übrig sind, liegen irgendwo unbeachtet, bis es mal jemandem auffällt.


    Mit "verbaut was da war" meine ich wie gesagt, dass da kein strenges Konzept war, dass ein C64 genau so auszusehen hatte, wie er geplant war.

  • Da gibt es keine "wilden Teilekisten" und wirre Arbeiter, die "irgendwas" aus einem vergessenen Lager holen.

    Das zu behaupten wäre auch ziemlich naiv. Dieses Szenario gab es maximal bei Rückläufern und Reparaturgeräten, also dort wo manuelle Individualarbeit vorlag. Aber alles andere was umgangssprachlich unter "Resteverwertung" fällt gab es definitiv bei Commodore (wie auch bei anderen grossen Herstellern), also grossvolumige Lagerrestbestände an Ersatzteilen, Zuliefererverzögerungen, hin und her Verschiffung/Versand von Bauteilen zu anderen Produktionsstandorten, Rückbau/Umbau von unverkauften Geräten aus dem Einzel- und Grosshandel, Umdedizierung von Produktionsstrassen, etc.pp. - das Ergebnis ist die mitunter recht bunt anmutende Zusammenstellung einzelner Gerätekomponenten (die einem "normalen" Kunden wohl so eh nicht aufgefallen wäre). Das ist bei einem Gerät wie dem C64, der knapp zehn Jahre lang fast konstant eine relativ starke Nachfrage genoss und deswegen oft einem gewissen Produktionsdruck unterlag, auch nicht weiter verwunderlich.

  • Ein Kollege von mir hier in Braunschweig hatte in den 80er bei Commodore hier in Braunschweig gearbeitet.
    Er hat mir die “Resteverwertung” bestätigt. Hauptsache die Teile passten zusammen und das Gerät lief. Zu Hochzeiten des 64er und zu Zeiten nach der Wende kam diese Vorgehensweise immer wieder vor (wobei zu Wendenzeiten kein 64er mehr in BS gebaut wurde). Ich denke mal die Vorgehensweise wurde an anderen Standorten ebenso gehalten.


    Und PS zu alten Zeiten:
    Anfang der 90er hatte der damals in Braunschweig angesiedelte Elektronikteile Laden Völkner den C64GS nur das Gerät ohne Zubehör für wie ich mich erinnern mag 20 DM als Palettenware im Laden stehen. 100erte auf einer Palette. Und ich Idiot habe mit nur ein Gerät damals gekauft.
    Jaja, hätte hätte Fahrradkette....

  • Apropos 'brüchig': Die alleinstehenden sieben langen Gewinde für die Tastatur haben ja nur deswegen sehr häufig einen Knacks oder Riss, weil da diese viel zu dicken Schrauben (die mit den großen Köpfen) mit zu breitem Gewinde hereingezwängt wurden.. . Dabei reichen da auch die dünneren Gehäuse-Schrauben. Letztere mache ich (Holzschrauben in gleicher Dicke und Länge wie Amiga500 Mainboard/Gehäuse oder C64C Gehäuseschrauben) mittlerweile statt diesen erwähnten Bomben da für die Fixierung Tastatur nun immer rein. Dann bricht oder reißt auch nichts mehr.. und der Kopf dieser kleinen Schrauben ist noch immer breit genug um die Tastatur zu halten/fixieren (wenn's dennoch 'mal sein muss, gibt's ja zudem Unterlegscheiben).


    Sogar die drei Gehäuseschrauben haben beim Brotkasten diese viel zu dicken Schrauben gehabt bzw. bekommen, auch diese Gewinde sind dann dadurch häufig gerissen.

  • Ahoi!

    Ich hatte mir mal auf nem Flohmart für 15 DM einen vermeintlichen "Aldi C64" gekauft - mit "Am Arsch kein Bild" Aufkleber drauf :) Fand seinerzeit 15 DM ne harte Ansage für einen defekten Cevi, aber aus damaliger Sammelleidenschaft doch zugegriffen.

    Da mir in meinem C64 II kürzlich der SID hopps gegangen ist (das war unerwartet echt hart, hat sich so angefühlt wie wenn ein Haustier gestorben ist) hab ich gerade bei meinen Eltern auf dem Dachboden besagten Aldi C64 aus der Cevikiste gekramt um dort den SID auszubauen.

    Dabei hat mich der C64C Aufkleber doch stutzig gemacht und nun diesen Thread entdeckt.


    Das Gehäuse (offensichtlich kein Aldigehäuse - das wusste ich damals aber nicht, dachte graue Tasten = Aldi) und die Tastatur sind hart vergilbt (waren die damals schon) im Inneren befindet sich eigentlich klassisch eine PCB No. 252311 Rev 4 mit den zu erwartenden Chips. Siegelaufkleber war schon geöffnet und kurioserweise die Tastatur nicht mehr mit der Platine verbunden.


    Der Aufkleber sieht jedoch wie bei computercollection nicht manipuliert aus. Der These, dass gelegentlich Produktionsengpässe durch Verwendung serienfremder Teile überbrückt wurden, würde ich mich also anschließen.