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Vorteil?

  • Naja, der MiST simuliert bzw. bildet "exakt" den gewünschten Computer nach. Mit der Amiga Core kann man entsprechend auf die Features des echten Rechners zurückgreifen. Die Bildaufbau, das Scrolling usw. Du startet keine Emulation über ein Linux, sondern gleich das System aus dem Hardware heraus.

  • Nun, der Haupt-UInterschied zum Raspberry ist, daß der Pi auf die Emulation der alten Hardware setzt während der MiST diese re-implementiert. Das kann man sich einfach so vorstellen, daß beim Pi erst einmal das Wirt-Betriebssystem hoch gefahren werden muß, dann der Emulator gestartet werden etc. Der Emulator ist dann so eine Art "virtuelle Maschine" unter bspw. Raspbian. Klar, damit wird man auch eine Menge Spaß haben, keine Frage.


    Der MiST hingegen ist ein FPGA (Field Programmable Gate Array)-Rechner, der die Hardware nicht emuliert, sondern re-implementiert. Den FPGA kann man sich so vorstellen, daß man eine leere Platine hat, auf dem man dann per Software die einzelnen Komponenten wie die CPU, GPU etc. so platziert und virtuell verdrahtet, bis sie einem echten Atari, Amiga etc. entsprechen. Somit sind sie auch so schnell da, sobald man den Rechner einschaltet. Also wie beim Original, einschalten und mit dem Rechner loslegen, ohne vorher ein anderes Betriebssystem zu booten, den Emu zu starten etc. Der FPGA-Core (also so gesehen der re-implementierte Rechner oder Konsole) wird beim Start von der SD-Karte gelesen und somit der FPGA programmiert. Das geschieht so fix, daß man davon so gut wie nix mitbekommt. Und es ist wirklich so, daß bspw. das Scrolling auf dem MiST besser und näher am Original ist, ebenso der Sound. Besonders auffällig ist dies bei Demos.


    Abschließend kann man das eigentlich so zusammen fassen:
    Wem es nichts ausmacht, ein anderes Betriebssystem zu booten und darunter dann den Emu laufen zu lassen, der wird auch mächtig Spaß mit dem Raspberry und bspw. RetroPie haben. Näher am "echten" Feeling der Retro-Systeme ist hingegen ein FPGA-System wie der MiST. Einschalten und los legen, dazu noch standardmäßig 9-polige Joystickports (die fehlen bei Deiner Raspberry-Rechnung ;) ) und optional MIDI-Anschlüsse. Ich persönlich habe beide Systeme und will beide nicht mehr missen ;)

  • Quote from Kris

    Naja, der MiST simuliert bzw. bildet "exakt" den gewünschten Computer nach. Mit der Amiga Core kann man entsprechend auf die Features des echten Rechners zurückgreifen. Die Bildaufbau, das Scrolling usw. Du startet keine Emulation über ein Linux, sondern gleich das System aus dem Hardware heraus.


    Was bedeutet "exakt"? Wenn die Programmierung des Cores fehlerhaft ist, ersetzt das meiner Meinung nach immernoch kein Orginalrechner. Aber Programmierfehler gibt es auch bei Emulatoren, keine Frage.


    Also emuliert der MiST die Rechner letztenendes auch nur...


    Das mit den Sub-D-9-Poligen Anschlüssen stimmt zwar, aber: es gibt einen USB-Adapter, womit man denn beispielsweise Competition und Co. auch wieder am RPi nutzen kann, kostet glaube ich um die 20 Euro.


    Macht immernoch rund 150 Euro unterschied zum MiST gegenüber RPi! ;)

  • Wie schon geschrieben, der MiST emuliert nicht, es ist eine Re-Implementierung. Also statt zu emulieren ist im FPGA wirklich der komplette Rechner verdrahtet. Das fühlt sich einfach mehr an wie ein echter Atari/Amiga/C64 und Konsorten. Du schaltest den MiST ein, der Rechner ist direkt da und das ist doch anders als ne Emulation, wo man zuerst Windows, Linux o.ä. hoch fährt und da vielleicht die Emulation sogar im Fenster läuft. Ist schwer zu beschreiben, aber für mich fühlt sich ein FPGA im Vergleich zu ner Emulation einfach eher wie ein "echter" Rechner an ;)

  • Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass bei einer Re-Implentierung auch das Timing stimmt. Die Simulation erfolgt quasi Zyklusgenau, eben wie beim echten Hardware. Ein Emulator auf dem PC oder eben auf dem RPi hat da schon Schwierigkeiten.


    Ich habe die MiST FPGA seit knapp zwei Wochen und muss sagen, dass es meine Erwartungen weit übertrifft.

  • Hmmm..., man kann den Taschengeld PI nicht mit dem MIST vergleichen.
    Der PI wird programmiert und der MIST und die anderen FPGA hat eine Beschreibungssprache und wird nicht programmiert.


    Wenn ihr vergleiche anstellen wollt , dann nehmt den Chameleon64 oder andere FPGA , wie das Board DE2, DE1, DE0, DE-Nano usw.


    Beim PI läuft das Programm hintereinander ab. Bei der Beschreibung eines FPGA im Prozess laufen alle Beschreibungen parallel ab.
    Darum muss man beim Erstellen eines Prozesses gut aufpassen und man findet die Fehler nicht so leicht.


    Ein großes Manko hat der MIST zur Zeit noch : Er hat keine Datenverbindung per USB nach draussen wie der Chameleon.
    Vielleicht kommt das noch. Ich würde gernen eine Disk (ATR beim Atari800) oder ein einzelnes Programm per USB-Überspielen statt immer die SD-Karte rausnehmen zum PC und wieder zurück.


    Ich bin mit dem MIST auch zufrieden , weil ich ein Ersatz für den Atari800XL gesucht habe.


    GRuss