PC 20-III startet nicht


  • PC20-III
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  • PC 20-III startet nicht

    Hallo zusammen,

    seit einiger Zeit sammle ich mehr oder weniger alte Computer. Dabei teste ich lieber die Möglichkeiten der alten Software aus, als an den Bauteilen herumzubasteln.

    Gestern kam ich zu einem Commodore PC 20-III, optisch wie neu und mit zig Floppys, nur leider ohne Tastatur.

    Nach dem Heimkommen testweise angeworfen, startete er recht flott. Kurz von allen Seiten saubergemacht, zu seinen neuen Kollegen gestellt, noch mal angeworfen, und: nichts mehr. Zwar scheint die Festplatte normal anzulaufen, aber auf dem Monitor erscheint nichts.

    Hier habe ich das Elend mal gefilmt.

    Es wäre wirklich nett, wenn mich ein hardwareaffiner Bastler etwas an die Hand nehmen könnte und mich auf mögliche Fehlerursachen hinweist. Gerne liefere ich noch weitere Angaben nach, die bei der Lösung helfen können.

    Schon mal vielen Dank!
  • Zuerst die Festplatte vom Strom nehmen ... den Stecker für die Spannungsvorsorgung an der Festplatte abziehen. Dann nochmal starten ... sollte zumindest von dem Diskettenlaufwerken booten wollen. Das hört & sieht man dann ja.

    Wenn dein PC dann das gleiche Verhalten zeigt, wie im Video, ist es eindeutig ein *Netzteil-Problem* ... genauer gesagt irgendwo ist ein Kurzschluss auf der Platine und das Netzteil schaltet sich aus Sicherheitsgründen ab (Schutzfunktion).

    Bitte teste das Netzteil mal auf korrekte Spannungen (alle Stecker innen abziehen und an den Steckerenden messen) ... damit fängt man an.

    Wenn OK, kann man das Netzteil in einem anderen PC testen.

    Falls das Netzteil zu schwach auf der Brust sein sollte, bricht es unter höherer Last bzw. Vollast ein. Dann muss man ein neues, passendes Netzteil suchen.

    The post was edited 1 time, last by Parser ().

  • Danke für die Hinweise, Bender! Leider ändert sich auch nichts, wenn ich die Festplatte und das Laufwerk abstöpsel.

    Der PC hat nach dem ersten, erfolgreichen Testlauf keinen Stoß o.ä. bekommen, er wurde nur einmal zum Reinigen umgedreht. Hätte ich das geahnt...
  • Dankeschön Parser für den Tipp! An das Netzteil hatte ich noch gar nicht gedacht. Der Versuch, von Diskette zu booten, endete nach ein paar Umdrehungen; das Laufwerk ist stehen geblieben. Das könnte doch schon mal ein Indiz dafür sein, dass das Netzteil nicht die nötige Spannung liefert.

    Am Montag borge ich mir ein Multimeter und messe mal nach.

    Eine vielleicht dumme Frage (bin wie gesagt kein Hardwarespezi): Wenn es auf der Platine einen Kurzschluss gibt, würde ein stärkeres Netzteil sich nicht auch abschalten oder sogar die Platine weiter beschädigen?
  • Parser wrote:

    Bitte baue mal das Netzteil komplett aus ... dauert ca. 10 Minuten maximal.


    Kannst du mit einem Multimeter umgehen bzw. hast du eines?

    Ich baue das Netzteil direkt mal aus.

    Ich habe mal ein analoges von meinem Opa geerbt, aber beim Auszug zuhause gelassen, weil ich es eigentlich nicht benutze. Vernünftiger wäre wohl, ich leihe mir ein digitales bei einem Kollegen. Mit ein bisschen Erinnerung an den Physikunterricht dürfte das Messen kein Problem sein.
  • Erstmal muss man das Netzteil an sich prüfen ... sozusagen isoliert & nicht angeschlossen ... und schauen, ob es die korrekten Spannungen liefert.

    Wenn nicht -> neues Netztteil oder Netzteil reparieren (wenn man es kann)

    Ist das Netzteil OK ... und der Fehler ist immer noch da ... liegt es am Computer.

    Du könntest mit dem Multimeter (Einstellung Durchgangsprüfung) messen, ob dort, wo der Netzteilstecker auf der Platine gesteckt wird, also direkt an der Steckerbuchse auf der Platine, ein Durchgang vorliegt. D. h. dann, dass ein Kurzschluss von der Platine kommt. Beispiel ist ein kurzgeschlossener, defekter Elko irgendwo ... der legt gleich eine ganze Volt-Strecke lahm.

    Viele Netzteile haben auch ein sogenanntes POWER-Good-Signal ... d. h. alles ist OK gemessen worden ... wenn POWER-Good nicht gut, dann schaltet das Netzteil automatisch ab.
  • man tut sich mit alten Schaltnetzteilen nicht immer "eine Freude" wenn man diese "ohne Last" einschaltet...
    (früher gab es viele "nicht Leerlauf-feste" Schaltnetzteile... (diese erzeugen dann höhere Leerlaufspannungen)

    da der Rechner ja schon eingeschaltet wurde, würde ich eher "mit Last" die Spannung messen...

    auf dem ersten Blick scheinen ja die LEDs beim Video ganz normal zu sein...
    => ich tippe daher eher nicht auf Netzteil...

    => eher auf die Videoausgabe beim altem Monitor... (wacker mal am Kabel :) )

    eine alte 8bit/16bit-ISA VGA-Karte zum Test an einem anderem Monitor wäre praktisch...
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  • Commodore hat wohl für die Ewigkeit gebaut. Aber das Netzteil ist raus. Bin gespannt, was die Messung ergibt. Die Ergebnisse einer kurzen Onlinesuche nach einem neuen Netzteil sind leider eher mau...
  • Hallo Micha und danke für deine Antwort!

    Am Monitorkabel gewackelt hatte ich schon. Leider habe ich keinen anderen Bildschirm mit achtpoligem Anschluss...

    Unter Last messen heißt, einen Abnehmer anschließen und an einem freien Stecker messen?
  • PC20-III wrote:


    Unter Last messen heißt, einen Abnehmer anschließen und an einem freien Stecker messen?
    nicht einen "anderen" Abnehmer...
    ich hätte direkt am gestecktem Board gemessen... z.B. am Stecker für die Festplatte oder Floppy...

    eine "Leerlaufmessung" bringt garnichts...
    ausser wenn ein Spannung-Totalausfall vorliegt...
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  • TurboMicha wrote:

    eine "Leerlaufmessung" bringt garnichts...
    ausser wenn ein Spannung-Totalausfall vorliegt...
    ... oder Spannungs-Teilausfall ... das wollen wir ja gerade herausfinden in einem ersten Schritt.
    Images
    • PHIHONG-model-PSM-763-AT-Power-Supply-PC10-III_PN-312637-02.jpg

      454.34 kB, 2,907×1,437, viewed 7 times
    • PSU_Connector.jpg

      74.55 kB, 452×472, viewed 6 times
  • Parser wrote:

    Ach ja ... bitte poste mal ein Bild von deinem Netzteil ... von hinten.

    Offenbar habe ich das gleiche Netzteil wie in Deinem Anhang, Parser, s.u.

    Was haltet ihr denn davon, erst mal am gesteckten Board zu messen und zu gucken, was herauskommt? Alles abziehen und noch mal messen kann ich dann ja immer noch.
    Images
    • 66m5af.jpg

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    • o58eoj.jpg

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    • w9k8zr.jpg

      247.59 kB, 800×600, viewed 6 times
  • PC20-III wrote:

    Was haltet ihr denn davon, erst mal am gesteckten Board zu messen und zu gucken, was herauskommt?
    Also ... ich schreibe es doch die ganze Zeit ... an dem braunen Netzteilstecker messen, um herauszufinden, welche Spannungen das Netzteil liefert. Das Netzteil NICHT an das Board anstecken.

    Gesteckt auf dem Board bringt NICHTS, wenn das POWERGOOD-Signal BAD ist ... deswegen schaltet dein Rechner ja sehr wahrscheinlich ab.

    Wir müssen zuerst herausfinden, ob es an deinem Netzteil liegt oder nicht.

    Wenn Netzteil OK ... dann ist der Fehler irgendwo auf dem Board ... es geht darum, die Fehlerquelle einzugrenzen!