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Tandon 286er geschenkt bekommen

  • Hallo,


    ich bin neu in diesem Forum, Vielen Dank für die Aufnahme. Eine ausführliche Vorstellung folgt noch.


    Eine kurze Frage vorab:
    Ich habe diese Woche von einem Kunden einen alten 286er geschenkt bekommen. Modell: Tandon TM7616. Es ist wohl eine 10 MHz CPU. Natürlich ist die BIOS-Batterie leer, so dass ich das System neu konfigurieren muss. Beim Hochfahren wird die Festplatte leider nicht erkannt. Im BIOS war trotz leerer Batterie Disk Type 8 und Type 1 eingestellt. (Hat evtl. zwei Festplatten). Kennt sich jemand mit dem Modell aus und weiß welche Parameter ich im BIOS einstellen muss? Hatte bis jetzt noch keine Zeit das Gehäuse aufzuschrauben.


    Bin übrigens morgen auch in Paderborn und könnte das Gerät mal mitbringen...


    Gruß,
    Thomas.

  • Also wenn ich mich noch richtig daran erinnern kann, wurden bei 286/386er die IDE-Platten nie vom BIOS erkannt und mussten manuell ausgewählt werden,
    oft konnte man dann auch direkt die Daten der Festplatte manuell, also ohne einen bestimmten Typ angeben oder man konnte einen bestimmte Typ(47 ?) auswählen,
    bei welchem man dann die Zylinder, Köpfe, Sektoren manuell eingeben:


    siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Cylinder_Head_Sector


    Zitat:
    Bei älteren Computern musste häufig die Anzahl der Zylinder, Köpfe und Sektoren noch per Hand im BIOS eingetragen werden, damit der Computer bzw. das Betriebssystem die Festplatte korrekt ansteuern konnte. Falsche Angaben konnten dabei leicht zu Datenverlusten führen. Dabei war der Bezug zur Hardware aber nicht sehr direkt: Manchmal funktionierten Festplatten auch, wenn falsche Angaben eingetragen wurden, solange die angegebene Größe nicht die tatsächliche Größe der Festplatte überstieg. Das BIOS moderner Computer kann die CHS-Angaben von Festplatten normalerweise selbständig ermitteln.

  • RLL ist eine Kodierungsmethode, die Festplatten verwenden können, wie MFM. Du meinst vermutlich eine ST412-Festplatte, die RLL-Kodierung beherrscht.
    Die Festplatten könnten aber auch der gleiche Typ mit MFM-Kodierung oder mit IDE-AT-Schnittstelle ausgestattet sein.


    Das sieht man nur, wenn man das Gerät öffnet und nachschaut, was für Modelle verbaut sind. ESDI- oder SCSI-Festplatten könnten es auch sein. Also am besten nachschauen. ESDI-Festplatten haben damals aber nur Rechner spendiert bekommen, die wirklich hohen Datendurchsatz haben mußten, da die teuer aber auch sehr gut waren. Da Tandon aber recht hochpreisig angesiedelt war, könnte das durchaus sein.

  • Ja, es ist halt vom Controller abhängig. Der Anschluss der Fesplatten ist total unterschiedlich zu IDE. Da man mit RLL mehr Platz rausbekommet war das zu der 286er Zeit recht beliebt und Tandon hat auch RLL Controller gebaut.

  • Ich habe einen ähnlichen Tandon, meiner ist ein XT. Ich würde es zuerst mal ohne Festplatte probieren, ob die Kiste von Diskette bootet. Dazu im Setup das Diskettenlaufwerk 1 auf 5.25“ low und das Diskettenlaufwerk 2 auf 3.5“ low. Country auf 049 und Language auf german. Dann eine DOS 3.3 Bootdiskette einlegen und versuchen zu booten. Übrigens, mit leerer Batterie ist die Setup-Einstellung nach dem Ausschalten wieder futsch.


    Meistens ist in dieser Rechnerklasse eine 20MB Festplatte verbaut. Typ 2 wäre hier eine Möglichkeit.

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    I love the smell of burnt aluminum oxide in the morning