Infos zu PC10-III und PC20-III


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  • Infos zu PC10-III und PC20-III

    Moin,

    ich habe vor kurzem zwei schöne alte Commodore-PCs bekommen, einen PC10-III und PC20-III, die ich gerade überarbeite (Bilder folgen).
    Der 10er hatte leider einen Akkuschaden, beim 20er konnte ich den Akku entfernen, bevor er großen Schaden anrichtete.
    Der 20er läuft einwandfrei, sogar die Festplatte scheint noch top zu sein.

    Ich werde beide mit XTIDE bzw. XT-CF Lite à la malinov.com/Home/sergeys-projects/xt-cf-lite ausrüsten.

    Gibt es Service manuals bzw. Seiten mit mehr Informationen über die Geräte?

    In beiden Rechnern sind anscheinend die Grafikkarten onboard. Was muss ich machen, um eine andere 8bit-Karte verwenden zu können bzw. welche sind für EGA zu empfehlen resp. VGA?

    Vielen Dank!

    Gruß
    Bastian
    Niemand braucht mehr als 640kB RAM in seinem PC.
  • Diverse Infos zu den Geräten findest Du direkt hier in den Beiträgen. Hast Du Dir die schon mal in der PC-Rubrik hier durchgelesen.

    Welche 8-Bit-Karten sinnvoll sind, kann ich Dir nicht so gut sagen, da ich die Geräte authentisch mit MGA-, CGA- oder Commodore AGA-Karten betreibe. Da passt auch besser zum Stil und zur Rechenleistung der Geräte. Die On-Board-Grafik ist an sich auch in Ordnung, wenn es nicht EGA oder VGA sein muss.
    Aber machbar ist das.

    Schön, dass Deine IDE-XT-Festplatte noch läuft. Was für eine hast Du?
  • Hallo Schmitti,

    ich habe gehofft, dass Du antwortest. Einige Deiner Beiträge habe ich schon gelesen :).
    Im PC10 ist, glaube ich, eine KLOK o.ä. und im PC20 eine von Seagate ST... Müsste ich nachher mal genauer schauen.
    Was für Grafikkarten sind das genau, von denen Du sprichst?
    Niemand braucht mehr als 640kB RAM in seinem PC.
  • Nein, die PC10-III und PC20-III hatten einen XT-IDE Controller auf dem Board und somit XT-IDE-Platten verbaut.

    Und nochmals nein, die AGA Karten sind tatsächlich PC-Karten von Commodore, die sowohl den Hercules als auch den CGA-Modus darstellen konnten (je nach Konfiguration). Diese Möglichkeit haben beide bereits OnBoard...
  • Storm wrote:

    Die Festplatte ist bestimmt eine ST506

    MGA Monochrome Graphics Adaptor
    CGA Color Graphics Adaptor
    Die AGA Karte von Commodore ist glaube ich eine EGA (nicht verwechseln mit AGA vom Amiga) ;)
    Nein, die AGA-Grafikkarte ist keine EGA-Grafikkarte und die Verwechslung geschieht wohl eher auf der Amiga-Seite. Die AGA-Grafikkarte gab es lange vor dem Thema auf der Amiga-Seite.
    Die AGA-Karte kann ein paar besondere Grafikmodi, die in dem Handbuch zur Karte ganz gut beschrieben sind. Die besondere Stärke ist jedoch die Emulation der CGA-Grafik auf einem MGA-/MDA-Monitor.

    MDA = Monochrom Display Adapter
    AGA = Advanced Graphics Adapter
    EGA = Enhanced Graphics Adapter
  • invisibletouch wrote:

    Hallo Schmitti,

    ich habe gehofft, dass Du antwortest. Einige Deiner Beiträge habe ich schon gelesen :).
    Im PC10 ist, glaube ich, eine KLOK o.ä. und im PC20 eine von Seagate ST... Müsste ich nachher mal genauer schauen.
    Was für Grafikkarten sind das genau, von denen Du sprichst?
    Klar, ich mag das Thema Commodore PC's und es kommt hier im Forum recht kurz finde ich. Da helfe ich gerne, wenn ich kann.

    KLOK kenne ich nicht, vermutlich meinst Du eine Kalok Festplatte. Das könnte im PC 10-III auch gut eine mit extra Steckkarte sein, denn ich habe bisher nur Kalok Festplatten mit ST412-Schnittstelle und IDE-AT-Schnittstelle in den Fingern gehabt. Jedoch kam noch keine mit IDE-XT-Schnittstelle zu mir.

    Wenn die Seagate im PC 20-III noch original ist, dürfte das eine mit IDE-XT-Schnittstelle sein oder eine, die sowohl IDE-XT als auch IDE-AT kann. Das gab es von Seagate auch.

    Die Grafikkarten hat Storm ja schon erklärt und ich weiter oben noch etwas dazu ergänzt. Meintest Du das oder meintest Du etwas anderes?
  • BlindGerMan wrote:

    Und nochmals nein, die AGA Karten sind tatsächlich PC-Karten von Commodore,
    Hab ich ja auch nicht anders behauptet :) Nur mit EGA oder CGA war ich mir nicht mehr sicher

    BlindGerMan wrote:

    Nein, die PC10-III und PC20-III hatten einen XT-IDE Controller auf dem Board und somit XT-IDE-Platten verbaut.
    Das ist mir neu. Ich dachte es gab zur XT-Zeit nur MFM und RLL. Wieder was gelernt :) Von XT's hab ich leider kaum Ahnung. Bin damals erst beim 286er eingestiegen mit MFM-Platte
  • BlindGerMan wrote:

    Nein, die PC10-III und PC20-III hatten einen XT-IDE Controller auf dem Board und somit XT-IDE-Platten verbaut.

    Und nochmals nein, die AGA Karten sind tatsächlich PC-Karten von Commodore, die sowohl den Hercules als auch den CGA-Modus darstellen konnten (je nach Konfiguration). Diese Möglichkeit haben beide bereits OnBoard...
    Das mit dem IDE-XT-Kontroller auf dem Mainboard ist richtig, jedoch waren die IDE-XT-Festplatten auf dem freien Markt nicht so stark verbreitet. Daher haben Händler den ab Werk ohne Festplatte ausgelieferten PC oft nachträglich mit ST412-Kontroller und ST412-Festplatte ausgestattet. Das geht genauso. Es ist nicht zwingend erforderlich eine IDE-XT-Festplatte zu verwenden. Es kann auch eine SCSI-Festplatte an einem SCSI-Host-Adapter im PC 10-III verwendet werden.

    Der Charme an der IDE-XT-Festplatte ist einfach, dass man dann keinen Steckplatz mit einem Kontroller belegen muss. Der hat ja leider nur 3 Stück. Das ist leider recht sparsam, finde ich.
  • Storm wrote:

    BlindGerMan wrote:

    Und nochmals nein, die AGA Karten sind tatsächlich PC-Karten von Commodore,
    Hab ich ja auch nicht anders behauptet :) Nur mit EGA oder CGA war ich mir nicht mehr sicher

    BlindGerMan wrote:

    Nein, die PC10-III und PC20-III hatten einen XT-IDE Controller auf dem Board und somit XT-IDE-Platten verbaut.
    Das ist mir neu. Ich dachte es gab zur XT-Zeit nur MFM und RLL. Wieder was gelernt :) Von XT's hab ich leider kaum Ahnung. Bin damals erst beim 286er eingestiegen mit MFM-Platte
    MFM ist keine Schnittstelle sondern die Kodierung, wie die Festplatten die Daten schreiben (grob gesagt). ST412 meinst Du aber vermutlich als Schnittstelle.
    Diese Schnittstelle gab es aber genauso für die AT's, also 286'er aufwärts. Ebenso gab es für AT's auch noch die ESDI-Schnittstelle. Die ist weniger bekannt, da die Festplatten sehr hochpreisig, aber auch schnell waren. Die lagen auf gleicher Augenhöhe wie die schnellen SCSI-Festplatten oder sogar leicht drüber, da das Protokoll etwas weniger Overhead hatte.
    Aber das nur als kleinen Exkurs. SCSI geht aber auch im XT.
  • Storm wrote:

    Schmitti wrote:

    ST412 meinst Du aber vermutlich als Schnittstelle.
    Ich meine die hieß ST506 :)

    Schmitti wrote:

    MFM ist keine Schnittstelle sondern die Kodierung, wie die Festplatten die Daten schreiben (grob gesagt).
    Ich merk schon, dass ich noch viel lernen muss bei den alten PCs :)
    Ja, ST506 wird die auch oft genannt. Soweit ich die Schnittstelle kenne, wurde die nach der Seagate ST412 Festplatte benannt. Die hatte ich mal und ist 5,25" in voller Bauhöhe. Zur gleichen Zeit gab es aber auch die Seagate ST506 Festplatte. Ich würde die Bezeichnungen daher als äquivalent ansehen.
  • Wobei der PC20-III als Festplattenversion des PC10-III ja Vom Werk aus schon mit einer Platte bestückt wurde und da hat C= die XT-IDE-Platten verbaut.

    XT-IDE ist ein Standard, der sich letztlich nicht durchgesetzt hat und schon bald vom AT-IDE abgelöst wurde. Beide Schnittstellen sind NICHT PIN-kompatibel zueinander und es funktionieren somit keine AT-IDE (also die "normalen") Festplatten am XT-IDE-Anschluss und umgekehrt!

    C= hat bei der Amiga A590-Festplatte auch oft XT-IDE-Platten eingebaut und nur relativ wenige waren vom Werk aus mit einer SCSI-Platte bestückt.
  • Ich denke, das kann man so nicht sagen, dass sich die IDE-XT-Schnittstelle nicht durchgesetzt hat. Die kam halt eher zeitgleich als das Ende der XT-Ära bereits absehbar war. Da gab es ohnehin nicht mehr so viele XT's. Von daher hat sie sich durchaus passable mit den noch verfügbaren Geräten am Markt positioniert.
    Dass man die nicht im AT eingesetzt hat ist ja logisch. Von daher war nicht zu erwarten, sie dort anzutreffen.
  • Hallo Leute,

    da hat sich ja schon einiges an Informationen angesammelt :).

    Storm, die ST-506 war, wenn ich das richtig sehe, die erste Festplatte mit doppelter Bauhöhe (5 1/4), sie wurde durch die Schnittstelle ST-506 so benannt, oder umgekehrt.
    XT-IDE bzw. auch AT-IDE ist ein Abkömmling dieser Schnittstelle. MFM bzw. RLL sind die Aufzeichnungsmethoden. Trotzdem werden die Platten meistens mit MFM bzw. RLL bezeichnet.

    Meine erste Platte ist tatsächlich von KALOK, das stimmt, Schmitti :). Zuerst dachte ich, dass sie irgendwie KLOAK heißen - das kam mir aber recht merkwürdig vor (im Hinblick auf den dt. Sprachraum :saint: ).

    "Und eben die meisten dieser frühen IDE-Festplatten, egal ob XT-IDE oder AT-IDE, sind eigentlich stinknormale MFM-/RLL-Festplatten." (s. classic-computing.org)



    Wegen der Grafikkarten wollte ich die genauen Bezeichnung (Modell, Typ) in Erfahrung bringen. Was CGA und MGA heißt, weiß ich doch 8| .

    Habe übrigens eine 16bit Trident ergattern können, die auch am 8bit-Bus laufen wird :).
    Niemand braucht mehr als 640kB RAM in seinem PC.

    The post was edited 2 times, last by invisibletouch ().

  • invisibletouch wrote:

    Wegen der Grafikkarten wollte ich die genauen Bezeichnung (Modell, Typ) in Erfahrung bringen. Was CGA und MGA heißt, weiß ich doch .

    Habe übrigens eine 16bit Trident ergattern können, die auch am 8bit-Bus laufen wird :).
    Ich kenn dich doch, deswegen wollte ich es trotzdem noch einmal erwähnen ;)

    Die Trident hättest du auch von mir bekommen können :) Die muss man allerdings manchmal umjumpern für 8-Bit-Betrieb
  • Prima, dann hast Du ja schon eine VGA-Karte. Das dürfte dann vermutlich eine mit TVGA8800- oder TVGA8900-Chipsatz sein. Die sind oft so konfiguriert oder einstellbar, dass sie auch mit dem 8-Bit-ISA-Bus arbeiten können.
    Die exakten Bezeichnungen der Karten habe ich leider nicht parat. An sich, zumindest ist das meine Erfahrung, sind die verschiedenen Modelle bei MDA, MGA und CGA auch ohne Probleme austauschbar, da die untereinander kompatibel sind. Ich hatte da noch keine Problem gehabt.

    Interessanter wird es erst bei den EGA- und VGA-Karten, da diese Treiber benötigen, wenn man diese in den Modi mit den höheren Auflösungen betreiben möchte.

    Bei den Festplatten hast Du vollkommen recht. Einige Modelle haben auf der Festplattenelektronik die gleiche Elektronik, wie sie auf den Steckkarten verbaut war.
    Deine Kalok Festplatte könnte dann vermutlich die KL320 sein, wenn sie 20 MB Kapazität hat
  • Genau, es ist die mit 8800er Chipsatz - leider meldet sich der Verkäufer nicht :(.

    Die Kalok ist die KL320, wieder richtig vermutet!

    Ich bin gerade dabei, den Säureschaden auf dem PC10-Board zu beheben und das Netzteil von den alten Elkos zu befreien.

    Sobald der wieder läuft, stelle ich ein paar Bilder ein.

    Schönes Wochenende!
    Niemand braucht mehr als 640kB RAM in seinem PC.
  • Vielleicht noch etwas Geduld und der Anbieter meldet sich noch. Ansonsten weiter Ausschau halten. Die VGA-Karten waren damals nicht so selten und es sollte immer mal wieder eine geben.

    Ich habe hier aktuell noch eine Kalok KL343. Die hat allerdings ein IDE-AT-Interface, dafür aber 40 MB. Irgendwann war Kalok vom Markt verschwunden.

    Viel Erfolg beim Beseitigen des Akkuschaden. Bei den Kondensatoren kannst Du die vielleicht mal nachmessen, wie gut bzw. wie schlecht die tatsächlich sind? Ich habe damit noch kein Problem gehabt.