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Commander 16: The8BitGuy plant einen neuen 8-Bit Computer

  • Das kann der C64DTV auch. Für (damals) 19.90 Euro (soviel hab ich damals bei Reichelt bezahlt).


    Ja, FPGA2ASIC kann eine Menge mit dem Preis machen, aber dann müssdas Gerät auch für weinig in den Laden stellen. Nichtsdestotrotz kann es sowohl für den CX16 als auch für den Mega65 für Teams sinnvoll sein, einen Preis für eine FPGA2ASIC-Konvertierung zu verlangen. Um etwas wirklich billig zu bekommen, muss man Millionen produzieren lassen, aber sowohl die CX16 als auch der Mega65 können sich einen etwas höheren Preis pro Chip leisten. Ein Vera-Chip für €30 oder ein Mega65-Chip für €50 wäre wahrscheinlich schon ein Preisdurchbruch. Es ist möglich, dass dadurch etwas kleinere Zahlen realistisch sind.

  • Pfft, meinen Kiwi gab es bereits 2012. Lange bevor der 8-Bit Guy feuchte Träume von seinem Rechner hatte. Ich hatte auch Bausätze angeboten und Kunden bis zum Ingenieur bei Intel.

    Einzig die Evolution meines Familienlebens hat die Bausatzerstellung einschlafen lassen. Ansonsten habe ich noch viel Spaß mit dem Ding und auch andere Bastler inspiriert. Der 8-Bit-Guy hat lediglich eine größere Reichweite, als wir "Kleinen". Aber wir "posen" auch nicht so sehr...

    Das ist sehr beeindruckend, ich hab mir auch direkt den Link und die Links in deiner Signatur angesehen. Hut ab, das könnte ich auch gern.


    Mit dem letzten Satz bzw den letzten beiden Sätzen wird das Alles aber plötzlich in ein verbittertes Licht getaucht :|

  • Ich versteh auch nicht, warum man sich nicht ueber existierende, in Arbeit befindliche oder auch nur rein theoretische Geraete unterhalten "darf". Wozu ist nochmal ein Forum gedacht? Wenn jemand sein Geraet lieber im stillen Kaemmerlein entwickeln moechte, kann er das ja tun, aber wenn jemand seinen riesigen YouTube-Kanal dafuer nutzt, die Entwicklung des Rechners zu dokumentieren und zu promoten, dann kann man doch auch ueber dieses Vorhaben, dessen Entscheidungen, usw oeffentlich sprechen.


    Und das "Argument", man solle doch selber was machen oder selber besser machen ist auch unnuetz, dann duerfte auch niemand mehr die Meinung zu einem Kinofilm oder sonstigem sagen. :whistling:

  • Mit dem letzten Satz bzw den letzten beiden Sätzen wird das Alles aber plötzlich in ein verbittertes Licht getaucht :|

    Nein, ich bin überhaupt nicht verbittert. Im Gegenteil. Ich finde es nur merkwürdig, wie das Commander16 Projekt läuft, lief und gehyped wurde oder auch wird. :-) Meine Reaktion klingt vielleicht deswegen so, weil es ähnlich ist wie meine Erfahrung beim aufkommenden Internet damals: Ich zeigte Leuten das Internet und bekam Ablehnung "Wozu der Quatsch?", nur um mir von denselben Leuten ein Jahr später sagen zu lassen: "Guck mal, was ich da Tolles entdeckt habe."


    Und das "Argument", man solle doch selber was machen oder selber besser machen ist auch unnuetz, dann duerfte auch niemand mehr die Meinung zu einem Kinofilm oder sonstigem sagen. :whistling:

    Das siehst du falsch. Um beim Vergleich zu bleiben, würden die Drehbuchautoren noch beim Schreiben des Drehbuchs darüber berichten und alle mischen mit, wie der Kinofilm werden soll. Promotion und co laufen aber erst später an. Niemals in so einer frühen Phase.

    Ich hab vor dem Kiwi schon zu oft erlebt, wie Projekte bereits vor dem Anfang kaputt geredet wurden oder zu Never-Ending-Stories wurden. Und auch hier gibt es viele Beispiele, wo zu früh von Spielfilmen gesprochen wurde, die dann niemals gedreht wurden. :-D


    Bogo

  • Das siehst du falsch. Um beim Vergleich zu bleiben, würden die Drehbuchautoren noch beim Schreiben des Drehbuchs darüber berichten und alle mischen mit, wie der Kinofilm werden soll. Promotion und co laufen aber erst später an. Niemals in so einer frühen Phase.

    Ich hab vor dem Kiwi schon zu oft erlebt, wie Projekte bereits vor dem Anfang kaputt geredet wurden oder zu Never-Ending-Stories wurden. Und auch hier gibt es viele Beispiele, wo zu früh von Spielfilmen gesprochen wurde, die dann niemals gedreht wurden. :-D

    Deshalb ist es ja wie gesagt fuer jeden ratsam, sich zu ueberlegen, ab wann er sein Projekt irgendwo oeffentlich vorstellt. Ich programmiere z.B. Spiele, und halte die meist bis kurz vor Release komplett geheim, weil ich genau weiss, dass ich mir da eh nicht reinreden lassen moechte. Aber der X16 sowie all die anderen Projekte ueber die wir hier so "lose" reden sind nunmal sehr oeffentlich, und dazu kommt, dass die zugehoerigen Threads hier i.d.R. auch nicht vom Projektinitiator geoeffnet wurden. Es ist schon nochmal was anderes, wenn einer hier im Forum sein Projekt vorstellt und DANN alle drauf rumhacken. Aber das hier ist der Thread in einem deutschen Forum zu einem amerikanischen YouTube-Projekt... so what. Und bei Projekten wie MEGA65 usw wird sogar propagiert, "das ist ein Community-Computer, WIR ALLE designen den". Also warum soll man dann nicht drueber faseln, labern, philosophieren duerfen? Zumal wir hier ja niemandem konkret Anweisungen geben, a la "MACH DOCH DIES UND DAS UND ZWAR SOFORT!!1" ;)

  • Nein, ich bin überhaupt nicht verbittert. Im Gegenteil. Ich finde es nur merkwürdig, wie das Commander16 Projekt läuft, lief und gehyped wurde oder auch wird. :-) Meine Reaktion klingt vielleicht deswegen so, weil es ähnlich ist wie meine Erfahrung beim aufkommenden Internet damals: Ich zeigte Leuten das Internet und bekam Ablehnung "Wozu der Quatsch?", nur um mir von denselben Leuten ein Jahr später sagen zu lassen: "Guck mal, was ich da Tolles entdeckt habe."

    Diese Erfahrung hab ich auch zu genüge in vielen Bereichen gemacht, das kann ich nachvollziehen.


    Ich finde trotzdem, dass da etwas ins rechte Licht gerückt werden muss:

    der 8-Bit-Guy hat nicht "lediglich" eine größere Reichweite, er bringt seit über 10 Jahren regelmäßig verschiedenste Inhalte auf YouTube. Er hat eine andere Entscheidung zum Fokus seines Lebens getroffen als die meisten anderen, und hat genau deshalb diese Reichweite. Er hat lang daran gearbeitet. Und er ist vielleicht der erfolgreichste von allen Retro-YouTubern, mit über einer Million Abonenten.


    Und was das "posen" betrifft: das, was man von ihm sieht, ist zu einem gewissen Grad eine "Kunstfigur".

    Wir wissen alle, dass er David Murray heißt und im kalten, verschneiten Texas wohnt - was wir von ihm sehen, ist aber nur das, was er uns zeigt: der 8-Bit-Guy.


    Da wird nix gehyped. Da steht keine Firma mit fettem Marketingbudget und keine 17 Influencer dahinter. Das ist ein Typ, der seit Jahren den gleichen Fokus hat, und der jetzt versucht, was zu schaffen, was ihm Spaß macht.


    Als du den Leuten das Internet gezeigt hast, hast du vielleicht Inhalte gezeigt, die sie nicht interessiert haben: Inhalte des frühen Internet halt.

    Als sie dir dann ihre große Entdeckung gezeigt haben, war das dann aber vielleicht Social-Media (:X) oder Katzenvideos (:love:).

    Das Internet an sich als technische Grundlage interessiert die wenigsten - die Inhalte interessieren.


    Ganz oft gehts nicht darum, wer die bessere technische Idee hat (Internet), sondern wer es schafft, andere davon zu begeistern (Inhalte)

    Und der 8-Bit Guy baut nicht nur einen Computer, sondern auch die Software dafür - und das ist cool.

    Und er hat es geschafft, weitere Entwickler dafür zu begeistern.


    Und der SNES-Controller hat schon in Attack of the Petscii Robots seine Anwendung gefunden.

    Das kommt aus einem praktischen, nachvollziehbaren Hintergrund, warum er 4 Knöpfe haben will: um in alle möglichen Richtungen ballern zu können, während er in eine Richtung davonläuft. Natürlich sieht die Controller-Buchse da Kacke aus, aber Commodore selber hat öfter als einmal wo ein Kabel drübergezogen, weil die günstigste Lösung war.


    Das alles macht zumindest für mich den X16 nachvollziehbar in seinen Entscheidungen und zu einem stimmigen Produkt :-)

  • Ich will ihn und das Projekt gar nicht schlecht machen. Ich zolle ihm meinen Respekt, seine Fanbase über so lange Zeit ohne Produkt bei der Stange zu halten. Die sind es letztendlich, die es hypen. Das finde ich schon erstaunlich und ist eine Leistung für sich, die in der Tat auch mir seinem Fokus und der zugegeben guten Qualität seiner Videos und Darstellung in Verbindung steht.

    Software für den eigenen Computer selbst zu entwickeln ist allerdings normal. Das alles geht Hand in Hand. Für den Kiwi hab ich mal eine Nischensoftware für Packet Radio geschrieben, um u.a. über die ISS zu funken. Mit GUI und Mausbedienung von 0 auf. Nicht weil es dafür einen Markt gibt, sondern weil es mir Spaß machte. Mir ist egal, ob das jemand cool oder überflüssig findet. Es gibt auch einen Beta Port von EmuTOS: TeXen und sogar drucken von LaTeX bzw PS Dokumenten funktioniert prima. Falls also jemand seine Dissertation mit dem Kiwi erstellen wollte, wäre das theoretisch möglich.


    Wenn ich den letzten Absatz von mir aber so lese, dann fühlt sich das schon wie Angeben/Posen an. Und genau das will ich nicht...
    Letztendlich bin ich daher mit diesem Post raus aus der Diskussion. Zumal ich merke, dass es zu einem Glaubenskrieg abdriftet, wie Pro oder Contra Apple und nichts liegt mir ferner. Immerhin "bereichere" ich damit diesen Faden nur mit Inhalt, den ich selber kritisiere, da es nicht um das Gerät selbst geht... Jeder Jeck ist halt anders und jedes Projekt hat in meinen Augen seine Berechtigung. Ich wollte eingangs vorhin nur klarstellen, dass der Commander X16 eben nicht der erste (und vor allem realisierte) selbst entwickelte Rechner ist, der etwas leistet und musste dann abdriften, weil man mir Verbitterung unterstellte. Nebenbei ist auch der Kiwi nicht der erste Rechner, aber einer der wenigen, die zuerst mit grafischer Oberfläche [Edith sagt]bzw überhaupt "besserem" Videooutput im Gegensatz zu den ganzen RS-232 Einplatinencomputern[/Edith sagt] kamen. :-)

    Ps: Wer hat das Telefon erfunden?


    Bogo

  • Wenn ich den letzten Absatz von mir aber so lese, dann fühlt sich das schon wie Angeben/Posen an. Und genau das will ich nicht...
    Letztendlich bin ich daher mit diesem Post raus aus der Diskussion.

    Da bist du zu streng zu dir, es steht dir voll zu, stolz auf dein Werk zu sein.

    Das war auch genau das, worum es mir ging - jeder soll seinen Stolz zeigen dürfen.

    Da darf man sich auch schon mal ordentlich auf die Brust trommeln :-D


    Ich sehe eben den Auftritt vom 8-bit-Guy genausowenig als posen, wie wenn du du vom Kiwi erzählst. Beide Projekte verdienen alle Anerkennung :-)

  • Sogar der C64 war schon Evolution.

    Danach aber mehr oder weniger die Luft raus bei Commodore.

    Die Entscheider waren halt keine Visionäre mehr, wie Gates, Jobs, Tramiel, Woz & Co.

    Daran ist letztendlich CBM gescheitert.

    Tramiel als Visionär in diese Reihe zu stellen halte ich für sehr gewagt. Jack Tramiel war nach meinem Eindruck kein Technik-Pionier, sondern ein Geschäftsmann mit einem sehr eigenen Antrieb, der geradezu besessen von der Idee preisgünstiger Computer war. Auf diese Weise hat er sicherlich viel zur Massentauglichkeit des Computers beigetragen, aber technische Impulse haben andere geliefert.


    Ich halte Tramiels Fokus auf möglichst geringe Kosten eher im Gegenteil für einen der Gründe für Commodores allmählichen Abstieg: MOS Technology war zum reinen Lieferanten günstiger Chips für CBM degradiert worden, statt Innovationen zu liefern, und in seiner Angst vor billigerer Konkurrenz ließ Tramiel lieber die 264er-Reihe entwickeln statt eines neuen, leistungsfähigeren Geräts als C64-Nachfolger. Dabei war Commodore doch eigentlich recht erfolgreich gewesen, als sie in etwa zweijährigem Rhythmus (PET, VIC-20, C64) neue Computer herausbrachten.


    Womöglich hat er sich nicht mehr vorstellen können, dass Nutzer auch bereit gewesen wären, für leistungsfähigere Computer erneut Geld auszugeben (oder auch weitere Käufer zu gewinnen, die bisher nicht den Gegenwert sahen), nachdem der Anfang gemacht war und die Menschen sahen, was man alles mit einem Computer daheim anstellen kann. Vielleicht hat er die Geschwindigkeit der Entwicklung auch unterschätzt. In jedem Fall denke ich, dass diese letzte Phase mit Tramiel bereits zum späteren Niedergang beigetragen hat, auch wenn ein echter Visionär als sein Nachfolger das noch hätte abwenden können. Den gab es aber auch nicht.

  • Ich finde trotzdem, dass da etwas ins rechte Licht gerückt werden muss:

    der 8-Bit-Guy hat nicht "lediglich" eine größere Reichweite, er bringt seit über 10 Jahren regelmäßig verschiedenste Inhalte auf YouTube. Er hat eine andere Entscheidung zum Fokus seines Lebens getroffen als die meisten anderen, und hat genau deshalb diese Reichweite. Er hat lang daran gearbeitet. Und er ist vielleicht der erfolgreichste von allen Retro-YouTubern, mit über einer Million Abonenten.

    [...]

    Da wird nix gehyped. Da steht keine Firma mit fettem Marketingbudget und keine 17 Influencer dahinter. Das ist ein Typ, der seit Jahren den gleichen Fokus hat, und der jetzt versucht, was zu schaffen, was ihm Spaß macht.

    Nunja, dennoch ist der "8-Bit-Guy" mittlerweile David Murrays Geschätsmodell, so dass hier durchaus auch kommerzielle Interessen bestehen - wie bei jedem anderen Youtube-Kanal in dieser Größe, der professionell produziert wird.


    Kommerzielle Interessen sind erst einmal nichts schlechtes, aber es bedeutet eben auch, dass der X16 kein reines Hobby-Projekt mehr ist. Ich glaube durchaus, dass der Privatmann David Murray Spaß an dem Projekt hat, aber für den Youtube-Unternehmer Murray ist das eine klare Investition. Da er auf diese Weise immerhin seine Zuschauer unterhält, wünsche ich ihm auch Erfolg damit, ebenso wie den zukünftigen Besitzern eines X16 viel Freude mit dem Gerät.

  • Was auch etwas untergeht: es geht nicht nur um mehr, buntere und schnellere Pixel, sondern auch dass man diese

    einfacher ansprechen kann als früher [..] vorher musste man mit Bitplanes und anderem Gefrickel sich rumschlagen.

    Das schrub ich ja auch schon als Differenzierung zur Aussage, dass höhere Pixel- und Farbauflösungen mehr Arbeit bedeuten. Fand leider keine Resonanz. Commander 16: The8BitGuy plant einen neuen 8-Bit Computer


    Meine Behauptung: Das Optimum liegt irgendwo dazwischen. So sind zum Beispiel quadratische Pixel bei 320x200 viel einfacher zu handhaben als breite Pixel mit 160x200. Und wenn man bei 16 Farben 4bpp hat, so wie in Pico-8, dann kann man sie sogar ohne weiteres drehen oder MOBs darüber smooth verschieben - alles viel einfacher. Vielleicht dürfte die Auflösung auch etwas weniger sein, 256*192 etwa, womit man gut rechnen und positionieren kann. Aber 640x480, womöglich mit 256 Farben, das ist im 8bit-Bereich einfach fehl am Platz. Genauso mit Sound: Eine Eigenschaft von typischen 8bit-Tunes sind die wenigen Stimmen, 3 oder 4, maximal 6, steht sogar so in Wiki. Der CX16 hat gleich wieder 25 Kanäle (16 Vera, 1 Digi, 8 YM2151).


    ---

    Wieso ist hier kein "mimimi" erlaubt? Darf nur positive Kritik geäußert werden? Selbst, wenn hier kein einziger jemals selbst einen Computer erschaffen haben sollte, so sollen wir doch schließlich die Zielgruppe sein; er baut das Teil ja nicht für sich allein. Und "friss oder stirb" funktioniert insbesondere in diesem Bereich nicht.

  • und alle mischen mit, wie der Kinofilm werden soll

    Wir mischen ja gar nicht mit, wie sein Computer werden soll, sondern tauschen aus, was gefällt und was nicht. Das ist ein Unterschied. Und ja, es werden auch von Filmen durchaus Details schon vorher bekannt gegeben, und dann sagt so mancher "och nö, das passt mir nicht, wenn der und der die Hauptrolle übernimmt, dann will ich den nicht sehen", und es ist legitim.

  • Die Diskussion die hier zum gefühlt 80zigsten male statt findet ist die, das es permanent heißt zu viele Farben, zu hohe Auflösung und zu schnelle CPU.

    Wenn man all diese Dinge nicht will, wozu dann was neues ? Ich kann es gut nachvollziehen das einige sich künstlich (in dem Fall auch künstlerisch) einschränken

    wollen. Ich selbst hab am C64 immer gerne den Speicherbereich ab $c000 für meine Erweiterungen genutzt. Die Herausforderung für mich war immer so viele

    Funktionen in die 4K zu stopfen wie irgend möglich.


    Was also nützt mir ein neuer Computer wenn ich von vornherein sage der darf z.B. max. 2 MHz haben ? Um darauf ein neues Elite zu schreiben, welches minimal schneller läuft ?

    Wozu der Aufwand ? Das wäre ein neues Elite was max. so gut ist, wie das alte.

    Ein schnellerer Computer der ein besseres Basic hat, macht durchaus Sinn. Wenn ich da auf den M65 gucke, der viele Grafikbefehle hat, was nützen mir die wenn die Grafik sich

    immer noch in Zeitlupe aufbaut ? Wer schreibt denn für sich eine Grafikanwendung in Basic, wenn die so derbe langsam ist, wie vor 30 Jahren ? Niemand.


    Denen die Entwicklung der neuen Maschinen nicht gefällt bleibt bei den alten. Die, die sich für das neue interessieren sind auch die, die das kaufen werden.

  • Wenn man all diese Dinge nicht will, wozu dann was neues ?

    Schrieb ich doch: "Das Optimum liegt irgendwo dazwischen (zwischen zu viel und zu wenig)". Und ein Optimum ist immer was feines. :)


    Knapp 1MHz ist 'ne lustige Grenze, könnte wegen mir bleiben. Der Speed von Pico-8 hat wiederum auch nichts mehr mit 8bit zu tun. Auch bei einem C65 hätte ich mir damals keine höhere Auflösung gewünscht, sondern einfach nur ein paar Verbesserungen gegenüber dem C64, die bewirken, dass man nicht mehr so sehr herumfrickeln und tricksen muss, um seine Ideen zu verwirklichen. Das heißt aber nicht 640x480x256 und 24 Stimmen wie beim CX16, sondern z.B. 256x192x16 mit 4bpp und max. 6 Stimmen.

    Denen die Entwicklung der neuen Maschinen nicht gefällt bleibt bei den alten.

    Tue ich ja. Just in diesem Moment pixle ich gerade für C64, Projekt 1, Grafikdesignset 2. Aber darum darf man ja wohl sagen, was einem an einem neuen Retro-Rechner nicht gefällt. Es wurde ja auch zu "A Pig's Quest" gesagt, was daran nicht gefiel. Das ist in so einem Forum ganz normal.

  • Das heißt aber nicht 640x480x256 und 24 Stimmen wie beim CX16, sondern z.B. 256x192x16 mit 4bpp und max. 6 Stimmen.

    Ich weiß nu nicht wie das beim CX 16 läuft, ich weiß aber das ich mich beim M65 genauso beschränken kann wie du es gerne hättest. Anstatt 2 SIDS verwende ich nur einen.

    Ich kann nach wie vor die VIC-2 Modes nutzen. Kann dennoch die Farbpalette ändern. Die CPU schraub ich auf 1 MHz runter.

    Nur ich komm auf das selbe Ergebnis: Ich sehe den Sinn nicht. Ich kann dann natürlich ein Spiel programmieren, das dann dezent besser aussieht als auf dem 64er.

    Aber das soll dann der Systemseller oder die Killer App sein ? Ich würde weder das Spiel noch den entsprechenden Computer dazu kaufen.

    Weil ich einfach keinen Mehrwert sehe. Der Mehrwert wäre nur noch dadurch gegeben, das ich einen modernen Monitor anschließen kann. Aber das kann ich beim Maxi 64er auch.

    Dann sollte man doch lieber bei dem die Firmware knacken und einen passenden Emu basteln. Wäre das beste Preis/Leistungsverhältnis.


    Neuer Wein in alten Schläuchen - oder so ähnlich.:D

  • Ich sehe das halt aus Hobbyentwicklersicht. Einschränken kann ich mich auch beliebig auf einem modernen PC; da brauche ich keinen neuen Computer zu, um mich darauf wiederum absichtlich bewusst einzuschränken. Nur, wen soll das Spielchen dann noch interessieren? Man spräche damit keine Community mehr an, sondern versinkt mit seinem Spielchen in der Bedeutungslosigkeit der riesigen PC-Welt.


    Wenn es aber einen neuen Retro-Rechner gibt, der bereits seine charakteristischen Grenzen hat, sieht das anders aus. Da wären dann alle Spiele wieder typisch für diesen Rechner, so wie beim Pico-8. Das funktioniert aber eben nur, wenn die Specs entsprechend eingeschränkt sind.


    Was die Anwender eines Spiels angeht, die schauen eher nicht darauf, ob der Entwickler sich jetzt künstlich eingeschränkt hat, sondern sehen in erster Linie das Gesamtergebnis, und dann finden sie die nicht eingeschränkten Spiele besser als die eingeschränkten. Eine Würdigung der Entwicklerleistung durch künstliche Selbsteinschränkung würde wahrscheinlich komplett ausbleiben und die Nutzung auch, wenn es nicht zufällig ein neues faszinierendes Spielprinzip ist.


    Nicht aber so, wenn die Specs bereits festgelegt sind und auf diesem Computer gar nicht überschritten werden können. Hätte ein Amiga-Benutzer damals ein Spiel für den Amiga gekauft, das technisch nur durchschnittliches C64-Niveau bietet? Ich denke, eher nicht, und genauso sehe ich das mit einem neuen Retro-Rechner, der mit 16bit-ähnlichen (und teils darüber hinaus) Fähigkeiten aufwartet, wo 8bit-typsche Ergebnisse kaum noch gefragt sind.


    Darum sagte ich ja: Wenn ich für den MEGA65 was machen würde, dann nur für den C65-Modus, weil da die Specs wieder vorgegeben sind - und zudem noch weitgehend authentisch. Und ich bin der Meinung, dass Paul den Startmodus per Default auf den C65 hätte legen sollen, weil dieser im Prinzip im Mittelpunkt stand, C64 als Verkleinerungsmodus, um den Liebling immer dabei zu haben, und den M65 als Vergrößerungsmodus, um einen Commodore-65-Nachfolgecomputer der 1990er Jahre einer alternativen Zeitlinie zu genießen.

  • Tramiel als Visionär in diese Reihe zu stellen halte ich für sehr gewagt. Jack Tramiel war nach meinem Eindruck kein Technik-Pionier, sondern ein Geschäftsmann

    So sehe ich das auch – vollkommen wertfrei. Das wurde hier schon als Beleidigung empfunden – aber so ist das von mir nicht gemeint. Auch früher™ wurden manche IT-Firmen von richtigen Geschäftsmännern geleitet. Jack Tramiel hat nichts erfunden oder entwickelt. Und er hatte auch keine technischen Ideen/Visionen. Er wusste, was sich gut verkaufen lässt, wenn er es sah – und lag eine ganze Zeit lang damit richtig. Und irgendwann verließ ihn sein Gespür oder es fehlte das Geld (was an vorherigen Fehlentscheidungen lag) oder die Konkurrenz war schlicht zu stark.


    Aber ich glaube nicht, dass Jack vor dem ersten produzierten PET oder C64 saß und begeistert erste Basic-Programme eintippte oder ein Commodore Spielmodul ein paar Stunden gespielt hat und leuchtende Augen dabei bekam (so wie wir Kunden).


    Ich halte Tramiels Fokus auf möglichst geringe Kosten eher im Gegenteil für einen der Gründe für Commodores allmählichen Abstieg: MOS Technology war zum reinen Lieferanten günstiger Chips für CBM degradiert worden

    Man kann diese Strategie erfolgreich fahren. Es wird gesagt, dass z.B. durch Krisen die Billigheimer (Aldi) und Premium-Anbieter (Rolex) am besten durchkommen und die (mehr oder weniger gesichtslose/beliebige) Mitte/Masse am Ehesten wegbricht.


    Nur gab es zu der Zeit, in der es für Commodore wirklich eng wurde, die ersten Billiganbieter von IBM-Clones. Und gegen die kam preislich keine westliche Markenfirma mehr an. Das Problem bei "billig" ist: Es gibt meistens jemanden, der "billig" noch besser kann als man selbst. Und das einzige Gegenmittel ist dann, noch billiger zu werden – bis man es sich nicht mehr leisten kann.


    Und in Spitzentechnologie hat Commodore nur selten investiert. Der C64 (1982) war so ein Fall. Für seine Zeit und auch im Verhältnis zum Vorgänger war das ein großer Sprung, was man z.B. vom VC20 nicht behaupten kann (trotzdem hat er sich gut verkauft). Aber es fehlte danach einfach die Kontinuität. Der C64-Nachfolger C128 verkaufte sich auch ordentlich – war aber keine technische Innovation (80 CPS, Z80 und 128K gab es anderswo (Apple, Amstrad ...) auch). Erst mit dem Amiga 500 (1987) hatte Commodore einen zweiten großen Erfolg, der auch auf einem gewissen technologischen Vorsprung (in der Preisklasse und für Zuhause) basierte. Aber dann war wieder die Luft raus und Verbesserungen erfolgten eher gemächlich. Bei Tramiels neuer Firma, Atari, war das auch nicht so viel anders.


    Selbst, wenn hier kein einziger jemals selbst einen Computer erschaffen haben sollte, so sollen wir doch schließlich die Zielgruppe sein; er baut das Teil ja nicht für sich allein. Und "friss oder stirb" funktioniert insbesondere in diesem Bereich nicht.

    Richtig. Zum einen können wir uns hier als potentielle Konsumenten äußern, zum anderen aber auch als Fachleute in bestimmten Bereichen. Hier gibt es Coder, Grafiker, Musiker und andere, die sich mit Spiele/Software-Entwicklung beschäftigen – und das z.T. seit Jahrzehnten. Hier sitzen also nicht nur nur Nörgler, sondern professionelle Nörgler! ;)


    Die Diskussion die hier zum gefühlt 80zigsten male statt findet ist die, das es permanent heißt zu viele Farben, zu hohe Auflösung und zu schnelle CPU.

    Wenn man all diese Dinge nicht will, wozu dann was neues ?

    Die Frage ist doch eher: Ist das neu, was die ganzen Retro-Computer anbieten? Von den Multimedia-Eigenschaften deckt sich das doch ziemlich genau mit den Eigenschaften der ersten bis zweiten Generation von 16-Bittern. Sowas wie 640 x 200 bis 640 x 480 Pixeln (oder noch mehr) bei 64 (oder noch mehr) Farben (aus einer größeren Palette) kennen wir doch von Amiga, STE/Falcon, Macintosh II oder DOS/EGA/VGA. Was ist daran neu? Dass das auch mit 8-Bit (und dafür hochgeschraubten Megahertzen) geht?


    Die Triple-A Games werden wie Amiga-Spiele oder besser aussehen und sich auch so anfühlen. Und die Nicht-Highend Games (z.B. fast alle, die in Basic geschrieben wurden) werden wahrscheinlich einen sehr sehr deutlichen Abstand dazu haben.


    Ich kann nach wie vor die VIC-2 Modes nutzen. Kann dennoch die Farbpalette ändern. Die CPU schraub ich auf 1 MHz runter.

    Nur ich komm auf das selbe Ergebnis: Ich sehe den Sinn nicht. Ich kann dann natürlich ein Spiel programmieren, das dann dezent besser aussieht als auf dem 64er.

    Aber das soll dann der Systemseller oder die Killer App sein ?

    Aber siehst du die bei Spielen, die so aussehen, wie Amiga- oder frühe PC-Games?


    Man darf die damalige Zeit nicht mit der heutigen verwechseln. Natürlich gierten wir alle nach mehr Performance, mehr Pixeln, mehr Farben und mehr Tonkanälen. Aber wir bekamen sie letzten Endes auch – mit der nächsten Generation von HC/PCs. D.h., wir hatten das alles schonmal: Aus 160 px wurden 320 px wurden 640 px wurden 800 px wurden 1024 px wurden 1280 px wurden 1920 px usw.


    Warum also das ganze Spiel nochmal machen? Meinst du, es würde etwas Neues entstehen, wenn ein Retro-Computer wieder auf 640 x 480 px setzt? Das gab es doch schon. Das ist VGA-Grafik.


    Und mit den besseren Basic-Befehlen oder der höheren Performance lässt sich sich die eine oder andere Demo-App auch in Basic realisieren – trotzdem kommt man recht schnell an die Grenzen, die es auch schon in den 80ern gab: Wenn man wirklich etwas professionell wirkendes erschaffen will, muss man doch wieder auf Assembler umsteigen. Egal, wie viel die neue Hardware und die neuen Befehle aus Basic herausholen – in Assembler liefe es doch 20 Mal schneller.


    Assembler wird sich aber nur ein Bruchteil der Programmierer antun wollen, womit wir wieder dort ankommen, wo wir immer waren: 10 Hardcore-Coder schreiben tolle Games für 500 User.


    Eigentlich kaufen sich doch viele Kunden (früher wie heute (bei Retro-Computern)) einen Homecomputer, um darauf selbst etwas zu erschaffen. Und früher (da ging es technisch nicht anders) wie heute wird einem das eigentlich zu schwer gemacht, was den Großteil dann (nach einigen Versuchen) doch zu reinen Konsumenten von Software macht. Nicht falsch verstehen – grundsätzlich war das damals genau die richtige Entwicklung und Voraussetzung für die PC-Revolution – aber in diesem speziellen Fall möchte man eigentlich das Rad zurückdrehen und (nochmal) das Gefühl haben, das ALLES möglich ist (nur eben einfacher als früher, weil alle weniger Zeit haben).


    Also kurz: Mehr Pixel (als beim C64) gab es schon! Mehr von allem anderen auch. Heutzutage (wenn man wirklich was "Neues" will) will man also eigentlich nicht "mehr" – sondern "anders". ICH erwarte bei einem neuen (Retrostyle) Homecomputer eigentlich keinen 8-Bit-Amiga oder PC mit VGA-/SB-Karte oder Apple IIGS-Wannabe.


    Cooler fände ich nach wie vor: Hart eingeschränkte, typische/markante, Multimedia-Eigenschaften (trotzdem noch attraktiv) – dafür aber deutlich vereinfachte Erstellung derselben (mit Fokus auf Games). Und das Ganze als Einheit in einem Stück (zu einem günstigen Preis): Kaufen, Auspacken, Einschalten, Lostippen, Erfolge teilen, Spaß haben.


    Aber darauf wird man wohl weiterhin warten/hoffen müssen – oder man hat halt Spaß mit den echten alten Kisten. Wenn einem der C64 zu schwach ist, kann man (heutzutage) ja den Amiga/ST/IIGS/68K-Color-Mac hernehmen oder auf DOS und VGA/SB setzen.

  • Beim M65 weiss man aber, das auch wenn er per default im C65 Modus startet, mehr kann. Letztendlich ist da eine alternative Core Auswahl auch nur eine künstliche Einschränkung. Ich sehe diese Computer auch nicht wirklich als retro Computer, da sie alle in dieser Form nicht erschienen wären und es auch nicht sind. Ich sehe sie als moderne Homecomputer des aktuellen Jahurhunderts, die sich an das von vor 30 Jahren orientieren.


    Die Nummer mit dem Maxi war ernst gemeint. Wieso nicht die Firmware knacken und dafür den C64DTV installieren. Dann hat man das geforderte: Eine minimale bessere Version und das auch noch verhältnismäßig günstig. Vermutlich auch mit relativen Aufwand. Bin kein Cracker und kann das nur schlecht beurteilen.

  • Die Frage ist doch eher: Ist das neu, was die ganzen Retro-Computer anbieten? Von den Multimedia-Eigenschaften deckt sich das doch ziemlich genau mit den Eigenschaften der ersten bis zweiten Generation von 16-Bittern. Sowas wie 640 x 200 bis 640 x 480 Pixeln (oder noch mehr) bei 64 (oder noch mehr) Farben (aus einer größeren Palette) kennen wir doch von Amiga, STE/Falcon, Macintosh II oder DOS/EGA/VGA. Was ist daran neu? Dass das auch mit 8-Bit (und dafür hochgeschraubten Megahertzen) geht?

    Die Hardware ist nicht dieselbe. VGA ist Modus 13. Amiga ist Bitplanes. Die neuen 8-Bit-Computer (sowohl CX16 als auch Mega65) haben einen multi-colour Textmodus + sprites (wie der C64). Der PC und der Amiga luden unterschiedliche Arten von Spielen ein. Der PC hatte eine Menge Adventures, der Amiga eine Menge Actionspiele.


    Es liegt nahe, dass der Mehrfarb-Textmodus + sprites zu anderen kreativen Leistungen führte als VGA und der Amiga, auch wenn alle 64x480 machen. Das ist das Neue daran.

  • Es liegt nahe, dass der Mehrfarb-Textmodus + sprites zu anderen kreativen Leistungen führte als VGA und der Amiga, auch wenn alle 64x480 machen. Das ist das Neue daran.

    Das bezweifle ich, denn letztendlich gibt es heute Millionen Spiele fuer alle erdenklichen Plattformen, aber ob in einem 640x480-Spiel mit 256 Farben die Spielwelt und Figuren geblittet wurden oder aus Chars und Sprites aufgebaut wird, macht am Ende keinen "kreativen" Unterschied. Auch mit geblitteten Sprites hat man letztendlich das selbe erschaffen wie ehemals mit Hardware-Sprites, ich wuesste nicht wo da der kreative Unterschied liegen sollte. Am Ende sind es alles nur Werkzeuge, um farbige Pixelgrafiken auf den Bildschirm zu bringen. Die echten Neuerungen die es in der 16/32-bit-Zeit gab, waren dann eher die, die in Richtung 3D gingen, wie z.B. Mode 7 oder Polygon-Welten usw, aber im Bereich 2D sehe ich da keine kreativen Unterschiede mehr, was man auch daran erkennen kann, dass ein und das selbe 2D-Spiel fuer die unterschiedlichsten 16-bit-Plattformen wie gesagt ziemlich identisch aussehen. Man denke nur mal an Spiele wie The Chaos Engine, The Lion King, Aladdin usw, da ist die Grafik im Grunde die selbe, egal ob Amiga, SNES, DOS, MegaDrive, etc.