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Commander 16: The8BitGuy plant einen neuen 8-Bit Computer

  • Dann häng doch einen an den GPIO port.

    Wenn man einen R20 entfernt und dafür die Audioschaltung nachbildet 2 Widerstände und 2 Kondensatoren und eine TVS Diode dann hat man zwar einen GPIO Pin weniger aber das Dingen kann mit einer kleinen Firmwareanpassung 2 Kanalton (Stereo ist nicht so ganz die richtige Bezeichnung). Die beiden Audio Kanäle haben einen 8-Bit DAC (48KHz gehen aber so viel RAM hat der ESP32 auch wieder nicht) mit DMA support, ist zwar keine vollständige Paula aber immer hin.

    https://github.com/earlephilhower/ESP8266Audio


    Huh? Scheint mir dass die Erzeugung des Videosignals so viel Prozessorleistung auf dem ESP32 beansprucht, dass für die parallele Erzeugung von Audiosignalen nicht noch eben Prozessorzeit übrig bleibt? Die Bibliothek, auf du verweist, enthält sogar MP3- und AAC-Dekomprimierung, die echt nie parallel zur Erzeugung eines VGA-Signals stattfinden kann.

    Es geht eher darum das mit Sicherheit noch etwas mehr als derzeit möglich ist nicht um das Abspielen von MP3 und AAC.

    Soweit ich das gesehen habe wird für VGA ein Core benutzt der zweite Core steht noch weitgehend zur Verfügung.

  • hat der X16 jetzt schon Softwareseitig wesentlich mehr zu bieten als sämtliche Alternativen

    Sind denn auch exklusive Kracher als Systemseller darunter?

    Erstmal das und wo findet man die ? Würde ich mir gerne mal ansehen.

  • Ja, die Liste hab ich auch schon gesehen, aber das sieht fuer mich jetzt nicht krass anders aus als beim MEGA65 oder Spectrum Next etc...

    Aus meiner Sicht ist darunter quasi noch gar nichts, was erwähnenswert wäre, eher so Programmierversuche, Demos und Mini-Spielchen. Es ist ja auch noch früh – aber ich finde, man kann jetzt schon erahnen, in welche Richtung(en) das alles gehen wird. Da ist von C64-style-Text-Screens bis VGA-Grafik alles dabei. Den einen oder anderen mag das freuen, mir fehlt da einfach ein Stil, irgendwas, für dass der X16 steht, an dem man die Games erkennen kann – so wie man früher auf Anhieb erkennen konnte, welcher Screenshot vom C64, Specci, CPC oder Amiga stammte. Für mich gehört das zum Retro-feeling einfach dazu.


    Du hattest das ja auch schonmal bei der VGA-ähnlichen Grafik einiger Retro-Systeme kritisiert: Wie soll ein systemspezifischer Look entstehen, wenn die "besseren" Games mit 640 x 480 px bei 32/64/256 Farben (ohne weitere Einschränkungen) daherkommen und der Rest alle möglichen anderen random Modi verwendet?


    Und man kann auch schon sehen, dass sich einige schwertun, diese vielen bunten VGA-Pixel mit Leben zu füllen. Diese Entwicklung konnte man damals auch schon bei Amiga und MS-DOS erkennen (schon bei QVGA, bei VGA noch schlimmer) – viele Games (natürlich nicht die oberen 10%) wirkten irgendwie seelenlos, lieblos gemacht. Die Technik gibt so viel her – aber man muss die Fähigkeiten auch mit Kreativität (und viel Arbeit) "füllen" können. Coder-Grafik ist da schnell passé (während sie beim VCS noch King war).


    Mich überzeugen diese hohen Grafikfähigkeiten nach wie vor nicht. Aber vielleicht strafen mich die kommenden Games auf diesen Retro-Plattformen ja Lügen.


    Was ich noch erwähnen möchte: Einen Vorteil haben diese sehr ähnlichen Grafikfähigkeiten der aktuellen Retro-Plattformen ja: Austauschbarkeit der Assets. Man kann verhältnismäßig schnell ein grafikintensives Game mit nur geringen optischen Verlusten von einer Plattform auf die andere portieren. Vielleicht ist das ja auch ein Ziel – und nicht, unverwechselbar zu sein.

  • Ich denke, die größte Errungenschaft der CX16 in Bezug auf die Software ist, dass David seine eigenen Spiele entwickelt, und aufgrund der großen Reichweite seines YouTube-Kanals verkaufen sich diese Spiele in der Regel recht gut. Das wird jedoch nicht passieren, wenn es nur 100 CX16s im Feld gibt.


    In dieser Hinsicht hat der Mega65 die Nase vorn: Charge 1 waren 400 Einheiten, Charge 2 1000 und wenn die ersten 100 CX16 ausgeliefert sind, wird Charge 3 wahrscheinlich schon ausgeliefert. Was meiner Meinung nach auch für den Mega65 spricht, ist das gute Handbuch, schließlich geht es darum, den Anwender zum Programmierer zu machen.


    Daher ist meine Erwartung, dass der CX16 im Moment (sagen wir in den nächsten 2 Jahren) immer noch von dem abhängt, was die kleine Gemeinschaft, die den Computer entwickelt, produziert, während der Mega65 in dieser Zeit bereits auf die Produktivität seiner Benutzer bauen kann.

  • Die Mega65 landen halt leider zu 99% in der Vitrine

    Ich wüsste von keinem Projekt dafür, dass irgendwie in Arbeit wäre.


    In zwei Jahren wirds für den Mega65 leider genauso wenig Software geben wie heute, befürchte ich.

  • Mich überzeugen diese hohen Grafikfähigkeiten nach wie vor nicht.

    Sehe ich - gerade in bunt - ähnlich. So ein Atari SF (Sixty-Four) als Nachbauretrorechner, der dann seinen s/w-Modus in der Auflösung bringen würde, die Apple "retina" nennt, wäre das Einzige, was ich kreativ spannend fände. Da gäbe es dann schon wieder eine Beschränkung (nur schwarz und weiß) und einen Bezug zur Optik damals. Ok, könnte man natürlich mit einem CPC 84096 (Die "8" für das Olympus-SmartMedia-Drive - es ist ja ein CPC, der darf kein Standardlaufwerk haben, für das es günstig Speicherkarten gibt :D - und 4 MB, also 4096 KB, Speicher) zzgl. Darstellung in nur Grüntönen machen. Das wäre dann auch unique.


    Aber generell mag ich es nicht, dass so viel Wert auf Eigenständigkeit der neuen Plattformen gelegt wird. Beim MEGA65 hätte ich mir z.B. auch keinen MEGA65-Modus gewünscht, sondern eine Fertigstellung des unfertigen BASIC 10 in der Form, dass es dann auch drop-in-Ersatz ROMs für alle Commodore 65 da draußen gegeben hätte. Der MEGA65 wäre dann die günstigere Variante für Entwickler neuer Software und Demos geworden (mit Annehmlichkeiten, wie HDMI-out, SD-Card-Laufwerk, etc.) und auf den Conventions hätten die Demos auf einem echten C65 mit eben diesem neuen ROM laufen müssen. Da wäre die Beschränkung dann natürlich vorhanden und trotzdem wäre es ein neuer Rechner gewesen, den man so als Entwickler aus den 1980ern nicht schon gekannt hätte.

  • Aber generell mag ich es nicht, dass so viel Wert auf Eigenständigkeit der neuen Plattformen gelegt wird. Beim MEGA65 hätte ich mir z.B. auch keinen MEGA65-Modus gewünscht

    Das sehe ich ähnlich. Für mich hat der Mega65-Modus den Rechner kaputt gemacht. Niemand wird sich mehr für den eigentlichen C65-Modus großartig interessieren und dann muss man sich schon fragen, warum er ein ähnliches Gehäuse (mit anachronistischem Diskettenlaufwerk) hat. Der Mega65-Modus stellt aus meiner Sicht das ganze Projekt in Frage. Aber ich freue mich für die Leute mit, die das anders sehen und das Projekt weiterhin unterstützen.


    Das ist aber nicht das, was ich mit Eigenständigkeit meinte. Durch den Mega65-Modus hat die Plattform an Eigenständigkeit VERLOREN, weil die Möglichkeiten (zu einer gewissen Beliebigkeit hin) gewachsen sind.


    So ein Atari SF (Sixty-Four) als Nachbauretrorechner, der dann seinen s/w-Modus in der Auflösung bringen würde, die Apple "retina" nennt, wäre das Einzige, was ich kreativ spannend fände.

    Das ist eine witzige Idee. Allerdings verhalten sich 1-Bit Pixel-Gruppen (z.B. im Ordered Dither) in Retina-Auflösung wahrscheinlich fast so, wie echte Graustufen. ;)

  • Die Mega65 landen halt leider zu 99% in der Vitrine

    Ich wüsste von keinem Projekt dafür, dass irgendwie in Arbeit wäre.


    In zwei Jahren wirds für den Mega65 leider genauso wenig Software geben wie heute, befürchte ich.


    Dass einige der Mega65 in der Vitrine landen, ist ein Risiko f:ur Softwareentwicklung, aber zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich keinen Grund, warum dies bei der CX16 weniger der Fall sein sollte.

  • aber zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich keinen Grund, warum dies bei der CX16 weniger der Fall sein sollte.

    Weil er eigentlich gar keine definierte Optik hat? Du kannst das Board ja in einem Pappkarton, in der Schublade oder frei von der Decke hängend betreiben. Und das "empfohlene" Gehäuse sieht so spannend aus, wie jeder random PC auch. Ein Vitrinen-Objekt ist das (gerade auch mit den beklebten Keycaps) eher nicht.

  • Ich denke, die größte Errungenschaft der CX16 in Bezug auf die Software ist, dass David seine eigenen Spiele entwickelt, und aufgrund der großen Reichweite seines YouTube-Kanals verkaufen sich diese Spiele in der Regel recht gut.

    Hier Davids aktuelle Verkaufszahlen:


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    Quote

    David Murray > Attack of the Petscii Robots

    Here's an update on the online sales. I'm really kind of surprised that the MS-DOS version has not had much stronger sales than this. I'm just now around the break-even point.


    Hier ist ein Update zum Online-Verkauf. Ich bin wirklich irgendwie überrascht, dass die MS-DOS-Version nicht viel stärkeren Umsatz erzielt hat als diese. Ich bin gerade am Break-even-Punkt.

  • Ich muss sagen, dass ich auch nur wenige gute Erinnerungen an die PCs aus dieser Zeit habe. Jeder, der einen PC hatte, hatte entweder CGA oder Hercules. Beide waren grafisch eine Katastrophe und dann ein Beeper für den Ton. Es gibt nur wenige gute Erinnerungen, an die man sich erinnern kann.


    PCs waren meiner Meinung nach erst in der späten DOS-ära, Anfang der 1990er Jahre, interessant, als es (S)VGA, Soundblaster und Gravis Ultrasound gab. David hat den Fehler schon gesehen, indem er VGA und Adlib hinzugefügt hat, aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es ein Spiel für frühe PCs ist. Die nostalgischen Gefühle fehlen bei mir völlig.

  • Ich muss sagen, dass ich auch nur wenige gute Erinnerungen an die PCs aus dieser Zeit habe. Jeder, der einen PC hatte, hatte entweder CGA oder Hercules. Beide waren grafisch eine Katastrophe und dann ein Beeper für den Ton. Es gibt nur wenige gute Erinnerungen, an die man sich erinnern kann.


    PCs waren meiner Meinung nach erst in der späten DOS-ära, Anfang der 1990er Jahre, interessant, als es (S)VGA, Soundblaster und Gravis Ultrasound gab. David hat den Fehler schon gesehen, indem er VGA und Adlib hinzugefügt hat, aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es ein Spiel für frühe PCs ist. Die nostalgischen Gefühle fehlen bei mir völlig.

    Sehr viele haben Herculeskarten in Verbindung mit einem CGA Emulator benutzt ich kenne kaum einen der CGA wirklich benutzt hat wohl aber EGA und VGA und Soundkarten waren wirklich erst einige Zeit nach Einführung des Soundblasters zur Standardkonfiguration geworden.