16 zeichen lcd mit 3,3v an 5v betreiben?

  • Hallo,


    ich habe die Frage gegoogelt aber bekomme nur die umgekehrte Antwort (5v lcd mit 3,3)
    Bevor ich das aber ausprobieren wollte, wollte ich sichergehen das es das Teil nicht kaputt macht. Die Frage ist halt ob die 1,7v mehr Schaden anrichten können, normalerweise sollte da ja nix passieren oder?

  • Was hat es für ein Interface? I²C? HD44780? ...?


    Wenn das Display nur beschrieben wird (HD44780 z. B.), dann kannst du Spannungsteiler in die Leitungen schalten (1,8 k / 3,3k); das wäre der einfachste "Hack".


    [EDIT]

    Die Frage ist halt ob die 1,7v mehr Schaden anrichten können, normalerweise sollte da ja nix passieren oder?

    Doch, das richtet - zumindest auf lange Sicht - ziemlich sicher Schaden an. Würde ich nicht machen.


    [/EDIT]

  • Die Spannungsteiler dann nur auf Backlight und Vss?

    Nein, die Spannungsteiler in jede Datenleitung, die vom 5 V-Interface auf das 3,3 V-LCD geht.


    Selbstredend, dass du die Versorgungsspannung des LCD (Pin 2, "VDD") von 5 V auf 3,3 V stabilisieren musst, davon bin ich jetzt mal stillschweigend ausgegangen. =O

  • Nunja, ich will mich wirklich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber..
    Wenn die Verbindung eine Einbahnstraße ist, also TX zu RX, kann man dann keine Dioden verwenden ?
    Normale Siliziumdioden haben 0,7v Spannungsfall; Germanium- und Schottkydioden 0,3v.
    Wenn nicht viel Strom fließt und die Dioden schnell genug sind, was spricht dann dagegen ?
    In anderen Foren, z.B. Vogons, DOSForum usw. wird oft darüber diskutiert, eine Diode in die Batterieversorgung von Mainboard einzubauen, damit die Ersatzbatterien für das CMOS/die Uhr
    nicht ausversehen geladen werden bzw. auch um die Spannung etwas zu senken (4,5v auf 3,x Volt).

  • @Jo22 Ja, das mit den Dioden geht prinzipiell, allerdings müssen die genauso in jede Datenleitung, in der Versorgungsspannung alleine reicht nicht.


    Außerdem ist der Bauteilaufwand mindestens gleich: Zwei Dioden machen 1,4 V, da bleiben 3,6 V am LCD übrig, und das gilt auch nur im Arbeitspunkt bei etlichen mA, die auf Datenleitungen ganz sicher nicht fließen werden. Also werden es wohl eher drei Dioden (2,1 V -> ergibt 2,9 V).


    Zenerdioden gibt es glaube ich erst ab 2,7 V, aber ich kann mich irren (die Theorie dazu ist ewig her und mir im Moment entfallen :D ).

  • Nunja, ich will mich wirklich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber..

    wenn die Feuerwehr schon mit gespanntem Sprungtuch unterhalb des Fenster steht...


    warum nicht? :D


    Ernsthaft, die beiden Beispiele haben nur bedingt miteinander zu tun.
    Kann man sicher machen, ist aber eben keine saubere Lösung.
    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe sperren die Dioden auch nicht linear.


    So viel kosten die LCD Anzeigen nicht mehr, meist bekommt man die für einen Fünfer hinterher geschmissen.


    Stefan


    @kinzi war schneller

  • Auch wenn sich das Thema vielleicht schon erledigt hat, es gibt auch noch eine andere elegante Möglichkeit. Die 3,3 Volt können aus den vorhanden 5V mit einem fertigen Modul bereitgestellt werden.


    Da sind alle externen Bauteile bereits integriert, der abgebildete hat zusätzlich noch eine LED verbaut und kann bis zu 800 mA liefern. Diese Module gibt es auch in anderer Bauform oder in "groß" als Schaltregler mit 1A, bis zu 3A. Aber für eine einzelnes LCD reichen die kleinen allemal. Die Hintergrundbeleuchtung könnte man auch über einen (zusätzlichen) Vorwiderstand an die 5V hängen.


    Dazu einen Levelshifter. Die gibt es sehr häufig in 4fach- und 8fach-Ausführung



    Ebenfalls mit allen Bauteilen schon integriert. Die haben gegenüber einfachen Spannungsteilern den großen Vorteil, in beide Richtungen zu funktionieren, auch wenn das in der konkreten Anwendung hier gar nicht nötig ist. Schneller und sparsamer sind sie auch noch, was hier wohl aber auch keine Rolle spielt.


    So hat man - wenn man es nicht allzu streng auslegt ;) - nur zwei bzw. drei Bauteile, aber eine zumindest aus elektronischer Sicht "saubere" Lösung. Wer nicht in China bestellen will, kann das auch bei deutschen Händlern kaufen. Ein paar der großen Elektronikversender haben sowas oder ähnliches auch im Angebot. Der Ursprung ist da aber auch überall der gleiche. :)


    Das hatte ich mir mal zurecht gelegt, wenn ich (irgendwann) mal meinen SD2IEC-Drahtverhau "richtig" aufbaue. Aber nichts hält länger, als ein Provisorium...