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Als die C64C-Gussformen gefunden wurden, waren im Fundus auch andere Presswerkzeuge?

  • Da soll nach derzeitigem Stand ein echtes Diskettenlaufwerk mit rein. Den SD Karten-Schacht gibt es zusätzlich .

    Es geht darum, dass es viele gibt, die kein Diskettenlaufwerk benötigen und trotzdem dann diesen hässlichen Kasten neben der Tastatur haben. Die können dann in dem dafür nicht vorgesehenen Schlitz irgendwie eine SD-Kartenlösung reinfriemeln (ob nun vom Hersteller oder selbst), was aber bestimmt nicht hübsch aussehen wird.


    Was den MEGA65 bzw. C65 angeht habe ich jetzt immer noch kein vernuenftiges Argument gehoert, warum der Diskettenschacht seitlich besser ist.

    Genannt wurden Gründe schon – du willst sie anscheinend nur nicht gelten lassen.


    Klar, das Gehaeuse kann dann schmaler sein, aber ist dann nach hinten auch tiefer.

    Es wäre deutliche schmaler – und, wenn überhaupt, nur wenig tiefer. So ein Laufwerk käme ja nicht hintendran, sondern läge über der Platine. Außerdem habe ich auf dem Schreibtisch meistens eher ein Problem mit zu breiten Geräten als mit der Tiefe von Geräten (wenn es nicht übertrieben wird). Und wenn ich ein Laufwerk mit seitlichem Zugang nicht bestücke, dann habe ich da nicht trotzdem so einen hässlichen leeren Klotz rumstehen und gucke die ganze Zeit in einen nutzlosen Schacht hinein.


    Außerdem finde ich (wie ich im Spaß versucht habe, zu erklären) den seitlichen Zugang ergonomischer. Als Apple bei seinen Notebooks den Schlitz des optischen Laufwerks von vorne zur Seite verlegt hat, war ich sehr froh, weil ich die seitliche Bewegung der Hand beim Zuführen der Medien als angenhemer empfand als die frontale Zuführung. Zudem kann ich die Wechselmedien neben dem Laufwerk liegen lassen und habe dann kurze Wege. Apple hätte den Schlitz aus bautechnischen Gründen auch vorne lassen können – ich glaube, sie haben sich aus ergonomischen Gesichtspunkten für den seitlichen Zugang entschieden.


    Und jetzt, wo der DVD-Schlitz in meinem Rechner sinnlos geworden ist, weil ich das optische Laufwerke (gerne) geopfert habe für einen 2. Massenspeicher (SSD), muss ich mir die sinnlos gewordene Öffnung nicht immer angucken (analog wäre es beim C65, wenn man kein Diskettenlaufwerk haben möchte).


    Was willst du noch an Argumenten? Dass sich die Umlaufbahn der Erde ändert, wenn man einen so hässlichen Klotz an die Geräteseite baut? ;)


    Dass beim MEGA65 ein echtes Diskettenlaufwerk eingebaut wird, finde ich auch gut, auch wenn ich nicht weiss, ob ich das jemals nutzen wuerde.

    Ach ja? Ich würde auf sowas sinnloses verzichten wollen – treibt nur die Herstellungskosten in die Höhe. Ich würde ja nichts sagen, wenn im C65 eine 1571 verbaut worden wäre – 5 1/4"-Disketten für den C64 habe ich noch genügend herumliegen. Aber was soll ich mit einem Diskettenformat anfangen, dass für den C64 eher exotisch ist und gleichzeitig deutlich weniger kann, als z.B. eine SD-Karte?


    Aber es basiert nunmal auf dem Traum, den C65 doch noch auf den Markt zu bringen, und da gehoert fuer mich dann halt an dieser Stelle auch was authentisches hin

    Der C65 ist für mich kaum authentischer als der C65 Classroom. Beide Formen haben es nicht auf den Markt geschafft und existieren nur als Prototypengehäuse. Der "Classroom" ist sogar noch viel seltener – vielleicht gibt es nur einen einzigen.


    Aus Sammler-Sicht ist der Mega65 für mich eh uninteressant, da es ein moderner Nachbau ist – und nicht wirklich alt. Und als Plattform für zukünftige Spiele wird er wahrscheinlich (bei dem zu erwartenden Preis) zu exotisch bleiben und zudem finde ich die Specs (gerade durch die (zu) hohen Grafikauflösungen) uninteressant für eigene Retro-Games. Wenn man durch eine abgespeckte Lösung (Classroom-Modell) die Kosten deutlich senken könnte, würde ich mir das Gerät vielleicht noch aus Spaß anschaffen, um zu gucken was so geht – aber das jetzige Konzept sitzt mir persönlich zu sehr zwischen allen Stühlen.

  • Also ich finde es etwas befremdlich, wenn man eine der beiden Loesungen (vorne vs. seitlich) als "DIE BESSERE" bezeichnet, weil es eigentlich echt sehr stark auf den Use-Case ankommt. Die einen finden es ergonomischer von der Handbewegung her, wenns seitlich ist, und koennen mit einem tieferen Gehaeuse eher leben als mit einem breiten Gehaeuse. Die anderen finden die Ergonomie an der Stelle vielleicht nicht so dramatisch wichtig, haben aber vielleicht wirklich in die Tiefe weniger Platz als seitlich. Da kann man nicht wirklich sagen, dass eine der beiden Varianten besser ist. Manche haben einen nicht so tiefen Tisch und wollen gerne einen Roehrenbildschirm auf den Tisch stellen, da ist ein nicht-tiefes Gehaeuse doch super. Und manche haben rechts neben dem Gehaeuse vielleicht die Maus oder irgendwas anderes rumstehen, und sind froh, dass da nicht gleichzeitig der Schlitz ist.


    Von mir aus kann man ja das eine oder das andere besser finden, aber das sind trotz allem keine definitiven Argumente fuer "ist besser".


    Was die Authentizitaet des C65 angeht, nun, es gibt einige Prototypen des C65 und wenn jemand den C65 wiederbeleben will, dann ist das ja wohl das Mass der Dinge, wenn es um "Authentizitaet" geht. Der Classroom wurde erst vor ein paar Tagen entdeckt, und man weiss noch nicht mal, ob es nicht sogar ein Fake ist (was ich aber nicht glaube). Das MEGA65-Projekt existiert schon seit 3 Jahren oder so, da ist es naheliegend, dass die sich am C65 orientiert haben und nicht am Classroom. Und wenn er wirklich noch viel seltener ist, und vielleicht nur 1x existiert (wie Du ja fuer moeglich haeltst), dann ist es fuer mich sogar noch viel naheliegender, sich an dem "Standard-Modell" zu orientieren, von dem es gut und gerne 50-200 Stueck geben koennte, und unter welchem er auch damals angekuendigt wurde, und unter welchem man "den C65" nunmal kennt. Auch wenn er nie in den Handel kam.

  • Vielleicht wäre es ganz sinnvoll, das ein Moderator die C65- Diskussion hier auslagert? Hat ja mit den Gussformen so gar nix mehr zu tun.


    Mir persönlich würde ein Diskettenschlitz ohne diesen Buckel besser gefallen, egal ob seitlich oder vorn. Ich finde es aber trotzdem auch sinnvoll und richtig, das ursprüngliche Gehäuse der Prototypen zu benutzen statt einem Fantasiedesign. Anderseits finde ich einen HD- Anschluss ein sinnvolles Zugeständnis an die heutige Zeit, einen SD- Kartenleser (wenn das mit SD- Kartenunterstützung gemeint ist) aber wieder zuviel. Die ganze Sache ist eben ein ziemlicher Spagat über einen (zu) großen Zeitraum. Geschmackssache was man da persönlich bevorzugt und über Geschmäcker kann man nicht streiten. Aber ich bin eigentlich kein potentieller Käufer mehr, von daher ist meine Meinung unrelevant.

  • Was den MEGA65 bzw. C65 angeht habe ich jetzt immer noch kein vernuenftiges Argument gehoert, warum der Diskettenschacht seitlich besser ist.

    Das war deine ursprüngliche Aussage. Ich habe dir darauf geantwortet und dir (die gewünschten) Argumente FÜR den seitlichen Schacht genannt. Und was passiert dann? Dann wird sich beschwert, dass nur genau solche Argumente kommen:

    Also ich finde es etwas befremdlich, wenn man eine der beiden Loesungen (vorne vs. seitlich) als "DIE BESSERE" bezeichnet

    Du hattest nun mal nur nach Pro-Argumenten für den seitlichen Schacht gefragt (zumindest hattest du die nicht "gehört") – und wenn man genau das liefert, ist es auch wieder nicht richtig und die Aufzählung wird "befremdlich" gefunden. Wenn du eine Pro- und Kontra-Tabelle hättest haben wollen, hättest du das vielleicht sagen sollen. ;)


    Vielleicht wäre es ganz sinnvoll, das ein Moderator die C65- Diskussion hier auslagert? Hat ja mit den Gussformen so gar nix mehr zu tun.

    Naja, der Threadstarter schrieb in seinem 2. Posting:

    Hintergrund:


    Ich halte ja das C65-Gehäuse für eine komplette Fehlkonstruktion mit dem Diskettenschacht nach vorne statt zur Seite (im Vergleich zum Amiga 500 und 1200). Außerdem würde in einem heute neu gefertigten Rechner wohl kaum jemand ein neues Diskettenlaufwerk einbauen/erwarten, eher einen kleinen SD-Card-Schlitz. Daher finde ich es auch eher nicht so passend, wenn das MEGA64-Projekt sich auf das Gehäuse des C65 in der Planung stützt. Wenn es aber doch echt Commodore sein soll, wäre ein heute neuer C64-FPGA-Nachfolger im V364-Gehäuse meiner Ansicht nach schlicht genial: Gute Tastatur, Zehnerblock und viel Platz ...

    Ich sehe also nicht, inwiefern die Diskussion vom Thema abweicht, denn der Hintergrund der Frage nach den anderen Molds war ja, ein Alternativ-Gehäuse für den Mega65 zu finden.

  • @Retrofan ich habe jetzt wenig Lust den Thread nochmal durchzugehen, aber es wurde urspruenglich der C65 als "Fehlkonstruktion" beschrieben. Und bei so einer harten Bezeichnung erwarte ich dann halt ein ebenso knallhart-ueberzeugendes Argument, und nicht einfach nur "also ich finde es besser wenns seitlich ist weil mein Bierbauch im Weg ist" ;) dass es manchen so lieber ist und manchen so, das kann ich mir auch selbst irgendwie zusammenreimen, aber das ist letztendlich sowas von beliebig und wenig schwerwiegend, sodass ich das halt nicht als wirkliches Argument zaehlen lasse. Aber in dem Fall ist die Frage fuer mich beantwortet, es gibt einfach keines ;)

  • Na denn mal Butter bei die Fische: Woher hast Du die Information, dass die Formen in einem Museum gelandet sind?


    Dallas hat damals alle 3 Formen gekauft, mit der C64 Form einen Produktionsdurchlauf gemacht und das Teil anschließend Icomp verkauft. C128 und Plus/4 wollte wohl keiner. Darum ab ins Museum. 2016 wurde das hier auch im F64 geschrieben. Daher weis ich das.

  • Das ist halt das Problem. ;)

    Nein ist es nicht. Es ist einfach kein wirkliches Argument wenn einer sagt "aber mir gefaellts so besser", waehrend ein anderer mit genau gleicher Gewichtung sagen kann "aber mir gefaellts so besser". Zumal es, wie ich schon sagte, extrem vom Use-Case, von der Schreibtischaufteilung, usw abhaengt. Das ist wie wenn einer sagt, der C64C ist eine Fehlkonstruktoin, der Brotkasten ist klar besser, und wenn man dann fragt warum, dann heissts "ich finde den halt schoener" oder "auf meinem Schreibtisch beruehrt der leider die Stiftebox die meine Mama mir geschenkt hat", das sind keine Argumente um eine der beiden Alternativen als Fehlkonstruktion zu bezeichnen. Aber lassen wir das.

  • Das gefällt mir nicht nur so besser, es ist ergonomischer. Aber um meine Einschätzung etwas besser darzulegen, muss ich wohl ein bischen ausholen. Wenn ich die Veröffentlichungen von Commodore betrachte, gab es wohl kaum eine Rechnerlinie, die konsequent durchgeplant wurde was Innereien und Gehäuseform betrifft: Für den C64 nahm man das schon verfügbare VC20-Gehäuse, später beim C16 ebenfalls und auch den Amiga 2000 hat man sich nicht neu ausgedacht, sondern das fertige Design für den Commodore 900 abgewandelt.


    So wirkt es für mich, als hätte ein Team sich überlegt, wie könnte designtechnisch und ergonomisch die nächste Rechnergeneration aussehen und ein anderer Bereich hat Software und Elektronik entzwickelt. War beides fertig hat man versucht das marktfähig zu verheiraten. Ganz anders als als etwa bei Atari, wo man über eine ganze Rechnergeneration auch eineDesignlinie wahrnehmen konnte. Aber das liegt wohl auch daran, dass Tramiel seine Designer mitnahm, der vor dem Abgang die konsistente 264er Linie entwarf (deshalb hätte ich ja gerne das V364er Design mal praktisch verwirklicht).


    Kurzum, ich kann es mir nicht anders denken, als das natürlich nach dem Amiga 500 auch das Designteam an der Zukunft des Tastaturcomputer arbeitete. Als Entwurf gab es das C65-Design, doch - ich kann mir das lebhaft vorstellen - wie da in den Tests nicht nur die Marktfähigkeit eines "Power C64" angezweifelt wurde sondern auch das Design. Schau dir doch mal an was nach Einstellung des Projekts kam. Das Designteam wurde zurück an den Zeichentisch geschickt jetzt aus kompakter Tastatur und 3,5"-Laufwerk was ordentliches zu designen ... und das haben die ja auch geschafft: Heraus kam der Amiga 600.


    Was Commodore dann in den Ruin trieb, war die Planlosigkeit der Technik, optisch und ergonomisch im Lineup wäre man gut aufgestellt gewesen. Es hätte nur parallel zum Amiga 3000 im Gehäuse des späteren Amiga 1200 ein "Amiga 600" kommen müssen, der erst teuer startet aber mit gleicher Hardware, wie der Desktop, dann im Preisrutsch langsam den Amiga 500 ersetzt. Einen Power C64 als C65 hätte man nie entwickeln dürfen, trotzdem aber was Modernes für die Kundenanbieten sollen, die Software für den C64 oder C128 weiter fahren wollten. Ich hätte dafür das Technikteam ans Zeichenbrett gezwungen einen "C256" zu gestalten, der möglichst günstig auf einer Platine einen C128 (ohne VDC und Z80) mit REU und 1581 verheiratet und genau im Amiga-600-Gehäuse erscheint.


    Das wäre dann das offizielle Linieup im Marketing für die 1990er Privatkunden gewesen. Der Amiga 600 (den wir als Amiga 1200 kennen) und der C256. Fertig. So lange mache Märkte danach schreiben, wäre auch der Cost-Reduced C64C und ein Amiga 500 Plus (ohne HDD) noch produziert worden, aber eben nie beworben.


    Nun ja, lange Rede kurzer Sinn, ich gehe jede Wette ein, wenn das C65 "Classroom Model" schon vor Jahren etdeckt worden wäre, hätte sich das MEGA65-Projekt den zum Vorbild genommen, denn als Hülle für einen modernen FPGA-C64 ist diese modernisierte plus/4-Idee nahezu perfekt. Nahezu? Ja, denn einen Fehler hat das Design: Es fehlt der Platz für den Typenaufkleber (obwohl sich dort eine "C65"-Prägung links unten, ähnlich der kursiven AMIGA-Prägung auf dem 500er, durchaus gut machen würde).

  • Also vielen Dank fuer Deine ausfuehrliche Beschreibung (ehrlich, nicht ironisch gemeint). Trotz allem fehlt mir hier eben die Begruendung fuer "es ist ergonomischer". Woran machst Du das fest?


    Und was den Geschmack angeht bei C65 vs. Classroom, also ich persoenlich finde es nunmal echt schoen, gerade auch wegen dem Diskettenlaufwerk. Mir gefaellt das einfach vom Look her. Mir gefaellt auch der Kawai Q80 MIDI-Sequencer aus dem selben Grund. Ich denke das ist halt wirklich Geschmacksache. Ich finde z.B. auch den A1200 schoener als den A600 (der aber natuerlich trotzdem echt cool ist, keine Frage - nur finde ich den A1200 einfach harmonischer, wenn man jetzt mal rein das Aussehen betrachtet). Ich mag auch den Schneider Euro-PC vom Aussehen her.


    Es ist natuerlich auch alles immer nicht ganz objektiv. Viele finden den Brotkasten schoen - dabei wuerden den bestimmt viele als haesslich bezeichnen, wenn das irgendein No-Name-Computer gewesen waere und eben nicht DER C64 aus der Kindheit. Ein bisschen gefaerbt ist die Meinung da immer. Und vielleicht gefaellt mir am C65 gerade das "unelegante", eben weil es noch nach Maschine aussieht und nicht nach Lifestyle-Produkt, wer weiss. Habe aber schon oefters gehoert, dass viele den C65 sexy finden. Aber gut, absolute Zahlen kann ich da natuerlich keine nennen ;)

  • "aber mir gefaellts so besser"

    Naja, es ist eben auch eine Geschmacksfrage, eine art psychische Obsoleszens die sich aus Modetrends herleitet und insofern ist Design auch ein "gefällt mir besser" Argument ohne großartig begründet werden zu müssen.
    Käufer springen auch auf up to date Designs an,weil es einfach gefällt.

  • Naja, es ist eben auch eine Geschmacksfrage, eine art psychische Obsoleszens die sich aus Modetrends herleitet und insofern ist Design auch ein "gefällt mir besser" Argument ohne großartig begründet werden zu müssen.Käufer springen auch auf up to date Designs an,weil es einfach gefällt.

    Natuerlich ist es ein Geschmacksfrage und das bestreite ich auch gar nicht. Er sprach von einer Fehlkonstruktion und dass die andere Version somit eindeutig die bessere ist, und dafuer wollte ich die Begruendung wissen. Da reicht mir ein "ich finds so besser" eben nicht mehr aus.

  • und dafuer wollte ich die Begruendung wissen.

    Ah,ok ist bei mir untergegangen.

  • Ok, jetzt mal die Begründung, warum ich das C65-Design - auch im Vergleich zu anderen Front-Loading-Tastaturcomputern, wie Schneiders EuroPC - absolut schlecht und misslungen finde. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich hasse Dinge, die im im üblichen Bewegungsablauf im Weg sind und an die man immer wieder anstößt (wie an den den niedrigen Stahlträger im Keller, an dem man sich regelmäßig den Kopf stößt).


    Nun ich bin Rechtshänder und Acht-Finger-Tipper. Seit dem Amiga nutze ich regelmäßig die Maus. So wie jetzt hier auch kurz mal beim Tippen greife ich dazu, um etwa Textabschnitte zu markieren, tippe aber gleich danach weiter. Wie muss man sich nun ein übliches C65-Setup vorstellen, hätte es das gegeben? Doch mit Sicherheit nicht schlechter als auf einem C128, wo GEOS128 und eine 1351-Maus zum Standard gehörten.


    Jetzt fliegen also die Finger im Texttippen über die 65er Tastatur und ich merke "der Abschnitt muss kursiv". Rechts steht die Maus und die rechte Hand, die noch über der Tastatur schwebt, will den kürzesten Weg zu Maus finden und RUMMMS! wieder mit dem kleinen Finger an der rausragenden Floppy-Kiste angeschlagen.


    Nun nachvollziehbar? So etwas hatten weder die Atari ST, noch der Amiga 500 noch der Schneider EuroPC/XT/AT aber im C65 wollten die Designer das einführen? Erzählt mir nichts, so wie ich das dargelegt habe - nur mit Steve-Jobs-artigem Wutanfall - wird das auch ein Test-/Entscheider dem Designteam erzählt haben. Jede Wette. Und dann wurde der Amiga 600 entworfen.

  • Unglaublich das ihr euch die Muße gebt hier Seitenlang über so einen Quatsch zu diskutieren.


    Es gab wie gesagt C65 Prototypen und der C65 wäre,wenn denn auch so gekommen.
    3.5" Disketten waren derzeit Stand der Dinge.
    Alles andere wäre hochgradig Blödsinn.
    Macht doch eine Abstimmung was die Leute wünschen würden.
    Das alberne Diskettenlaufwerk treibt den Preis garantiert nicht hoch und ist für das Retro Erlebnis unerlässlich.

  • Okay das ist jetzt mal ne Begründung mit der ich nicht gerechnet hätte. Gut, rein von der Wegstrecke wäre es ja gleich wie heute, wo die meisten Tastaturen einen Numblock haben. Aber dass man an der Kante hängenbleibt, gut, das könnte prinzipiell passieren. Werde ich dann sehen wenn ich eines Tages einen MEGA65 haben sollte und ihn per Maus bediene ;)

  • dann heissts "ich finde den halt schoener"

    Ich denke, es macht keinen Sinn, dass hier (mit dir) weiter zu diskutieren. Wir lassen die Argumente einfach mal im Raum stehen und jeder kann ja selbst für sich entscheiden, ob er sie nachvollziehbar findet oder nicht.


    Der Thread-Ersteller hatte ursprünglich nachgefragt, ob noch andere Molds (Gussformen) zur Verfügung stehen, um ein "besseres" Gehäuse für den irgendwann kommenden Mega65 zu verwenden – und wir können konstatieren: Nein, wenn es sie (noch) gibt, dann befinden sie sich in einem Museum und sind eher nicht verfügbar. Außerdem ist eine wahrscheinlich nicht kleine Gruppe daran interessiert, dass der Mega65 aussieht, wie der C65 – egal, ob das Gehäuse nun schön oder praktisch ist oder eben nicht. Man möchte vermutlich einfach die Folklore haben und vielleicht das Gefühl, etwas vermeintlich seltenes in Händen zu halten.


    Mir persönlich ist es ohnehin eher egal, wie das Ding aussehen wird – wie gesagt, werde ich es aus verschiedenen Gründen wahrscheinlich nicht kaufen und auch nicht mit Beteiligung an Software-Entwicklung unterstützen. Es ist eben einfach neu und gleichzeitig scheint es mir (im Gegensatz zum C64) nicht wirklich ausgewogen in den Fähigkeiten zu sein und für die Kompromisse dann auch (mutmaßlich) zu teuer. Wenn ich etwas mehr Power als beim C64 haben möchte, nehme ich den Apple IIgs oder den Amiga 500 oder oder einen der anderen frühen 16-Bit-Rechner aus meinem Fundus.