Original Tapes mit Doppeltapedeck kopieren


  • ckoe
  • 1911 Aufrufe 98 Antworten

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  • Original Tapes mit Doppeltapedeck kopieren

    Ich kann mich erinnern, dass wir damals erfolglos probiert hatten Originaltapes auf einem Doppeltapedeck zu kopieren.
    Weiß jemand den technischen Hintergrund warum das nicht geklappt haben könnte?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von war64burnout ()

  • Das Doppeltapeteck war schlicht lausig. Billigware gibt's nicht erst seit China-Haendler ihr Zeug bei Ebay verhoekern. ;)
    Wahrscheinlich war der Signalpegel auf dem Original-Tape schon recht gering, so dass er durch die Kopierverluste unter der fuer die Datasette sicheren Grenze "rutschte".
    Kann natuerlich auch sein, dass datt olle Doppeltapedeck einfach auch nur furchtbar geleiert hat. Vielleicht gab's an dem Tag auch erhoehte Sonnenaktivitaet, die eure Versuche zunichte machte. Oder vielleicht hat auch der russische Specht gerade gefunkt und dadurch das magnetische Signal auf dem Tape moduliert. Kann man nie so genau wissen...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von elgonzo ()

  • Also ich kann mich daran erinnern, auf der HiFi Anlage des Papas eines Kumpels Spiele kopiert zu haben. Das war aber super hochwertiges Zeugs, jedenfalls billiger als die Billigs-Anlage die wir daheim hatten. Die Quell-Kassetten waren aber meistens 60er oder 90er Kassetten voller Sicherheitskopien....
    "toshi" im VzEkC - Forum
  • ckoe schrieb:

    Hmm ok, aber was genau hat denn da versagt? Musik konnte man ja ganz normal mit kopieren.

    So wie dabei dann die Qualität beim kopieren der Songs gelitten hat, so litt auch die Qualität beim kopieren von Software auf dem Tape. Wie schon erwähnt wurde, hat sich das Signal verschlechtert, das rauschen wurde mehr und dann konnten die Signale nicht mehr richtig ausgewertet werden, wenn man versuchte, ein solches Tape-Game dann zu laden.
  • Daten- und Informationsverluste ... die Bits wurden nicht richtig 1:1 mit dem Doppeltapedeck kopiert. Ich weiß auch davon, dass *teure* HIFI-Tapedecks das durchaus konnten damals.

    Ich kann mich aber an eine WDR-Sendung erinnern, die haben Programme während der Sendung übermittelt, die man mit einem Kassettenrekorder aufnehmen konnte. Das hat damals funktioniert ...

    de.wikipedia.org/wiki/WDR_Computerclub
  • elgonzo schrieb:

    Da sind keine Rechteckimpulse auf den Tapes. Was du da hast auf den Tapes sind Toene unterschiedlicher Frequenz, die mehr oder weniger Sinuswellen sind.
    Oh, da habe ich kompletten Bollocks geschrieben. Oops... :wacko:

    Habe gerade mal das Service Manual fuer die 1530 angeschaut. Die Datasette schreibt tatsaechlich PWM-moduliertes Rechteck-Gedoehns.

    Das eroeffnet natuerlich eine weitere Fehler-Moeglichkeit: Die Tapedecks sind ja fuer Audio ausgelegt. Es koennte sein, dass die relativ steilen Flanken eines Rechtecksignals im Audiopfad des Tapedecks so verschliffen werden, dass sich effektiv die Pulsbreite aendern koennte und dadurch moeglicherweise Bits falsch interpretiert/uebersehen werden. Ich weiss da jetzt aber auch nicht so genau, welche Toleranzen in der Pulsbreite bei welchen (Turbo)Ladern vertretbar sind, und ob das demzufolge ueberhaupt ein Problem darstellen koennte...
  • elgonzo schrieb:

    Habe gerade mal das Service Manual fuer die 1530 angeschaut. Die Datasette schreibt tatsaechlich PWM-moduliertes Rechteck-Gedoehns.

    Das eroeffnet natuerlich eine weitere Fehler-Moeglichkeit: Die Tapedecks sind ja fuer Audio ausgelegt. Es koennte sein, dass die relativ steilen Flanken eines Rechtecksignals im Audiopfad des Tapedecks so verschliffen werden, dass sich effektiv die Pulsbreite aendern koennte und dadurch moeglicherweise Bits falsch interpretiert/uebersehen werden. Ich weiss da jetzt aber auch nicht so genau, welche Toleranzen in der Pulsbreite bei welchen (Turbo)Ladern vertretbar sind, und ob das demzufolge ueberhaupt ein Problem darstellen koennte...
    Auch das kann meiner Meinung nach das Problem nicht richtig erklären.
    Beim Schreiben hat der 64er die richtige Kontrolle darüber, welcher der 2 Pegel gerade anliegen soll und wie die entstehende Rechteckkurve genau auszusehen hat.
    Beim Lesen wird aber nur ein Pegelwechsel in einer Richtung gemeldet, da ist quasi echt nur ultra-primitiv der Draht an einen IRQ-Pin getüddelt.

    Wenn sich das Signal verschleift und mehr so Sinus wird, dann würden daraus restaurierte Rechtecke vielleicht eine andere Pulsweite haben, aber der Abstand zwischen 2 steigenden Flanken sollte gleich bleiben.

    Kann es vielleicht was mit der Vormagnetisierung zu tun haben?
    Die Qualität richtiger Musik hat ja sehr von Bias profitiert, einer hohen Frequenz, die man dem eigentlichen Signal beim Schreiben überlagert hat.
    Die Datasette ist aber primitiver, sie schreibt direkt das Signal und filtert bestimmt auch keine hohen Frequenzen beim Lesen aus.
    Vollmond war gestern!
  • Die Tapes vom C16 ließen sich viel erfolgreicher mit nen Doppeltape kopieren (also wir hatten auf jeden Fall ein Gerät mit dem es "oft" geklappt hat, dann vielleicht kein High-Tech Rauschunterdrückungsgerät oder sowas), bei den ganzen abgefahrenen C64 Loaders hat das fast nie funktioniert. Als Kind habe ich das nicht verstanden :)
    Do you want to have unlimited lives ? [y/n] - besitzt mehr Hardware als seiner Frau lieb ist....
  • Sehr interessant, mit dem C16 hatte ich damals leider nichts zu tun, kannte auch keinen der einen hatte. Nur bei Karstadt habe ich ihn öfters gesehen, genau wie den Schneider CPC464. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass dort auch alles versucht wurde um seine Spielesammlung für lau aufzufüllen.