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C64 in der DDR -- Zeitungsartikel

  • Ist da jemandem etwas bekannt, ob DFÜ per Funk in der DDR überhaupt ein Thema war?

    Im privaten Bereich ist mir sowas nicht bekannt. Aber kein Wunder, denn wenn einer sowas versucht hat, hat er das natürlich wohlweislich der Stasi nicht groß rumerzählt.


    Im staatlichen Bereich gab es sowas wahrscheinlich schon. Per Google findet man ein Foto eines DDR-Sendemastes auf dem Brocken (1990). Die Bildbeschreibung lautet:
    "Durch ein geöffnetes Metalltor in der Grenzmauer am Brocken ist der Sendemast für Rundfunk, TV und Datenrichtfunk zu sehen, aufgenommen im Januar 1990."


    Zu Computerclubs und staatlicher Überwachung (meiner hieß damals "AG Junge Informatiker"): Wir hatten auch einen C64 mit Datasette für 10.000,- Ostmark vom Schwarzmarkt ergattert. Daneben einige KC/85,87. Und einen Selbstbaurechner Z1013, den unser AG-Leiter zusammengebaut hatte. Die Tastatur waren Weichenstellpulte für die Modelleisenbahn!


    Unser völlig computerbegeisterter AG-Leiter war übrigens selbst bei der Stasi (hat sich später herausgestellt). Soweit gingen sozialistischer Anspruch und reale Wirklichkeit manchmal eben auseinander. ;)


    Das Standard-Betriebssystem der KCs hieß übrigens CAOS (Cassette Aided Operating System). War übrigens gar kein schlechtes System, hatte viele gute Ideen an Bord. Und vor allem war es eine DDR-Eigenentwicklung.
    Außerdem war auch der Begriff CAD/CAM (Computer Aided Development/Design und Computer Aided Manufactoring) bei uns damals geläufig.
    Alles wurde also nicht wild eingedeutscht.


    Die DDR-Computer und -Betriebssysteme hatten übrigens auch einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. Ähnlich wie Anfang der 80er im Westen waren die meisten DDR-Systeme untereinander erstmal völlig inkompatibel. Aber da die Systeme sehr offen gestaltet waren, viele auf dem Z80 basierten und es keine Copyrights gab, konnte man irgendwie dann doch alles aneinander anschließen, verschalten und zum Laufen bringen. Ich hab damals die wildesten Kombinationen aus z.B. Homecomputer, Industrietastatur, alter Schreibmaschine als Drucker und selbstgebauten Mäusen gesehen, die man sich vorstellen konnte.

  • Und jetzt aber mal zum eigentlichen Artikel. Zwei ganz offensichtliche Fehler sind mir da aufgefallen: Zum einen unterlag der C64 (wie auch andere Heimcomputer) eben nicht dem Handelsembargo. Und zum anderen war in der DDR kein (wie im Artikel bei der Erwähnung von DFÜ über Telefonie impliziert) Selbstwählverkehr ins NSW möglich, wobei ich hiermit die DDR bis 1989 meine. Mag natürlich sein, dass nach der Wende, aber vor der Vereinigung von DDR und BRD, das Telefonieren DDR -> BRD ohne Vermittlung schon möglich war.

    Genau! So sah es damals aus. Es bestand ein Embargo für IBM-kompatible Rechner.
    Atari 800XE/XL konnten im Intershop gekauft werden, andere Systeme (Commodore) wurden u.a. über den An-und Verkauf angeboten, zu horenden Preisen.


    Ich selbst hatte an meiner damaligen Arbeit Zugriff auf C64, C128, Amiga 500 aus dem Westen und PC1715 aus der DDR. Wir reden von 1987/88.
    Produktiv eingesetzt wurden die für Briefe (PC1715), Kalkulation (am Amiga) ....


    Aber selbst in diesem Betrieb gab es neben Prozessrechentechnik auch 286-er. Und gerade damals kam die Sprache auf das Embargo, das Umgehen dessen mit Hilfe der Stasi.


    Ich selbst kam dann zu einem Atari 800 XE mit Datasette, später dann auch einem Turbosystem für die Datasette.
    An der ehemalgien Hochschule habe wir kopiert .... ein unrechtsbewusstein hatte ich nicht.


    Aber die beschriebene 'Eindeutschung' der Spielename wie erwähnt kannte ich gar nicht. Ich hatte leider das Pech als 2. Fremsprache Französich nehmen zu müssen
    und hatte die oben beschriebenen Schwierigkeiten.


    OT---------------
    Mir fällt auf, dass in letzter Zeit wieder viele Artikel/Reportagen usw. in den Zeitungen, im Internet, im Fernsehen den Menschen vorgelegt werden, wie schlecht, überwacht, diskremeniert usw.
    die ehemaligen DDR-Bürger waren.... über die guten Seiten, die es auch gab, wird leider kein Wort verloren ....


    OK, das musste mal raus! Habe dem Black Friday widerstanden, habe heute im An-und Verkauf für 50 Cent einen niedlichem kleinen Weihnachtsmann gekauft und mich gemeinsam
    mit meiner Frau riesig darüber gefreut.


    Das habe ich mir zum Glück bewahren können, die Freude über Kleinigkeiten....


    OK, vielleicht blubbert ja mancher noch genau so wie ich ....

  • Mir fällt auf, dass in letzter Zeit wieder viele Artikel/Reportagen usw. in den Zeitungen, im Internet, im Fernsehen den Menschen vorgelegt werden, wie schlecht, überwacht, diskremeniert usw.
    die ehemaligen DDR-Bürger waren.... über die guten Seiten, die es auch gab, wird leider kein Wort verloren ....


    Nimm das nicht alles so schwer. Die Geschichte wird halt immer vom Sieger geschrieben. ;)


    Gut, dass viele, die es erlebt haben, heute noch den Unkundigen erzählen können, wie es wirklich war. Natürlich war der Ostblock diktatorisch aufgebaut, aber deswegen nun gleich auf Inkompetenz und Hörigkeit seiner Bewohner zu schließen, ist schon etwas vermessen. Nie vergessen sollte man, dass wir alles auch einfach nur Menschen mit völlig normalen Bedürfnissen und durchaus interessanten Ideen waren. Nicht jedes Arschloch war bei der Stasi und nicht jeder Mitarbeiter der Stasi war ein Arschloch (ohne die Stasi insgesamt zu relativieren). Wie im auch heute noch gängigen Leben das halt so ist, musste man eben wissen, wer ein Arschloch war, und wer eben nicht, wem man was erzählt und bei wem man das lieber bleiben lässt.


    Und was da manchmal aufgrund des Mangels an Technologie von Freaks erdacht wurde, finde ich bis heute sehr achtbar.


    btw: Du hattest nen Atari 800 XE mit Datasette? Ich bin neidisch. Der einzige West-Computer, den ich damals in privaten Händen sah, war ein Plus/4 bei meinem Cousin. Mangels Software für die 264er-Reihe konnte er damit nicht allzu viel anfangen.

  • Ist da jemandem etwas bekannt, ob DFÜ per Funk in der DDR überhaupt ein Thema war?

    Gab es, nannte sich "Packet Radio". Allerdings wird das wohl genau so überwacht gewesen sein, da es sich um Amateurfunk handelte und dieser natürlich bekannt war.


    Siehe dazu z. B.:
    https://www.dl8ro.de/packet.htm


    [EDIT]


    Und wenn dich das Thema Machbarkeit/Recihweite interessiert, ist das hier vielleicht interessant:
    https://de.wikipedia.org/wiki/…rbindung_nach_West-Berlin


    [/EDIT]

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

    "Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung!" - Volksweisheit.


    Edited once, last by kinzi ().

  • Spannend, danke für die Links. Es lässt sich dazu tatsächlich auch noch etwas mehr finden, bspw. die Geschichte der Entwicklung des AC1 (hier und auch an dieser Stelle), einem Computer-Selbstbauprojekt für Funkamateure. Dieser Computer wurde in der DDR auch für Packet Radio verwendet und die Entwicklung erfolgte in Abstimmung mit der GST. Das wiederum klingt nicht sehr subversiv.

  • Wieso Kontrollverlust - die Digitalisierung wurde damals stark vorangetrieben. Neben dem AC1 aus der funkamateur gab es auch von Jugend+Technik ein Computerprojekt. Der technicus orientierte sich am Z1013, wobei ich nicht mehr weiß, ob er auch Baupläne veröffentlichte oder nur Verbesserungen.


    Wer das ungewöhnlich findet, sollte mal einen Blick in die die damalige KFT (Kraftfahrzeugtechnik)-Zeitung werfen. Da wurde gebastelt, ohne das ein Tüv draufschaute... 8\|

  • Hmmm... ich hab ne DDR-Zeitschrift aus den 80ern, wo darauf hingewiesen wird, dass der gesamte Richtfunk (einschließlich darüber laufende Telefonate) vom Westen abgehört wird und deshalb speziell von Amateurfunkern Funkdisziplin einzuhalten ist. Da ist auch die weitere Verwertungskette der Daten aufgeführt - über welche Stationen das in der BRD weiter bis in die USA geht (ich glaub, es war da die NSA benannt). Es ist naiv zu denken, dass es andersrum nicht genauso läuft ;)

  • Natürlich war der Ostblock diktatorisch aufgebaut, aber deswegen nun gleich auf Inkompetenz und Hörigkeit seiner Bewohner zu schließen, ist schon etwas vermessen.

    Und trotzdem leider bitter gelebte Geschichte für etliche ehemalige DDR-Bürger nach ´89, wovon sich im übrigen etliche bis heute auch nicht mehr erholt haben, geschweige es noch werden.


    Aber :poop: egal, nicht jeder kann Gewinnen sagt man mir oft. Und irgendjemand muss ja auch die nächste Revolte anzetteln. Und das ist schließlich wieder der Natur für einen vermeintlichen "Gewinner".


    Nichts ist für die Ewigkeit! :bgdev


    Und ja, Mangel macht sehr erfinderisch und regt die Kreativität an, was im Besonderen auch für die DDR-Computerszene galt. Und trotz Mangel wurden tausende Wohnungen gebaut! Und heute?


    Ein Teil meiner Lehrausbildungsprüfung war ein von mir selbst entwikeltes Basicprogramm zur Dämpfungsberechnung von Glasfaserkabeln auf einem KC-85 geschrieben. Dafür gabs ´ne Auszeichnung. :D
    Es hätte also auch nicht unbedingt ein C64 sein müssen. War aber möglich und hatte unter den Bedingungen natürlich einen besonderen Reiz.


  • Es bestand ein Embargo für IBM-kompatible Rechner. Atari 800XE/XL konnten im Intershop gekauft werden, andere Systeme (Commodore) wurden u.a. über den An-und Verkauf angeboten, zu horenden Preisen.

    Der Amiga (bzw. der MC 68000) stand auf der Embargoliste und dürfte es legal nicht in die DDR geschafft haben.
    Ein Schulkamerad hatte schon 1987 einen C64 (hatte sein Vater von einer Dienstreise aus den USA mitgebracht), von da an war ich vom C64 angefixt. Bei uns in Halle gab es den C64 im Intershop für 299 DM (1988), den Atari hab ich dort nicht gesehen oder erfolgreich ignoriert :anonym .
    Ich habe versucht auf den C64 zu sparen, hat aber bis 1989 nicht gereicht. Habe es aber erst nach der Währungsunion geschafft mir einen C64 (Future Games) zu kaufen.

  • Aber die beschriebene 'Eindeutschung' der Spielename wie erwähnt kannte ich gar nicht. Ich hatte leider das Pech als 2. Fremsprache Französich nehmen zu müssen
    und hatte die oben beschriebenen Schwierigkeiten.

    Vllt. muss man die Eindeutschung auch ganz pragmatisch sehen: Als Service an die Vorgestzten. Ich ertappe mich oft selbst, dass ich Kunden ggü. im Gespräch Methodennamen eindeutsche, um einfach weniger technisch rüberzukommen.

    OT---------------
    Mir fällt auf, dass in letzter Zeit wieder viele Artikel/Reportagen usw. in den Zeitungen, im Internet, im Fernsehen den Menschen vorgelegt werden, wie schlecht, überwacht, diskremeniert usw.
    die ehemaligen DDR-Bürger waren.... über die guten Seiten, die es auch gab, wird leider kein Wort verloren ....

    Auch OT: Es fehlt halt heute der "Klassenfeind". Ich denke nicht, dass ALG II (volgo HARTZ 4, bennant nach Peter Hartz, der übrigens zwei Jahre auf Bewährung wegen Steuerhinterziehung erhalten hat) und AGENDA 2010 mit geringverdienern, Leiharbeit und Altersarmut vor 1990 so gleichgültig hingenommen worden wären. Ulbricht, bzw. eher Honnecker hätten sich doch ins Fäustchen gelacht und mit dem Finger auf die BRD gezeigt.

  • @c64user ja, das hab ich schon öfter gehört - seit die Konkurrenz '89 weggefallen ist, ging's auch im Westen bergab.


    Wer sich für die Erlebnisse rund um die Wendezeit interessiert: der Zeichner Flix brachte mal ein Büchlein "Da war mal was raus". Es erzählt sehr subjektiv und imho authentisch wie verschiedene Leute unserer Generation DDR/BRD und Wende erlebten. Das sympathische - der Author/Zeichner dokumentiert das nur, ohne Wertung.

  • Irgendwie ist das jetzt auch ein wenig schade, dass dieser Thread mit so viel Offtopic-Themen vermischt ist. Vielleicht kriegt man das irgendwie sinnvoll ausgelagert?


    Ulbricht, bzw. eher Honnecker hätten sich doch ins Fäustchen gelacht und mit dem Finger auf die BRD gezeigt.

    Dazu brauchte es keine Hartz-IV-Gesetze. Man konnte in den 80'ern auch so dramatische Bilder von mit arbeitssuchenden Menschen überlaufenen Arbeitsämtern zeigen. Freilich wurde nicht dazu erwähnt, dass es bei Arbeitslosigkeit in der BRD eine staatliche soziale Absicherung gab.



    @c64user ja, das hab ich schon öfter gehört - seit die Konkurrenz '89 weggefallen ist, ging's auch im Westen bergab.

    Ohne jetzt genauer zu definieren, was du mit bergab meinst, begann der neoliberale Umbau der westlichen Welt nicht erst mit dem Fall des eisernen Vorhangs, sondern schon in den 70'ern. Die Wende hat die Vorgänge dann vermutlich beschleunigt.

  • Stimmt, war zu allgemein. In diesem Fall ging es um das Warenangebot. Bei Hosen und Schuhe für Jungs muss man wieder durch zig Läden ziehen, um überhaupt was zu finden (und dann noch in der passenden Größe). Dazu noch die Auskunft vom Personal, dass sie auf das Angebot in dem leider keinen Einfluss haben.

  • Irgendwie ist das jetzt auch ein wenig schade, dass dieser Thread mit so viel Offtopic-Themen vermischt ist.

    Nö, find ich garnicht schade. Und verwundert mich auch nicht. Das Thema hat heute immernoch erhebliches Potenzial. Das wird sich wohl auch nicht so schnell ändern.


    Zum Thema: Das es der C64 und andere "Westtechnik oder Autos ect." in die DDR geschafft haben (auf welchem Wege auch immer und das ohne nennenswerten Wiederstand der Obrigkeit), spiegelt doch auch deutlich die Verhältnisse damals wieder. Ganz so doof war es nämlich garnicht. Ich habe z. Bsp. von meiner Tante aus Österreich damals ein LCD-Game (U-Boote versenken) geschikt bekommen. Das Paket wurde natürlich durchforstet, aber eben nicht konfisziert. Obwohl Militärisches schon sehr grenzwertig war. Außerdem hatten wir Diplomatenkinder auf der Schule ( und in meiner Klasse). Die konnten und haben alles aus dem Westen besorgt, was man wollte und bezahlen konnte. Es gab also genug Wege.


    Und ich hatte einige gute Kumpels die auch so eine C64 Kiste zu Hause hatten. Das war eine richtig schöne Zeit. Regelmäßig tauschen, kopieren und zocken.


    Und wer sich einigermaßen an die Regeln gehalten hat und nicht ausgeflippt ist, konnte auch ein recht entspanntes und angenehmes Leben führen. Das empfinde ich unter heutigen Verhältnissen ganz anders. Wer sich heute an Regeln hält, hat doch schon verloren!

  • Nö, find ich garnicht schade. Und verwundert mich auch nicht. Das Thema hat heute immernoch erhebliches Potenzial. Das wird sich wohl auch nicht so schnell ändern.

    Gut, letztlich war der Aufhänger für den Artikel ja die Computerszene der DDR und wie die Stasi da ins Spiel kam (oder auch nicht). Letztlich war aber doch recht wenig von Stasi im Artikel zu lesen und es ging mehr um die Computerszene an sich.


    Das es der C64 und andere "Westtechnik oder Autos ect." in die DDR geschafft haben (auf welchem Wege auch immer und das ohne nennenswerten Wiederstand der Obrigkeit), spiegelt doch auch deutlich die Verhältnisse damals wieder.

    Wiederstand dagegen gab es so einfach gar nicht. Ich meine, das war ein bewusster Spagat zwischen Ideologie (u.a. der Überzeugung, letztlich in jeglicher Hinsicht doch dem Westen überlegen zu sein) und dem Einsehen in die teilweise Notwendigkeit, dass Bedarf sowohl an westlicher Technik als auch an anderen Konsum- und sogar Luxusprodukten aus dem Westen besteht. Technik deshalb, weil diese nicht selbst oder auch nicht ausreichend produziert bzw. aus befreundeten Staaten hätte importiert werden können. In so einigen Betrieben in der DDR war z.B. ein C64 im Einsatz. Luxusprodukte deshalb, weil es auch in der DDR eine Schicht gut situierter Menschen gab, die etwas haben wollten für ihr Geld und so bei Laune gehalten wurden. So wurde bei denen dann natürlich auch das Geld wieder abgeschöpft. Beispiel sind die Delikat- und Exquisit-Läden, letztlich auch die Inter- und Duty-Free-Shops. Dann spielte die Devisenbeschaffung eine Rolle, wozu auch Genex gehörte. Auch damit hat man also ganz bewusst Wege für westliche Produkte in die DDR geschaffen. Besondere Aktionen, wie z.B. die "von oben" initiierte Auszeichnung bestimmter Leute mit einem VW Golf als Geschenk, kamen noch oben drauf.



    Und wer sich einigermaßen an die Regeln gehalten hat und nicht ausgeflippt ist, konnte auch ein recht entspanntes und angenehmes Leben führen. Das empfinde ich unter heutigen Verhältnissen ganz anders. Wer sich heute an Regeln hält, hat doch schon verloren!

    Das ist mir echt zu pauschal.

  • @-trb-


    Wie, warum, weshalb ist eigentlich garnicht so wichtig. Das Ergebnis zählt schlußendlich (für mich jedenfalls). Die Vorgehensweise war jedenfalls nicht ganz dumm. Was aber eigentlich auch schon immer so funktioniert hat und keine Erfindung des Zentralrates war. Hat aber leider auch der unersätlichen Gier nicht standhalten können. Und das läuft heute mit einer Bundesregierung nicht mal ansatzweise anders. Nur eben ausgearteter und zu großen Teilen Menschenverachtender.

    Das ist mir echt zu pauschal.

    Mir nicht. Einfach mal auf den Nenner gebracht wenn man mal ganz ehrlich ist.

  • Mitläufer hatten Nichts zu befürchten. War zu Nazizeiten schon so.
    Bin geborener Ostberliner und fand die Bevormundung und den Zwang in der DDR sehr unangenehm.

    2x VC20, 3x Plus/4, unbekannte Anzahl von C64 Brotkästen (KU-14194HB/250407/250425/250466), 2x C64G, 2x C64C transparent Dallas (KU Replika, Reloaded MK2), 1x C128, 1x C128DCR, 2x A500 Rev.3, 1x A500 Rev.5, 2x A500 Rev.6, 4x A500+ Rev.8, 3x A600, 3x A1200 transparent, 2x A1200 Escom, 2x A2000 Rev.6.2, 1x A2000 Rev.4.1, 1x A4000D, 1x MISTICA FPGA16 Acryl, 1x Lotharek Mist Midi, 1x MISTer FPGA, 2x CPC464, 2x CPC6128, 1x KC85/2, 1x KC85/4