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5 1/4" Floppy für Amiga 1000

  • Hallo,


    war gestern im Mountain View Computer History Museum und hab da was in einem Regal gefunden was wie eine 1571 Floppy aussieht aber einen AMIGA Schriftzug hat und neben einem Amiga 1000 steht.



    Gab es sowas wirklich oder haben die nur einen Amiga Aufkleber angebracht ?


    LG
    clockchip


    PS: kann es jedem nur empfehlen falls man einmal in der Nähe ist sich das Museum anzusehen :thumbup:

  • Hallo!


    spannendes Thema. Das Internet sagt zu deiner Frage auf jeden Fall ja!


    Die Laufwerke heißen wohl A1020 und A2020:

    Die A1020 ist eigentlich kein 5,25" Laufwerk für Amiga-Benutzer. Sie war als "Brücke" zu Standard-PCs gedacht, indem einem Amiga ermöglicht wurde, PC-Formatierte 5,25" Disketten zu lesen. Tatsächlich wurde jedes Laufwerk mit der damals beliebten PC-Emulatorsoftware "The Transformer" verkauft.
    Das Laufwerk verwendet ein modifiziertes 1571-Gehäuse und einen ALPS Mechanismus. Der Laufwerksanschluß ist durchgeschliffen. Man kann das Gerät auch mit dem regulären AmigaOS verwenden, nur muss das anmelden des Laufwerks und der Diskettenwechsel dem Betriebssystem von Hand ("mount" und "diskchange"-Befehl) bekanntgemacht werden.
    Das A2020 war eine nicht erschienene Version des A1020 für den 5,25"-Slot des A2000. Das Projekt wurde aufgrund technischer Probleme Eingestellt.


    Auch das Amiga-Wiki schreibt dazu:


    In den frühren Jahren des Amiga waren 3,5“ Disketten noch recht teuer, so dass es 5,25„ Laufwerke zu kaufen gab, die die gleiche Kapazität hatten. Die Modifikation bestand im Wesentlichen darin, dass die Umdrehungsgeschwindigkeit von 360RPM auf 300RPM gedrosselt wurde.

  • Hi


    also diese Laufwerke konnten 880kb auf eine 5,25" Floppy packen ? (lt. amigawiki.org)


    Ist sehr ungewöhnlich ? Sind somit auch die Anzahl der Sektoren und Spuren gleich wie bei einer 3,5" Floppy ? ?(?(?(?(?(?(?(?(?(?(?(?(?(?(?(


    lg
    clockchip

  • Habe von nem Zubehör Hersteller ein 5,25" Floppy. Mit HD Disketten läuft das bei mir nicht. Jedoch funktionieren DD Disketten hervorragend. Die Anzahl der Sektoren und Spuren ist gleich wie bei einer 3,5" Floppy.

    2x VC20, unbekannte Anzahl von C64 Brotkästen (KU-14194HB/250407/250425/250466), 2x C64G, 2x C64C transparent Dallas (KU Replika, Reloaded MK2), 1x C128, 1x C128DCR, 2x A500 Rev.3, 1x A500 Rev.5, 2x A500 Rev.6, 4x A500+ Rev.8, 3x A600, 3x A1200 transparent, 2x A1200 Escom, 2x A2000 Rev.6.2, 1x A2000 Rev.4.1, 1x A4000D, 1x MISTICA FPGA16 Acryl, 1x MISTer FPGA, 2x CPC464, 2x CPC6128

  • Ja, das Laufwerk gibt es regulär. Allerdings hat Commodore damals nicht wirklich viele davon verkauft. Das Innenleben besteht aus einem PC-Diskettenlaufwerk, wie es im PC 10 seiner Zeit üblich war und etwas Zusatzelektronik auf einer separaten Platine. Das A1020 das ich hatte, war allerdings ein 40 Spur Laufwerk. Von anderen Anbietern gab es damals aber auch 5,25"-Laufwerke, die in der Regel 80 Spuren nutzen konnten und auf 880 kB Kapazität gekommen sind. Diese waren daher durch die doppelte Kapazität gegenüber dem A1020 in der Praxis sinnvoller nutzbar.

  • Als der Amiga 1985 in den USA herauskam, hatten die meisten IBM-kompatiblen PCs noch 5,25-Zoll-Laufwerke.


    In der Amiga-Werbung hatte Commodore damals gerne auf die Möglichkeit hingewiesen, dass der Rechner optional IBM-Software nutzen kann.
    Deshalb auch die Entwicklung von dem Sidecar. Und natürlich dieser Floppy A1020. Es erschienen später ja noch mehr PC-Emulatoren.


    3,5-Zoll-Disketten waren für IBM-kompatible 1985 aber einfach noch zu "modern" ;-)
    Also musste ein 5,25-Zoll-Laufwerk her. Mit der 1571 hatte Commodore ja schon ein passendes Gehäuse parat. Sehr praktisch.