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486er Mainboard MB-4S16/20/25 Frage

  • Gab es da nicht noch Unterschied in der Spannung? 3,3V vs 5V? Und die Overdrive CPUs konnten das glaube ich anpassen, während ein normaler DX2 damit klarkommen musste, was das Board hergab.
    Aber praktisch ist das ja auch egal, weil es sehr wenige Overdrive-CPUs gibt, da sie ja damals schon zu spät kamen und zu teuer waren.

  • Das sollte aber hier egal sein, weil der DX mit 5V läuft und der DX2 mit 5V und 3,3V.
    Es geht eher um die Multiplier. Ich sehe auf dem Board nicht wo man das konfigurieren könnte.
    Vielleicht übersehe ichs ja...

  • Das sollte aber hier egal sein, weil der DX mit 5V läuft und der DX2 mit 5V und 3,3V.
    Es geht eher um die Multiplier. Ich sehe auf dem Board nicht wo man das konfigurieren könnte.
    Vielleicht übersehe ichs ja...

    Die meissten 486 DX/2-CPUs und Nachfolger waren aber welche für 3.3V Spannung. Sicherheitshalber auf die CPU schauen und anhand des Aufdrucks gegenprüfen, ob es sich um eine 3.3 oder 5V CPU handelt. Eine 3.3V-CPU dürfte ziemlich warm werden mit 5V und ggf. nicht lange überleben.

  • Hallo,


    Danke für die Infos. Also auf dem Mainboard gibt es nur Jumper für die Umstellung zwischen SX und DX Prozessoren. Eine Änderung auf 33 MHz Bustakt ist dann wohl nicht möglich. Außerdem ist auf dem Board noch "Overdrive" aufgedruckt. Interessant ist auch die Beschriftung in der Mitte des Sockels "80486SX 80486DX 80P24". Sind die 486 P24 nicht DX2 CPUs von Intel ? Meine "It's ST 486DX2/66" läuft mit 5 Volt. Wenn ich alles richtig verstanden habe, könnte ich diese CPU also einsetzten und sie würde intern den Takt verdoppeln und mit 50 MHz laufen ? Noch eine Frage zu dem Board, ist da Cache - RAM drauf oder hat dieses Board keines ? Letzteres wäre für die Performance bei Spielen ja nicht so toll. Die Grafikkarte ist übrigens eine Oak Otivga mit 256K oder 512K Ram. Noch eine letzte Frage: Auf dem Board ist keine Bios Batterie, das dafür vorgesehene Feld links oben ist leer. Die Batterie möchte ich sinnvollerweise nachrüsten, welche Spannung ist denn da richtig, 3 Volt ?


    Grüße,
    Ralf

  • Noch eine Frage zu dem Board, ist da Cache - RAM drauf oder hat dieses Board keines ?

    Den verlinkten Fotos auf eBay nach sieht das nicht so aus, als ob auf dem Board Cache-RAM vorhanden oder vorgesehen ist.

  • Ich habe noch nie einen DX/2 mit 3,3V gesehen...DX4s ja, aber DX/2s? Ich habe im Keller bestimmt ein Dutzend davon...alle sind 5V.

    ... mal kurz in der Sammlung gewühlt:



    Vom Gefühl her würde ich eher sagen 5V DX2s sind seltener. Aber anyway, ein Blick auf Board, Jumperung und CPU sollte vor Inbetriebnahme immer sein.

  • Ja, du kannst die CPU auf dem Board wohl verwenden. Das Board kann ja schon nen SK080 was ja ein DX2-66 ist nur ohne writeback.


    Hersteller: Warscheinlich Biostar (MB-), OEM für irgendwen Anderes.
    Chpsatz: Syslogic Technology Corp.

  • ... mal kurz in der Sammlung gewühlt:


    Vom Gefühl her würde ich eher sagen 5V DX2s sind seltener. Aber anyway, ein Blick auf Board, Jumperung und CPU sollte vor Inbetriebnahme immer sein.

    Interessant...das sind beides spätere Chips. Die ersten DX2er (also 50er und 66er) von Intel waren aber definitiv alle 5V (deswegen steht es oft auch gar nicht drauf). Die 3,x-Teile fingen erst mit dem DX4-100 an, weswegen man für alte Boards Zwischensockel brauchte.

  • Das Mainboard ist für 5V-Prozessoren ausgelegt. Wenn Dein STM 486DX2 5 V Versorgungsspannung hat, was Du ja schreibst, ist kein Defekt zu erwartet. Allerdings gibt es die STM 486'er aus als 3,3V/3,5V-Variante. Die würde Dir abrauchen.


    Ich kenne den Chipsatz nicht im Detail, aber vermutlich kommt der auch mit mehr als 25 MHz zurecht. Im Zweifelfall mal das Datenblatt suchen, wenn man es denn findet.
    Wenn Du keine Angst vor einem Test hast, würde ich zumindest versuchen, ob es nicht auch mit mehr als 25 MHz läuft.
    Das kann man auch ändern:
    Auf dem Mainboard gibt es zwei Quarzoszillatoren: OSC1 und OSC2. OSC2 definiert die Bustaktfrequenz geteilt durch zwei. Daher hast Du jetzt 25 MHz (50 MHz durch zwei).
    Wenn Du OSC2 durch einen anderen Quarzoszillatore austauscht, beispielsweise 66 MHz, dann hättest Du 33 MHz Bustakt und Dein DX2-Prozessor würde mit 66 MHz intern laufen. Genauso kannst Du aber auch andere Quarzoszillatoren verwenden, beispielsweise 60 MHz, 80 MHz oder 100 MHz oder irgendwas dazwischen, solange es Dein Chipsatz/Mainboard mitmacht.


    Da es keinen 2-Level-Cache auf dem Mainboard gibt, wäre es für die Performance insgesamt natürlich gut, wenn Dein Bustakt möglichst hoch ist, da dann die Speicheranbindung schnell ist. Vielleicht bekommst Du auch einen DX-Prozessor, der mit über 40 MHz oder über 50 MHz läuft. Das könnte mehr bringen als ein DX2 mit 66 MHz. Oder Dein DX2-Prozessor läuft mit 80 MHz oder noch mehr. Da hilft aber nur ausprobieren und die Prozessoren gut kühlen. Die 5V-Prozessoren werden ab 50 MHz teilweise schon sehr heiß.


    Overdrive Prozessoren gibt es in zwei Ausführungen:
    a) ODPR-Version
    b) ODP-Version


    An sich sind das die gleichen Ausführungen, unterscheiden sich jedoch leicht im Pinout. a) ist für den normalen Sockel, in dem die gängigen 80486'er stecken, wie die SX, DX, DX2, …
    b) wird für den 80487-Sockel verwendet. Manche Mainboards haben zum Aufrüsten nur diesen Sockel. Das ist häufig der Fall, wenn ein 80486SX im SMD-Gehäuse auf dem Mainboard verlötet ist. Damit kann man diese Mainboards dann auch auf die gleiche Art aufrüsten.


    Wenn es Dir nicht Zuviel Arbeit macht, probier einfach mal, ob Dein Mainboard nicht auch mit internen 80 MHz im DX2 oder mehr rennt. Da es nur ISA-Steckplätze gibt, ist da mit den entsprechenden Taktteilern kein Problem zu erwarten. PCI-Karten reagieren da teilweise viel empfindlicher. Bei VL-Bus-Karten geht oft bis 50 MHz oder sogar darüber. Mein Tipp: Löte dann am besten für den OSC2 einen Präzisionssockel ein. Dann kannst Du ganz easy die Quarzoszillatoren tauschen.


    Auch wenn der 2-Level-Cache auf dem Mainboard fehlt, hat der 80486 immerhin 8 kB internen 1-Level-Cache. Ganz so langsam ist das dann doch nicht.

  • Ja, den DX2 gab es auch von Intel in der 3V-Version. In einer kleinen Serie sogar mit 16 kB 1-Level-Cache und WB-Cache. Im Zweifelfall im Datenblatt nach der genauen Versorgungsspannung nachschauen. So wie es aussieht, steht das nicht unbedingt drauf.
    Ebenso gab es den Intel als Overdrive in der ODPR- und ODP-Version. Teilweise aber in den ganzen unterschiedlichen Ausführungen auch nur in sehr kleinen Stückzahlen. Standard-Modell bei Intel war der normale DX2 in der Tray-Version für 5 V. Da man aber die 3V-Version nicht direkt erkennen kann, lohnt es sich durchaus, zu informieren, ob man einen seltenen in der 3V-Version hat.