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486er Mainboard MB-4S16/20/25 Frage

  • So heute habe ich mir mal die Speichermodule angeschaut (30-polige SIMs). Eine Typenbezeichnung habe ich nicht gefunden. Auf jedem Riegel sind 2 x HY5117400JC-70 und 1 x BP41C4000A-6 drauf. In den Advanced Bios settings gibt es glaube ich auch noch eine Einstellung zum Speicher. Die Multi IO-Karte heißt UMC MIO-286UC. Im Moment versuche ich die 4 Image-Files (720 KB) von Norton Utilities 6.01 mit der HxC Floppy Emulator Software nach IPF zu konvertieren, sodass ich die Disks (Double Density) dann mit Kryoflux zurückschreiben kann. Aber die erzeugten IPF-Files haben immer nur 17KB, irgendetwas stimmt da noch nicht.


    Eben habe ich bei Ebay ein Pentium Mainboard AT Sockel-7 ECS SI56P AVIO mit einem Intel Pentium 100 für 13 EUR ersteigert. Ich habe hier noch einen Pentium 166 liegen, mal sehen, ob der auf diesem Board laufen kann.



    Grüße,


    Ralf

  • Ich habe hier noch einen Pentium 166 liegen, mal sehen, ob der auf diesem Board laufen kann.

    Sollte wahrscheinlich laufen. Liegt mit 66 MHz in der Intel-Spezifikation vom Socket 7.
    Die Frage höchstens, ob Du bei dem Board den Vcore auf 2,8V runterkriegst, wenn der 166er ein P55C (MMX) ist.


    Ah, hab grad hier noch beim Stöbern ein BIOS für das Board gefunden, vielleicht nützt es was:


    http://www.x-drivers.com/catal…s/models/si56p_avio/24429

  • ralf02:


    Speicher:
    Ok, der hat sogar ein Paritätsbit auf dem Modul. Das macht höchstwahrscheinlich der BP41C4000A-6. Von der Bezeichnung her und der Gesamtkonstellation ist das vermutlich ein Noname-DRAM-IC, das 60 ns Zugriffszeit assoziert. Der HY5117400JC-70 DRAM ist von Hyundai und hat 70 ns Zugriffszeit. Das ist ein DRAM von einem großen Hersteller. Vermutlich ist der sogar besser als die 70 ns. Damit hast Du wirklich gute Aussichten vom Speicher her, dass der selbst bei 50 MHz Bustakt (= OSC2 mit 100 MHz Oszillator bestückt) oder mehr noch mitspielen würde und nicht das Nadelöhr wäre, falls es nicht geht.
    -> Gut geeignet für den 486'er-PC.
    Ja, in der Regel habe die BIOSe einen Abschnitt für Einstellungen für den Speicher. Manchmal ist aber nicht alles im BIOS sichtbar, was im Chipsatz einstellbar ist.


    Multi-I/O-Karte:
    Die Karte kenne ich jetzt selbst nicht. Aber das Bild, was ich dazu gefunden habe, lässt die Karte als sehr flexibel aussehen, dass Du sehr viel einstellen kannst. Prinzipiell waren die UMC-Chipsätze auf den Multi-I/O-Karten aus meiner Sicht auch in Ordnung. Kenne dazu kein wirkliches Problem.
    -> Gut geeignet für den 486'er-PC.


    Intel Pentium:
    Auf dem Foto ist eine 166 MHz Version ohne MMX zu sehen. Damit braucht der keine 2,8 V. Sollte demnach auch auf Sockel 7 und den meisten Sockel 5 Hauptplatinen laufen.


    Elitegroup-Hauptplatine:
    Falls kein Handbuch dabei ist, findest Du auch eine Beschreibung auf folgender Seite:
    https://stason.org/TULARC/pc/m…C-Pentium-SI56P-AVIO.html
    Vielleicht hilft das weiter.
    Das BIOS aus Beitrag 82 solltest Du Dir vielleicht sichern. Es wird inzwischen manchmal recht schwierig, an die Informationen und BIOS-Versionen von damals heranzukommen.
    Aber cool, da ist ja auch gleich ein Prozessor drauf. Mancher Pentium mit 100 MHz lief aber auch erheblich schneller als aufgedruckt war. Das ist das gleiche Spiel wie bei den 486'er Prozessoren.
    Als Beispiel habe ich vor vielen Jahren mal einen AMD K5 gehabt, der mit 75 MHz von AMD angegeben wurde. Der lief aber nach etwas probieren dann stabil mit 200 MHz und wurde noch nicht einmal viel wärmer. Das war zwar sicherlich auch mit etwas Glück behaftet, aber das ist kein Einzelfall, dass die viele Prozessoren mehr können, als draufsteht.
    Jedenfalls ist das ein schönes Mainboard und selbst mit 100 MHz Pentium ohne Anstrengung in der Leistungsklasse, wo Du mit einem 486'er nur mit "Anstregung" hinkommst. Die Geräte sind dadurch aber auch einfach für unterschiedliche Software gut geeignet. Vielleicht hast Du ja sogar ein zweites Gehäuse und kannst sie parallel nutzen. Für den Pentium würde sich dann Windows 95 oder ein Windows NT 3.51 hervorragend anbieten.
    -> Ein schöner Fang. :)

  • Hallo allerseits,


    Schmitti: Danke für den Link zu den Mainboard Einstellungen. Das macht die Konfiguration natürlich wesentlich einfacher.


    Ich habe jetzt mal ein bischen weiter am 486er gewerkelt. Wenn ich den Soundblaster in einen Slot einsetze, startet der Rechner nicht mehr. Ich weiß gar nicht mehr wie das war, musste man bestimmte Karten in bestimmte Slots setzen oder ist das egal ? Dann müssen ja noch Interrupts, DMA und IO-Adresse eingestellt werden, aber führt eine falsche oder noch nicht erfolgte Einstellung dazu, dass der Rechner nicht mehr startet (doch wohl eher nicht) ?
    Dann habe ich noch ein weiteres Problem: Ich habe außer einer alten Röhre keinen Monitor mit VGA - Eingang. Deshalb habe ich mir einen VGA zu HDMI Konverter gekauft, der auch 2 Cinch-Buchsen zur Einspeisung des Audio-Signals hat. Dabei habe ich nicht beachtet, dass diese Konverter ja nur bestimmte Grafikauflösungen in HDMI wandeln können. Also wenn ich Win 3.11 starte kommt das Bild, im DOS/Text-Modus kein Bild. Gibt es da eine Möglichkeit, auch für den Textmodus ein HDMI-Bild zu bekommen ? Ich habe auch noch einen RGB (über Scart) nach HDMI-Konverter. Ließe sich damit etwas basteln ?


    Grüße,
    Ralf

  • Hi,


    stecke die Sound Karte einfach mal in einen anderen Slot, dann sollte es funktionieren.
    Da ist sehr wahrscheinlich ein Ressourcen Konflikt vorhanden.


    Zum Thema Monitor: Schau mal hier im Marktplatz oder in der Bucht nach einem TFT der VGA und DVI Eingang hat. Die Teile bekommst du
    schon für 10 Euro. Mit den Adaptern ist beim PC so eine Sache, wie du siehst schaltet der PC beim starten von Windows in einen anderen Grafikkmodi um den der Konverter nicht kann und das Bild bleibt dann dunkel....
    Da ist der TFT schon eine vernünftige Lösung. Oder du schaust einfach mal ob jemand nen 17" oder 19" Röhrengerät verschenkt....


    Die Teile mag ich persönlich besonders... :)



    viele grüße
    Arminius

  • Soundkarte und Steckplatz:
    Nein, den ISA-Karten ist es prinzipiell egal in welchem Steckplatz sie drin ist. Die sind alle äquivalent. Ein Resourcenkonflikt liegt also nicht auf Grund der Steckplatzposition vor. Wenn Du die Multi-I/O-Ksrte parallel dazu drin hast, könnte es auf Grund dessen einen Resourcenkonflikt mit den Komponenten darauf geben. Probier als erstes mal nur die VGA-Karte für ein Bild und die Soundkarte. Das sollte starten.
    Deine Soundkarte hat vermutlich keine Steckbrücken zur Konfiguration oder?


    Monitor:
    Als erstes würde ich dann den Röhrenmonitor mit VGA-Eingang nehmen. Da wirst Du keine Probleme mit dem VGA-zu-HDMI-Adapter bekommen. Was hast Du da für einen VGA-Monitor? Auf dem Mainboard würde ich eine Steckbrücke erwarten, mit der man zwischen Monochrom und Farbe umstellen kann. Prüf mal, ob der auf Farbe steht.


    Bitte dann mal das Ergebnis kurz berichten, ob Soundkarte und Monitor dann normal funktionieren. Dann schauen wir in Abhängigkeit des Ergebnisses weiter.


    Viele Erfolg!

  • So ich habe mir den Soundblaster (CT 4170) nochmal angeschaut: Er hat ein Jumperpaar (für linken und rechten Kanal ?), mit der man für den Ausgang Speaker oder Line einstellen kann. Auf allen Fotos, die ich im Netz finden konnte, waren die Jumper entweder paarweise in der einen oder in der anderen Einstellung. Bei mir war nur ein Jumper drauf, habe den zweiten jetzt ergänzt und auf Line gestellt. Ich werde als nächstes versuchen, den Rechner nur mit Graka und Soundblaster zu starten.


    Monitor: Also mit dem alten kleinen Röhrenmonitor (ich glaube 14 oder 15 Zoll, no name) funktioniert das Bild ja, da der einen VGA-Eingang hat. Der ist zum Testen gut aber für die dauerhafte Nutzung würde ich halt gerne meinen großen LG-TV nutzen. Ein günstiger TFT mit VGA-Eingang wäre natürlich auch eine Möglichkeit, aber das wäre dann schon wieder ein Monitor mehr .... und Platz weniger. Ich muss mal schauen, ob ich da nicht mit meinem RGB - HDMI Konverter was machen kann.


    Grüße,
    Ralf

  • Ich habe jetzt mal ein bischen weiter am 486er gewerkelt. Wenn ich den Soundblaster in einen Slot einsetze, startet der Rechner nicht mehr.

    SB16 ist Software-konfiguriert.
    Um ein Starten zu verhindern, müßte er auf IRQ14/15 den IDE-Adapter stören.
    Nicht so wahrscheinlich.
    Es gab da Varianten, die hatten CDROM- und IDE-Schnittstellen mit drauf, die
    ebenfalls Ressourcen belegten. Ist da was in der Richtung drauf?

  • Hi,
    es ist ein Creative Soundblaster 16. Ich werde ihn morgen mal einsetzen und schauen, ob der Rechner startet. Ich habe jetzt einen LG TFT Monitor günstig auftreiben können, der hat neben dem VGA einen DVI Eingang, sodass ich daran neben dem "aktuellen" PC den Dos PC betreiben kann. Einen günstigen "Data Switch" für das PS2 Keyboard mit allen Kabeln habe ich auch schon gefunden. Und auch einige mit Kryoflux erstellte RAW Images von Dos Software habe ich gefunden, mal sehen, ob es mir gelingt, die auf Disk zu schreiben.
    Grüsse,
    Ralf

  • So kleine Zwischenstandsmeldung: Der PC startet jetzt bei eingesetztem Soundblaster, ich denke mal, es lag an den Kurzschlüssen an zwei Elkos. Jetzt muss ich nach einem passenden Treiber suchen, mal schauen, ob einer bei dem Treiberpaket aus der CT Retro dabei ist. Die 3.5" Floppy liest auch, nur der Auswurfmechanismus geht nicht. Als nächstes kommt eine 5.25" Floppy dazu (TEAC FG55GFR-595-U) - sie ließ sich mit Kryoflux ansprechen.


    Grüße,
    Ralf