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TheC64 mit richtiger Tastatur *soon*

  • Ich habe noch keinen 16:9 Fernseher gesehen der kein 4:3 konnte.

    Du glaubst gar nicht, was für miese Geräte es gibt. Ich hab schon Fernseher gesehen, die konnten nichtmal beim SD-Fernsehemfang auf 4:3 umschalten. Gab dann immer ein verzerrtes Bild. Bei analogen Sendern waren dann sogar 16:9-Sendungen nicht formatfüllend, sondern verzerrtes Letterbox-Bild.


    Die Frage, ob der THEC64 nun Pillarbox kann, steht aber immer noch im Raum. Das wäre die verlässlichste Option bei HD-Formaten. Würde mich auch interessieren.
    Pillarbox wird auch bei Blu-Ray genutzt, weil echte 4:3-Auflösungen in HD leider nicht zum HDMI-Standard gehören.

  • Sowas in der Art habe ich evlt. auch vor. Wird sich zeigen, was da geht.

    Ich schätze, dass die Tastatur auch via USB angebunden ist. Da der Ultimate USB Tastatur unterstützt, sollte sich das machen lassen.
    Das Gehäuse muss man aber nachbearbeiten.

  • @LogicDeLuxe der "TheC64" ist fuer moderne Fernseher ausgelegt. Was er daher logischerweise macht, ist, ein 16:9-Bild zu erzeugen, in das das C64-Bild eingebettet ist sozusagen. Sprich, er erzeugt ein 1280x720-Bild mit hellblauem Rand und zentriert dann da das eigentliche C64-Bild hinein, ganz grob gesprochen. Er gibt also kein 4:3-Bild aus und hofft dass die Glotze das dann regelt. Sondern er liefert genau das, wofuer er hergestellt wurde, naemlich ein HD-Bild fuer HD-Fernseher.


    EDIT: Okay ein bisschen muss ich mich korrigieren, natuerlich erfindet er nicht links und rechts vom Bild noch mehr hellblauen Rand. Sondern da ist dann ein schwarzer Rand. Trotzdem ist das ausgegebene Bild meines Wissens ein ganz normales HD-Bild in 1280x720.

  • Okay ein bisschen muss ich mich korrigieren, natuerlich erfindet er nicht links und rechts vom Bild noch mehr hellblauen Rand. Sondern da ist dann ein schwarzer Rand. Trotzdem ist das ausgegebene Bild meines Wissens ein ganz normales HD-Bild in 1280x720.

    Genau so funktioniert Pillarbox. Der einzig HDMI-konforme weg mit HD-4:3-Material umzugehen. Also richtig gemacht.

  • Wie sollen die das Latenz Problem denn in den Griff kriegen? Linux/Vice gibt schon eine gewisse Latenz vor, die nicht ohne angepasste Neuprogrammierung des Emulators gesenkt werden kann ( Standard minimum 40ms, da kann man von ausgehen). Und das wird nicht passieren. Dazu kommen Firmware Latenzen der USB Joysticks/Tastaturen und des verwendeten TVs. Einziger Ansatzpunkt, den die Macher wirklich haben, ist die USB Firmware. Soll aber schon bei beim Mini nach dem Firmwareupdate nur ein Plazebo gewesen sein.

  • Kritisch und realistisch darf und sollte man den TheC64Maxi schon betrachten. Gerade wenn man es emotional angeht, würde ich KiWi zustimmen: Elektroschrott. :) Will meinen, man kann auch auf Blumentöpfe "Commodore 64" drucken und vermeintliche Nostalgiker werden das kaufen, obwohl die eigentlich keine Blumen pflanzen wollen.
    Aber da der Mensch meist impulsartig auf das Äussere reagiert: "C64Mini - Boah, der sieht aus wie echt, voll süß, muss ich haben -> Endstation Vitrine" und "C64Maxi - Boah, der hat eine Tastatur, ein echter Brotkasten!" hat der Hersteller schon gewonnen.
    Mal ehrlich, Commodore 64/C gibt es massig zu kaufen, durchaus in gepflegtem Zustand. Wenn man also was Richtiges will, dann holt man sich einen gebraucht (falls man wirklich keinen mehr hat) nutzt den gleich so oder pflanzt sich einen Ultimate 64 rein. Wer bereit ist 120 Euro für einen C64Maxi hinzublättern, den sollten ein paar Euro mehr für was Echtes nicht jucken. Die aktuelle günstigere Emulations-Alternative ist der BMC64 auf nem Raspberry, der bessere Werte liefert als der C64Mini.


    Findet man den TheC64Maxi zumindest "aussen hui", sollte man fragen "wie pfui" er denn innen ist? Er bietet quasi nix ausser der vertrauten Brotkastenoptik, keine Anschlüsse für alte Peripherie, nicht mal für Joysticks. Also was gibt er mir, was ein anderer Emulator, ein echter C64 (mit 1541u2) oder ein U64 mir nicht gibt? Ein besseres HDMI Bild, bequemes Starten der Spiele. Dafür aber Lag, Inkompatibilitäten und vermutlich eine suboptimale SID Emulation. Alte Joysticks bekommt man nur mit USB Adapter dran.


    Trotz der berechtigten negativen Betrachtung unterliege ich eventuell der Versuchung, mir diese dumme Teil auch zuzulegen. :)

  • Verfolge den Thread und möchte auch etwas dazu bemerken.
    Wenn es nur darum geht, das Gerät als Spielkonsole zu verwenden , dann ist das OK.
    Aber sehr viele interessiert dieses Hobby nicht nur des Spielens wegen, was ja mit heutigen PCs sicherlich noch besser geht,
    sondern der diversen Erweiterungen und des Bastelns wegen, was bei den heutigen PCs komplett wegfällt und deshalb ist
    auch dieses Hobby wieder groß herausgekommen.
    Wenn man selbst intuitiv werden will und ,zumindest bei mir ist es so, das Ganze auch als Elektronik Hobby sehen will, dann ist es keine Frage,
    was einem Emulatoren wert sind. Nämlich kaum etwas. Zum Ausprobieren mancher Dinge verwende ich auch den Vice am PC. Der ist aber dem erwähnten Teil,
    bezüglich der Hardware und Mögflichkeiten ziemlich überlegen.


    Jeder muß aber für sich entscheiden, was er will. War nur ein Gedankengang von mir.

  • Hat schon was, dieses kleine Gerät. Wird sich zeigen, wie es sich schlägt. Wenns was solides ist, könnte ich mir auch eine Anschaffung vorstellen, nachdem ich jahrelang sämtliche Neuauflagen im Mini- und Joystickformat ignoriert habe.


    @Retro-Nerd Ist denn diese Latenz wirklich so auffällig? Ich habe davon noch nie etwas am Emulator oder TV gemerkt, nur bei diesem USB- Competition Pro war es extrem.

  • Der CP Pro USB (der alte) hatte nicht nur extrem hohe Latenzen. Das Teil hat mitunter einfach komplett versagt und eine Richtung oder Button Druck komplett rausgefiltert. Das war nochmal eine andere Liga.


    Ansonsten: Wem der Lag nicht auffällt, weil er keine Vergleiche mehr zum Original hat, ist mitunter zufrieden damit. Unsere Boardkollege (ab 12:35 interessant) hatte doch mal schöne Tests gemacht. Das ist schon recht heftig, als Gesamtlag.


  • • Platz 2 in der Kategorie "Games" bei amazon: https://www.amazon.de/gp/bestsellers/videogames


    • Ich hätte gut gefunden, wenn der Joystick optional wäre.


    • Die Verärgerung mancher C64-Liebhaber kann ich verstehen (verstehen != teilen). Auch bei Heise wird das Gerät als die vermeintliche "Rückkehr des C64" beschrieben. Emulator hin, FPGA her, es sind keine vollwertigen Brotkästen, denn immer fehlt das eine oder andere, und immer ist etwas anders oder sogar schlechter. Es sind bis jetzt unvollständige Nachahmungen mit Vor- und Nachteilen und im FPGA-Bereich immerhin recht gute Prothesen.


    Ich finde wohl, dass ein Emu-Brotkasten mit modernen Anschlüssen und ohne die klassischen Ports seinen Wert hat. Den kaufen auch Leute, die sonst gar nichts mehr aus dem 8bit-Bereich gekauft hätten. Und viele andere (allein schon durch die Bestseller-Charts) werden darauf aufmerksam, dass das Thema C64/Homecomputer/8bit nicht vom Tisch ist und sogar noch viele neue Spiele erscheinen. Nur sollte man diese Interessenten dann auch vernünftig aufklären, vor allem wenn man "heise" heißt, und das Ding nicht als "Rückkehr" des Originals verkaufen. Selbst im heise-Forum wissen viele nicht, um was es sich bei dem TheC64 wirklich handelt.



    Eine kleine Änderung an den Bezeichnungen hätte in der Hinsicht viel bewirken können. THE C64 klingt eben, als wäre es DER C64, ist er aber nicht. Ich hätte ihn E64, V64, X64, VC64 oder RG64 genannt.


    • Den Werbe-Trailer finde ich dennoch gut gemacht. Nur suggeriert der eben auch die vermeintliche Reinkarnation.

  • Wem der Lag nicht auffällt, weil er keine Vergleiche mehr zum Original hat, ist mitunter zufrieden damit.

    Ich behandele das Problem auch immer rein subjektiv. Solange mich nichts nervt, ist's ok für mich.
    Interessant ist aber, wie stark das Gehirn den Lag ausfiltern kann, solange ich noch keine Nachteile dadurch bemerke (z.B. wenn man kein Hardcore-Zocker ist).


    Eine Erfahrung, die ich neulich mit dem Thema machte, hatte mich regelrecht erschreckt: Für meinen Music Sampler hatte ich jetzt mal die ASIO4all-Treiber installiert, welche die Latenz der Soundausgabe minimieren. Dann die Überraschung: Jedes Mal, wenn ich einen Sound anklickte, fragte ich mich, wie es möglich ist, dass der den schon ganz etwas eher abspielt, bevor ich überhaupt geklickt hatte. Dann wurde mir klar ... Holy Shit, das ist mein Gehirn, das aus Jahrzehnte langer Gewohnheit immer noch den Lag ausgleichen will! =O

  • Nachdem ich glaube all diese Argumentationsstraenge einigermassen begriffen zu haben, erscheint es mir dass das Hauptproblem darin besteht dass der geniale Entwickler des Ultimate 64 (ein platinenbasierter Nachbau des C64 basiert auf den logischen Strukturen des Original C64, aber ohne dessen anfaelligen Chips, allerdings mit der Moeglichkeit bis zu 2 Original SID Chips optional einzubauen, und ausserdem alle Original hardware anzuschliessen, wie cartridges, 1541, Joysticks, Tape etc, PLUS einen HDMI video output, aber keinen uralt verhassten Antennenoutput mehr) aus copyright(?) Gruenden keinen vollstaendigen Nachbau des Gehaeuses mit Tastatur anbieten kann (das "Aeussere"), weil jemand anderes (Retro Games/Mini C64/The C64) dieses Copyright hat, und von daher die echte keyboard hardware und Gehaeuse nachbauen darf, aber statt eines echten C64 Nachbaus intern zur Enttaeuschung "aller" einen Linux basierten Emulator (VICE) auf einem mini PC einbaut, wo das keyboard und alles andere ueber USB angeschlossen wird, und original hardware nicht mehr funktioniert. Es gibt dann noch einen dritten Spieler, Individual Computers, der zwar leider auch nicht (mehr?) das Gehauese/keyboard als Nachbau anbietet, aber einen hochinteressanten Nachbau des C64 als Platine anbietet, den C64 Reloaded MK2, der sich vom Ultimate 64 darin unterscheidet dass man die original Chips einbauen kann, bzw. muss, ausser dem verfluchten PLA chip der auf der Platine eingebaut ist. Er hat keinen HDMI Ausgang, aber einen eingebauten S-Video Ausgang. Auch diese Platine kann, wie der Ultimate 64, in einen Original Brotkasten mit keyboard eingebaut werden, den aber keiner mehr produziert, auch "The C64" nicht, weil der Anschluss vom keyboard nicht passt, und die Oeffnungen nicht original sind. Also muss man auf ausgeschlachtete Originalbrotkaesten zurueckgreifen, was nervt, aus allen moeglichen Gruenden.


    Habe ich da irgendwas wichtiges uebersehen?

  • @Elwyndas Das mit dem Gehäuse und dem Copyright ist Unsinn, natürlich dürfte auch Gideon ein Brotkasten-Gehäuse und eine passende Tastatur herstellen. Dass er das nicht tut, wird andere Gründe haben, aber verbieten kann ihm das keiner.


    Und: Das TheC64-Team hat sogar weniger Rechte als z.B. Jens Schönfeld, der auf seine Boards und seine Gehäuse sogar "Commodore" draufschreiben darf, während die sich mit "TheC64" begnügen müssen.

  • @Elwyndas


    Cloanto hat die Rechte an den Roms und hat offenbar ein Abkommen mit den THE64 Machern.


    Darum wird das U64 auch ohne Roms ausgeliefert.Dort muß man selber Roms aufspielen.


    Die Marke Commodore hat jemand anders aus und die Leute haben zum Beispiel den Namen für ein paar Produkte von Icomp hergegeben.
    Reloaded Boards usw.


    Dann gibt es die neuen C64C Gehäuse.Das ist ein Projekt von Icomp und der "Return" wenn ich mich Recht erinnere.
    Zu beziehen im :
    https://shop.pixelwizard.eu/
    Ebenfalls mit Commodore Lizenz.


    Ich hoffe ja immer noch auf ein MK3 Board von Icomp und würde gerne sehen wie sich das gegen das U64 schlägt.


    Das sind aber schon alles Projekte für echte Hardcore Fans.Die auch ordentlich in die Tasche greifen.


    THE64 zielt da in eine andere Richtung.
    Und ich finde wenn das Ding dann 120 Euro kostet und haptisch eine ähnliche Qualität wie der Mini, plus Tastatur und einem besseren Stick, ist das ein absoluter Schnapper.








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