Speedlink Competition Pro USB: Warum keine Neuauflage mit besserem Innenleben?

Es gibt 326 Antworten in diesem Thema, welches 74.016 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (19. April 2023 um 19:42) ist von JPK64.

  • Bei mir habe ich festgestellt (unter Win7), dass dieses "Android Controller" Problem immer nur in solchen Programmen/Spielen/Emulatoren der Fall ist, die mit SDL2 kompiliert wurden

    Nee, der hat sich bei mir definitiv mit einem anderen HDI-Deskriptor gemeldet. Das hat nichts mit Treibern usw. zu tun. Der HDI-Deskriptor kommt vom Gerät selber. Also hat der Controller im USB-CP mindestens zwei verschiedene Deskriptoren und entscheidet sich aufgrund irgendwelcher Details bei der Anmeldung manchmal, den falschen Deskriptor unter Windows usw. zu melden.

  • Bei mir habe ich festgestellt (unter Win7), dass dieses "Android Controller" Problem immer nur in solchen Programmen/Spielen/Emulatoren der Fall ist, die mit SDL2 kompiliert wurden

    Nee, der hat sich bei mir definitiv mit einem anderen HDI-Deskriptor gemeldet. Das hat nichts mit Treibern usw. zu tun. Der HDI-Deskriptor kommt vom Gerät selber. Also hat der Controller im USB-CP mindestens zwei verschiedene Deskriptoren und entscheidet sich aufgrund irgendwelcher Details bei der Anmeldung manchmal, den falschen Deskriptor unter Windows usw. zu melden.

    Das ist eine wirklich interessante Information. Es scheint dann wohl so zu sein, dass er sich Linux gegenüber als "for Android" meldet. Ich würde vermuten, dass man das bei Speedlink nie getestet hat, denn sonst wäre aufgefallen, dass die Tastenbelegung falsch ist. Es ergibt doch keinen Sinn die Tastenbeleung anders zu machen, nur weil das Betriebssystem ein anderes ist. Oder irre ich da?

    Naja, ich klinke mich aus, ein Speedlink Competition Pro USB kommt mir nicht mehr ins Haus, egal zu welchem Preis.

    Schönen Abend allerseits!

    “64k should be enough for everybody.” (nicht Bill Gates)

    “Thou shalt not follow the NULL pointer, for chaos and madness await thee at its end.” (Medieval Aphorism)

    “It's never the PLA!” (Dr. House?)

  • Nee, der hat sich bei mir definitiv mit einem anderen HDI-Deskriptor gemeldet. Das hat nichts mit Treibern usw. zu tun. Der HDI-Deskriptor kommt vom Gerät selber. Also hat der Controller im USB-CP mindestens zwei verschiedene Deskriptoren und entscheidet sich aufgrund irgendwelcher Details bei der Anmeldung manchmal, den falschen Deskriptor unter Windows usw. zu melden.

    Unter meinem Win7 war es anders. Schalte ich den Computer ein, wird der Joystick immer korrekt als "SPEEDLINK COMPETITION PRO" erkannt. Es gab aber vereinzelte Programme, wenn ich ihn in denen nutzen wollte, dann hiess er dort auf einmal "Controller for Android" und hatte ich solch ein Programm (zwei Beispiele waren eben EMU64 und STELLA) dann beendet, dann hiess der Controller auf einmal auch im Windows immernoch "Controller for Android" und seine Tastenbelegung war ganz anders. Steckte ich den Joystick dann einmal ab und einmal wieder an, dann hiess er wieder "SPEEDLINK COMPETITION PRO" und alles war wieder okay.

    Ich schrieb dann Thorsten Kattanek, den Entwickler des Emu64 mal an, der hier ja auch Mitglied ist im Forum und teilte ihm das mit. Er meinte dann es liegt an SDL und als die SDL-Entwickler diese Problematik (siehe meinen Link im letzten Eintrag) mit dem Joystick dann behoben hatten und Thorsten dann diese neue SDL Version nahm, dann blieb der Joystick auch im EMU64 und nach dessen Beenden immer bei "SPEEDLINK COMPETITION PRO". Im STELLA war das dann genauso. Damit war unter meinem Win7 das problem beseitigt, denn es trat nur in diesen zwei Programmen auf.

    Unter Win10 scheint es dann wohl eher sowas wie ein generelles Problem zu sein mit diesem Joystick zu sein.

    Ich würde vermuten, dass man das bei Speedlink nie getestet hat, denn sonst wäre aufgefallen, dass die Tastenbelegung falsch ist. Es ergibt doch keinen Sinn die Tastenbeleung anders zu machen, nur weil das Betriebssystem ein anderes ist. Oder irre ich da?

    Ich hatte damals, als bei mir diese Probleme im EMU64 und im STELLA auftraten und im Netz auch einige User über Problemen mit dem Joystick unter Win10 berichteten, denen von Speedlink sogar alles einmal in einer Email mitgeteilt und auch noch Links hinzugefügt zu entsprechenden Problemberichten im Netz. Mit der Frage, ob das am Joystick-Treiber liegt und behoben werden kann? Kam aber nie eine Antwort von denen.

  • Der Competition Pro mit 9-Pin ist sicher gut, aber dieses Modell für USB ist aus meiner Sicht indiskutabel.

    Für Nicht-Windows Nutzer ist das so, wegen dieser "Button verdreht" Geschichte und der Tatsache, dass Speedlink auch vorher nicht irgendwo mitteilt, dass es auf anderen Betriebssystemen als Windows, zu solchen Problemen mit dem Controller kommen kann.

    Aus meiner Sicht als Win7 Nutzer aber, vor allem jetzt wo diese SDL Problematik behoben ist, ist der "USB Competition Pro" schon gut zu nutzen. Ein grosser Vorteil gegenüber per Adapter angeschlossenen 9PIN Modellen des "Competition Pro", sind die 4 verschieden belegbaren Buttons beim USB Modell, die man in Emulatoren super nutzen kann, wenn man Mehr-Button Spiele damit zocken will, oder auch, um bei emulierten C64-Games, Sachen wie die SPACE-Taste auf einen der weiteren Buttons zu mappen, was ideal für viele Shooting-Games ist.

  • Mit der 'Stiffness' der Joystick-Feder komme ich (entgegen einiger Aussagen) überraschend gut klar. Ja - nicht optimal, aber ich kann mich erinnern, das damals auch einige Versionen der CP ziemlich straff waren.

    Was aber bei meinem Modell nicht akzeptabel ist - den Kraftaufwand, den die Feuerbuttons zum Auslösen brauchen. Und wenn ich mir die 'Konstruktion' ansehe, wird der Austausch durch die 'Heiss-Verklebung' ziemlich erschwert.

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    Mal schauen ob ich Bock habe, den Microschalter freizulegen.

    Edit - nnaahhh - mir ist die Lust vergangen. Die Lötkolben-Vergewaltigungs-Orgien haben die Halte-Mechanik um den Button rum dermaßen geschädigt, das ich das niemals wieder halbwegs zusammenbekommen könnte. Man müsste alles komplett mit 2k-Kleber verkleben um das ein wenig zu stabilisieren.

    Und noch eine Beobachtung - 3 der 4 Adern von der Dauerfeuer/USB-Platine waren zu lang abisoliert und umgebogen, das sie gegenseitig fast einen Kurzschluss verursachten. Das fiel mir noch vor Inbetriebnahme auf, ansonsten hätte ich da evtl. einen meiner USB Ports gegrillt ... Danke an die "Qualitätskontrolle" für nix.

    Und unter Win10 kann ich die Android-Button-Vertauscht-Problematik bestätigen - was ein KO-Kriterium ist.

    Fazit - für 17 Euro ist es ein Gerät, welches man seinen Mitspielern gibt wenn diese mal auf Besuch sind und diese einen besseren Skill als ihr selbst besitzen sollten ;) Ansonsten kann man mit leben, wenn man noch keinen besseren Joystick als Vergleich hatte.

    After a time, you may find that 'having' is not so pleasing a thing after all as 'wanting'. It is not logical, but is often true... Spock
    When you’re playing and you’re just you, powerful things happen... Joybubbles

    4 Mal editiert, zuletzt von JPK64 (10. Dezember 2021 um 09:34)

  • Und die beiden Schultertasten sind auch falsch belegt. Zumindest bei meinem und für meine Bedürfnisse. Das muss einer zusammengelötet haben, der sowas noch nie benutzt hat.

    Bei den Competition Pro hat man generell den Eindruck, daß den jemand entworfen hat, der selbst nie gespielt hat. Einfach mal ein bischen Design vom Automaten abgeguckt und fertig. Für Ergonomie war der nie berühmt. Immerhin ist der eigentlich als links- und rechtshändertauglich ausgelegt, weshalb es im Design auch nicht vorgesehen war, die Feuerknöpfe unterschiedlich zu belegen.

    Was meinst du mit Schultertasten? Das sind doch bei einem Gamepad diese oben an der Seite liegenden Tasten, die man mit den Zeigefingern drückt. Aber die gibt's bei einem Joystick doch gar nicht.

    Hab ich mich auf gefragt. Ich wünschte, der hätte Schultertasten, weil das mit Sicherheit besser bedienbar wäre, als zwei unterschiedlich belegte Feuertasten. Für die paar Spiele, die das am C64 und Amiga unterstützen.

    Aber der alte Comptetition Pro mit 9-Pin Kabelbaum hat ein transparentes Gehäuse.

    Bei den alten würde ich mir gut überlegen, ob es sich lohnt, da noch groß was nachzubessern. Nach meiner Erfahrung sind die inzwischen zerbrechlich wie Eierschalen. Da hab ich schon welche in Scherben gesehen, die aus nur einem halben Meter Höhe auf einen Teppich gefallen sind. :(

    Es ergibt doch keinen Sinn die Tastenbeleung anders zu machen, nur weil das Betriebssystem ein anderes ist. Oder irre ich da?

    Ich sehe nichtmal einen Sinn, warum ein Joystick wissen will, welches Betriebssystem bedient werden soll.

  • Bei den Competition Pro hat man generell den Eindruck, daß den jemand entworfen hat, der selbst nie gespielt hat. Einfach mal ein bischen Design vom Automaten abgeguckt und fertig. Für Ergonomie war der nie berühmt.

    Sorry, aber das ist (sicherlich nicht nur) Deine Wahrnehmung. Für mich war von Anfang an der CP "der" Joystick überhaupt.

    Mit Quickshot und & Co. konnte ich gar nichts anfangen, "unergonomischer" (wenn es diesen Begriff damals™ schon gegeben hätte) ging es nicht... für mich.

    In meinem Freundeskreis war der CP auch der bevorzugte Typ Joystick... und ob das mehrheitlich so war, kann ich natürlich nicht sagen.

    Allerdings denke ich, kann man schon sagen, dass es schon Gründe haben wird, warum keine Quickshots neu aufgelegt werden, sondern Arcade-ähnliche Sticks oder eben der CP. ;)

  • Ich sehe nichtmal einen Sinn, warum ein Joystick wissen will, welches Betriebssystem bedient werden soll.

    Der CP Pro USB wird beworben als "Digitaler USB-Joystick für PCs und Android®-Geräte". Ich kenne mich mit Joysticks unter Android nicht aus, aber vermutlich gibt es da gewisse Konventionen für den HID-Deskriptor und/oder die Belegung der Buttons.

    Die grundsätzliche Frage wäre halt, warum man überhaupt einen Support für Android haben wollte. Ich schätze mal, die Anzahl der Leute, die einen CP Pro an einem Android-Gerät benutzen, dürfte verschwindend gering sein im Vergleich zu Windows-/Linux-Benutzern. Da wäre weniger mehr gewesen.

  • könnte man unter Linux nicht mittels "xmodmap" die Buttons anders belegen? Bei meiner Maus geht das zumindest.

    Bei einem Kompromiss verlieren beide Seiten. Machen wir es so, wie ich es will, verliert nur eine Seite :thumbsup:

  • Allerdings denke ich, kann man schon sagen, dass es schon Gründe haben wird, warum keine Quickshots neu aufgelegt werden, sondern Arcade-ähnliche Sticks oder eben der CP. ;)

    Wahrscheinlich war der Nischenmarkt mit den CP-Neuauflagen schon abgegriffen. Für die paar wählerischen Kunden lohnt es sich wahrscheinlich nicht, einen weiteren Retrojoystick neu aufzulegen.

    Ich lasse mich aber liebend gerne vom Gegenteil überzeugen. :zaunpfahl:

    Die grundsätzliche Frage wäre halt, warum man überhaupt einen Support für Android haben wollte.

    Emulatornutzer. Und ein Joystick ist da erst der Anfang. Es geht auch mit Diskette und Model-M-Tastatur, wobei es diesen Geräten wahrscheinlich egal ist, auf welchem Betriebssystem sie genutzt werden:

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  • könnte man unter Linux nicht mittels "xmodmap" die Buttons anders belegen? Bei meiner Maus geht das zumindest.

    Daran dachte ich auch und unter Win10 und Retropie lassen sie sich die Buttons idr konfigurieren oder sehe ich das falsch? Alternativ zB Makros verwenden (Vice)?

    Das soll das Problem mit der Erkennung nicht verharmlosen. Ich hab aktuell etwas Schwierigkeiten damit dass auf dem Pitop2 unter FSUAE einer der drei CP25Anniversary Sticks (gekauft 2020) nicht erkannt wird obwohl er unter Win10 keine Schwierigkeiten machte.

    Da ich die Sticks an 5,6 verschiedenen Geräten einsetze (C64Mini/Maxi, Pc(Linux,Win10,Win7) und mehreren PIs (3B, 3B+, 4B, 1x)) ist mir bisher vor allem aufgefallen dass es unter Retropie bzw FSUAE/Vice auf RaspbianOS nicht mit allen gleich funktionierte und auch Retropie einen gar nicht erkennt.

    Wahrscheinlich markiere ich die Sticks demnächst mal und teste wer wo läuft. Mir fehlt gerade vor allem die Zeit auf Ursachensuche zu gehen. Ich denke aber dass sich solche Probleme lösen lassen.

  • Emulatornutzer. Und ein Joystick ist da erst der Anfang.

    Na ja, ich weiß nicht. Die überwiegende Mehrheit der Benutzer von Emulatoren dürfte ein Desktopbetriebssystem bzw. ein Linuxderivat (Mini/Maxi, Raspberry Pi) benutzen. Selbst MiSTer setzt bei Joysticks usw. auf Linux.

    Bzw. wenn man schon unbedingt einen Emulator auf einem Android-Gerät benutzt, wäre ein Bluetooth-Joystick wesentlich sinnvoller. Würde mich echt interessieren, wieviele CP USB wirklich an einem Android-System betrieben werden. Und meine Erwartung wäre: fast keine.

  • Bei den Competition Pro hat man generell den Eindruck, daß den jemand entworfen hat, der selbst nie gespielt hat. Einfach mal ein bischen Design vom Automaten abgeguckt und fertig. Für Ergonomie war der nie berühmt. Immerhin ist der eigentlich als links- und rechtshändertauglich ausgelegt, weshalb es im Design auch nicht vorgesehen war, die Feuerknöpfe unterschiedlich zu belegen.

    Das ist / war damals "Hightech" :) Werbung aus der Telematch 1983 und dabei den passenden "Selberbau"-Spielothek
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    Ständer (Quelle: Telematch 4/1983 Seite 13)

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  • damals "stand" man ja vor dem "Arcarde" Automaten...

    der Competition Pro kam ja zuerst für die ATARI 2600 raus... und nicht erst für den C64 ;)

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  • Werbung aus der Telematch 1983 und dabei den passenden "Selberbau"-Spielothek

    Wobei ich sagen muß, daß mir bei "spielhallenmäßig" sicher die Robustheit zusagt, aber Ergonomie ist bei den Automaten genauso ein Fremdwort. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich mich mit den Automaten nie anfreunden konnte.

  • Da hatte ich nie ein Problem, ehrlich gesagt. Ungewohnt für mich war nur, daß man an vielen Automaten mit links lenken musste, was bei mir dazu geführt hat, dass ich häufig die Arme überkreuzt habe beim Spielen in den Arcadehallen, was halt doof aussah. *lol* Einer meiner Kumpels hat mal darüber gelacht, das weiß ich noch genau. Als er dann aber meine Highscores in einigen Spielen mit seinen verglichen hatte, hat er nicht mehr gelacht. :) Wenn ich an Spielhallen denke, kommt ein richtig wohliges Gefühl in mir auf. Soviele Stunden, vor allem in den Italien Urlauben der 80er Jahre, die ich darin verbracht habe. Dort war damals umgerechnet ein Spiel auch viel billiger als eine D-Mark. Gute alte Zeiten. Erst bisschen Games zocken, dann wieder Strand, dann gut gegessen mit den Eltern, dann wieder Strand, dann wieder Games zocken und Abends immer bisschen ausgegangen dort. Besser ging es kaum. :thumbup:

  • ich finde einen "Echten" (!) Defender Automaten als Arcade heute immer noch mega schwer...

    alleine "die Taste" zum Richtungsdrehen...

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