Mir wäre jetzt kein ROM bekannt, daß das so macht.
Der TED-Prototyp von Anders Carlsson und der C116-Prototyp von RaYzor/Haynie wären Kandidaten, mangels PLA gabs da noch keine 6529 bzw. die Ersatzschaltung(*). Alles andere hat neuere ROMs. Auf dem V364 von Dan Benson stecckt sogar das neueste Kernal mit de DS$-Fix...
Was bei dem beschriebenen Klemmer genau passiert möchte ich auch mal wissen. Ich hatte das mit den herausgebogenen Portpins immer für ein Trollpost gehalten: cas_sense wäre eh offen wenn keine Taste gedrückt ist (und liegt eh am 6529), cas_rd wird gar nicht abgefragt solange kein Datasetten-Kommando läuft, und cas_wr sowie cas_mtr sind Ausgänge. Da müßte schon ein Fehler dazu führen, daß Überspannung auf cas_mtr reinkommt und den Prozessor in den Selbsttest schickt oder sowas... (beim TED ist das ja dokumentiert)
Und wenn IRQ hängt ist das ja normalerweise ein Symptom für defektes RAN, ROM oder Adressdecoder (PLA am C64, aber nicht hier). Irgendwas halt, das ausgerechnet in der Interrupt-Routine zum Absturz führt oder den Zugriff auf das Peripherie-Register verhindert. Neuerdings hört man auch öfter mal von CPU-Defekten, die einzelne Befehle killen- aber en genereller Meltdown, der irgendwelche Portsignale den IRQ lähmen läßt ist mir noch nichtmal bei gegrillten CIAs begegnet. Und schon gar nicht beim 8501, wo IRQ ja ein Eingang ist...
(*) diskret gebaute IO-Ports sind gar nicht so selten, wenn man sich mal Rechner aus den 70ern ansieht. Damals waren die Designer noch keine verzogenen Kackbratzen, die für jeden Muckenschiss ein Spezial-IC brauchten... und Bil Herd hat bei denen noch sehr gut hingehört, wie es scheint.
Einen richtig 'dreckigen' Hack findet man dagegen beim Kassetten-Pin des ZX Spectrum. Gab sogar ein Patent dafür.