Problem mit 2630-Turbokarte

Es gibt 9 Antworten in diesem Thema, welches 1.957 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (21. September 2018 um 12:12) ist von C64-Berlin.

  • Hallo zusammen,
    ich habe ein Problem mit einer Commodore 2630 Turbokarte (25Mhz) für den Zorro 2-Bus, genutzt in einem A 2000. Der Vorbesitzer hat versucht, sie zu übertakten und einen Sockel für den Quarz eingelötet, um diesen leicht tauschen zu können. Leider hat er dabei das Lötauge eines Pins völlig zerbraten, so dass der Pin des Sockels in der Luft hing. Kein Lötzinn hielt mehr daran. Natürlich hat die Karte dann nicht mehr funktioniert und er hat sie nach langem Liegenlassen mir für kleines Geld überlassen.
    In der Hoffnung, dass es wirklich nur an der fehlerhaften Lötstelle liegt, würde ich die Karte gerne reparieren. Den Sockel habe ich wieder ausgelötet und einen 25Mhz-Quartz besorgt (ich habe nicht vor, die Karte zu übertakten).
    Leider lässt sich der Quartz wegen des fehlenden Lötauges nicht einlöten. :cry:
    Und hier brauche ich Hilfe. Hat jemand von Euch einen Schaltplan der Karte?
    Kann jemand, der die Karte auch besitzt vielleicht mal durchmessen, ob es eine Verbindung des Pins mit einem anderen auf der Lötseite gibt, so dass ich ggf. frei verdrahten kann? Meines Wissens ist es ja eine Multilayerplatine, was die Sache nicht leichter macht. Es ist der Pin 1 an der Kerbe des Quarzes.

    Wer kann und mag helfen...? Ich würde mich sehr freuen!
    Ich versuche mal, zwei Bilder anzuhängen (die Stelle ist meit einem roten Pfeil markiert).

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    Vielen Dank im Voraus.
    Andreas

  • Also, Pin 1 bei diesen Oszillatoren ist ja nicht beschaltet. Die Belegung ist:

    • 1 nicht beschaltet
    • 7 gnd
    • 8 ausgang
    • 14 vcc

    Daher hat deine Karte vielleicht noch ein anderes Problem.

  • Hat jemand von Euch einen Schaltplan der Karte?

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    Unten auf der Seite gibt's den Schaltplan zur A2630.

    funktioniert der Oszillator überhaupt noch?

    So wie da gelötet (Verzeihung, "gebraten") wurde, wäre ein gerösteter Oszillator auch mein Verdacht. Die Dinger sind nicht so tolerant wie manch anderes Bauteil.

  • Vielen Dank für den Link zum Schaltplan. Den Oszillator werde ich mal tauschen - wenn keiner mehr im Bestand ist, muss ich erst mal bestellen.
    Der Vorbesitzer hat offenbar den kompletten Übertaktungs-Umbau versucht, da eine Markierung dort zu finden ist, wo der zusätzliche Widerstand hin muss. Den Rahmen und die Metallabdeckung hat er ja auch entfernt.

    Die Lötung ist in der Tat grauenhaft. War wohl ein Kolben zum Dachrinnrnlöten... :böse

    Auch bei der Lagerung der Karte bin ich etwas skeptisch. Die Bauteile sind etwas verkratzt, das Halteblech leicht oxydiert.
    Ich bin gespannt, ob ich die wieder zum Leben erwecken kann.

    Aber schlechte Lagerungen kenne ich gut. Habe gerade zwei 128D (Blech und Plastik) komplettrestauriert, inkl. Retrobright wegen extremer Gelbfärbung. Zwei A2000-Netzteile sind auch gerade durch, zwei warten noch. :D

  • Die Karte ist allgemein etwas schlecht zu löten. Ich hab eine Rev.6 hier und ich weiß nicht ob der Herstellungsprozess damals so war oder die CAD-Software das so ausgespuckt hat, GND ist furchtbar zu löten. Wie im ganzen A2000. Vor allem natürlich wenn vorher schon jemand Feuer gelegt hat. Sei bitte vorsichtig.

  • Guter Hinweis.
    Ich halte es wie bei "Dinner for one": "I do my very best..."
    Aktuell beliebt leider keine Zeit und in der nächsten Woche bin ich unterwegs. Danach sollt es aber klappen.

    Ich berichte dann.