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Defekter C+4

  • Oh, Scheiße. Bin ich sauer - auf mich.
    Ich habe meinen geliebten +4 aufgemacht, um einen TED zu testen.
    Der Test lief prima. Zur Sicherheit wollte ich die Spannungen am Ein/Aus Schalter messen, um die Spannungsstabilität
    vom Netzteil einschätzen zu können.
    Und es kam wie es kommen mußte, ich rutschte mit der Meßspitze ab und habe wahrscheinlich 2 Spannungspunkte am Schalter kurz
    gebrückt. Sofort kamen nur noch bunte Kästchen als Bild und nach dem Neustart blieb der Bildschirm dunkel. Also ein typischer "Blackscreen".


    Alle Sicherungen sind ganz, Spannungen kommen vom Netzteil an, Tastaturled leuchtet.
    Was kann ich machen, um festzustellen was kaputt ist?
    Ich bin echt fertig. ;(:cry::schande:

  • bei einem blackscreen war bei mir immer die CPU defekt.
    Wenn du Ersatz hast einfach mal die alte ausbauen und die andere Einbauen.
    Falls es dass ist und du eine "neue" benötigst gibt es inzwischen eine alternative "emulierte" CPU als Ersatz (k.A. ob das richtig formuliert ist und technisch zutrifft). GIBT es aber.


    Ist hier im Forum auch schon vorgestellt worden und ich bin auch am überlegen ob ich mir so ein Teil hole

  • ich bin technisch nicht sehr versiert. Da gibt es hier Spezialisten die sich super auskennen.
    Aber CPU & TED sind sehr empfindlich, da kann es gut sein das deine Aktion verantwortlich ist.


    Auch sollte man keine Geräte (Floppy, Drucker, Joystick) bei laufendem C16 anstecken bzw. die Kabel lösen.


    Mehr kann ich dir leider nicht sagen.
    Denke die Spezies werden sich noch melden, aber ohne Ersatz wirst du vermutlich nicht weiterkommen



    Sorry :cry: ...aber nicht aufgeben

  • So, alle großen Maikäfer in Ordnung. Aber Bildschirm bleibt immer noch schwarz.
    5V nach der Sicherung gemessen.Ok. Am SD313 habe ich 12V DC gemessen. Ist das normal?
    Welches ist der Video RAM? Da ich keinen Logikanalysator habe, und mir auch die Taktbilder
    der IC's fehlen kann ich nicht prüfen, was wo rein oder rausgeht. Am Ende ist es nur ein ganz simpler Fehler.
    Was könnte denn noch durchgequalmt sein? Ich habe bisher noch nichts erkennbares gefunden.

  • Wozu braucht man eigentlich 12V im +4? Für den Datasettenport?

    der Datasettenport benötigt keine 12V.
    ist hier irgendwo im Forum auch beschrieben (entweder 5 Volt oder 9 Volt)

  • An der Kühlfahne des SD313 liegen 12V an. Masse Bezugspunkt zum Messen war das Gehäuse vom TED. Hm, sollte so ein kurzer Überspannungsimpus (ms) ausreichen den Transistor zu craschen?

    Die Fahne müsste mit dem Collector verbunden sein, von daher passt das. Der Anschluss heißt zwar "9V UNREG", dass da aber 12 V anliegen ist ganz normal, die 9V AC werden gleichgerichtet und per Elko geglättet, daher ist die Gleichspannung insbesondere ohne Last höher.


    Welche Pins hast du denn genau kurzgeschlossen? Hast du den 8551 mal entfernt und ohne getestet, der +4 müsste ohne den laufen - nur für den Fall, dass ausgerechnet dieser defekt wäre und den Bus blockiert.

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

    "Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung!" - Volksweisheit.


  • Hallo Kinzi. Ich bin mit der Meßspitze irgendwo zwischen die Kontakte des Ein- und Ausschalters gekommen. Der Computer war an.
    Die Platine war noch im Gehäuse verschraubt und das Gehäuse lag so vor mir, das der Schalter und der Resettaste rechts lagen.
    Ich kann mich durch den Schreck nicht mehr genau erinnern, welche Kontakte ich gebrückt habe, auf jeden Fall waren es Kontakte
    innen unten und die darüber liegenden des Schalters.
    Da funkte es kurz und der Bildschirm hatte sich wahllos mit bunten Kästchen gefüllt. Ich machte einen RESET und schon war der Bildschirm
    dunkel (Blackscreen). Eine Ansteuerung bekommt er, denn schaltet man den Computer ab ist normaler Gries auf dem Bildschirm.


    Mal ein paar Fragen genereller Natur zum IC-Wechsel. Ich habe früher bei einem defekten IC einfach die verlöteten Beine durchgekniffen
    und dann mit Lötkolben und Pinzette die Beine ausgelötet. Dann habe ich mit sehr dünnem Cu-Draht die Kontakte, bei doppel kaschierten
    Leiterplatten, durchkontaktiert und IC-Fassungen eingesetzt.
    Wie ist das eigentlich mit den Leiterplatten der Commodore Rechner? Sind die Lötstellen von Haus aus durchkontaktiert? Und wie stabil sind die Durchkontaktierungen? Ich meine, das man nach dem Auslöten Fassungen einsetzen kann und nur an der Unterseite verlötet? Heben sich bei erhöhter termischer Belastung durch das Löten die Lötaugen ab?
    Wenn ich Huckepack IC's zum Testen auflöte, reicht es da, wenn ich nur Spannung und Masse durchkneife? Denn wenn der untenliegende
    IC noch intakt ist kann man ihn ja weiter verwenden. Oder gibt es Probleme mit den noch verbliebenen restlichen Anschlüssen des alten IC, z.Bsp. das die Leitungen des Ur-IC den Betrieb des huckepack aufgelöteten stören? Ich weiß, war ein bisschen viel auf einmal, aber ich mag geballten INPUT. 8o:thumbsup:

  • Wie ist das eigentlich mit den Leiterplatten der Commodore Rechner? Sind die Lötstellen von Haus aus durchkontaktiert?

    Ja, im Normalfall schon. Ich habe noch keine gesehen, wo das nicht der Fall war.

    Und wie stabil sind die Durchkontaktierungen? Ich meine, das man nach dem Auslöten Fassungen einsetzen kann und nur an der Unterseite verlötet?

    Wenn man kein Grobmotoriker ist und nicht mit Opas Brenneisen herumfuhrwerkt, halten die Durchkontaktierungen das normaleweise aus. Die Methode mit dem Abkneifen der Beinchen, die dann einzeln ausgelötet werden ist so ziemlich die schonendste, bei TTL-ICs ist das ja auch kein Problem, die kosten ein paar Cent. Bei MOS-ICS (CPU, VIC, CIA, ...) ist das halt schade und sollte nur gemacht werden, wenn man 100 % sicher ist, dass das IC defekt ist.


    Beim Einlöten der Fassungen rinnt das Lötzinn durch die Durchkontaktierung auf die Oberseite. Das wird ja beim Wellenlöten in der Fertigungsstraße nicht anders gemacht. Voraussetzung dafür ist, dass die Durchkontaktierung nicht zerstört wurde. Das sieht man dann aber meist daran, dass eben die Oberseite nicht gelötet wurde, ggf. kann man die dann von Hand nachlöten.

    Heben sich bei erhöhter termischer Belastung durch das Löten die Lötaugen ab?

    Ja, kann passieren, siehe oben ("Opas Brenneisen"). :D

    Wenn ich Huckepack IC's zum Testen auflöte, reicht es da, wenn ich nur Spannung und Masse durchkneife?

    Kann klappen, muss nicht. Wenn bei einem Gatter der Ausgangstransistor "durch" ist, ist egal, ob eine Spannung anliegt oder nicht. Ich bin generell kein Freund von "Huckepack"-Versuchen. Bei RAMs soll das meistens funktionieren, bei TTLs und den MOS-ICs würde ich das nicht machen, TTls sind günstig und schnell ausgetauscht, MOS-ICs zu schade für solche Experimente.


    [EDIT]

    Denn wenn der untenliegende
    IC noch intakt ist kann man ihn ja weiter verwenden.

    Wenn man das IC fachmännich auslötet, kann man es nachher auch noch weiterverwenden, wenn es nicht defekt war. Daher besser in Entlötwerkzeug investieren und ICs entlöten, statt nur die Versorgungsspannung durchzukneifen und mit Huckepacklösungen zu experimentieren. Es gibt auf eBay so Entlötpumpen mit Heizung um < 10 EUR, die sind erstaunlich gut für den Preis. Wenn man nicht dauernd entlötet, sind die durchaus brauchbar.


    [/EDIT]

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


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    Edited once, last by kinzi ().

  • Hallo Kinzi.
    Ich danke Dir, daß Du Zeit und Mühe investiert hast, um mir so ausführlich zu antworten.
    Est ist gute 30 Jahre her, als ich noch mit der 8-Bit Technik der DDR gekämpft und Computer
    nach Bauanleitung der Fachjournale zusammen geschweißt habe. :) Dann kam die Wende, und es überrollte uns die Wegwerfgesellschaft.
    Mann wieviel Elektronik Materiel habe ich damals weggeworfen, alles mühevoll und kostenaufwendig zusammen getragen. Und plötzlich gab es alles fertig und funktionierend zu kaufen. Ging es kaputt, wurde es weggeschmissen und neu gekauft. Erst in den letzten Jahren finden sich immer mehr ambitionierte Bastler, die Geräte reparieren oder wie wir restaurieren.
    Ich werde die Reparatur erst mal bis Anfang nächsten Monats auf Eis legen. Eine beheizte Entlötpumpe habe ich gerade in der Bucht geschossen - wußte gar nicht, daß es die so preiswert gibt, weil ich immer nur nach WELLER oder ERSA geschaut habe. Jetzt muß ich erstmal ein paar Bestrahlungen über mich ergehen lassen.
    Übrigens, Dein Avatar ist ganz große Klasse. Ist das Deine Katze/Kater?


    VG Enrico :winke:

  • Na dann halt uns bei Fortsetzung des Reparaturversuchs auf dem Laufenden. Bei auftretenden Fragen bist du hier im Forum bestens aufgehoben. ;) Die Lust am Reparieren/Restaurieren/Renovieren hält uns alle hier irgendwie zusammen. :D


    Vorerst alles Gute für dich. Ja, mein Avatar ist bzw. war mein Kater Felix. Muss ich glaube ich mal in mein Profil schreiben. ;) [/OT]

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  • Was ist aus dem Plus4 geworden ? Habe das gleiche Phänomen, ohne jetzt einer auslösenden Ursache bewußt zu sein.
    Jedenfalls funktionieren der gleiche TED und die gleiche CPU in meinem 2. Plus4 anstandslos. Und auch erste vergleichende Messungen
    mit meinem Diigtaloszilloskop ergeben keine Unterschiede. Ich messe 15 khz am Ted und 1,77 Mhz an der CPU , Spannungen auch gemäß Commodore Service Manual.
    Das eine Board tut es das ander nicht. Der SD313 wäre noch eine Spur. Aber liegt da was an, wenn ich grundsätzlich ohne Sicherung auf dem Mainboard prüfe ?
    Datasette brauche ich ja erstmal nicht und die Sicherung im kaputten Board war eh durch. Ist das vielleicht ein Wink mit dem Zaunpfahl ?