Es wäre total unübersichtlich, wenn ich die Reparaturversuche und Fehlersuchen bei meinem "Commodore-Gerätepark" in einen Thread packen würde.
Daher soll hier mit dem ersten Gerät begonnen werden.
Es handelt sich um einen C 64 SER.NO.WG A331805, in Deutschland gebaut, ASSY NO.250407 Artwork 251137 REV.C
Die meisten Chips sind auf 1984 datiert.
Das Gerät stammt wie die anderen drei Brotkästen vom Schrott.
Fehlersymptome:
Power LED leuchtet nach dem Einschalten
Angeschlossene Floppy zeigt wie üblich kurz "DRIVE"
Bildschirm überwiegend schwarz, mit zwei horizontalen Streifen und senkrecht flimmernder Linie aus weißen Punkten.
Auf Ladeanweisung reagiert das angeschlossene (funktionsgeprüfte) 1541-II nicht.
Die zwei Linien auf dem Bild und das erhöhte Zirpen der Hochspannung aus dem TV weisen darauf hin, dass die Vertikalfrequenz zu hoch ist. Die zwei horizontalen Linien dürften die Austastlücke sein.
Mit dem Scope (Tektronix 2430A, mit True-RMS und Frequenzmessung usw.) und einem 10:1 HF-Tastkopf wurde der Signalverlauf am Pin 1 des 6569 aufgenommen: Ein Rechteck-Signal, Tastverhältnis ca. 1:1, Frequenz 1,28MHz. Mit dem Trimmer beim 6569 CPU auf Rechtsanschlag, also niedrigster einstellbarer Frequenz.
Ich kenne ja die Schaltung des C64 fast gar nicht, aber ich schätze mal, dass tatsächlich die Taktfrequenz zu hoch ist. Wenn der Osillator für die Taktfrequenz quasi ein Mutteroszillator ist, der u.a. auch den Video-Chip ansteuert, dann wäre ja die Theorie überhöhte Frequenz plausibel.
Hier komme ich ohne Hilfe nicht weiter. Ich nehme an, die Taktung wird aus dem Quarz gewonnen und von 17komma-Krumm MHz auf die 0,98sowieso der CPU runtergeteilt.
Aber wo setze ich nun mit der Fehlereinkreisung an?
Nachtrag: Anfängerfehler! Ich hatte ohne die Bezeichnung zu lesen, gedacht, im Blechgehäuse wäre die CPU
Die Messungen machte ich am VIC-Chip, der übrigens ziemlich warm wird. Ich werde nochmal an der CPU messen.