The C256 Foenix Projekt

Es gibt 266 Antworten in diesem Thema, welches 59.826 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (6. Juli 2023 um 14:10) ist von atomcode.

  • Ich glaube, dies ist ein Computer, der vor allem die Programmierer anspricht.

    Es macht einfach Spaß mit seinen 6502 Kenntnissen auf das nächste Level aufzusteigen,

    in dem A, X und Y Register 16 bittig sind und man 16 MB ohne Bankswitching adressieren kann.

    Dem kann ich nur zustimmen! :thumbup:

    Für "nur Spieler" ist so ein Projekt ja weitestgehend uninteressant.

    Das selber Programmieren ist bei solchen Geräten das eigentlich Interessante.

  • Dem kann ich nur zustimmen! :thumbup:

    Für "nur Spieler" ist so ein Projekt ja weitestgehend uninteressant.

    Das selber Programmieren ist bei solchen Geräten das eigentlich Interessante.

    Wenn es nur ums Programmieren ginge, gäbe es schon lange 'alternativen', die sogar günstiger sind.

    z.B. die BASIC Engine (Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.) oder der COLOR Maximite (Bitte melde dich an, um dieses Medienelement zu sehen.), und last but not least, die vielen kleinen Raspberry Pi und deren Clones.

  • Wenn es nur ums Programmieren ginge, gäbe es schon lange 'alternativen', die sogar günstiger sind.

    z.B. die BASIC Engine (Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.) oder der COLOR Maximite, und last but not least, die vielen kleinen Raspberry Pi und deren Clones.

    Das stimmt schon, es gibt etliche Projekte, die für Programmierer interessant sind.

    Ich glaube, es spielt bei "uns" (die mit Erfahrungen aus der Zeit der C64 & Co) auch eine Rolle, dass es zwar "ein wenig" Neues gibt, aber insgesamt das "alte 8bit-Feeling" erhalten bleibt. Ist schwer zu formulieren und wohl bei jedem individuell anders.

    Mir gefällt z.B. deswegen das Mega65-Projekt sehr gut, weil es das "bisschen mehr als C128" hat, aber noch nicht "zu viel" davon weg ist. Also eine gute Mischung, so dass das Experimentieren mir Spaß macht, aber auch Vieles noch vertraut von "damals" ist.

    Und der Foenix ist glaube ich da auch ganz gut dabei, auch wenn ich persönlich den Mega65 einen Tick mehr bevorzuge.

  • was für ein basic ist das genau ? ist das vom c65 übernommen, oder was eigenes ?

    wenn ich das richtig vestanden hab, ist das eine one-girl-show. äußerst beeindruckend.

    das gehäuse sieht gar nicht übel aus. hätte bischen mehr cbm color streifen haben können

    oder so. das es etwas mehr nach cbm aussieht.

    ansonsten viel spass damit. hoffentlich zeigst du uns auch mal, was er kann.

    C64 + TC64-2 / C128 + 1MB REU + RTC + TAPECART / 1541 / 1541-II / 1570 / 1571 / 1581 / SD2IEC

  • was für ein basic ist das genau ? ist das vom c65 übernommen, oder was eigenes ?

    wenn ich das richtig vestanden hab, ist das eine one-girl-show. äußerst beeindruckend.

    das gehäuse sieht gar nicht übel aus. hätte bischen mehr cbm color streifen haben können

    oder so. das es etwas mehr nach cbm aussieht.

    ansonsten viel spass damit. hoffentlich zeigst du uns auch mal, was er kann.

    Dieser Computer hat keinen C65 Bezug und auch nichts mit Commodore zu tun.

    Er wurde von einer professionellen kanadischen Hardware Ingenieurin als Hobbyprojekt entwickelt.

    So stellt sie sich einen Computer vor, den Commodore entwickelt haben könnte, ohne den Zwang zur C64 oder CP/M Kompatibiltät.

    Also ich finde ihn schön, er hat genau das drin, was ich auch gut finde und es macht Spaß, die CPU 65816 in Assembler zu programmieren.

    Die Firmware und der BASIC Interpreter werden von etlichen Leuten beigesteuert, es hat sich schon eine kleine, aber wachsende Community gebildet.

    Alles wird neu entwickelt und geschrieben, ohne den Kompatibilitätszwang ist das deutlich einfacher.

    Insofern ist der Computer auch keine Konkurrenz zum MEGA65, ich finde beide Computer klasse.

    Wenn ich mich ein bisschen damit vertraut gemacht habe, werde ich weitere Bilder und Berichte posten.

    Ansonsten gibt es auch: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Völlig unabhängig von der künftigen Nachfrage nach dem Rechner ziehe ich erst mal ehrfürchtig meinen Hut vor dieser Frau. Sie hatte einen Traum, ihre Arbeit daran knallhart durchgezogen und nun ihr Ziel erreicht. Das sollte für jeden inspirierend sein, der sich ebenfalls einen Wunsch erfüllen will. Macht Euer Ding, und gebt niemals auf!

    Wofür steht eigentlich "FMX"?

  • Völlig unabhängig von der künftigen Nachfrage nach dem Rechner ziehe ich erst mal ehrfürchtig meinen Hut vor dieser Frau. Sie hatte einen Traum, ihre Arbeit daran knallhart durchgezogen und nun ihr Ziel erreicht. Das sollte für jeden inspirierend sein, der sich ebenfalls einen Wunsch erfüllen will. Macht Euer Ding, und gebt niemals auf!

    Wofür steht eigentlich "FMX"?

    Foenix Music Expansion

    Hier ein Zitat von: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    C256 Foenix vs C256 FMX

    As I told so many people before, from the very beginning I saw the C256 Foenix to be a fantastic music machine and after going through Rev A/B2 design and seeing what a few early developers were doing with the machine, I thought I would raise the ante. So, I decided to spin the Rev C into 2 different models:

    On one hand,
    the original C256 Foenix which will be basically an improved RevB2 without the SuperIO chip where the cost of the unit is the main goal and where the main focus of the machine will be general usage, gaming & programming.

    On the other,

    the new C256 FMX (Foenix Music Expansion) will be an enhanced version of the original Feonix. The FMX will have more memory for the CPU, a faster Graphics Engine to allow 800×600 for a GUI environment, more sound of course. The C256 FMX will include 2 Sockets for real SID, 1x YM2612, and 1x PSG, plus 1MBytes Sampling Buffer for capture and playback or for music storage which will give a total of 9MBytes of memory for the whole system. The FMX will provide a 44pin IDC connector to connect a 2.5″ hard drive as well as the Floppy Reader.

    The MIDI connectivity has now been limited to the FMX version.

  • Heute kam dieser Newsletter vom Foenix-Projekt:

  • hier das Video dazu: Bitte melde dich an, um dieses Medienelement zu sehen.

    - neue Spiele für den C64 -
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Ich finde es sehr schade, dass das Projekt quasi beendet ist. Ich denke nicht, dass jemand anderes die veröffentlichten "Reste" für ein eigenes Projekt verwenden wird. Ich kann die Frustration der Entwicklerin durchaus nachvollziehen: Sie hatte eine Vision, wie so ein Retro-Computer sein soll – und sie fand letztendlich nur recht weniger Unterstützer, die die Vision teilten.

    Ich hatte ja schon Anfangs mal gesagt, dass ich persönlich kein Interesse an dem Projekt aufbauen konnte, weil mir z.B. die grafischen Fähigkeiten zu weit gingen. Sobald ein Retro-Computer Auflösungen und Farbtiefen bereitstellt, die selbst ein Amiga nicht erreichen konnte, bin ich raus aus der Sache. Das macht mir einfach keinen Spaß, weil man dann auch ohne manuelle Pixelei zu Ergebnissen kommen kann und die einzelnen Pixel nicht mehr richtig wirken können. Das ist einfach eine andere Art von Grafik-Job als ich ihn mag.

    Ich denke, das (leider gescheiterte) Projekt zeigt, dass es vor allem darauf ankommt, eine Community aufzubauen. Entweder schon, bevor man überhaupt anfängt oder aber sehr früh im Projekt-Verlauf. Und man darf sich auch nicht "zu fein sein", seine eigenen Vorstellungen zugunsten einer größeren Mehrheit aufzugeben. Wenn man wirklich viele Leute erreichen will, muss man deren Vorstellungen auch mit einbeziehen. Wenn man einfach "sein Ding durchzieht", bleibt die Community halt klein, weil jeder potentielle User halt auch "sein eigenes Ding" im Kopf hat.

    Zu Zeiten, als der 8-Bit Guy (David Murray) und auch Stefany ihre Projekte veröffentlichten, hatte ich hier ja mal einen Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. gestartet, um zu sehen, wie sich denn die F64-User IHREN Retro-Computer vorstellen. Und auch dort gingen die Meinungen durchaus auseinander und man hätte mindestens 2 Projekte daraus machen müssen, um vielleicht jeweils eine Hälfte der Teilnehmer begeistern zu können. Ich persönlich war bei meinen Vorstellungen auch mit einem typischen BASIC-Computer gestartet, ließ mich aber später davon begeistern, einen wirklich guten Programmier-Einsteiger-Computer mit einer besseren Programmiersprache und auch IDE haben zu wollen (quasi eine Art Hardware-Pico-8). Das wiederum würde mit einem 8-Bit-Prozessor sehr schwierig werden, sodass hier gedanklich auch ein Upgrade nötig wurde. Letztlich hätte man sich von der Idee verabschieden müssen, dass hier ein Rechner entstehen könnte, der zu irgend einer Zeit von irgend einer realen Firma entwickelt worden wäre. Es wäre aber vielleicht ein toller Home-Computer für (Wieder-) Einsteiger geworden, der auch über die reduzierten Grafik- und Sound-Fähigkeiten einen gewissen Retro-Charme gehabt hätte.

    Letztendlich blieb der Thread, als was er gestartet wurde – eine schöne Sammlung von Ideen (und natürlich konstruktive Diskussionen um diese Ideen). Nichts davon wurde realisiert (was ja auch gar nicht das Ziel war) – aber besser in so einem frühen Stadium gar nicht erst anfangen (weil man sieht, dass man nur wenige Interessenten unter einen Hut bekommt), als wenn man 2 Jahre seines Lebens in so ein Projekt steckt und irgendwann frustriert (und um tausende Dollar ärmer) aufgeben muss.

    Vielleicht war es auch einfach so, dass es aktuell einfach sehr viele Retro-Computer-Projekte gibt und sich die Community nicht allen gleichermaßen zuwenden kann. Ich persönlich habe hingegen unter den existierenden und kommenden Geräten noch nichts gefunden, was mich wirklich überzeugt und begeistert. Für "brauchbare" Games wird man bei allen Projekten nach wie vor Assembler bemühen müssen, für Einsteiger bleibt ein aufgebohrtes BASIC mit Zeilennummern und Minimal-Editor (halt wie 1985). Und bei allen Projekten gehen mir die Grafik-Fähigkeiten zu weit, um wirklich 8-Bit-Retro-Feeling aufkommen zu lassen.

    Kurz, für mich persönlich stimmt bei allen aktuellen Retro-Computer-Projekten die Gewichtung von Retro und Modern einfach nicht. Zu viel Retro bei der Programmierung, zu wenig bei den multimedialen Fähigkeiten.

    Es wird vielleicht zu sehr gedacht, wie man 1985 gedacht hätte. Natürlich wären alle diese aktuellen Retro-Systeme der feuchte Traum eines 15-Jährigen Computer-Fans in den 80ern gewesen. Aber ich glaube, man sollte mehr darüber nachdenken, was der Traum eines heutigen, 45-Jahre alten, Retro-Computer-Fans wäre – denn letztendlich ist er es, der sich so eine Kiste zulegen soll/will – und nicht der 15-jährige von vor 30/35 Jahren.

    Egal, schade um das Projekt und schade, dass sich Stefany so daran aufgerieben hat. Ich wünsche ihr das Beste und die Kraft, ohne den Ballast wieder durchzustarten und wieder glücklich zu werden.

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  • Das Problem bei One-(Wo-)Man-Shows ist halt, dass wenn der Showmaster beleidigt, verärgert oder lustlos ist, dann war es das ...

    Nun ja, es ist nicht alles verloren.

    Alles ist dokumentiert und frei verfügbar.

    Der Foenix ist so wie er jetzt dasteht schon funktionsfähig.

    Das Problem was ich dort sehe (und auch beim X16 und MEGA65) ist das die 'Interessierten' nicht verinnerlicht haben was diese Rechner sind.Klasse gehört. Es wird aber teilweise unrealistische 'Forderungen' gestellt.

    Alleine schon der HDMI-Anscluß ist mMn voll daneben. Rechner dieser Klasse sollten max 640x200(400) bei max. 16 Farben darstellen, sonst ist der 'Fun' futsch, und mann könnte genau so gut ein modernen Rechner nutzen.

    Dasselbige gehört beim Sound. StereoSID bzw. ein OPL2/3 oder Änlichem ist ausreichend.

    Wer wirklich 48kHz Stereo DAC/ADC will, soll sein PC dafür verwenden.

    Es bringt nichts das 'moderne' in diese Kisten rein zu prügeln.

    Crossdevelopment wurde zwar auch damals schon praktiziert (von Firmen), der eigentliche User (Zielgruppe) des Rechners aber nicht.

    Somit ist es ein Unding z.B. zu verlangen daß auf solche Rechner z.B. eine vollständige Compiler-Suite mit massig Libraries implementiert werden muß, weil man das heute so macht.

    Was wäre der c64/c16 & Co ohne ihr 'beschränktes' BASIC?

    Ein 'Visual BASIC' würde (mMn) erstens der 'Fun' wegnehmen und zweitens das System wahrscheinlich überlasten.

    Auch die Konnektivität (Internet z.B.) Mailboxen und email bzw ftp ist ok, aber Webbrowsen??

    Genau genommen sind diese Kisten eigentlich obsolet. Wer Retro will, kann ohne weiteres relativ günstig C64 - C16 - C128 - MSX und sonstige 'Oldies' anschaffen (z.B. über eBay).

    Als neue Kisten mit dem Flair der 80 & 90er Jahre sollte man nicht zu viel 2000+ Technik da hinein packen.

    Sind nur meine 2 cents dazu.

  • Alles ist dokumentiert und frei verfügbar.

    Das "Herz" (oder besser "Hirn") eben nicht ...

    "I will release in June all the files, schematics, PCB, BOMs, load files for the FPGA.


    I will not release the source of the FPGAs - If anybody wants to redesign them the way they want so be it, but I will not anybody sacrilegiously tempered with my code. Don't even ask.
    "


    Für mich heisst das daß Sie die Cores freigibt zum benutzen, nur halt nicht den Code der Cores.

  • load files for the FPGA.

    I will not release the source of the FPGAs -

    Damit ist das Ding faktisch tot. Wer soll denn da noch was weiterentwickeln?

    Dass jemand das Ding von null auf neu schreibt ist so wahrscheinlich wie der quantenmechanische Vorgang, wo die zerbrochene Tasse von selbst auf den Tisch hüpft und wieder heil ist.

    OK, man kann es so benutzen, wie es ist. Das wird aber schnell nachlassen, fürchte ich. :sad:

  • Sie hat aber auch gesagt daß Sie weiter (in kleinerem Maßstab) daran weiter bastelt.

    Ergo gehe ich davon aus daß sie ab und zu 'Updates' des Cores releasen wird.

  • Ist schade wie das gelaufen ist, aber ja, man kennt das ja ausm Internet dass halt jeder seinen Senf dazugibt und zig Dinge will*. Zudem ist eben die Konkurrenz stark mit X16 und MEGA65, die eine viel groessere Reichweite haben. Wenn jeder seinen Traumrechner entwickelt, dann kann halt nicht jeder gleich viel vom Kuchen abhaben. In dem Video merkt man auch dass sie recht angepisst zu sein scheint, daher wohl auch kein Release des FPGA-Sources (weil sie halt nicht moechte, dass jetzt wirklich alles umgekrempelt wird und von ihrer Vision letztendlich gar nichts mehr bleibt).

    * und das ist natuerlich auch voellig normal, ich selbst gebe auch oft meinen Senf dazu, das ist mir durchaus bewusst

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  • Interessant finde ich auf jeden Fall dass ihre Vision wohl wirklich eher ein "echter" Oldschool-Rechner gewesen waere, also ohne Ethernet und Browser usw. Da kann ich allerdings auch durchaus beide Seiten verstehen...

    - neue Spiele für den C64 -
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  • Zudem ist eben die Konkurrenz stark mit X16 und MEGA65, die eine viel groessere Reichweite haben.

    Das sehe ich als eines der "Hauptprobleme" an. Es gibt im Moment doch relativ viele Projekte, die eine zumindest teilweise ähnliche Zielgruppe haben (X16, Mega65 und eben der Foenix und auch der Spectrum Next). Auch in Coronazeiten hat man einfach nur begrenzte Freizeit und kann sich nicht allem widmen, auch wenn man es gerne möchte.