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The C256 Foenix Projekt

  • Ich finde nicht das es hier irgendein implizites Mitspracherecht gibt. Software ist auch nicht für alle da.

    Es gibt da wahrscheinlich einfach unterschiedliche Vorstellungen und Ansätze. Software entwickeln nur für eine Person finde ich irgendwie quatsch. Genau so Quatsch, wie ein Medikament entwickeln oder ein Buch schreiben und dann nicht mit anderen teilen. Da frage ich mich halt: Wofür der Aufwand? Aber das soll halt jeder machen, wie er will.


    Mein Betrachtungswinkel ist halt nicht von außen (da will mir jemand vorschreiben, was ich zu programmieren oder anderweitig zu tun habe), sondern von innen (ICH will was für die Allgemeinheit tun – und dann interessiert mich auch die Meinung der Allgemeinheit). Ich persönlich kann halt irgendwie den Ansatz nicht nachvollziehen, dass man nur für sich ganz allein programmieren oder Grafiken erstellen oder Musik komponieren will. Ich sehe den Menschen als soziales Wesen, welches sich mitteilen will – auch über seine Taten. Für mich ist Grafik, Musik, Film, Skulptur, Theater und auch Code einfach Kommunikation. Und zwar in beide Richtungen.


    Wie gesagt, das kann ja jeder anders sehen aber das ist mein Ansatz. Was ich mache, mache ich weitgehend (auch) für andere und nicht (nur) für mich selbst. Und deswegen interessiert es mich auch, ob das Ergebnis gut aufgenommen oder aber verschmäht wird. Wenn für andere ein "Release" nur ein Abfallprodukt ist, das halt entsteht, weil man eigentlich nur was für sich selbst machen wollte, ist das natürlich auch OK. Und dann ist auch verständlich, dass man sich da in keiner Form reinreden lassen will. Aber so möchte ich persönlich nicht arbeiten.


    Ich rede also nicht von Recht (Mitspracherecht oder sowas) und Pflicht, sondern von Kommunikation. Wenn jemand etwas veröffentlicht, egal ob Grafik, Musik oder Code, dann sollte er auch mit den Antworten umgehen können. Manchmal ist das einfach "Applaus", machmal aber auch Kritik oder geäußerte Wünsche. Wenn man keine Rückmeldung ertragen kann, sollte man besser nichts veröffentlichen. Und statt über die (auch mal negative) Rückmeldung zu weinen oder zu "ranten" (wie hier auch Stefany), sollte man sie begrüßen. Aber das ist natürlich auch eine Haltungssache, wie man mit so etwas umgeht. In meinem Beruf lernt man das – aber das ist natürlich nicht bei allen Gewerken so und fällt somit manchen vielleicht auch schwerer.


    Stefanie hatte wahrscheinlich einfach eine positivere und größere Rückmeldung erhofft und wurde enttäuscht (Motto: jetzt gebe ich dem Volk etwas von mir und es ist undankbar). Das kann halt passieren, wenn man seine Arbeit nicht am Rezipienten ausrichtet, sondern einfach seinen Stiefel durchzieht (was nicht verwerflich ist aber auch nicht unbedingt der erfolgversprechendste Ansatz). Sie kann sich trotz des aktuellen Ärgers langfristig daran erfreuen, dass sie IHR Ding bis zu diesem Stadium durchgezogen hat. Das schafft ja auch nicht jeder, das kostet Zeit und Kraft. Wie gesagt, ich wünsche ihr nur das Beste auf ihrem zukünftigen Weg.

  • Hmm also das sehe ich etwas anders als Du, Retrofan. Natuerlich ist auch mein Ziel, dass meine Spiele am Ende von vielen Leuten gespielt werden und dass sie Spass damit haben. Aber ich mache die Spiele trotzem nach meinen Vorstellungen. Wenn davon eines nicht so gut ankommen sollte, dann ist das halt so, aber wenigstens habe ich das Werk so gemacht wie ich es haben wollte und wie meine Vision war. Und genauso kann das auch bei einem solchen Computer laufen. Man hat seine Vision, wie man sich selbst den perfekten Rechner vorstellt, und den kann man dann entwickeln und der Allgemeinheit vorstellen und hoffen, dass er moeglichst vielen gefaellt. Und wer ihn nicht moechte, der kann ja dann was anderes nutzen.


    Klar kann das bei jedem anders sein - aber Deine Ausasge ist ja, Du kannst so etwas nicht nachvollziehen. Ich kann beide Sichtweisen nachvollziehen, entweder ich mache was nach meinen Vorstellungen und hoffe dass es Anklang findet, oder ich versuche etwas zu machen, was die Leute haben wollen. Meine Vorgehensweise entspricht meist eher Variante a), andere machen wohl lieber Variante b), nachvollziehen kann ich aber beides.

  • Man hat seine Vision, wie man sich selbst den perfekten Rechner vorstellt, und den kann man dann entwickeln und der Allgemeinheit vorstellen und hoffen, dass er moeglichst vielen gefaellt. Und wer ihn nicht moechte, der kann ja dann was anderes nutzen.

    Genau so erging es ja Steve Jobs mit seinem NeXT! Das war sein Traumrechner. Am Ende wurde er viel teurer als geplant, aber für Steve war der Preis eher Nebensache, Perfektion war das Ziel. Dass viele Leute dann weniger perfekte aber "ausreichend gute" Alternativen zu günstigeren Preisen gewählt haben, ist bekannt. Er musste auch damit klarkommen - und es lernen. Das war schwierig und hat lange gedauert, denn...

    Aber das ist natürlich auch eine Haltungssache, wie man mit so etwas umgeht. In meinem Beruf lernt man das

    ... man muss es lernen. Kritik objektiv zu bewerten und nicht persönlich zu nehmen kann ein großer Kraftakt sein. Eine "Haltungssache", das klingt viel einfacher, als es ist. Je nach Charakter kann das sehr schwer sein - vielleicht sogar unmöglich.

  • Kritik objektiv zu bewerten und nicht persönlich zu nehmen kann ein großer Kraftakt sein.

    Zumal in dynamischen Community-Bereichen wie hier (und generell online) Kritik leider tatsächlich auch persönlich werden kann, oder "Vorschläge" so aggressiv vorgetragen werden dass man kaum anders kann als es persönlich zu nehmen.

  • Naja es ist halt ein Unterschied, ob

    • es kommerziell erfolgreich sein soll
    • oder ob ich es aus Spaß am entwickeln mache


    Wenn ich es aus Spaß am entwickeln mache, dann gibt es

    • introvertierte Typen (die mit Corona Ausgangssperren KEIN Problem haben)
    • extrovertierte Typen (die mit Corona Ausgangssperren ein Problem haben)



    Extrovertierte Typen machen es aus sozialen Aspekten. Die wollen Publikum und möglichst alle zufrieden sehen.

    Das liegt daran, dass Extrovertierte gerne Energie vom Außen ziehen (Energie folgt der Aufmerksamkeit).



    Introvertierte Typen machen es für sich, es ist ihnen völlig egal ob es den Anderen gefällt oder nicht.

    Meist wird das aber niemals fertig, denn sobald sich der Introvertierte sicher ist, dass es laufen wird, verliert er das Interesse.

    Introvertierte Typen brauchen keine anderen Menschen, sie ziehen die Energie aus ihrem inneren (- können selbst genug Energie erzeugen).

    --- Nerds ---

  • Aber ich mache die Spiele trotzem nach meinen Vorstellungen. Wenn davon eines nicht so gut ankommen sollte, dann ist das halt so, aber wenigstens habe ich das Werk so gemacht wie ich es haben wollte und wie meine Vision war.

    An meiner Hochschule wurden neben Designern auch Künstler ausgebildet. Und mir stellte sich das halt so dar, dass sich Design von Kunst u.a. darin unterscheidet, dass man seine Arbeit am Rezipienten (Kunden, Nutzer, Betrachter) ausrichtet und eben nicht einfach SEIN DING macht. Ich sehe mich als Dienstleister am User (auch im Hobby-Bereich) und ich sehe auch die meisten Programmierer eher als "Dienstleister" denn als Künstler (vielleicht ein Fehler). Wenn man sich natürlich als Künstler empfindet, der nur nach eigenen Maßstäben (seiner "Vision") sein Tun definiert, dann kann man so handeln, wie von dir geschildert. Was bei Spielen und noch stärker bei (nicht interaktiven, sondern einfach ablaufenden) Demos nachvollziehbar ist (das sich der Ersteller als Künstler empfindet), finde ich schon schwerer nachvollziehbar bei Anwendungssoftware (die ja nach meiner Vorstellung irgendwer benutzen können soll) oder halt auch Computer-Hardware.


    man muss es lernen. Kritik objektiv zu bewerten und nicht persönlich zu nehmen kann ein großer Kraftakt sein.

    Ja, wie gesagt, das ist glücklicherweise Teil meiner Ausbildung. Wir mussten im Studium unsere Arbeiten ja immer vor fachkundigem Publikum präsentieren und bekamen die Rückmeldung dann auch direkt zurück. Das gleiche passiert in der Kommunikation mit dem Kunden – der sagt auch oft recht unverblümt, was er von der Arbeit hält. Das ist angenehm, wenn die Rückmeldung positiv ist aber man muss auch mit dem Gegenteil klarkommen und das dann als Ansporn nehmen, es noch besser zu machen – statt rumzuweinen, dass die Welt so gemein ist, dass sie Anforderungen an einen stellt. Ja, man bekommt dafür ja auch üblicherweise (Schmerzens-) Geld, das einem die "Strapaze" versüßen kann. Aber wenn man diese Haltung einmal verinnerlicht hat, dann funktioniert das auch ohne Geld – beim Hobby.

  • Ja wie gesagt da haben wir evtl leicht unterschiedliche "innere Sichtweisen", aber klar ist es bei Anwendungen bzw. praktischen Dingen natuerlich meist nochmal etwas anders als bei rein unterhaltenden/kuenstlerischen Dingen, das sehe ich schon auch so. Aber die Frage ist dann auch wieder, ist ein heute designter 8-bit-Computer etwas praktisches oder ist es nicht doch auch eher ein Kunstprojekt? Vermutlich etwas dazwischen. Klar ist es das Ziel, dass den hinterher auch viele benutzen, aber die Anforderungen, die da gestellt werden, sind ja oft auch sehr beliebig (der eine will halt 640x480, der andere 384x272, der eine will 32 Farben und der andere nur 8, wieder ein anderer will waehlbare Palette und ein anderer eine fixe, der naechste will Ethernet und der andere auf keinen Fall, etc); da so ein Geraet generell keinen "wahren Nutzen" hat sondern wenn dann auch nur wiederum im kuenstlerischen / selbsterfuellenden Bereich (man codet dafuer letztendlich Spiele und Demos und will damit halt einfach Spass haben, in welcher form auch immer), und daher finde ich es hier auch wieder voellig legitim, einen solchen Rechner aus so einer Visions-/kuenstlerlischer Sicht zu designen. Kompromisse wird man mit Sicherheit trotzdem eingehen muessen, auch mit sich selbst (kennt ja bestimmt jeder hier, dass man auch selbst oft nicht 100% weiss welche Entscheidung man jetzt besser findet, selbst wenn man der einzige ist, der darueber entscheiden wird).

  • Introvertierte Typen machen es für sich, es ist ihnen völlig egal ob es den Anderen gefällt oder nicht.

    Meist wird das aber niemals fertig, denn sobald sich der Introvertierte sicher ist, dass es laufen wird, verliert er das Interesse.

    Introvertierte Typen brauchen keine anderen Menschen, sie ziehen die Energie aus ihrem inneren (- können selbst genug Energie erzeugen).

    --- Nerds ---

    Das habe ich auch schon von Bekannten erlebt und finde es immer unverständlich. Also beim Entwickeln das letzte Quäntchen nicht zu machen und dann nichts Funktionsfähiges zu haben. Auch wenn man alles nur für sich selber macht, wo ist da der befriedigende Glücksmoment? Auch ein Bergsteiger, der alleine auf den Berg steigt, macht das doch bis zum Gipfelkreuz, um dann da den Erfolg und die eigene Leistung zu genießen und dreht nicht 20 Meter vor dem Gipfel um.


    Selber zähle ich mich auch eher zu den Introvertierten - ich brauche den Jubel der Masse nicht - aber Befriedigung erlange ich nicht, wenn ich theoretisch das Problem gelöst habe, sondern da muss auch mindestens ein funktionsfähiger, schicker und erhaltenswerter Prototyp am Ende bei rausfallen. Ich feile noch an Labels für 1541 und plus/4, die möglicherweise nur ich haben will, aber trotzdem muss das perfekt passen und am Ende auf meinen Geräten kleben. Ein "jetzt weiß ich wie es hätte korrekt aussehen müssen, jetzt lösche ich das SVG" würde mich maximal frustrieren.


    Aber da draußen gibt es wohl viele Steve Wozniaks, die bei der theoretischen Lösung des Problems aufgeben und daher einen Steve Jobs brauchen, der ihnen - je nach Typ - in den Hintern tritt oder Zucker ums Maul schmiert, damit sie die eigene Entwicklung auch mal tatsächlich fertigstellen.

  • So sind die Leute halt verschieden. Nicht jeder hat den selben Anspruch. Gibt ja auch zig Leute die ne Gitarre im Haus haben oder sogar drauf spielen koennen, trotzdem spielt nicht jeder in einer Band oder vor Publikum. Und manchmal hat das auch subtilere Gruende, warum man was nicht fertig macht. Vielleicht weil man am Ende doch nicht so viel Sinn drin sieht oder nicht 100% zufrieden ist mit dem bisherigen oder aber auch weil man weiss, dass das Ergebnis nicht so sein wuerde, wie man es urspruenglich mal vorhatte. Meist hat man ja auch mehrere Projekte parallel am Laufen (und auch das kann wiederum bei jedem anders sein, manche tuefteln auch 10 Jahre lang an dem einen Projekt herum das trotzdem nie released werden soll)...


    Aber da draußen gibt es wohl viele Steve Wozniaks, die bei der theoretischen Lösung des Problems aufgeben und daher einen Steve Jobs brauchen, der ihnen - je nach Typ - in den Hintern tritt oder Zucker ums Maul schmiert, damit sie die eigene Entwicklung auch mal tatsächlich fertigstellen.

    Finde ich sehr ueberheblich formuliert. Allein schon dass Du "aufgeben" implizierst. Manche haben halt mehr Spass am Tuefteln und am Problemloesen. Wenn Du ein Kreuzwortraetsel machst, zwingt Dich auch keiner, das Loesungswort an die Redaktion zu senden um was zu gewinnen. Vielleicht machst Du das Raetsel einfach nur weil Dir das Raetseln Spass macht.

  • Das habe ich auch schon von Bekannten erlebt und finde es immer unverständlich. Also beim Entwickeln das letzte Quäntchen nicht zu machen und dann nichts Funktionsfähiges zu haben. Auch wenn man alles nur für sich selber macht, wo ist da der befriedigende Glücksmoment? Auch ein Bergsteiger, der alleine auf den Berg steigt, macht das doch bis zum Gipfelkreuz, um dann da den Erfolg und die eigene Leistung zu genießen und dreht nicht 20 Meter vor dem Gipfel um.


    Aber das gibt es.

    Ich bin leider auch so.


    Wenn es schwierig ist und neu, womöglich als unmöglich gilt, dann zeige ich richtig Einsatz.

    Arbeiten die einfach sind, schon x mal erledigt wurden, der Ausgang ganz klar ist, das ist mir lästig.

    Mir ist es egal, wenn es nie fertig wird, solange ich weiß, dass es nun ganz einfach und möglich ist.


    --



    Diese Tatsache habe ich aus einem Projektleiter Kurs gelernt.

    Es gibt 4 Arten von Typen bei Software Entwickler.


    Zwei davon sind eben:

    • der, der gerne Arbeiten macht, die er schon kann und kennt. Das macht er ausdauernd und gut. Er hasst Neues und Unbekanntes.
    • der Andere liebt es, wenn etwas Neu ist, womöglich erst erforscht werden muss, ganz schwierig und fraglich. Sobald es klar ist, wie es geht und DASS es geht …


    Man lernt das, um zu wissen, dass es gut ist, alle vier Typen im Team zu haben.

    Der eine fangt es an.

    Sobald es "nur noch Arbeit ist", also alle Unklarheiten beseitigt sind, macht der Andere das Projekt fertig.


    ======

  • Es ist auch oft nicht ein Frage von "aufgeben", sondern das man sieht das das Projekt nicht so realisiert werden kann wie man es sich ursprünglich vorgestellt hat. Also die Ambition war zu hoch (aber lieber zu hoch als zu niedrig).

    Für jedes fertige Projekt hab ich ein dutzend andere Projekte die unterschiedlich weit gekommen sind. Manche spielbar, manche nur ein "proof of concept". Aber bei keinem bin ich bereit zu 100% zu sagen das sie nie fertig werden. Manchmal sind ein paar Jahre an Inspiration nötig um auf einen neuen Lösungsansatz zu kommen.

  • Maschinenübersetzung:


    Ein anderes Problem ist, dass C256 wirklich schwer zu beginnen war:

    - Kein Emulator, Leute, die fragten, wurden aufgefordert, ein Board zu kaufen

    - Board war teuer (+ hohe Versandkosten von USA nach Europa)

    - Die Board-Spezifikation änderte sich ständig. Sie müssten bereit sein, bald eine weitere Version zu kaufen

    - Als ich das letzte Mal nachgesehen habe, war kein Quellcode verfügbar

    - 65816 Assembler ist kompliziert

    - Das Board sollte nicht mit vorhandener Software kompatibel sein

    -----
    Original text:


    Other problem is, that C256 was really hard to start with:

    - no emulator, people asking were told to purchase a board

    - board was expensive (+ high shipping cost from USA to Europe)

    - board specification was constantly changing, you would have to be prepared to purchase another release soon

    - when I've last checked there was no source code available

    - 65816 assembly is complicated

    - board wasn't intended to be compatible with existing software

  • Es gibt 4 Arten von Typen bei Software Entwickler.


    Zwei davon sind eben:

    • der, der gerne Arbeiten macht, die er schon kann und kennt. Das macht er ausdauernd und gut. Er hasst Neues und Unbekanntes.
    • der Andere liebt es, wenn etwas Neu ist, womöglich erst erforscht werden muss, ganz schwierig und fraglich. Sobald es klar ist, wie es geht und DASS es geht …

    Hm, fehlen da nicht zwei Typen? Wo ist derjenige, der Freude daran hat den ganzen Weg zu gehen (von der grünen Wiese bis zum Shipping)?


    Aufgrund der Körpergröße habe ich ein Motorrad sehr umfangreich umgebaut (und umbauen lassen) und das war mit viel Recherchearbeit verbunden, damit das hinterher auch durch den TÜV zu bekommen ist. Angetrieben hat mich immer am Ende auf etwas sitzen zu können, das man so nicht fertig kaufen kann. Fertigstellung eines Pflichtenhefts mit der Vorgabe, wie das perfekte Mopped für den Über-2m-Mann aussieht, um das dann ad acta zu legen ... ne, das wäre doch maximal frustrierend.


    Das ist wie lecker Essen kochen und das dann direkt in die Tonne entsorgen. Sorry, aber ich kann das emotional einfach nicht nachvollziehen, denn bei Computerprojekten läuft das bei mir genau so. Klar, manchmal liegt auch bei mir was lange, Ursache ist dann aber, das ich nicht weiter weiß (Vor Jahren fand ich das Prinzip der Boot-CD mit Diskettensimulation bestechend und wollte dann ein Diskettenimage mit allen mir wichtigen Tools erstellen. Das BIOS unterstützt da auch die 2.88-ED-Disketten und so war ich lange auf der Suche nach einem Software-Emulator für ein solches Laufwerk, um dann mein Image zu bauen ... ist am Ende aber fertig geworden :)).

  • Stefany hat es NICHT aufgegeben, den Computer fertig zu machen.

    Er ist fertig und sie hat zugesichert sämtliche offenen Bestellungen auszuliefern.

    Sie macht lediglich nicht weiter. Geplant war eine "cost reduced" Variante, die leichter zu verkaufen gewesen wäre.

    Hier wird in den Diskussionen der Eindruck erweckt, sie hätte kurz vor Vollendung gestoppt, aber das ist nicht so.

    Ich habe den Foenix bei mir stehen und er funktioniert!

  • Schade, das Projekt hatte mich sehr interessiert. Nun wird es aber beendet, und es ist nicht so ganz klar, was denn alles veröffentlicht wird ("I will document everything that needs to be documented" lässt ja sehr großen Interpretationsspielraum). Und gerade die Quellen der FPGA-Cores werden nicht veröffentlicht ("I will not release the source of the FPGAs [...] Don't even ask"). Das wäre mMn für eine Weiterentwicklung oder Fehlerbereinigung sehr wichtig. Sie schreibt zwar "If there is a major problem at some point in time, I will make sure I fix it", aber abgesehen davon, dass das zwar ihre Entscheidung ist, die ich in keinster Weise nachvollziehen kann, ist doch die Frage, ob sie sich daran später wirklich gebunden fühlt. Wer legt denn fest, was die major problems sind? Und was ist mit "minor problems"? Damit muss man leben?


    Es bleibt die Hoffnung auf den Mega65!