The C256 Phoenix vs. Mega64 vs. Apple II

  • Kann der 65816er denn alle 'illegale opcodes' des 6510?

    Nein.


    Wie handelt die SCPU diese?

    Gar nicht.



    Dazu die 2 zusätzliche YM3812. Die treiben doch nur die Kosten in die Höhe.

    Teuer sind die nun wirklich nicht. Dürfte bei dem zu erwartenden Gesamtpreis kaum ins Gewicht fallen.



    Auch analoge Joysticks und PS2 Maus + Tastatur. Da müssen also Treiber programmiert werden der diese Hardware c64-kompatibel ansteuert, ob da der 65816 nicht überfordert wird?

    Letzteres wohl kaum.



    Außerdem stellt sich die Frage warum er 2 (!) PS2-Tastaturbüchsen und 2 (!) PS2-Mäuse anschließen will? Je eine Büchse reicht, und ist ziemlich genau 50% billiger :)

    Fällt ja auch kaum ins Gewicht. Da die Seite bei mir gerade nicht will: Bist du sicher, dass da 4 PS/2-Anschlüsse angedacht sind? Oder nicht doch eher insgesamt 2 (je einer für Tastatur und Maus)?



    Wo kriegt man noch Centronics-Drucker her?

    Auf Ebay wird man bestimmt fündig. :) Aber es gab/gibt da doch auch Adapter? Naja, Grund für Centronics ist vielleicht die einfachere Umsetzung.



    Eine FPGA-Lösung kann wie eine reine Software-Emulation nur etwas immitieren und hat somit auch mit Kompatibilitätsproblemen zu kämpfen.

    Eine FPGA-Lösung immitiert eben nicht. Etwaige Kompatibilitätsprobleme leiten sich nicht daraus ab, dass es sich um einen FPGA handelt, sondern allenfalls um eine nicht hinreichende Implementation.



    Der schon eine Dekade währende Beta-Status vom Turbo Chamäleon zeugt davon.

    Allerdings läuft das TC schon seit einer ganzen Weile so gut, dass man von vorhandenen Fehlern kaum jemals etwas bemerken wird. Davon ab gibt es m.W. noch keine andere C64-FPGA-Implementation, die einen vergleichbaren Entwicklungsstand vorweisen kann. Beim C64 ist es ja so, dass eine einfache Emulation oder FPGA-Implementation - entsprechendes Wissen natürlich vorausgesetzt - relativ schnell erreicht werden kann und damit durchaus einiges an Software funktioniert. Dann kommen aber die Feinheiten, um alles korrekt ans Laufen zu kriegen und die dauern am längsten in der Umsetzung.

  • @-trb-: Yep, error meinerseits. Es gibt nur 2 PS2 Büchsen.


    Apropos SCPU, wie handelt er denn die Illegal Opcodes? Leitet er die weiter an dem originalen 6510 weiter, oder wie?


    Apropos RS232 & Centronics. Wieso nicht wie beim c64/c128er? Ein User-Port und fertig ist der RS232 & Centronics á la Commodore :-D


    Und beim MIDI, warum kein MIDI-Trough?


    Und was ich meinte mit dem 'Überfordern' des 65816er: Im c64er Modus wird die CPU wohl in dem 8-bit-Mode versetzt, aber wegen die notwendige Treibern müßte er dauernd zwischen 8-Bit und 16-bit swappen um die Emulation der Tastatur und der Maus auszuführen. Das wird er dann wohl im 16-bit-Modus und außerhalb der 64k des 8-bit-Modus machen müssen, oder sehe ich das falsch?


    Bei den Joysticks gehe ich davon aus, daß Stef sich nur mißverständlich ausgedrückt hat (oder ich es falsch verstanden habe). Analog meint hier wohl POTx und POTy für Paddles/Maus.

  • Also SCPU besitzer kann ich da mal helfen: Wenn ein illegaler Opcode vom 6510 durch den 65816 ausgeführt werden soll, kennt dieser den natürlich nicht. Die Software stürzt gnadenlos ab. Wer sauber codet, verwenden sowas aber auch nicht. Klaus Scheuer hat in den 90ern fast alles was am C64 Rang und Namen hat, für den 65816 (SCPU) angepasst. Also DAS ist eine Arbeit, die man schon erledigt hat.

  • Es geht aber um´s Prinzip. Mir ist FPGA 1000X lieber, als wenn im Hintergrung ein Linux oder sonst was läuft. Nur um Vice oder etwas ähnliches rennen zu lassen. Muß aber jeder selber wissen, was er will.

  • Also SCPU besitzer kann ich da mal helfen: Wenn ein illegaler Opcode vom 6510 durch den 65816 ausgeführt werden soll, kennt dieser den natürlich nicht. Die Software stürzt gnadenlos ab. Wer sauber codet, verwenden sowas aber auch nicht. Klaus Scheuer hat in den 90ern fast alles was am C64 Rang und Namen hat, für den 65816 (SCPU) angepasst. Also DAS ist eine Arbeit, die man schon erledigt hat.

    Also ist es genau so wie ich dachte: ein auf dem 65816er c64 IIGS kann nie 100% kompatibel zum originalen c64 sein.
    Damit ist Gardners FPGA-Design im MEGA65 dem Foenix überlegen, weil Paul (im wissen daß der 4510 nie 6510 ersetzen kann) für den c64-Mode (go64) einfach ein 6502 Core lädt. Sowas könnte Stef natürlich auch tun, müßte dafür aber ein FPGA der leistungsfähig genug ist einbauen. Da stellt sich dann die Frage, ob der 65816er dann nicht irgendwie 'überflüssig' wäre, und man den auch gleich als FPGA-Core vorsehen sollte. Sonst sehe ich schwarz für die 100% kompatibilität zum c64.

  • Wurde irgendwo geschrieben, dass das System 100% kompatibel zum C64 sein soll? Oder überhaupt eine C64-Kompatibilität geplant wäre?

    Ja.


    C64 Support?, the 64 millions dollars question... Well, early on, I was interested to create something that would not necessarily be related to its sibling. Overtime, I realized that it would be a very stupid move not to. So, I decided that I would follow the C128 way which means, that you will have a self contain C256 with all its feature but then since the unit will contain all the necessary hardware it could easily transform into a legit C64. So, if something can step up to take care of the C64 part, then It would be totally awesome to have both...

    von da -> https://www.c256foenix.com/for…ions/early-specifications

  • Das Mega65 Projekt scheint momentan wohl etwas träge zu laufen. Vielleicht hätte sich Paul einfach einen Plan mit allen Specs machen sollen und diesen dann einfach konsequent umsetzen. Wenn man seinen Blog verfolgt, klingt so manches halt einfach nach Dingen die ihm spontan einfielen und dann implementiert wurden. Aber vielleicht dauert's ja gar nicht mehr soo lange :)

  • "the Long lost brother"? Worauf bezieht er sich da?

    Es gab tatsächlich einen C128-Prototyp mit 256K System-RAM, mittels Sonder-Ausgabe der MMU. Commodore hatte ja die Chip-Fabrik direkt neben der Entwicklungsabteilung, aber das Teil wäre so nicht für die Serienproduktion geeignet gewesen. Darauf bezieht sich wohl der Name.
    Und es gab natürlich den aufgemotzten Apple II gs mit 65816-Prozessor, an dem der C64DX alias C65 kaum kratzen konnte (selbst wenn man ihn serienreif bekommen hätte und ein schickes OS gebaut hätte)

  • Und es gab natürlich den aufgemotzten Apple II gs mit 65816-Prozessor, an dem der C64DX alias C65 kaum kratzen konnte (selbst wenn man ihn serienreif bekommen hätte und ein schickes OS gebaut hätte)

    Der c65 war nie als Konkurrent für den Apple II GS gedacht. Der Apple II GS war Konkurrent von AtariST und Amiga.
    Der c65 war definitiv als 8-bit Homecomputer im unteren Segment gedacht, als Nachfolger des c64/128.


    Das ist ein Zitat aus dem vorläufigen Manual zum c65 von Commodore.


    Als OS war ein modernisierten Kernal, das BASIC 10 (mit Monitor wie beim c16/128) und sonst nix.
    Ach doch: das interne Laufwerk hatte das DOS des 1581er. Ansonsten war er nur als c64 auf steroiden gedacht.
    3.irgendwas MHz, 128k Ram (erweiterbar bis zu 8MB). Stereo SID, eingebauten MMU (bis 1MB) und ein DMAgic-Chip der 8MB verwaltet sowie den VIC III mit zusätzliche Modi (auch 80 Zeichen) und mehr Farben.
    Und das wars schon.

  • Da steht keine Wort von "100% kompatibel", es wird ja noch nicht mal genauer erläutert wie die C64-Kompatibilität aussehen soll - außer, dass es wie beim C128 ein getrennter "Modus" wäre. Das kann alles Mögliche bedeuten, bis hin zu einem separaten 65xx für den C64-Modus.


    Aber wen interessiert C64-Kompatibilität bei so einem Rechner? Das Foenix wäre sowieso kein Gerät, was man im Wohnzimmer an den Fernseher hängen würde (wie der THE64 u.ä.), das kommt in/auf den Retro-Raum oder -Schreibtisch. Kaum jemand wird sich ein Foenix kaufen und dafür den C64 abbauen, insofern sehe ich nicht wirklich eine Notwendigkeit für einen C64-Modus.


    Im Gegenteil - je weniger komplex, desto größer die Chance dass das Ding fertig wird. Ein Rechner mit Commodore-BASIC/Kernal, echtem Sprite-/Interrupt-/Scrolling-fähigem Grafikchip und den gewohnten (Cross)-Entwicklumgsumgebungen hätte dagegen schon was.

  • Also mich spricht das Teil irgendwie nicht besonders an. Weder vom Aussehen, noch vom Konzept her. Der MEGA65 hingegen hat mir von Anfang an gefallen, allerdings bin ich da in letzter Zeit auch etwas skeptisch geworden.


    Soll aber auch kein Riesending werden wie es aussieht:

    Quote

    Ultimately when it is finished, I will build around 25 of those and I will either sell them at cost or give them away. Since it is an open source project, then people will be more than capable to reproduce then if they wish to.

  • Das Mega65 Projekt scheint momentan wohl etwas träge zu laufen. Vielleicht hätte sich Paul einfach einen Plan mit allen Specs machen sollen und diesen dann einfach konsequent umsetzen. Wenn man seinen Blog verfolgt, klingt so manches halt einfach nach Dingen die ihm spontan einfielen und dann implementiert wurden. Aber vielleicht dauert's ja gar nicht mehr soo lange :)

    Wenn er das hauptberuflich machen würde wäre er längst fertig, bzw. es ist ja auch ein team von mehreren personen ;) . Das dauert, hauptsache ist, es wird zu lebzeiten fertig :)

  • Den gibts doch schon: MEGA65.

    "Geben" tut es MEGA65 noch nicht, auch wenn das Projekt natürlich einigen Vorsprung hat.


    Prinzipiell scheint Foenix auf dem Papier das deutlich minimalistischere Design zu sein: Für CPU, Sound und I/O werden fertige Chips verwendet, die allesamt schon sehr gut dokumentiert sind. Lediglich etwas zusätzliche Logik ("System Controller Chip", "Sound Controller Chip") wird selbst entwickelt. Der einzige dicke Brocken bei der Chip-Entwicklung ist der Grafikchip - wobei die aufgeführten Eigenschaften absolut machbar scheinen - und auf Rückwärtskompatibilität mit dem VIC wird auch komplett verzichtet.


    Ich mag diesen minimalistischen Ansatz.

  • Man sollte auch bedenken daß Paul Gardner der einzige VHDL-Programmierer ist in der Gruppe.
    Und er muß sich nicht nur um den VIC III(IV) kümmern, sondern auch um den DMAgic und den 4510 Microcontroller der aus einem 65ce02, 2x 6526, einen 6511 und die MMU besteht. Und das alles soll auch (und tut es auch) noch laufen.
    Sowas schüttelt man nicht so einfach aus dem Ärmel.
    Chapeau Mr. Gardner.

  • "Geben" tut es MEGA65 noch nicht, auch wenn das Projekt natürlich einigen Vorsprung hat.


    Prinzipiell scheint Foenix auf dem Papier das deutlich minimalistischere Design zu sein: Für CPU, Sound und I/O werden fertige Chips verwendet, die allesamt schon sehr gut dokumentiert sind. Lediglich etwas zusätzliche Logik ("System Controller Chip", "Sound Controller Chip") wird selbst entwickelt. Der einzige dicke Brocken bei der Chip-Entwicklung ist der Grafikchip - wobei die aufgeführten Eigenschaften absolut machbar scheinen - und auf Rückwärtskompatibilität mit dem VIC wird auch komplett verzichtet.


    Ich mag diesen minimalistischen Ansatz.

    Doch, es gibt schon 20 Prototypen des Boards die hergestellt wurden und an Entwicklern verteilt wurden. Außerdem gibt es den VHDL-Core für das FPGA-Board von Xilinx. Damit sind auch einige am testen & checken.


    Und was Vicky angeht: ich lese durchaus daß Stef beim Foenix den VIC 'Rückwärtskompatibel' machen will. Zumindest wenn man die ganze Seite dort liest. Denn wie will er sonst die 64millionen-Frage lösen?