Es ist so weit: Bye bye, Linux :)

Es gibt 173 Antworten in diesem Thema, welches 36.752 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (9. Juni 2018 um 16:52) ist von Freddy.

  • Du vermutest dass Linuxdistributionen aufgrund des enthaltenen Linuxkernels gleich oder vergleichbar sind und über einen Kamm geschoren werden können.

    Nein, das mache ich nicht. Du verdrehst einem wohl gern das Wort im Mund, was? Lies nochmal: Ich habe lediglich begründet, wieso ein Vergleich von FreeBSD mit "irgendeiner" Linux-Distribution mindestens ebenso unsinnig ist.

    Und wenn mir die alle zu überladen sind, kann ich mir immer selber ein Linux drehen

    Es hat einen Grund, wieso LFS in der Standard-Version immer noch "sysvinit" benutzt. Schon mit udev fingen die Probleme hier an -- klar KANN man sich alles selbst bauen, es ist aber mit sowas wie systemd noch deutlich komplexer und problematischer geworden.

    Die Ablehnungsgründe lesen sich eher dogmatisch denn technisch begründet.

    Dann hast du den technischen Aspekt nicht verstanden.

    Vermutlich lässt sich deshalb auch so schön drumherum diskutieren, ohne ein konkretes Beispiel bei Linux zu nennen, wo ich wegen einer geänderten Schnittstelle in Linux meine Programme oder externe Hardware wegschmeißen muss.

    Hast du schon jemals Treiber gebraucht, die NICHT als Teil von Linux gepflegt werden? Wenn ja findest du nämlich sehr schnell Beispiele, da Schnittstellen ständig umgekrempelt werden. Im Gegensatz dazu ist Stabilität bei FreeBSD oberstes Gebot, Schnittstellen zu brechen braucht hier einen wirklich guten Grund. Übrigens hat FreeBSD ein "devfs", das einfach funktioniert -- bei Linux hat man das weggeschmissen, weil man ursprüngliche Designprobleme nicht lösen konnte.

  • Statement 1: Nö, wirklich begründet hast Du das nicht.

    Statement 2: es gibt keine Vorschrift, dass man für "sein" Linux systemd nehmen muss.

    Statement 3: Auch eine mögliche Interpretation... Ich betrachte das auch eher aus Sicht derjenigen, der mit einem System schnell und dauerhaft produktiv arbeiten will.

    Statement 4: ja, z. B. Druckertreiber (Brother MFC) oder ein WLan-Treiber für den kein Linuxtreiber vorlag (zugegeben selten) und ich da auf den Windowstreiber unter Linux zurückgreifen musste. Funktionerte. Und jetzt Du, in welchen Fällen hat es bei Dir NICHT funktioniert?

    Wissen ist das einzige Gut, das sich beim Teilen vermehrt. Also seid vorsichtig damit!

  • Gut, also nur leere Statements. Kann ich mit leben :)

    Wissen ist das einzige Gut, das sich beim Teilen vermehrt. Also seid vorsichtig damit!

  • Es hat einen Grund, wieso LFS in der Standard-Version immer noch "sysvinit" benutzt. Schon mit udev fingen die Probleme hier an -- klar KANN man sich alles selbst bauen, es ist aber mit sowas wie systemd noch deutlich komplexer und problematischer geworden.

    Naja, es ist ja nicht so, als würde systemd einfach alles alte nur komplizierter machen und dabei nicht richtig funktionieren. systemd kann und macht eine Menge Zeug, die sysv prinzipbedingt gar nicht kann, und auch udev ist nicht einfach vom Himmel gefallen, weil Leute Komplexität lieben. Ob man das braucht und will oder auch separat mit einem weiteren vermutlich eher schlecht integrierten Tool ranbauen will, muss natürlich jeder für sich entscheiden.
    Ein PC inkl. allem möglichen Hotplug und so weiter ist halt kein C64.

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  • Linux-Threads...

    GENAU das sollte es NICHT sein. Lässt sich aber wohl nicht vermeiden, dass der immer gleiche Quatsch wieder aufkommt...

    Wenn man mal über FreeBSD redet ist der Vergleich zu Linux natürlich am naheliegendsten, weil das das am weitesten verbreitete unixoide OS ist. Trotzdem kommt wieder so "Linux vs Windows" Zeug. Wenigstens hat noch niemand das "Emacs vs Vi" Fass aufgemacht ;)

  • GENAU das sollte es NICHT sein.

    Dann ist der Thread-Titel wohl irgendwie falsch gewählt.

    Wenigstens hat noch niemand das "Emacs vs Vi" Fass aufgemacht

    Auch wieder wahr. Aber wir können ja noch eine Runde "Amiga vs. Atari" einstreuen.

  • Also ich fand den Thread unterhaltsam, es war die Neuauflage von "Warum ist Linux besser als Windows", nur dass jetzt Linux die Rolle von Windows eingenommen hat und FreeBSD der neue Star war. Bin schon ganz Avant Garde am schauen, welches OS dann künftig FreeBSD den Rang abläuft, weil das zu fett usw. geworden ist. Bin da für KolibriOS, das ist schlank, schnell und rennt Kreise um FreeBSD und ist noch alternativer.

    Wissen ist das einzige Gut, das sich beim Teilen vermehrt. Also seid vorsichtig damit!

  • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. & @ ingoreis:.....


    ...Lesen und verstehen hilft ungemein.

    Simulierst Du wieder Kompetenz?

  • Um mal dieses ganze hohle Hickhack hier aggressiv zu ignorieren:

    Du (OP) freust dich so, dass FreeBSD immer noch auf OSS setzt. Kann mich noch erinnern dass das damals™, als man unter Linux noch die Wahl hatte auch bei mir nen besseren Eindruck hinterlassen hat.
    Aaaaaaaber: wie siehts denn gerade mit den bösen out-of-tree Anwendungen aus, also halt doch dem Gros an Anwendungen, wird da OSS noch vernünftig unterstützt?
    Einem VLC o.Ä. würd ich unterstellen dass es egal ist, aber selbst bei KDE5 und Gnome3 hätt ich jetzt spontan nicht damit gerechnet. Und wenns dann an Steam geht schon gar nicht.
    Gibts da Kompatibilitätsschichten, wird da was reingepatcht, oder hab ich das falsch in Erinnerung und die Anwendung muss sich gar nicht drum kümmern?

    Und so sehr ich Pulseaudio vom Ansatz her verabscheue, seit das stabil läuft ist Linux-sound deutlich komfortabler noch als unter Windows.
    Kann OSS da auch diesen ganzen Komfortschnickschnack mit frei verschieb-/knüpfbaren Streams und Inputs und Outputs?

  • Du (OP) freust dich so, dass FreeBSD immer noch auf OSS setzt. Kann mich noch erinnern dass das damals™, als man unter Linux noch die Wahl hatte auch bei mir nen besseren Eindruck hinterlassen hat.

    Es war ein Beispiel dafür, wie man bei FreeBSD eben eher den Fokus darauf legt, bewährte APIs beizubehalten und die Implementierung zu verbessern, anstatt immer wieder alles über den Haufen zu werfen. Es gibt noch weitere ;)

    Aaaaaaaber: wie siehts denn gerade mit den bösen out-of-tree Anwendungen aus, also halt doch dem Gros an Anwendungen, wird da OSS noch vernünftig unterstützt?
    Einem VLC o.Ä. würd ich unterstellen dass es egal ist, aber selbst bei KDE5 und Gnome3 hätt ich jetzt spontan nicht damit gerechnet

    Gnome kann man inzwischen aus anderen Gründen vergessen -- es gibt einen FreeBSD Port, vermutlich mit vielen Patches, ausprobiert habe ich ihn nicht. De facto hat man in Gnome bereits eine harte Abhängigkeit zu systemd, damit ist es "Linux only". Übrigens ist auch ALSA "Linux only", eben im Gegensatz zu OSS. Hier gibt's eine Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen..

    Andere Software läuft in der Regel problemlos. Oft werden ohnehin Libraries verwendet (SDL, OpenAL, gstreamer), die allesamt OSS unterstützen -- gilt auch für KDE. Dazu kommt dann noch Software, die Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. unterstützt, ein wesentlich schlankerer Service als Pulseaudio, der im OpenBSD Umfeld entstanden ist.

    Leider wird in der Wahrnehmung vieler Linux inzwischen zu einer Art Monokultur ("das einzige unixoide PC-System" oder so), und das führt dazu, dass manche die Portabilität komplett vergessen (Gnome, looking at you). Wie es auch ganz anders geht zeigt im Ansatz Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., ist in meinen Augen aber noch nicht ausgereift -- auf die Version 2.0 bin ich gespannt. Ein paar interessante technische Punkte findet man Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen..

    Und so sehr ich Pulseaudio vom Ansatz her verabscheue, seit das stabil läuft ist Linux-sound deutlich komfortabler noch als unter Windows.

    Gilt eben leider nur, wenn es sich automatisch korrekt verhält. In einem Setup mit Front Panel, S/PDIF out und HDMI können einem schnell graue Haare wachsen, wenn man versucht, es korrekt für z.B. eine Telefonie-Anwendung zu konfigurieren.

    Kann OSS da auch diesen ganzen Komfortschnickschnack mit frei verschieb-/knüpfbaren Streams und Inputs und Outputs?

    Hier ein Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.. Wer mehr braucht, kann einen entsprechenden Service installieren, eben z.B. sndio.

  • Ah ok, wusste nicht dass der OSS-support in den libs noch so aktiv ist. Kenns halt nur von der Linux-Seite wo das ja seit 10? Jahren geächtet wird, weil halt^^

    Bin da vom Prinzip ganz bei dir, nur seh ichs net ganz so streng.
    Stabile Interfaces pflegen schön und gut, wenns jemanden gibt der das will und kann.
    Am Ende interessierts den Nutzer aber mehr obs läuft, und das tut Linux halt (zumindest seit ich weg bin von Müll wie Ubuntu und Suse).

    Drum wär ich eigtl. mehr an Praxisberichten interessiert ;) Auf dem Papier liest sich pulseaudio ja auch nice :P
    Funktioniert die ganze Kiste für dich, oder hakts in der Praxis dran dass OSS stiefmütterlich behandelt wird?

    Das mit Lumina versteh ich nicht ganz, was macht das denn so grundlegend anders? Klar, gnome ist urschmarrn, aber bei KDE und XFCE, oder auch LXQT hätte ich jetzt erwartet dass sie sich nicht scheren was da X11 bereitstellt? Eventuell halt abzüglich einiger Komfortfunktionen die sich nicht so schön abstrahieren lassen. Werd aus der Präsentation auch nicht schlauer als der Homepage.

  • ... Bin schon ganz Avant Garde am schauen, welches OS dann künftig FreeBSD den Rang abläuft, weil das zu fett usw. geworden ist. Bin da für KolibriOS, das ist schlank, schnell und rennt Kreise um FreeBSD und ist noch alternativer.

    Ich finde, dass ein OS auf ein EPROM passen muss, sonst ist es eh zu fett ;)

  • Das wäre RiscOS, das gibt's auch heute noch auf ROM für die alten Archimedes (und läuft in der Raspberry PI Fassung wieselflink im Vergleich zu Raspbian). Oder GEM, das existierte beim 128KB-ST in ROM-Form. Kurzum: :dafuer:

    Wissen ist das einzige Gut, das sich beim Teilen vermehrt. Also seid vorsichtig damit!

  • Gnome kann man inzwischen aus anderen Gründen vergessen ... De facto hat man in Gnome bereits eine harte Abhängigkeit zu systemd, damit ist es "Linux only".


    Wie wird denn diese Abhängigkeit (technisch) begründet?

  • Wie wird denn diese Abhängigkeit (technisch) begründet?

    Man möchte einen "session manager" und nutzt dafür logind, was inzwischen ein Teil von systemd ist (systemd "schluckt" immer mal wieder was). Die alte Alternative, ConsoleKit, wird nicht mehr unterstützt (KDE kann damit soweit ich weiß noch). Der oben erwähnte Lumina nutzt nichts von alledem sondern setzt ganz klassisch auf OS-spezifischen Adapter-Code.

  • Windows hatte den Vorteil eben schnell auf einer grafischen Oberfläche zu setzen.

    Windows IST eine grafische Oberfläche. Angefangen auf MS-DOS und weitergeführt auf NT.


    Simulierst Du wieder Kompetenz?


    Das tut wohl eher du. Es gab mehrere OSes die 'früh' auf grafische Oberfläche setzten. z.B. AmigaDOS (Workbench), AtariTOS (GEM), Apples GS-OS und MacOS, IBMs OS/2 usw.

    Aber die haben alle eins gemeinsam: Sie verstecken das 'echte' OS bzw. die CLI mehr oder weniger vor dem User. Interessanterweise haben alle OSes die der CLI negierten, über kurz oder lang ein CLI-Ersatz hervorgebracht (für sog. Power-User).
    Und wenn du meinst daß Android Linux als OS ablösen könnte, sei dir daran erinnert daß Android nur eine GUI auf Linux ist, wie Windows nur die GUI von NT ist.

    Klugscheiß_mode off()

    ;)

    P.S.: Nichtsdestotrotz geht es hier um FreeBSD und nicht um Windows oder ähnlichem.
    Daher zusätzlich:
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