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Es ist so weit: Bye bye, Linux :)

  • Meine Experimente mit FreeBSD waren ernüchternd - Paketabhängigkeiten gibt's da nicht.

    Das ist Humbug. Natürlich gibt es Abhängigkeiten, schön unterteilt in build-time und run-time, und diese hängen selbst wieder von den build-optionen ab, genau so wie das sein sollte. War auch noch nie anders.

    Da kann ich XFCE installieren ohne das X-Server installiert wird...

    Eine Linux-Distribution, bei der das NICHT so ist, würde ich direkt wegschmeißen. Bei Debian kann ich das selbstverständlich auch. Warum? XFCE hängt schlicht nicht von einem X-Server ab. Es braucht zwar einen um irgendwas anzuzeigen, der kann aber auf einer ganz anderen Maschine laufen. Kurz gesagt: GENAU so soll es auch sein.


    ---


    was es tatsächlich nicht gibt sind übrigens "Recommends" als quasi weiche Abhängigkeiten, Debian's "APT" kann das. Ein X-Server als Abhängigkeit zu XFCE wäre schlicht falsch, allerdings ist bei Debian höchstwahrscheinlich einer in den Recommends, weil man das wohl in 99% der Fälle haben möchte, wenn man XFCE installiert. APT lässt sich dann auch so konfigurieren, dass nicht nur Depends sondern eben auch Recommends automatisch installiert werden (ist aber nicht Default). Ob das ein so tolles Feature ist, dass man es auch auf FreeBSD haben möchte, darüber könnte man nun sicher streiten. Ich persönlich brauche es nicht, ich weiß ja, dass ich z.B. einen X-Server installieren muss, wenn ich eine lokale X-Oberfläche haben will.

  • Mir reicht es, wenn ich eine Grundinstallation angeboten bekomme, die das abdeckt, was 90% der Leute brauchen. Für diejenigen, die die Möglichkeiten des X-Protokolls ausloten wollen kann ja ein Expertenmodus angeboten werden. Derzeit dürfte FreeBSD von der Benutzerfreundlichkeit beim Installieren dem Linux der späten 90er entsprechen (SuSE ausgenommen)

  • Das stimmt sogar, FreeBSD erinnert an ein Linux von früher. Allerdings funktioniert FreeBSD hinterher auch wie gewünscht nach dem Editieren von den Configs. Bei Linux ist das heutzutage manchmal leider nicht mehr so, dort wird aktuell vermehrt auf Autoconfig gesetzt, besonders bei Xorg. Bei FreeBSD darf man auch nach dem Installieren von Paketen nicht einfach blind darauf vertrauen dass alles wie gewünscht funktioniert, man muss schon selbst die Configs editieren. Wenn es mal hakt, nicht gleich die Flinte ins Korn werfen und "Blödes BSD" rufen, sondern nachschauen warum es nicht geht. Bei der KDE Installation z.B. muss man hinterher noch den Xorg installieren und falls man den proprietären NVidia Treiber nutzen will, müssen auch Vorkehrungen getroffen und hinterher Configs angepasst werden. Hier wird scheinbar noch dem User überlassen wie das System funktionieren soll. Das beste ist aber dass man einmal gelerntes immer wieder anwenden kann, was bei Linux leider nicht mehr so ist, da dort gerne immer wieder mal diverse Strukturen über den Haufen geworfen werden.

  • Der Titel hat mich ja schon bisschen erschreckt...


    aber immer schön wenn jemand den BSDs Aufmerksamkeit schenkt!
    Freu mich auf Erfahrungsberichte aus der weiteren Praxis :)


    Persönlich hab ich leider nicht die Geduld, mich mit diesem "stable" Ansatz der meisten Linuxens rumzuschlagen (brauch nen aktuellen C++ compiler...),
    drum ist die Motivation für BSD seit Jahren leider auch sehr gering.
    Wobei zuhause meist nur noch gezockt wird, falls ihr da was berichten könnt... :D

  • Persönlich hab ich leider nicht die Geduld, mich mit diesem "stable" Ansatz der meisten Linuxens rumzuschlagen (brauch nen aktuellen C++ compiler...),

    Dafür gibbs Rolling Releases. =)

  • Sowas in der Art gibt's in der BSD-Welt auch mit TrueOs -- das basiert immer auf dem -CURRENT Branch von FreeBSD, verspricht trotzdem Stabilität und kommt vorkonfiguriert als Desktop-System. Ausprobiert hab ich das allerdings nicht, ich bevorzuge persönlich eben die "stable" Welt :)

    Ich schon... wenn's läuft ist es schon nett, optisch halt etwas anders als Linux und allein deshalb interessant. Bis dahin kann der Weg - je nach Hardware - recht steinig sein. Allerdings ist die Dokumentation wiederum sehr gut (soweit ich das in Erinnerung habe).

  • Gibt's eigentlich auch einfach nur "Unix"?


    Les immer von Linux, BSD und Konsorten.


    Aber dass jemand einfach nur "Unix" verwendet irgendwie nie. Ist das ausgestorben?

    Die vereinfachte Grafik in Retrofan's Beitrag beantwortet die Frage weitgehend.


    Es gibt kein aktuelles System mehr, das sich einfach "Unix" nennt. BSD-Systeme kann man mit gewissem Recht als Unix-Nachfahren bezeichnen, Linux nicht. HP-UX trägt mit "UX" noch eine Abkürzung für "Unix" im Namen. "Unix-artig" sind sie alle.

  • Naja, AIX gibts auch immer noch, und das hat "ix" noch im Namen, dann gibbet immer noch Solaris (aka SUN OS).


    In dem SVG fehlt bei den Unix-Ähnlichen z.B. Coherent.
    Und bei den echten Unixoiden fehlt gar Sinix (Siemens eigenes Unix) völlig.

  • In dem SVG fehlt bei den Unix-Ähnlichen z.B. Coherent.
    Und bei den echten Unixoiden fehlt gar Sinix (Siemens eigenes Unix) völlig.

    Da fehlt auch Amiga Unix, wie konnte man DAS nur vergessen. Außerdem, bei den "nur" Unix-artigen Systemen natürlich LUnix. Versuch mal, ein Bild zu erstellen, in dem wirklich jedes von Unix abstammende OS vorkommt, viel Spaß ;)

  • Coherent und Sinix hatten wohl erheblich mehr bedeutung als Amiga-Unix (btw. es gab auch ein Unix für Acorn).
    Ich täte sogar sagen daß Minix als solches nur akademischer Belang hatte, weil es hauptsächlich dem lehren von BSe diente.

  • Minix hat hohe Bedeutung aufgrund der µk Architektur und wohl vor allem als ursprüngliche Platform der Linux-Entwicklung.


    Ansonsten denke ich kaum, dass diese Diskussion zu irgendeinem Ziel führt. Alle in der Grafik dargestellten Systeme haben einen höheren Bekanntheitsgrad (ja, das ist ein wenig subjektiv) als bspw. Sinix. Tatsache ist, ein vollständiges Bild ist nicht machbar, dafür gibt es viel zu viel. Kann ja jeder der mag sein eigenes Bild anhand seiner Präferenzen bauen ;)