MiSTer: inoffizieller MiST-Nachfolger

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    Bin gerade auf folgendes Projekt gestossen: github.com/MiSTer-devel/Main_MiSTer/wiki

    Es handelt sich dabei um eine Portierung des MiST-Systems auf ein moderneres (und leistungsfaehigeres) FPGA-Board. Im folgenden Blog-Eintrag gibt es eine kleine Erklaerung, worum es sich genau handelt, daher spare ich mir hier die Worte und verweise am besten auf diesen ganz aufschlussreichen Artikel: itblog.huber-net.de/2017/06/vom-mist-zum-mister/
    SHOTGUN - 4-Player Death Match - Website / CSDb / X-Mas
    FROGS - 4-Player Frog Pond - Website / CSDb
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    Beobachte das Thema (Mist) schon sehr lange und habe immer mal wieder in Github geschaut und bei den Cores.
    Mir ist jedoch aufgefallen, dass dort sehr wenig los war. Und da viele Cores nicht ausgereift sind hab ich bisher nicht in Erwägung gezogen, mir eins zu kaufen. Das es Engpässe bei den Implementierungen gibt war mir nicht bekannt.

    Naja, ansonsten steht auf der Projektseite DIY und nicht offiziell und kaufen kann man es auch nicht.
    Darauf werde ich wohl nicht eingehen. Denn so gut kenne ich mich nicht aus und ich möchte nicht von einer Person abhängig sein, dass die Software darauf laufen wird. Die fehlenden DB9 Anschlüsse sind auch schade. Mal schauen, wie es sich entwickelt.
    Behalte das auf jeden Fall im Auge.

    Ansonsten bin ich mit einem Raspi3 und die Konvertierung auf RGB 240P an einer Röhre sehr zufrieden. Hätte der keine Latzenz wäre es natürlich perfekt. Aber das ist schon leiden auf hohem Niveau. Besonders für das wenige Geld, was die Lösung gekostet hat.
    Deine Jacke ist jetzt trocken.
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    PhantombrainM schrieb:

    Beobachte das Thema (Mist) schon sehr lange und habe immer mal wieder in Github geschaut und bei den Cores.
    Mir ist jedoch aufgefallen, dass dort sehr wenig los war. Und da viele Cores nicht ausgereift sind hab ich bisher nicht in Erwägung gezogen, mir eins zu kaufen.
    Eben.
    :winke: Wie C64 an TFT? :winke:
    :king: Ace for President! :king:
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    spacer schrieb:

    Ansonsten bin ich mit einem Raspi3 und die Konvertierung auf RGB 240P an einer Röhre sehr zufrieden
    Du kannst dein Spielzeugraspi3 nicht mit einem FPGA verleichen.
    Volle Zustimmung. Beim MIST läuft alles auf der "echten" Hardware, und um genau dieses Gefühl geht es da.


    PhantombrainM schrieb:

    Und da viele Cores nicht ausgereift sind hab ich bisher nicht in Erwägung gezogen, mir eins zu kaufen.
    Einspruch. Die meisten Cores sind in einem Zustand, der für mich absolut ausreicht. Natürlich gibt es ein paar Sachen, die ich mir noch wünschen würde und die wir wohl nie bekommen werden, z.B. 15Khz für SCART-Ausgabe beim Standard (nicht AGA) Amiga-Core. Aber damit müssen wir halt leben.

    Ich besitze meinen MIST seit 2014 und habe den Kauf seither keine Sekunde bereut. Am genialsten ist m.M.n. die Möglichkeit, das Ding per SCART-Kabel an einem alten Röhren-TV anzuschließen (diese Möglichkeit bieten viele Cores, aber nicht alle).

    Da die Produktion des MIST nun aufgrund der zurückgegangenen Verkaufszahlen eingestellt worden ist, würde ich empfehlen, Lotharek noch ein Exemplar inklusive SCART-Kabel abzukaufen (er hat derzeit noch ausreichende Lagerbestände).
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    RobertK schrieb:

    Ich besitze meinen MIST seit 2014 und habe den Kauf seither keine Sekunde bereut. Am genialsten ist m.M.n. die Möglichkeit, das Ding per SCART-Kabel an einem alten Röhren-TV anzuschließen (diese Möglichkeit bieten viele Cores, aber nicht alle).
    ganz deiner Meinung.
    Hetero Kinder bringt der Storch, schwule Kinder der Flamingo! :LOL
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    KiWi schrieb:

    Echt ? Was ist daran bitte Echt ? Es ist und bleibt nur eine Emulation der "echten Hardware" - der Raspi macht es nicht viel anders.
    Die technische Basis ist eine andere, aber abgesehen davon ist es wohl eher ein gefühlter Unterschied. Letztendlich geht es darum, auf eine bestimmte Eingabe mit einer bestimmten Ausgabe zu reagieren. Wenn das sehr gut oder sogar perfekt funktioniert, hat man ein gutes Abbild des Originals geschaffen. Ob dieser Vorgang nun von den quasi statisch verdrahteten Transistoren auf einem FPGA geleistet wird oder dynamisch von einer Software ist völlig egal, solange das korrekte Ergebnis in der korrekten Zeit produziert wird. Es wird gerne damit argumentiert, dass der FPGA die Parallelität der Hardware besser abbildet, aber die ist eigentlich völlig egal, solange das Endergebnis identisch ist.
    Letztendlich wird die Softwareemulation länger überdauern als irgendwelche FPGA-Lösungen, einfach weil sie portierbar ist.
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    Aber eben Hardware "Emulation". Wie hatte der Super NT Entwickler (SNES FPGA) das beschrieben? Das Board Schemata in Textform. Emulation ist es für mich auch nur wenn eine CPU ein anderes System per Software nachbildet. Sieht wohl jeder anders. Trotzdem richtet sich die Qualität des ganzen natürlich am Code, egal ob FPGA oder Software Emulator. Vorteil von FPGA ist halt das dort kein OS läuft, das Lag hinzufügt. Und man kann alle Legacy Ports leicht einbauen (echte Joyports, RGB Ausgang etc.)
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    KiWi schrieb:

    RobertK schrieb:

    Volle Zustimmung. Beim MIST läuft alles auf der "echten" Hardware, und um genau dieses Gefühl geht es da.
    Echt ? Was ist daran bitte Echt ? Es ist und bleibt nur eine Emulation der "echten Hardware" - der Raspi macht es nicht viel anders.
    Doch, der macht das eben schon anders. Das sind zwei sehr verschiedene Vorgehensweisen und Prinzipien.
    SHOTGUN - 4-Player Death Match - Website / CSDb / X-Mas
    FROGS - 4-Player Frog Pond - Website / CSDb
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    KiWi schrieb:

    RobertK schrieb:

    Volle Zustimmung. Beim MIST läuft alles auf der "echten" Hardware, und um genau dieses Gefühl geht es da.
    Echt ? Was ist daran bitte Echt ? Es ist und bleibt nur eine Emulation der "echten Hardware" - der Raspi macht es nicht viel anders.
    Raspi-Emulation und FPGA-Nachbildung sind grundlegend verschieden. Beim FPGA werden Hardware-Logikelemente so verschaltet, dass die gewünschte Funktion zustande kommt, man kann die ursprüngliche Logik also sehr funktionsgetreu nachbauen und bis auf den Takt genau dieselben Ergebnisse erzielen, wenn man den ursprünglichen Chip genau genug nachbildet.

    Stell Dir einen FPGA stark vereinfacht wie ein Steckbrett vor, auf dem man die Funktion der ursprünglichen Schaltung zurechtsteckt. Dort laufen dann parallel und "echt" elektrische Signale durch. Wer will, der kann sogar die im FPGA verdrahtete Logik in eine Chipfabrik tragen und das Design zu echten Chips machen lassen (das ist nur halt sehr teuer). Im FPGA tickt ein "echter" Prozessor, ein "echter" Grafikchip, echte Klebelogik etc. etc. - alle geformt aus den rekonfigurierbaren Logikelementen des FPGAs. Für jedes elektrische Signal lässt sich genau sagen, wo im Chip es herläuft. Man kann damit die ursprüngliche Systemarchitektur nachbilden - nur höher integriert.

    In der Software-Emulation gibt es keine Hardware-Nachbildung der ursprünglichen Maschine. Vielmehr wird der Zustand der Maschine in Software vorangetrieben - ein Taktzyklus auf der ursprünglichen Maschine kann hunderte oder tausende Taktzyklen auf der emulierenden CPU benötigen. Die Systemarchitektur findet in der Software-Emulation keine physische Abbildung. Man läuft auf einem Betriebssystem, welches i.d.R. nicht echtzeitfähig ist (d.h. wenn die CPU gerade woanders beschäftigt ist, dann muss die Emulation halt warten) etc. Das ist für viele Zwecke absolut ausreichend, ist aber ein ganz anderer Ansatz als FPGA-Nachbildung.
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