Höhere Einsteigerhürden beim Amiga?

Es gibt 257 Antworten in diesem Thema, welches 48.830 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (23. Juli 2018 um 13:11) ist von StingRay.

  • Mit Fastram läßt sich ab 68020 schneller (und oft leichter) operieren als mit dem Blitter im Chipram. Im Verbund mit meiner Turbokarte habe ich damals[tm] aufwendiges Rendering sogar zuerst komplett vom Prozessor im Fastram erledigt und das fertige Bild anschließend ins Chipram kopiert. Trotz des zusätzlichen Kopieraufwands war es insgesamt deutlich schneller als bei direkter Verwendung des Chiprams und Blitters.

    Allgemein muß man sagen, daß die Leistungsfähigkeit des Blitters leider häufig überschätzt wurde. Schon beim Amiga500 war das Flächenfüllen mit dem Blitter um einiges langsamer als per Prozessor. Persönlich weiß ich auch nur von zwei Spielen, die dazu den Blitter verwenden: "F18 Interceptor" und (IIRC) "Interphase". Beim Linienziehen wage ich keine konkrete Aussage, vermute aber, daß ab 68020 der Prozessor ebenfalls schneller ist und beim 68000 der Einsatz nur lohnt, wenn die Linien eine gewisse Länge haben. Fürs Dekodieren der MFM-Daten sollte man auch besser den Prozessor benutzen, da man damit die Daten gleich ans richtige Ziel kopieren kann und kein zusätzlicher Kopiervorgang notwendig ist. Auch fürs normale Shape-Kopieren und Bildschirmlöschen nützt einem der Blitter erst dann erkennbar was, wenn man den Bitmapaufbau verschränkt (direkt aufeinanderfolgend 40 Bytes für Plane 1, 40 Bytes für Plane 2, 40 Bytes für Plane 3, 40 Bytes für Plane 4), was zwar eine Vervierfachung der Maske bedeutet, aber den Vorteil hat, den Blitter nur einmal anstoßen zu müssen, so daß sich der Prozessor mit seinen verbleibenden Taktzyklen anschließend schon um andere Dinge kümmern kann.

  • Auch fürs normale Shape-Kopieren und Bildschirmlöschen nützt einem der Blitter erst dann erkennbar was, wenn man den Bitmapaufbau verschränkt (direkt aufeinanderfolgend 40 Bytes für Plane 1, 40 Bytes für Plane 2, 40 Bytes für Plane 3, 40 Bytes für Plane 4), was zwar eine Vervierfachung der Maske bedeutet, aber den Vorteil hat, den Blitter nur einmal anstoßen zu müssen, so daß sich der Prozessor mit seinen verbleibenden Taktzyklen anschließend schon um andere Dinge kümmern kann.


    Weisst du vieleicht auch, welche Spiele ihre Bitplanes so verschränken? Ansonsten schau ich nochmal nach.

  • Weisst du vieleicht auch, welche Spiele ihre Bitplanes so verschränken? Ansonsten schau ich nochmal nach.

    Tut mir leid, aber da ich mich damals[tm] hauptsächlich um 3d-Spiele gekümmert habe, kann ich Dir darauf leider keine Antwort geben, Meine Vermutung ist lediglich, daß die ersten Spiele auf dem Amiga500 sich noch an die offizielle Beschreibung gehalten haben, nach der sich eine Bitmap aus vier aufeinanderfolgenden Planes zusammensetzt, und dieser "Trick" sich erst ein wenig später verbreitet hat. Ich meine mich nur ganz vage zu erinneren, daß es damals[tm] in einer Computerzeitschrift mal zu einem Spiel (R-Type?) den Hinweis auf eine andere Anordnung der Bitmap gab, aber das ist inzwischen zu lange her, als daß ich Genaueres dazu sagen könnte. :(

  • Ich meine mich nur ganz vage zu erinneren, daß es damals[tm] in einer Computerzeitschrift mal zu einem Spiel (R-Type?) den Hinweis auf eine andere Anordnung der Bitmap gab, aber das ist inzwischen zu lange her, als daß ich Genaueres dazu sagen könnte. :(


    Ja, mit R-Type kommt das hin. Hier die Bitmapzeiger:

    Code
    02ebc0
    02ebf4
    02ec28
    02ec5c

    Zum Vergleich die von Giana Sisters:

    Code
    054000
    05e000
    068000
    072000
  • @MJ: Das mit dem Fast RAM und der 68K CPU ist interessant. Wieder mal was gelernt...

    Und was das "Verschränken" angeht, das nennt man ja im Fachjargon "Interleaved"... ;)

    Und ich vermute mal, dass das damals relativ bald jeder benutzt hat wenn er ein Spiel programmiert hat, vor allem mit dem Blitter.
    Das ist schon ein gutes Stück schneller und simpler zu handhaben als wie jede Bitplane einzeln hintereinander zu beschreiben.

    Ein ganz kleiner Nachteil ist, dass man aufpassen muss, dass man nicht mit dem Blit in der falschen "Zeile" in der Bitplane ist, weil es sonst verschobene Farben beim Blitten gibt.

  • Leider habe ich die Listings zum Kurs nicht mehr.

    Es ist praktisch unmöglich, ein schnelles Programm zu schreiben, wenn man es in Basic programmiert.

  • Hast du vieleicht auch die Listings zu den Hans Grill Artikeln/Kursen da?

    Der Name Hans Grill führte mich zu Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.. Dort der Hinweis auf Kultmags.

    Der komplette Kurs von Hans Grill:
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  • Genau den Kurs meinte ich. Dazu noch einzelne Artikel von ihm. Ich hatte mal angefangen ein paar Listings aus dem Kurs einzugeben, aber die Ergebnisse waren anders als beschrieben. Das nachprüfen ohne Checksummer war mir dann doch zu mühselig bzw. habe keine Eingabefehler entdecken können.

  • Danke für die PDF's.

    Der Kurs geht bis 2/1991, dann gibt es noch "FARBSPIELEREIEN MIT BLITTER UND COPPER" aus 9/1991 und "SCHNELLE SPRITES" war in 11/1991.

    Für den Kurs wird SEKA benötig, da mit absoluten Adressen gearbeitet wird.

    ORG $40000
    LOAD $40000

    Es ist praktisch unmöglich, ein schnelles Programm zu schreiben, wenn man es in Basic programmiert.


  • Der Kurs geht bis 2/1991

    Achso. Ich hatte ins erste Heft reingeschaut und dort wurden nur achte Teile erwähnt.

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  • Kennt zufällig jemand von euch ein vollständiges Tutorial zum Thema Startup Code? Es sollte nicht nur zum Großteil aus dem Source bestehen, sondern auch gut erklären was zur kompletten Abschaltung des OS benötigt wird und wie der Source funktioniert. Ich vermute mal dass man so noch mehr Resourcen zur Verfügung hat wenn das OS einem nicht dazwischenfunkt.

  • Kennt zufällig jemand von euch ein vollständiges Tutorial zum Thema Startup Code? Es sollte nicht nur zum Großteil aus dem Source bestehen, sondern auch gut erklären was zur kompletten Abschaltung des OS benötigt wird und wie der Source funktioniert. Ich vermute mal dass man so noch mehr Resourcen zur Verfügung hat wenn das OS einem nicht dazwischenfunkt.


    Ist das noch aktuell? Wenn ja, kann ich mich gerne mal zu diesem Thema etwas ausführlicher auslassen.

  • Ist das noch aktuell?

    Das ist immer aktuell. ^^

    Wenn ja, kann ich mich gerne mal zu diesem Thema etwas ausführlicher auslassen.

    Würde mich freuen, besonders in Hinblick auf Sachen wie Ermittlung des komplett vorhandenen Speichers, Ab-/Einschalten von Prozessorcache, MMU usw.

  • Zitat

    Würde mich freuen, besonders in Hinblick auf Sachen wie Ermittlung des komplett vorhandenen Speichers, Ab-/Einschalten von Prozessorcache, MMU usw.


    MMU werde ich aussen vor lassen, weil das ein alles andere als triviales Thema ist. Auf die anderen genannten Dinge werde ich eingehen.

  • Mach dafür aber einen eigenen Thread auf. Wäre schade, wenn das hier untergehen würde.
    Und dass der Amiga eine höhere Einstiegshürde hat ist in diesem Thread mehr als deutlich geworden, könnte also geschlossen werden...

    :weg: