Eine Mailbox-(analog) selber bauen und per Modem C64 etc anrufen

Es gibt 206 Antworten in diesem Thema, welches 38.104 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (21. April 2022 um 10:45) ist von Lutz G.

  • Ok. Wenn's unbedingt Synchronet sein muss, dann ist es sicher egal. Ist halt für mich nicht so richtig retro.
    Ich hätte für eine Dial-In-Box auch eine originäre Dial-In-Mailbox-Software verwendet und die liefen nunmal in der Vorinternetzeit üblicherweise unter DOS (Opus, Remote Access, ... - später dann NCBMail und AlphaMail).

    Da ich seit ein paar Tagen wieder einen DOS-Rechner am laufen habe, werde ich auch mal eine der alten Mailbox-Konfigurationen hochfahren. Mal schauen, vielleicht richte ich auch einen Modem-Zugang ein. Wenn das mit meinen VoIP-Leitungen noch vernünftig möglich ist. 2400 Baud würde ja ausreichen.

    Wann Du da etwas für mich hättest, guck ich mir das gerne an. Ohne Doku wäre das dann aber sinnlos, wenn die Software nicht selbsterklärend ist. Dann muss ich noch mal gucken, wie ich MSDOS in die Virtualbox kriege, gehen tut das irgendwie.

    "Ich bin das Schwert, ich bin die Flamme." (Heinrich Heine)

    „Lerne leiden, ohne zu klagen!“ (Friedrich III.)

  • NCBMail konnte ich bspw. nirgends auftreiben. Ich habe auch schon in die Runde gefragt, aber irgendwie sind wir jetzt bei Synchronet hängengeblieben. Mein Herz hängt da jetzt nicht dran, aber was ich bisher gesehen habe ist wirklich nicht schlecht. Klar ist eine Menge Ballast mit an Board, aber man kann dies alles ausschalten.

    Sorry. Ich habe den Thread nicht durchgehend mitgelesen und das nicht mitbekommen. NCBMail hatte ich damals (in meine Fido-Endphase) im Einsatz und habe mit Sicherheit sowohl die Shareware als auch eine registrierte Version irgendwo in meinem Archiv. Bei den registrierten Mailbox-Versionen steht aber meistens der Mailboxname im Key. Deswegen sind die nur bedingt einsetzbar.

  • wie schon geschrieben... kann NCMMail in der Blup-Box runter geladen werden..
    Der Software-Hersteller hat es "vor der Aufgabe" komplett für alle frei gegeben...

    gepflegt werden: VC20, VIC20, C16, 116, C/plus4, C64, C64 II, SX64, C128, C= PC20-III, C= LT286-C,... :thumbup: + amigos

  • Heute ist meine Euracom 180 angekommen, sogar mit ausgedruckten Anleitungen. Morgen werde ich mal die ersten Schritte wagen .... Das Commodore 1200 Modem scheint im Zoll festzuhängen. Da zur Bemessungsgrundlage der Steuer nicht nur der Kaufpreis, sondern auch die Versandkosten gehören, werden da wohl noch ein paar Euro hinzukommen.

    Grüße,
    Ralf

  • zum 1200er Modem gehört doch die Startdisk dazu. Da ist auch ein Terminalprogram für den 128er im 80 Zeichen Modus dabei. Ob das nun das beste ist, keine Ahnung. Ich fands ganz brauchbar.

    Eine Frage an die Modem-Spezis: Ich stehe gerade auf dem Schlauch. Ich haben einen Testlauf durchgeführt von C64 über das 1200er auf die Synchronet Kiste. Das System reagiert soweit auch gut bis auf die Tatsache, dass dieses verdammte Modem (3com USR 56 K Pro Mes Fax) nicht abheben will. Ein wenig die Literatur gewälzt und der Befehl

    at s0=1 soll die Abhilfe bringen,

    damit soll das Modem sofort nach dem ersten Klingeln abheben. Dummerweise quittiert mir das Modem den Befehl mit "error". Die Kommandos kommen an, denn ein at s0=0 quittiert es brav mit OK.

    Wo ist mein Denkfehler. Kann mein 3com es einfach nicht oder mache ich irgendwas falsch.

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  • USR-Modems initialisierst Du für hiesige Bedürfnisse mit AT&F1,
    anders als andere Modems, die AT&F wollen.
    Das Modem soll nicht selbst abnehmen. Das macht die BBS-Software.
    Die reagiert auf die Meldung "RING", und sie müßte eine Option haben,
    wo stehjt, nach wievielen RINGs abgehoben wird. Dazu sendet sie dem
    Modem den Befehl "ATA". In der Konfiguration ist oft ein Sonderzeichen
    für <ENTER> hinter dem Kommando erforderlich, in DOS-Programmen oft das "|".

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  • Sind denn bei der Syncronet-Software keine Standard-Scripte bzw. Modem-Initialisierungen dabei? Normalerweise muss man sich um sowas nicht kümmern.
    In 90% der Fälle passen die vorhandenen Scripte - also bei den BBS-Programmen, die ich bisher im Einsatz hatte.

  • Bei denen, die ich hatte, war es oft Käse.
    Bietet sich schon an, seine Modemkommandos kennenzulernen,
    vor allem bei so einem attraktiven Gerät wie dem Message Pro.

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  • Bietet sich schon an, seine Modemkommandos kennenzulernen,

    Natürlich sollte man die als BBS-Betreiber kennen. Aber man muss ja nicht gleich alles von Grund auf neu machen. ;)

    Bei Standard-Modems haben die eigentlich immer gepasst. Einige wenige Exoten brauchten eine eigene Initialisierung.
    Aber die Abläufe bei der Rufannahme z.B. waren doch immer identische. Da musste man nichts anpassen.
    Komplizierter wurde es erst bei den ISDN-"Modems".

  • ius: Ah, super das war der richtige Hinweise gewesen..hoffe ich. Ich muss dann noch die Config von Sexpots (dort wird mit AT&F initialisiert) anpassen, aber heut nicht mehr.

    detlef: Ja, so soll es sein, wenn's richtig konfiguriert ist.

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  • Komplizierter wurde es erst bei den ISDN-"Modems".

    Aber auch viel toller.
    Wir haben dann die CallerIDs im RING ausgewertet, um bei ersten
    Anruf einer Nummer nur dann abzuheben, wenn wirklich neue Mail
    für dessen Adresse bereit lag. Dann wurden keine Gebühren fällig,
    wenn nichts bereit lag. Beim Zyxel Elite z.B. aber kam die Info erst in
    einer Zeile nach dem ersten RING, und noch mit dem Präfix "ID: ".
    Das war lustig. :wink: Aber es ließ sich in McMail irgendwie lösen.
    Ich glaube, "RING" wurde als Ignoriermeldung eingetragen und
    "ID:" als RING-Meldung genommen. Klingelte das Modem schon, wenn
    die Line nach einem BBS-User oder Poll wieder neu hochfuhr, hätte sich
    der User totgeklingelt, denn "ID: " kam nur 1x. Deswegen kam in die
    Initialisierung dann gleich noch ein "Anruf ablehnen". ATH, meine ich.

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  • Cooles Thema. Bastel ja selber auch mit sowas rum.
    Ich habe an meinem Linux-Server die auf dem Mainboard vorhandene COM-Schnittstelle nach außen geführt per Slotblech. Daran hängt ein US Robotics Modem, konfiguriert auf 2400 baud.
    Dahinter ist ein Asterisk Telefonieserver. Dieser ist konfiguriert, dass ich telefonieren kann, aber auch ist eine meiner Rufnummern so konfiguriert, dass von extern das Modem erreicht werden kann.
    Intern erreicht man das Modem über die Nummer 39. Ich komme leider (stabil) nicht über die 2400 baud hinaus.
    Momentan landet man bei Einwahl noch auf einer Linux-Shell. Da kann man sich als User erst mal ganz normal einloggen.
    Per login mit User/PW ppp/ppp kann man sich mit passendem Betriebssystem (z.B. unter Win9x) in mein Netzwerk einwählen.
    Hinzukommen soll noch ein bbs-Login, der sich per Telnet mit einem BBS-Rechner hier verbindet. Was ich da nehme, weiss ich noch nicht.
    Ich werde später noch ein paar Bilder/Videos posten.
    Schön, dass noch weitere an sowas was rumbasteln ^^

    Bis dann, ...... ritti ;)

  • Wir haben dann die CallerIDs im RING ausgewertet, um bei ersten
    Anruf einer Nummer nur dann abzuheben, wenn wirklich neue Mail
    für dessen Adresse bereit lag.

    Uih, ja. Solche Sachen haben wir auch gemacht, aber ich würde das jetzt nicht mehr so schnell zusammenbringen. Das ist immerhin über 20 Jahre her. :alt:

  • ius: Ich habe es ausprobiert, leider ohne Erfolg. Initialisierung mit AT&F1 geht, aber s0=0 wirft immer noch "error" aus. s0=1 geht nach wie vor mit OK.

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  • Das Kommando kannst Du komplett weglassen. :smile:
    Wenn ein RING kommt, muss ATA vom BBS-Programm
    ausgegeben werden, das ist das Kommando zum Abheben.

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  • mmh...Mist. Bei Synchronet muss es aber vermutlich genauso laufen. Ich sehe ja im Log-File, was die Dial-In Erweiterung tut. Zunächst initialisiert Sie das Modem, was auch funktioniert und dann versucht es via s0=1 den Modus im Modem zu ändern. So zumindest ist die Standard-Konfiguration. Ich wurschtel dann noch mal in der Synchronet Konfig rum, ob man dort noch was ändern.

    Gibt denn einen Grund warum dass Modem diesen Befehl mit error quittiert. Ich hatte eigl. verstanden, dass so ziemlich jedes Modem mit diesem standardisierten Befehlssatz (Name fällt mir gerade nicht ein, Hayes oder so) zurecht kommt. Ich führe noch einen Test mit einem anderem Modem durch, das mir für 1 € in die Hände gefallen ist, ist ein Elsa wie zuvor empfohlen.

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  • ich hab def. noch ein Konfig-Problem, aber so langsam komme ich der Sache näher. Nehmen wir zunächst mal an, dass ich ats0=1 für Synchronet brauche. Ich habe mir das Programm Phonetools beschafft, um das Modem besser auslesen und konfigurieren zu können. Das Programm hat auch ein Terminal. Ich stelle nun folg. fest:

    Phonetools Terminal:
    AT&F1 OK
    ATS0=1 OK

    Windows Hyperterminal:
    AT&F1 OK
    ATS0=1 error

    Sexpots Terminal:
    AT&F1 OK
    ATS0=1 error

    ,d.h. irgendetwas macht Phonetools richtig, was ich mit den anderen Terminals falsch mache. Ich habe das Modem auch direkt mal getestet nach der Konfiguration über Phonetools und es funktioniert einwandfrei, nimmt also sofort ab.

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  • Heute habe ich meine Euracom 180 bekommen. Als erstes habe ich 2 W48 Telefone an die Analoganschlüsse jeweils mit 2 Drähten an a/b angeschlossen (im Telefon ebenfalls an die Klemmen a/b). Das PC-Konfigurationsprogramm hat auch auf Anhieb funktioniert. Ich konnte den Apperaten Rufnummern zuweisen und die Daten in die Euracom zurückschreiben. Die Telefone geben beim Abheben auch ein Freizeichen (tut-tut-tut-----------tut-tut-tut----), aber wenn ich die Nummer des anderen Telefons wähle, klingelt es nicht. Sobald sich die Wählscheibe nach der jeweiligen gewählten Zahl wieder zurückgedreht hat, kommt wieder das Freizeichen. Was mache ich falsch ? Muss ich das Impulswahlverfahren irgendwo einstellen ? (habe aber nichts dazu gefunden).

    Grüße,
    Ralf

  • Das klingt alles sehr faszinierend, was ihr da schreibt. Ich verstehe fast gar nix. Naja,habe das alles nicht mitgemacht und mitbekommen. Die Mauer war dazwischen.

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