Check64 Interrupt Test meldet CIA1 Bad

  • Check64 Interrupt Test meldet CIA1 Bad

    Hallo,

    ich habe auf einem Assy 469 nahezu alle Bauelemente gewechselt. Das hab ich in Etappen gemacht und zwischendurch immer getestet ob noch alles funktioniert.
    Nun hat sich scheinbar aber doch bei Wechsel aller Bauelemente zwischen CPU und linkem Rand (Anschlüße oben, also der Teil vom Board um U2/Rom/Kernal und unterhalb User Port) doch irgendein Fehler eingeschlichen.
    Check64 meldet nun beim Interrupt Test einen Fehler bei CIA 1. Laut Servicehandbuch liegt das wohl an einer Störung im Timing. Punkt 5.14
    Bei beiden CIAs läuft die Uhr, TOD liegt auch fein an. Ich habe jetzt auch schon die meisten Verbindungen durchgeklingelt und auch per Oszi geschaut was da so anliegt und das bestmöglichst mit einem unverbasteltem Board verglichen. Kann halt nicht für jede Messung umbauen und hab nur Platz für ein aktives Board. An für sich hängen ja auch nicht so viele Bauelemente (primär Kerkos, die RPs habe ich original belassen) an U1 dran.
    Hat jemand einen heißen Tip?
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  • CapFuture1975 schrieb:

    Läuft denn das Board ansonsten? Hast Du beide CIAs mal gegeneinander getauscht?
    Ja, CIAs hab ich schon getauscht, auch schon andere drauf gemacht, werde das aber noch mal probieren, manchmal ist die Welt halt verquer. Lief aber mit der Konfig vorher wunderbar.
    Ansonsten läuft das Board mit manchen Sachen, mit anderen nicht. U2+ funktioniert, Sam läuft, auch manche Demos aber z.B. Coma Light 13 bringt beim 3. Part (mit den Silvesterraketen) nur noch Musik aber kein Bild und kommt auch nie aus diesem Teil raus.

    So, noch mal getestet, gesamter IC Satz läuft auf einem reloaded mk2 fehlerfrei. Somit muss der Fehler irgendwo auf dem Board sein.
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dukestah ()

  • Da CIA #1 BAD muss es /IRQ und nicht /NMI sein (das wäre CIA #2).

    Was alles auf "/IRQ" hängt:
    • U1 erzeugt "/IRQ" für die CPU = CIA #1 Pin 21 geht auf CPU Pin 3.
    • Außerdem hängt der Expansionport Pin 4 auf /IRQ.
    • RP4 Pin 2 ist der Pullup für /IRQ auf +5 V.
    • VIC Pin 8 ist auch noch /IRQ.
    Da müsstest du fündig werden. Was ist für eine 6526-Type verbaut auf U1?

    [EDIT: Typos]
    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten."
    (Quelle unbekannt)

    "Lege dich nie mit einem Idioten an! Er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dann mit seiner Erfahrung!"
    (Volksmund)
  • kinzi schrieb:

    Was alles auf "/IRQ" hängt:


    U1 erzeugt "/IRQ" für die CPU = CIA #1 Pin 21 geht auf CPU Pin 3.

    Außerdem hängt der Expansionport Pin 4 auf /IRQ.

    RP4 Pin 2 ist der Pullup für /IRQ auf +5 V.

    VIC Pin 8 ist auch noch /IRQ.
    Alles bestens miteinander verbunden und IC-frei mit Betriebsspannung auch auf 5 V

    kinzi schrieb:

    Was ist für eine 6526-Type verbaut auf U1?
    aktuell Standard 6526 2584, ist jetzt aber schon die dritte oder so, Ergebnis ist immer gleich.

    Aber, ich habe gerade mal Pin21 an U2 geprüft, da liegen keine 5 V an. Die müssten ja über RP3 hochgezogen werden. Der hat zwar 5 V aber seine Abgänge Pin 2 nicht. Also zieht ihn da irgendwas runter oder er ist hin...
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  • dukestah schrieb:

    Aber, ich habe gerade mal Pin21 an U2 geprüft, da liegen keine 5 V an. Die müssten ja über RP3 hochgezogen werden. Der hat zwar 5 V aber seine Abgänge Pin 2 nicht. Also zieht ihn da irgendwas runter oder er ist hin...
    Das ist /NMI, wird von U22e Pn 10 angesteuert. Der Expansionport Pin D ist auch dran. U22e wird seinerseits an Pin 11 direkt vom "großen PLA" (aka "Super-IC") Pin 8 angesteuert. Das "Super-PLA" seiterseits wertet über L4, R17 und ein C mit 4,7 nF ohne Bezeichnung und über Gatter U23e (Pin 11/10) von der Tastatur kommend das /RESTORE-Signal aus.

    Ich hatte das mal bei einer 250469 Rev. 3 aus einem Aldi-C64, da dachte ich, das "Super-PLA" ist defekt. Nach Tausch das gleiche Ergebnis. Schuld war Pin 11 oder 10 (weiß nicht mehr) bei U22 oder 23 (weiß ich auch nicht mehr genau) mit schlechter Lötstelle.

    [EDIT: Typos]
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  • kinzi schrieb:

    Das ist /NMI, wird von U22e Pn 10 angesteuert. Der Expansionport Pin D ist auch dran. U22e wird seinerseits an Pin 11 direkt vom "großen PLA" (aka "Super-IC") Pin 8 angesteuert. Das "Super-PLA" seiterseits wertet über L4, R17 und ein C mit 4,7 nF ohne Bezeichnung über Gatter U23e (Pin 11/10) von der Tastatur kommend das /RESTORE-Signal aus.
    Wenn ich U22 ziehe dann ist auf U2 Pin 21 5 V. Vom U8 kommt ein high Signal auf U22 Pin 11.
    Jetzt weiß ich halt nicht, soll das so sein? Es steckt ausser U10, U11, U8, U3, U20, U23 und U18 nichts mehr auf dem Board. Keine Ahnung was U8 da beim Einschalten versucht.

    Auf einem funktionierendem Board liegt U2 Pin 21 nicht auf Low nach dem Einschalten. Also mal U22 tauschen? Den müsste ich kannibalisieren...
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  • Ich bin der Meinung, genau dieses Problem hatte ich auch. Es ist aber zu lange her, ich weiß es nicht mehr genau. Daher ging ich von einem defektem U8 aus. War er aber nicht. Es war irgendwas an U22 / U23.

    [EDIT]

    Möglich, dass sich U8 beim Einschalten anders verhält als die diskrete Schaltung auf den alten Boards, wenn der RESTORE-Eingang von U23 blockiert wird. Trenn die Verbindung zu U23 mal auf.

    [/EDIT]
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  • So, U 22 getauscht, Ergebnis ist das Gleiche. Auch wenn ich U23 ziehe tut sich da nichts. Hab auch R17 gecheckt, dachte erst die Durchkontaktierung wäre fehlerhaft aber passt auch. kopfkratz...

    Zusatz:
    Habe nun auch U23 gewechselt, immer noch keine Änderung bei Check64.
    Aber wenn ich entweder U22 oder U23 ziehe dann geht U2 Pin 21 auf high und bleibt auch da, allerdings startet dann der 64er nicht mehr (schwarzer Bildschirm)

    Habe jetzt mit einigem Gefummel zwei Boards nebeneinander und vergleiche mal. Wesentlicher Unterschied ist U22. Da ist beim 'fehlerhaften' Pin 10 auf Low und 11 auf High, beim funktionierenden genau umgekehrt. Jetzt geh ich mal auf die Suche. U23 verhält sich scheinbar erst mal gleich bei beiden.

    Zusatz2:
    mir fällt gerade ein, ich habe den Tastaturanschluß ausgelötet, da sind doch bestimmt paar VIAs dabei. Das schau ich mir mal an.
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    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von dukestah ()

  • dukestah schrieb:

    Aber wenn ich entweder U22 oder U23 ziehe dann geht U2 Pin 21 auf high und bleibt auch da, allerdings startet dann der 64er nicht mehr (schwarzer Bildschirm)
    Ich hab damals die entsprechenden Beinchen durchgezwickt. Wenn du das iC komplett ziehst und einschaltest, fehlen ein paar anderen wichtige Gatter, deshalb bleibt es dunkel.

    D. h., U8 müsste normal arbeiten. Ist der 4,7 nF denn in Ordnung?
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  • kinzi schrieb:

    dukestah schrieb:

    Aber wenn ich entweder U22 oder U23 ziehe dann geht U2 Pin 21 auf high und bleibt auch da, allerdings startet dann der 64er nicht mehr (schwarzer Bildschirm)
    Ich hab damals die entsprechenden Beinchen durchgezwickt. Wenn du das iC komplett ziehst und einschaltest, fehlen ein paar anderen wichtige Gatter, deshalb bleibt es dunkel.
    D. h., U8 müsste normal arbeiten. Ist der 4,7 nF denn in Ordnung?
    Ich brauch ja erst mal nur ein Pin etwas wegbiegen, ist ja bis auf U8 alles gesockelt.
    Ist der 4,7 nF einer von den gelben liegenden?
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  • Lustigerweise hat er keinen Namen, nur einen Wert:



    Er ist in der Nähe von R17, siehe Ausschnitt. Allerdings habe ich mich getäuscht, es müsste ein Elko sein (da ist ein "+" im Schaltplan) und 4,7 heißt 4,7 µF, wenn ich mir die anderen Cs so ansehe.
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  • So, es war ja fast klar, dass die Lösung am Ende so trivial ist.
    Trotz x-mal drüber schauen und trotz das Kinzi nochmal das Bild aus dem Schaltplan gepostet hat, hab ich's doch erst heute nun gefunden. Der R17 10k Widerstand ist im Service Handbuch in der Stückliste als 10 Ohm Widerstand angegeben. Da ich nach Stückliste gewechselt habe ging das eben schief. Dadurch funktioniert natürlich die NMI Schaltung nicht. R9 ist übrigens auch falsch.
    Widerstand gewechselt und nun läuft das Board. Auch Coma Light 13 läuft und macht lustig mit dem NMI rum, deswegen hing das schon beim ersten Digisample.
    Vielen Dank an @kinzi

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  • +1 :thumbup:

    Unglaublich, was für Prügel einem Krummodore auch nach 35 Jahren noch zwischen die Beinde hauen kann! :D
    Es steht aber nicht zufällig etwas von "All resistors in kOhm unless otherwise written" o. ä. irgendwo? Das wird nämlich auch ganz gern mal gemacht (ich gebe zu, vor allem bei Cs).
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  • kinzi schrieb:

    Es steht aber nicht zufällig etwas von "All resistors in kOhm unless otherwise written" o. ä. irgendwo?
    Auf dem Schaltplan steht's ja so aber in der Stückliste werden ja auch k Widerstände erwähnt. Deswegen bin ich halt von ausgegangen, dass das schon so stimmen wird. Gut, das 10 Ohm zweimal auftaucht hätte schon stutzig machen sollen aber schließlich haben sich das ja bestimmt schon viele Leute angeschaut, so in den letzten 35 Jahren :rtfm: :lol23:

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  • Du wirst lachen, ich hab mir die Stücklisten noch nie angeschaut. Mir reicht im Normalfall der Schaltplan. Ich will ja keine Serien nachbestücken. :D
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  • kinzi schrieb:

    Du wirst lachen, ich hab mir die Stücklisten noch nie angeschaut. Mir reicht im Normalfall der Schaltplan. Ich will ja keine Serien nachbestücken.
    hehe, ja, ist ja zum Standard Fehlersuchen auch wesentlich sinnvoller, nur war bei mir die Aufgabenstellung diesmal eben alles (oder so gut wie alles) nachbestücken, naja, wieder etwas schlauer :)
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