80 Zeichen Modus für C64 nachrüsten intern?

  • zrs1 schrieb:

    Was ich weiter oben gepostet habe hat einen Font, den ich von Hand aus dem Amiga "Topaz" Font konvertiert habe, das finde ich persönlich sogar recht lesbar. Habe noch eine reine Software-Lösung gefunden, bei der das C64 Basic im 80-Spalten Modus läuft -- ziemlich cool und flott, allerdings gefällt mir da keiner der 4 Fonts so richtig.
    80columns hatte ich damals™ auch zwischen und der original dort eingebaute 4x8 Font mit den 6 Pixel hohen Großbuchstaben sorgt für halbwegs brauchbare Zeilenabstände und war weitgehend Inspiration für meinen eigenen Entwurf:



    Den Font habe ich verschiedentlich in 40-Zeichen-Anwendungen für den VC-20 eingesetzt. Nur ASCII, da der Font ohnehin in einer Bitmap lebt. Jegliche grafische "Dekoration" kann ich auch so drumherum haben, ohne die "grafischen Zeichen" von PETSCII bemühen zu müssen.

    Wichtig ist die "Lesekante" - also der obere Rand der Kleinbuchstuben (ohne Oberlängen). Das Auge nutzt die als Leitlinie. Viele andere 4x8 Fonts machen das verkehrt und haben da unterschiedliche Höhen. Das stört den Lesefluß ungemein.

    Die Ziffern mögen zwar recht "brutal" aussehen, aber ich wollte den Buchstaben O rund und die Ziffer 0 klar unterscheidbar davon haben ohne sperrigen Punkt in der Mitte. Die Ziffern sind daher von einer 7-Segment-Anzeige abgeleitet.

    Das kleine "z" bekommt man irgendwie nicht besser hin, das kleine "r" ginge noch anders - ich hab's aber so schon lange im Einsatz und laß es so. ^^

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  • zrs1 schrieb:

    Tatsächlich sind sogar nur 3 Pixel nutzbar, man braucht ja Abstände -- einen guten Font dafür zu bauen ist in der Tat nicht einfach
    Da ich kürzlich mit Interlace Tricks gearbeitet habe, um durch Animations-Kantenglättung (also unter Einbezug von Zwischenfarben, die durch schnelles Hin-und-herschalten entstehen) die Auflösung des C64 optisch zu verfeinern, könnte ich mir vorstellen, sowas mal zu Testzwecken auch bei den 4-Pixel-breiten Fonts anzuwenden. Es könnte sein, dass durch die möglichen Zwischentöne an den "runden" Ecken (die bei üblichen Fonts durch Weglassen der Eck-Pixels entstehen) die schmalen Fonts etwas besser lesbar werden. Da es nur um einzelne Pixel geht, könnte es zudem sein, dass das Flimmern nur wenig auffällt. Ich werde meinen 80-Zeichen-Font dahingehend erweitern und demnächst hier das Ergebnis mal zeigen. Probieren geht über studieren.

    Das wäre dann aber natürlich auch nur wieder Teil einer Software-Lösung und dank Interlaced Darstellung sicherlich nicht für jeden Zweck geeignet.
  • So, mein Zeichensatz (eigentlich sind es zwei) ist jetzt fertig und zwei damit gebaute Screens gehen gleich an ALeX raus, mit der freundlichen Bitte, daraus einen Dummy zu generieren. Wenn das Ergebnis nicht allzu fürchterlich aussieht, lade ich es wahrscheinlich heute Abend hier hoch.
  • Okay ich sehe ich habe noch viel zu lernen.
    So lege ich den Gedankemn mal auf Eis und warte bis ich was gelernt habe.
    Gibt es heute noch einfache 80 Zeichen Chips die einfach beschaffbar sind?
    In the information war
    new codes must be devised.
    Knowledge is Power!
    Anterior, 1989
  • Solche Chips gab es eigentlich nie- die TI-Grafikchips waren ähnlich einfach anzuwenden wie der VDC, aber hatten nur 40 Zeichen. Der 6845 war universell verwendbar, aber braucht einiges an Zusatzschaltung. Und die CGA-Chips bekam man als Endkunde nicht einzeln, sondern nur als komplette PC-Steckkarte.

    Die VGA-Module aus der Arduino/Microcontroller-Welt sind antürlich eine Option, aber das serielle Interface bildet natürlich einen Flaschenhals hinsichtlich der Ausgabegeschwindigkeit.
  • My EasyFlash3 IRC program uses a 4x8 font that utilizies all 4 pixels width, so there is basically no spacing between letters. For some reason your mind makes up the spacing and I think everything looks more readable than the tiny 3x8 font (I tried with both and decided on this one) :

  • HyBird schrieb:

    Gibt es heute noch einfache 80 Zeichen Chips die einfach beschaffbar sind?
    Ich würde meinen: den VDC (8563/8568).
    Erstens ist die Beschaltung klar (man sehe sich den C128 an). Zweitens ist die Programmierung klar und einfach (siehe C128-ROM-Listing). Drittens dürfte er noch relativ einfach beschaffbar sein, irgendjemand im Forum hatte da noch welche, such doch mal über eine Anzeige im Marktplatz. Ansonsten hat Wiesel vielleicht welche, der hat doch den ganzen MOS-IC-Weltmarkt (laut eigener Presseaussendung) aufgekauft.
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    (Quelle unbekannt)

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  • Ich find ja Software-Lösungen immer noch "sexy", aber das liegt vielleicht an meiner generellen Prägung -- verdiene ja auch meine Brötchen in der Softwareentwicklung. So wie es jetzt aussieht hat man da die Wahl -- das von mir gepostete "80columns" in der überarbeiteten Variante von Michael Steil ist wohl die performanteste Lösung im Hires-Mode; wer es schneller will kann dann die von ogd verlinkte Interlace-Lösung mit zwei alternierenden Text-Screens nehmen (und hoffentlich keine epileptischen Anfälle kriegen) :D


    Tom-Cat schrieb:

    For some reason your mind makes up the spacing
    Actually, I'm very surprised how readable the text in your screenshot looks. I wouldn't have expected that, it seems like a decent alternative to the typical 3x8 fonts for software-80cols.
  • mc71 schrieb:

    Da es wohl nicht alle gelesen haben;: Dieser Thread, erste Seite, Posting Numero 10 von guidol. Mit Bildchen, zum Gucken. Deutschsprachhige Infos sollten sich im Netz finden lassen.
    Danke!

    Aber dieses hobbytronics-Teil scheint es leider exklusiv nur bei Hobbytronics zu geben. Ich habe keine andere Quelle gefunden.
    PET 2001 / CBM 3032 / CBM 3040+4040 / CBM 8250 (Dauerleihgabe) / C64+1541 / VC20

  • So, ALeX hat mir die Demo zurückgeschickt und ich bin nicht unzufrieden. Natürlich kann man ein leichtes Flimmern erkennen – je höher der Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund, desto stärker. Aber z.B. Hellblau/Blau-Kombinationen oder sogar Grün/Schwarz funktionieren meines Erachtens sehr gut. Was soll denn nun mein Experiment zeigen? Das einzelne Zeichen besser lesbar werden, wenn man sie mit einer Mischfarbe zwischen Schriftfarbe und Hintergrund kantenglättet, weil das einzelne Zeichen etwas mehr Zusammenhalt bekommt und sich dadurch von den umliegenden Zeichen besser trennt. Nur kann der C64 in Hires keine dritte Farbe innerhalb eines Blocks darstellen. Und so kam ich auf die Idee, die dritte Farbe per Interlacing zu erzeugen.

    In VICE flimmern die Glättungs-Pixel mehr als auf echter Hardware. Auf meinem Monitor (1084S) sieht das Bild (bis auf die weiße Schrift) recht ruhig aus – und die Formen der einzelnen Zeichen lassen sich besser erkennen als die ungeglättete Schrift, die ich zum Vergleich abgebildet habe. Natürlich kommt man an eine Darstellung mit echten 640 Pixeln in der Breite nicht heran – aber besser lesbar als mit den üblichen 3x8-Fonts ist es meines Erachtens schon.



    Natürlich wäre das ganze als funktionierendes Programm nicht simpel zu entwickeln, da man schon für die stehenden Darstellung 2 Hires-Screens vorhalten müsste. Scrolling wäre wahrscheinlich eine Herausforderung. Aber wenn das jemand angehen möchte, kann ich ihm gerne meine beiden Fonts zur Verfügung stellen. Z.Z. sind es aber nur Bitmaps, die ich erst noch konvertieren müsste.
    Dateien
  • Ich kann mich daran erinnern, daß es in einer 64'er eine fertige Software gab die das bereits konnte. Sie machten sogar Werbung auf dem Titelblatt damit.
    Wem es beim Bit zählen schwindelig wird, der hat zuviel davon.

    Alt werden ist schön, das Altern nicht.
  • Gikauf schrieb:

    Ich kann mich daran erinnern, daß es in einer 64'er eine fertige Software gab die das bereits konnte.
    Meinst du Interlace? Dann doch vielleicht eher das weiter oben beschrieben Verfahren, Interlace zum Umschalten zweier Text-Screens zu nutzen, um eine höhere Scrollgeschwindigkeit bei 80 Zeichen zu erzielen, oder? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die 64’er sich um typografischen Feinheiten, wie kantengeglättete (und damit besser lesbare) Fonts, gekümmert hat. Aber vielleicht könnte man ja beide Verfahren kombinieren – wobei das Interlace-Geflimmere bei den 2 Textscreens schon infernalisch gegenüber meinem Prinzip ist. Das liegt einfach daran, das es weniger flimmert, wenn die umzuschaltenden Screens nur wenige Unterschiede aufweisen – bei mir sind es nur wenige Pixel je Character.

    Mich würde ja das Urteil Anderer interessieren: Wie empfindet ihr meine Interlaced-Font-Darstellung auf einem echten C64? Ist das eine Idee, die man weiter verfolgen sollte?
  • Kann ich dir nicht sagen, ich bin mir noch nicht einmal ganz sicher ob es eine 64'er war. Ganz sicher bin ich mir aber, mit der Titelseite, daß es eine spezielle C64 Zeitschtift war, daß sie im Kiosk zu kaufen war und daß eine Diskette mit dabei war.
    Wem es beim Bit zählen schwindelig wird, der hat zuviel davon.

    Alt werden ist schön, das Altern nicht.