Präzisionssockel von Reichelt - Querstreben brechen sehr leicht

Es gibt 36 Antworten in diesem Thema, welches 7.185 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (31. Januar 2018 um 22:40) ist von Kosmas.

  • Ich habe auf meinem 250425er Board Präzisionssockel von Reichelt
    verbaut. Leider sind die extrem empfindlich beim Ausbau von ICs,
    die Querstreben zwischen den einzelnen Reihen brechen schneller
    als man schauen kann, selbst bei extremer Vorsicht.

    Ich hebele schon äusserst weit außen, nahe der Pin Reihen.

    Habt Ihr eventuell mit anderen Sockeln bessere Erfahrungen
    gemacht, benutzt Ihr ein spezielles Werkzeug oder stelle ich mich
    generell einfach nur doof an?

    Chris

    Unglücksrabe

    C64, C128, Amiga 500, Amiga 1200/030, Amiga2000/030, Amiga3000/060, Athlon XP3200+/Voodoo5 5500

  • stelle ich mich
    generell einfach nur doof an?

    Ja. :honk:

    Wie alt sind die Sockel? Hast du noch mehr aus der selben Bestellung oder aus einer späteren Bestellung die genauso schlecht sind?
    Was sagt denn Reichelt dazu?
    Womit hebelst du da dran rum?

  • Die sind noch nicht sehr alt, ich hebele mit einen kleinen Schraubendreher
    ziemlich nahe am Rand, also an den Stiftleisten.

    Immer auf beiden Seiten abwechselnd.

    Reichelt hab ich nicht gefragt was die dazu sagen :D

    Ich meine aber daß ich schon welche hatte die nicht ganz so empfindlich sind,
    wie soll man die ICs denn sonst noch herausbekommen wenn nicht mit hebeln.

    Außer es gibt eben doch ein spezielles Werkzeug.

    Chris

    Unglücksrabe

    C64, C128, Amiga 500, Amiga 1200/030, Amiga2000/030, Amiga3000/060, Athlon XP3200+/Voodoo5 5500

  • Also ich hab mal sowas hier geschenkt bekommen:
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    Das hat mal irgendein Chinese gratis beigelegt.
    Ist wohl hierfür eher das falsche Werkzeug, was wohl erklärt warum auf meiner Verpackung bereits Staub ist.

    Aber da gibts ja noch sowas hier: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    Könnteste versuchen.
    Ich nutz aber eigentlich auch nur flache Schraubendreher. Bei ganz ganz ganz alten Sockeln, die ich nicht tauschen möchte weil die Platine noch älter ist leg ich ganz gern nen kleinen Stapel Reste von Lochrasterplatinen oder ähnliches Gerümpel neben den Sockel, sodass ich nur darauf Druck ausüben muss, und nicht auf den Steg vom Sockel. Ist mir aber trotzdem ein Rätsel was bei dir falsch läuft. Bei neuen Sockeln hab ich's noch nie geschafft da was zu brechen. Hast du die ICs vielleicht im Suff versehentlich auf die Sockel gelötet?! :P Also ich würde Reichelt befragen wenn das häufiger passiert. Die sind erfahrungsgemäß recht kulant was Erstattungen angeht, gerad wenn man da schon häufiger bestellt hat.

  • wie soll man die ICs denn sonst noch herausbekommen wenn nicht mit hebeln.

    Außer es gibt eben doch ein spezielles Werkzeug.


    Gibt es, nennt sich Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. (oder auch Aus- oder Abzieher)

  • Ja, das Problem kenne ich.
    Entweder irgendwas anderes als Hebel nehmen (Finger geht gut und schnell, auch wenns nicht sonderlich angenehm ist) oder ein "IC-Ausziehwerkzeug" für DIP verwenden (das von Lt. Dan is für PLCC/SOJ): Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Das PLCC Werkzeug kenne ich und habe damit so meine "Erfahrung" gemacht. Da ist
    es wirklich besser die Chips einmal kurz anzudrücken bis es "knackt" und dann an den
    Öffnungen mit den einzelnen Hebeln von dem Werkzeug zu drücken. Alte Sockel fixiere ich
    außen noch mir einem Kabelbinder.

    Wenn man mit der billig PLCC Zange abrutscht hat man sich schnell den Chip oder den
    Sockel ruiniert.

    War auch nicht der erste DIP IC den ich heraushebele, aber die Empfindlichkeit der
    neuen Sockel überrascht mich doch. Das kenne ich schlicht so nicht.

    Etwas unterlegen geht auch nicht überall, speziell da wo Abblockkondensatoren neben
    den Sockeln sind ist oft nicht genug Platz - auch nicht für die Finger.

    Ich glaube ich versuch mal das Werkzeug von Henning. Das nervt mich nämlich schon
    sehr dass die Sockel dann nicht mehr "perfekt" sind - wenn Sie auch funktionieren.

    Chris

    Unglücksrabe

    C64, C128, Amiga 500, Amiga 1200/030, Amiga2000/030, Amiga3000/060, Athlon XP3200+/Voodoo5 5500

  • Mein halbes Leben benutze ich die gedrehten und vergoldeten Präzisionssockel von Reichelt. Da ist noch NIE etwas gebrochen oder kaputt gegangen. Aber ich weiß jetzt warum die MKx Boards Nullkraft Sockel haben. Bisher dachte ich das es diesen Fall wirklich nicht geben könnte, aber man wird tatsächlich immer nochmal eines Besseren belehrt. Nix für ungut, dass meine ich nicht böse. Du mußt dringend an Deiner Hebeltechnik arbeiten oder aber ein IC Ausziehwerkzeug kaufen.

    Gruß
    Tom / Pentagon

  • (das von Lt. Dan is für PLCC/SOJ)

    Das PLCC Werkzeug kenne ich

    Was habt ihr denn jetzt damit? Hab doch gleich dazugeschrieben, dass das hier nicht weiter hilft und gleich darunter das richtige Werkzeug verlinkt. ;) War doch nur so "btw. es gibt da noch was anderes". ;)

  • Alles gut. Ich wollte lediglich wissen ob noch andere
    das Problem kennen. Scheinbar ja, bis auf einige
    Ausnahmen die das schon Ihr Leben lang machen.

    Ich aber eben nicht... :rolleyes:

    Chris

    Unglücksrabe

    C64, C128, Amiga 500, Amiga 1200/030, Amiga2000/030, Amiga3000/060, Athlon XP3200+/Voodoo5 5500

  • Dieses Werkzeug ist nicht für IC Sockel geeignet:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    :bgdev

  • Okay, das war gemein. Konstruktiv dazu, könntest Du vorsichtig mit einem flachen Schraubendreher zwischen IC und Sockel gehen und dann einfach leicht hin- und herschiebend das IC aushebeln. Das sollte eigentlich gut funktionieren. Die Präzsionssockel haben einen anderen Nachteil. Die Haltekraft lässt irgendwann nach und das leiert alles aus, wenn man das zu oft macht. Und bei der Schraubendreher Methode könnte man theoretisch wirklich abrutschen und haut dann die Spitze in die Platine rein.

    Am besten ist wirklich ein Hebelwerkzeug und dann einfach gerade nach oben abziehen.

    Gruß
    Tom

  • Leider sind die extrem empfindlich beim Ausbau von ICs,
    die Querstreben zwischen den einzelnen Reihen brechen schneller
    als man schauen kann, selbst bei extremer Vorsicht.

    Ja, die Streben setzen nicht auf dem Board auf. Gerade bei ausgelöteten ICs, die ja schon schwer reingehen, passiert das ab und an. Ausser unterfüttern hab ich da auch noch keine sinnvolle Idee, diese Aushebelzange ist übrigens auch Unsinn, damit hab ich noch nie einen IC der etwas fest saß rausbekommen.
    Was ich dann meist mache ist Prinzip Hebel, etwas festes neben den Sockel und einen dünnen Schraubendreher als Hebel verwenden, also nicht verdrehen sondern raushebeln. Aber sachte, kommt der IC recht unerwartet raus verbiegt das meist ein paar der Pins.

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  • Gerade bei ausgelöteten ICs, die ja schon schwer reingehen

    Dafür nimmt aber auch keine gedrehten Präzisionssockel sondern die günstigen Federsockel. Wenn man ausgelötete IC in die gedrehten Sockel reinpresst, dann sind die Sockel auch sofort hinüber. Die sind dafür einfach nicht geeignet. Ansonsten volle Zustimmung, das "Schraubendreherhebelprinzip" funktioniert für mich auch am Besten.

    Gruß
    Tom

  • Dafür nimmt aber auch keine gedrehten Präzisionssockel sondern die günstigen Federsockel.

    An für sich richtig aber manche mögen wieder keine Federkontaktsockel. Ich versuch die Pins bestmöglich lotfrei zu bekommen, dann geht das meist schon ganz gut.

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  • Ich seh da grade ne Marktlücke: Präzisionspins einlöten, darauf dann ne Adapterplatine worauf sich der Chip als DIP-SMD Hybrid befindet (Pins unters Gehäuse gebogen [wie bei SOJ/PLCC] und dann auf die Adapterplatine gelötet).

  • nimm 2 flache Schraubendreher und geh von der ggü liegendenden seite gleichzeitg ran . das halbiert die kraft die auf einen sehr kleinen druckpunkt am sockel einwirkt

  • Alle Jahre wieder... und die beiden folgenden Threads sind bestimmt nicht die einzigsten die man hier im Forum zum Thema "wie man IC's entfernt" findet!

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    Hier ein Video wie man es machen sollte/könnte wenn man wollte ;)
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    MfG Dirk

  • Ich benutze hier zu Hause alles mögliche zum Entfernen von ICs. Ich habe auch die IC Zange, den Geifer und natürlich benutze ich auch mal den Schraubenzieher dafür. Unter anderem habe ich aber auch dieses wunderschöne Exemplar, sogar mit Erdungspin.