Amiga 500 defekt wegen netzteil?

  • Amiga 500 defekt wegen netzteil?

    Hallo zusammen,
    hab heute zwei Amiga 500 geschrottet. Sieht so aus als wäre das Netzteil schuld. Es hörte sich an als wäre im A500 ein Kondensator hochgegangen und es hat natürlich auch schön sauber geraucht und gestunken. Hab natürlich dann vor lauter blöd den zweiten
    A500 auch mit diesem Netzteil betrieben und das Ergebnis war das selbe, wieder bumm, rauch und gestank... hab jetzt ein anderes Netzteil angeschlossen. Ergebnis: beide A500 booten von dem Gotek Laufwerk, Ton ist da, Bild ist da, Joyport 2 funktioiert,
    Joyport 1 ist defekt, Tastatur funktioniert. Hab mal das Board ausgebaut, ist Revision 6A. Leider konnte man bei beiden Boards nichts sehen. Jetzt ist die Frage wo ich mit meiner Suche beginnen sollte. Die Kondensatoren sehen auf den ersten Blick alle in Ordnung
    aus, was ja nix heissen soll.....
    Vielleicht weiß jemand Rat.....
    Danke!
    Gruß Christian
  • Hallo,
    es ist definittiv ein A500 Netzteil, hatte die A500 jetzt gute zwei Jahre damit in Betrieb. Ich hab mal a bisserl gegoogelt, auf einer Seite meinte einer das da beim Joyport Vorwiederstände sind die sich gern in Luft auflösen,
    jetzt sollte man nur wissen welche das sind..... die sehen alle gut aus. Mir bleibt dann wohl nix anderes als erst einmal alles durch zu Messen......
    Gruß Christian
  • sehe ich das richtig ? Hat der ne Beule oder wie hast du das rausbekommen ob der defekt ist ?

    Falls du an dem nen Kurzschluss gemessen haben solltest, der C aber noch normal aussieht, dann wird der Schluss eher wo anders liegen weil die elkos auf irgendwelchen
    Versorgungsleitungen sitzen wo an mehrere ICs gleichzeitig gehen können. in so einem Fall müsstest du den Elko dann rauslöten und nochmal messen um sicher zu gehen.

    welchen Einbauplatz hat der Elko? sollte beim Elko in der Nähe stehen
  • C821 ist im Schaltbild auf Seite 9 oben links beim Power-in der 12V-Versorgung einer der Siebelkos.

    Miss mal am defekten Netzteil was da an Spannungen raus kommt. Da dürften auf den 12V deutlich mehr raus kommen.
    Reparaturtipps auf eigene Gefahr! Ihr seid alt genug, um zu wissen, was Ihr tut. ;)

  • hi
    den Elko hats zerlegt, der is unten aufgerissen, der hat auch schön geraucht. Das Netzteil hab ich mal zur Seite gelegt, hab ja noch eins. Das liefert mit Sicherheit mehr als 12 V. Ich hoffe nur das nicht noch was anderes Defekt ist.
    Soweit würde der Amiga ja auch funktionieren, nur der Joyport1 nimmt zb. den Feuerbutten nicht mehr an. Naja ich warte jetzt mal bis der Elko da ist und ich tausch den mal, und dann seh ich weiter.

    Gruß Christian
  • Bei meinen Amiga 500 sind alle Netzteile überarbeitet (gereinigt und Elkos getauscht), um sowas, was bei Dir passiert ist, zu umgehen.
    Meistens sind in den alten Amiga Netzteilen die Elkos schuld, bei defekten. Alle meine 3 Amiga 500 und auch mein Amiga 500 Plus wurden
    komplett überholt und mit neuen Elkos (Panasonic FC Serie) und neuen Sockeln (Präzisionssockel) ausgestattet. Seitdem habe ich keine
    Kontaktprobleme mehr. Diese Prozedur hat auch mein 1987ziger Amiga 500 durch, der lief gar nicht mehr richtig. 2 Elkos ausgelaufen und
    Probleme mit den ollen Federkontaktsockeln. Die Sockel sind alle rausgeflogen, sowie alle Elkos. Seitdem Wechsel, jetzt 2 Jahre her, läuft mein
    1987 A500 mit ACA500 Plus & ACA 1232/25 wieder einwandfrei. Das Netzteil (4,3 Ampere) wurde ebenfalls mit neuen Elkos ausgestattet.
    Seitdem keine Spannungsschwankungen mehr.
    Commodore Amiga :amiga: , Commodore C64 :commodore:
  • Der Tausch des weggeflogenen Elko wird dein Portproblem nicht beseitigen. Der 500er muss auch ohne laufen. Das ist nur nochmal zusätzliche Siebung.

    Wenn's nur der Firebutton ist, dann hat's den CIA auf U7 zerrissen. Wenn's eine der Richtungen ist, kannste Glück haben und es ist nur der Multiplexer auf U15.

    Tausch mal die beiden CIAs untereinander. Wenn anschließend der Joyport geht, der RS232 nicht mehr, hat's den CIA zerrissen.
    Reparaturtipps auf eigene Gefahr! Ihr seid alt genug, um zu wissen, was Ihr tut. ;)

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  • wenn irgendwelche halbleiter, in dem fall schottky dioden / freilaufdioden durchgehen, kann auch Wechselspannung an den DC ausgang kommen. Bei einem Flyback Converter müssen die Schottky Dioden auf der Sekundärseite des Trafos deshalb auch eine sehr hohe oder ausreichend hohe Revers-Spannung haben , da das Flyback verhalten auf ständiges "Umpolen" der Spannungsrichtung
    des Transformators beruht und nur in eine Richtung darf deshalb was durch, sonst kann das übel aussehen für die Last.
    EDIT: Vor allem die Spannungsspitzen im Reversverhalten sind tödlich


    Elkos tauschen ist eine gute Idee. Zusätzlich sollte aber vor allem bei den 4,5 ampere netzteilen des amigas auch die Wärmeleitpaste erneuert werden.