Billig-TFT am C64

  • Billig-TFT am C64

    Ich habe mir vor einiger Zeit in der Bucht für 13€ ein Billigst-TFT bestellt, das ich nutzen wollte, um die Video-Ausgabe der alten Hardware "auf die Schnelle" direkt auf der Werkbank testen zu können:



    Als ich das Teil dann nach ein paar Wochen in der Hand hatte, mußte ich feststellen, daß ich beim Anschluß an den C64 kein Bild bekomme, nur ein sporadisches Flackern. Allzu sehr hat mich das dann auch nicht überrascht. Bei der darauffolgenden Recherche bin ich auf diese Seite gestoßen. Dort wird ein sehr ähnliches Problem beschrieben und sehr vage eine etwas abenteuerliche Lösung. Diese Lösung habe ich versucht zu vereinfachen und dabei vermutlich noch abenteuerlicher gemacht (weitere Details hier):



    Nachdem nun wieder ein paar Wochen zur Beschaffung der nötigen Teile vergangen sind, habe ich das ganze letzte Nacht auf einem Steckbrett zusammengeschustert und zu meiner Überraschung tatsächlich ein dem Preis des TFT angemessenes Bild erhalten:



    Aber irgendwie ging mir das verdächtig einfach, daher hätte ich gerne Eure Meinung dazu gehört. Insbesondere zu der Frage, ob ich mit dieser Konstruktion meine Video-Quelle gefährde. Wenn nein, kann ich ja nicht ganz falsch liegen (siehe Bild ;) ), aber es gibt bestimmt noch Raum für weitere Verbesserung/Vereinfachung - besonders wo die Elektronik ins analoge abdriftet tue ich mich schwer und hab noch viel zu lernen. Also, laßt hören aber seid bitte nicht allzu streng mit mir... :nixwiss:
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  • CapFuture1975 schrieb:

    Genug Off-Topic, welche Mosfets hast Du denn verwendet?
    Was ich so da hatte und was ins Brett paßte: 2N7000. Aber auch da lasse ich mich gerne belehren!

    Momentan denke ich über eine SMD-Variante nach, die ich mit in das Gehäuse des TFT packen könnte. Da würde ich es wohl mit BSS138 versuchen.
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  • Naja, bei SYNC wird die Leitung ziemlich hart auf GND gezogen. Das _sollte_ kein Problem sein, normalerweise liefern Videoausgänge 2 Volt an insgesamt 150 Ohm- davon in Reihe geschaltet 75 im Computer, und nochmal 75 aus der Impedanz der Leitung bzw. des Monitoreingangs. Da passiert also nicht viel, wenn man das auf Masse klemmt. Es klang aber auch durch, da0 ggf. andere Geräte drangehängt werden sollen- und da bin ich mir nicht immer ganz sicher, ob die sich an die Standardschaltung halten. Gibt da so ein paar windige nachgerüstete Video-Ausgänge. Mit 75 Ohm Last müssen sie aber funktionieren, denn das ist schon die Impedanz vom Monitor.
  • Vielen Dank schon mal für Euer Feedback Leute!

    Ich nehme mit, daß der C64 keine Probleme kriegen sollte, das ist ja die Hauptsache. Und da auch sonst entsetzte Aufschreie ausgeblieben sind, gehe ich davon aus, daß ich zumindest keinen totalen Bockmist gebaut habe. ;)

    Hat noch jemand konstruktive Kritik zum Rest des Aufbaus? Zur Dimensionierung der Widerstände oder zur Wahl der FETs?

    Sonst würde ich mich dran machen und mir ein kleines Board entwerfen, das dann gleich noch mit in das Gehäuse des Display paßt.
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  • Basierend auf meinem ersten Steckbrett-Entwurf habe ich gestern dann mal ein kleines Board entworfen und um einen Spannungsregler ergänzt. Ich habe mich auf SMD-Bauteile beschränkt, weil ich das ganze mit in das Gehäuse des TFT einbauen wollte. Als ich dann gemerkt habe, daß ich ohne größere Probleme auch ein Layout mit nur einem Layer hinbekomme, habe ich dann auch gleich das Toner-Transfer-Papier und das Eisen(III)-Chlorid rausgekramt. Ich präsentiere das "SyncFix64 Modul rev. 0" :



    So ohne Lackmaske war das Löten nicht ganz einfach, hat aber dann doch hingehauen. Paßt ins Gehäuse und tut. Nun habe ich ein Display mit einem regulären und einem "aktiven" Eingang. Hier noch ein paar mehr Details.

    In der Zwischenzeit gab es schon ein paar Anfragen von Leuten, die auch Bedarf für so etwas hätten. Ich könnte mir durchaus vorstellen, das Layout noch ein wenig "aufzuhübschen", daraus ein Panel zuerstellen und das dann fertigen zu lassen. Ein wenig fehlt mir dabei die Erfahrung, wie man das hier am besten organisiert. Im ersten Schritt würde ich gerne ein Gefühl dafür bekommen, wie groß die Nachfrage tatsächlich wäre und ob sich das lohnt.

    Ich würde in jedem Fall versuchen, die Kosten möglichst niedrig zu halten, denn schließlich ist das ja auch für billige TFTs gedacht, deren Preis das ganze nicht sprechen sollte. Das hieße also Bestellung in Fernost mit entsprechenden Wartezeiten. Möglicher Weise macht es auch Sinn, den LM1881 dort gesammelt zu bestellen, das mach ihn locker um Faktor 10 billiger.

    Wäre es bei großem Interesse möglicher Weise besser, erst mal eine kleine Stückzahl für "Beta-Tester" zu machen? Fragen über Fragen...
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  • Moin,

    klingt interessant. Magst Du das Layout ggf. unter eine freie Lizenz stellen und das Layout-File anbieten?
    (Falls Du noch suchst: Ich lasse meine (unbestückten) Platinen für den Hausgebrauch von LCSC (easyeda) fertigen. Soll aber keine Werbung sein!)
    Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.
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