Hello, Guest the thread was called6.4k times and contains 212 replays

last post from TheRealWanderer at the

Wasser sparen ?! Wozu ???

  • Eigentlich hasse ich abendliche Aufregung...
    Kurz vor'm zu Bett gehen noch mal die Beißerchen
    geschrubbt, Zahncremetube inne Hand und während
    des Schrubbens lesen...


    Symbol unten rechts: "Sparen Sie Wasser..."


    Hatten die noch Platz auf der Tube, oder macht
    sich das Symbol im Allgemeinen gut ?


    Was macht es für einen Sinn, hier in Deutschland,
    Wasser zu sparen? (Außer für den eigenen Geldbeutel ... und auch das stimmt nicht ganz).


    Mal heraus mit Eurer Meinung...


    Stefan

  • Was macht es für einen Sinn, hier in Deutschland,
    Wasser zu sparen? (Außer für den eigenen Geldbeutel ... und auch das stimmt nicht ganz).

    Nach allem was ich bisher darüber gehört und gelesen habe macht es wenig Sinn, auch nicht für den Geldbeutel.
    In manchen Gegenden ist der Durchfluss im Kanal so schwach, das zusätzlich gespült werden muss.
    Und nun rate mal wer das bezahlen wird. ;)


    Oder blend-a-med verwenden, da steht so ein Unsinn nicht drauf. :D

  • Ich hab da Bekanntschaften aus dem Bus, die in der Forschung zu Wasser arbeiten. Energieverbrauch war da auch mal kurz Stichwort im Bus. Details sind nicht erwähnt worden, aber wo ich so drüber nachgedacht hatte: Alles Wasser geht erst durch die Reinigung, dann mehrere Kilometer gegen einen Widerstand durch die Leitungen, und angehoben wird es vom Level Grundwasser bis zur durchschnittlichen Höhe der Wohnungen. Nach dem Verbrauch geht es dann noch einmal durchs Klärwerk. Da steckt schon einige mechanische Arbeit drin, für alle Einwohner - da kommt was an Energie zusammen! Ich GLAUBE, manche Öko-Buden planen auch gleich Grauwasser mit ein, um Energie zu sparen.


    Müsste man mal Zahlen für ranschaffen, um eine Meinung dazu zu bilden.

  • Es soll eine Menge Leute geben, die während dem Zähneputzen durchgehend den Wasserhahn laufen lassen.


    Das ist nun wirklich unnötig. Und für diese Leute ist wohl der Hinweis gedacht.

  • Der virtuelle Wasserverbrauch für 1kg Rindfleisch liegt bei 15000 Liter, für ein Glas Milch bei 200 Liter und selbst für einen Tasse Tee sind es noch 30 Liter.
    Solange du sowas verkonsumierst, brauchst du über die paar Liter beim Zähneputzen nicht nachdenken.


    Das ist so ähnlich, wie bei den fahrradfahrenden Umweltaktivisten, die zweimal im Jahr in den Urlaub fliegen.

  • Hervorragende Argumentation: Ich verschwende eh schon, warum also Wasser sparen...
    :honk:
    Der Thread könnte aus den amerikanischen 80ern sein.


    Statt, dass ich Argumente einfordere, warum gespart werden soll sollten lieber mal ein paar Argumente gesucht werden, warum ich denn bitteschön verschwenden sollte..?

  • Vorsicht Zynismus:


    On a serious note: Jener Vermerk ist doch auch schon fast retro ... ich kann mich noch dran erinnern, dass ich als Kind (also vor ~30 Jahren) meine Mutter gefragt hab, was jenes Zeichen auf der Zahnpastatube bedeutet.
    Hat geklappt - noch heute läuft bei mir zu anfang nur einmal kurz der Wasserhahn um die Zahnpasta zusätzlich mit Wasser zu 'strecken' (schäumt dann besser und schmeckt nicht so übertrieben) und eben gegen Ende um den Mund auszuspülen und die Zahnbürste zusätzlich zu reinigen.

  • Meldet sich ja doch der ein oder andere mit seiner Meinung :) .
    Ich habe das ganze von der betriebswirtschaftlichen Seite betrachten wollen.
    Die Wasserversorgung und die Wasserentsorgung kostet einen Betrag X.
    Dieser setzt sich zusammen aus der Infrastruktur,
    (Also Erhalt oder Neubau) den Löhnen und anderen fixen Kosten für die Verwaltung. Und die "Leistung",
    für die Förderung, Einspeisung, Entsorgung welche verbrauchsabhängig ist.( Es sind sicherlich noch ein paar mehr Faktoren aber um deutlich zu machen worauf ich hinauswill sollte das reichen).
    Der Versorger benötigt eine gewisse Summe X um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Diese Kosten werden für/auf den Verbraucher umgelegt.
    Wird wenig verbraucht muss der Preis zwangsläufig steigen wird mehr verbraucht, steigt der Preis wahrscheinlich auch :D .
    Wie in jedem System, ist auch bei der Planung der Wasser ver und entsorgung eine ungefähre Verbrauchsmenge angenommen worden, um Zu und Ableitungen entsprechend auslegen zu können.
    Wie bereits von @oobdoo angesprochen wurde,
    führt dies zu teilweise kuriosen Problemen.
    Durch den bereits stetig niedrigerem Verbrauch durch sparsame Wasch und Spülmaschinen, Wassersparaufsätzen, moderneren Toilettenspülungen und so weiter, ist der Wasserkonsum bereits sehr viel geringer als früher.
    Ein weiteres Einsparen von Wasser scheint mir vor dem Hintergrund der vorhandenen Infrastruktur sinnlos.
    Zumal durch unsere Einsparung kein einziger Liter Wasser dorthin kommt wo er dringender benötigt würde.
    Den Beitrag von einer hm... verwirrten Dame von @Eduard Laser betreffs "Halāl"
    finde ich ironisch betrachtet zwar witzig, es trifft aber meine Eingangs gestellte Frage nicht so ganz.
    Der Hinweis auf einer Flasche ob etwas religiös unbedenklich ist, wiegt meiner Meinung nach etwas schwerer ;)


    Bitte denkt dennoch daran, in welcher Rubrik ich gepostet habe... es ist die Laberecke...


    Stefan

  • Wasser in Regionen mit genug Niederscshlag zu sparen ist absolut sinnlos. Das Wasser wird ja nicht "verbraucht". Es wird bestenfalls verschmutzt. Und je verdünnter diese Suppe ist - umso leichter für Bakterien zu reinigen.


    In einer Niederösterreichischen Gemeinde hatten sie auch einmal die grandiose Idee Wasser zu sparen. Das führte dazu, dass die Rohre versottet sind. Die mussten dann teuer durchgespült werden. 3x darf man raten womit da durchgespült wurde.


    PS: Ich stell mir gerade vor wie ich jemanden in den Hochwassergebieten der letzten Jahre in Österreich und Deutschland erkläre er soll Wasser sparen während selbiges ihm bis zum Hals steht :)


    PPS: Sehr teuer durchgespült werden: Die Kosten überstiegen die Einsparungen beim Wasserpreis um ein Vielfaches.

  • In einer Niederösterreichischen Gemeinde hatten sie auch einmal die grandiose Idee wasser zu sparen. Das Führte dazu, dass die Rohre versottet sind. Die mussten dann teuer durchgespült werden. 3x darf mann raten womit da durchgespült wurde.

    Das Problem haben wir auch schon lange in vielen Deutschen Gemeinden, wo inzwischen regelmäßig durchgespült werden muss.


    Hervorragende Argumentation: Ich verschwende eh schon, warum also Wasser sparen...

    Nö, das war nicht meine Argumentation. Sondern wenn du wirklich was für die Umwelt tun willst, dann wird's meistens unbequem (im Sinne von liebgewonnene Gewohnheiten aufgeben). Deswegen geht man gerne auf Nebenschauplätze, wo's nicht weh tut. Aber wenn du dann besser schlafen kannst, dann dreh halt immer schön den Wasserhahn zu.

  • Etwas Off-Topic:


    Das errinert mich auch an die Geschichte wo sie in Wien die Mülltrennung eingeführt haben.
    Da sollten dann alle Kunststoffverpackungen - auch Fleischtassen etc. - getrennt gesammelt werden.
    (Siehe Wasserverbrach - man kann die Dinger ja nicht dreckig lagern.)
    Die Wiener - mustergültig wie sie sind - haben da auch super mitgemacht. Das problem war nur das der Restmüll nicht mehr genug Heizwert hatte um die Müllverbrennung am laufen zu halten und dann die Fernwärme ausgefallen ist - in einem der eher kälteren Winter. Da haben sie dann Heizöl dazugegossen um das auszugleichen. :)


    Man hat sich dann darauf geeinigt Fleischtassen und Ähnliches doch im Restmüll zu belassen.

  • Die Wiener - mustergültig wie sie sind - haben da auch super mitgemacht. Das problem war nur das der Restmüll nicht mehr genug Heizwert hatte um die Müllverbrennung am laufen zu halten und dann die Fernwärme ausgefallen ist - in einem der eher kälteren Winter. Da haben sie dann Heizöl dazugegossen um das auszugleichen.

    So ähnlich läuft das auch hier. Für die Müllverbrennung wird regelmäßig vorher getrennt eingesammelter Plastikmüll zugekauft mit mitverbrannt, damit die notwendigen Temperaturen erreicht werden.
    Und um den Bogen zum Wasserverbrauch zu schlagen:
    Der getrennte Plastikmüll sollte zuanfangs gereinigt in den gelben Sack, worauf viele auf die Idee kamen, den Plastikmüll zu anzuspülen (teilweise in der Spülmaschine).

  • Und wer von Euch schmeißt die Plastiktüten
    ins Meer ?! Los. Zur Exekution vortreten! :/


    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/abschaffung-der-plastiktuete-bei-rewe-laut-oekologen-nutzlos-14263982.html


    Dieser Artikel stellt nicht meine Meinung dar.
    Ich persönlich finde, man sollte auf Kunststoffe
    weitestgehen verzichten. Das Zeug verrottet wirklich
    schlecht. (Und dass ich meine/unsere Rechner
    keine Wegwerfprodukte sind... mein Handy schon echt Antik ist, etc. ist hierbei sicher nicht schlecht ;)
    Mir erschließt sich aber auch nicht, wie meine
    Plastiktüte aus dem gelben Sack über offensichtliche Umwege direkt ins Meer gelangt.
    (Das von hier aus noch gute 130 km Luftlinie
    entfernt ist).
    Diese Argumentation scheint auch nur Emotionen
    bedienen zu wollen.
    Wie gesagt: Umweltverschmutzung ist große Kacke.
    Ein bewusster Umgang mit den Resourcen ist (mir) wichtig. Ich hab bloß keinen Bock mehr auf dieses
    reflexartige Dummsören / pseudo vor den (Öko) Karren spannen.


    Stefan


    (Und stimmt... uns geht es sehr gut... meine Sorgen sind klein ^^ )

  • ...dieses reflexartige Dummsören

    :lol27:


    In den 60ern wurde vieles noch anders prognostiziert, als es dann gekommen ist. Damals wurde auch Infrastruktur für einen Autoverkehr geschaffen, der dann doch nicht in dem Ausmaß gekommen ist. Wir hatten einen regelrechten Spaghettiknoten in der Innenstadt, mit 2spurigen Überfliegern, um kreuzungsfrei abbiegen zu können. Die Anschlüsse sind aber nicht so gewachsen, wie man es vorhergesehen hatte, die sind teilweise einspurig geblieben, teilweise ganz zurückgebaut worden. Irgendwann wird dann der Unterhalt für den Nutzen zu teuer, und dann hat man sich an die aktuellen Bedürfnisse angepasst.


    Abwasser-Infrastruktur und Müllverbrennung werden sich auch irgendwann anpassen.
    Man muss Wasser nicht bis zum Lebensmittel aufbereiten, nur weil sich damit dann in großen Kanälen so schön Kacke transportieren lässt. Vielleicht wird dafür mal Grauwasser genommen, oder die Kanäle werden verkleinert, oder es werden andere Methoden zum Transport oder zur Reinigung entwickelt, oder oder oder.


    Müllverbrennung ähnlich: Heute lässt sich aus manchem Abfall was besseres recyclen, als nur Wärme und evtl. Strom. Wobei ich hier echt mal gerne sehen würde, ob das Recycling wirklich so gut läuft...

  • Ich bin Schwabe, bei mir wird nichts verschwendet. Mein Duschkopf ist bis zur Hälfte mit Kalk verstopft, aber das lass ich absichtlich so, dass ich auch beim Duschen weit weniger Wasser benötige. Hab mal nachgemessen, mein Minutenliterdurchfluss beim Duschen beträgt ca. 3 Liter. Die Klospülung betätige ich natürlich auch nicht jedesmal. Die Reste vom Teewasser nehme ich zum Blumen gießen. Wir fangen hier sogar Regenwasser in einer großen Zisterne auf.


    Und wenn es doch mal so weit kommen sollte, dass die Wasserwirtschaft privatisiert wird, dann wird bei vielen ein Umdenken stattfinden, weil sie sich sonst das Wasser gar nicht mehr leisten können.