ICs aushebeln und aufbewahren

Es gibt 36 Antworten in diesem Thema, welches 8.456 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (23. Dezember 2017 um 16:40) ist von Schmitti.

  • Hallo zusammen,

    ein blutiger Anfänger bin ich zwar nicht, mit dem C64 bin ich damals "groß geworden", und habe jetzt wieder Feuer gefangen. Trotzdem stoße ich immer wieder auf folgende Fragen, ohne dass ich hier eine Antwort gefunden hätte. Vielleicht habe ich auch nur nach den falschen Begriffen gesucht:

    • Wie entferne ich ICs am besten aus einer Fassung? Welche Werkzeuge sind zu empfehlen?
    • Wie bewahrt ihr ganze ICs auf? Ist eine antistatische Matte zwingend notwendig? Wo bekommt man das (bzw. wie heißt das offiziel)?

    Das Problem ist nämlich, dass ich beim Fehlersuchen ICs ausgelötet und gesockelt habe. Offenbar habe ich die Beinchen nicht genug vom Zinn befreit, denn die stecken extrem fest in den Sockeln (Übung macht den Meister). Ich verwende Präzisionssockel von Reichelt und gehe zum Aushebeln mit einem Schraubendreher zwischen IC und Fassung. Diese stecken aber so fest in den Sockeln, dass die Querstreben der Sockel zerbrechen. Das ist irgendwie nicht Sinn der Sache. Oder gibt es hier Qualitätsunterschiede bei den Sockeln? Beim Aushebeln will ich ja nicht mit dem Schraubendreher auf die Platine kommen, denn da könnte man die Leiterbahnen durchtrennen.

    Für die ICs habe ich hier noch ein paar Stücke schwarze Schaummatten, die aber alle schon bessere Tage gesehen haben. Wie vorsichtig sollte man mit der Antistatik wirklich sein? Ich spreche natürlich nur von ganzen ICs, bei defekten ist es ja egal.

    Das reicht erstmal für den Anfang, und ich wünsche noch einen schönen 3. Advent!

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  • Während ich das schrieb, bekam ich oben den Hinweis auf folgenden Thread, in dem die Fragen teilweise beantwortet sind. Über die Suche hatte ich das nur nicht gefunden.

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    Trotzdem - wer da noch was sagen möchte, nur zu!

  • Zum Aufbewahren gibt's bei Reichelt das hier:

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    Keine Ahnung, wer sich diese bescheuerte Bezeichnung ausgedacht hat, ich habe beim ersten Mal gefühlte Stunden gesucht, bis ich es gefunden habe.

  • Danke für die Tipps, bei Reichelt muss ich sowieso noch bestellen. Taugt denn so ein IC Werkzeug? Ich hätte da Angst, dass die eine Seite zuerst hochkommt und sich alles verbiegt. Ist vielleicht Übungssache.

  • Taugt denn so ein IC Werkzeug? Ich hätte da Angst, dass die eine Seite zuerst hochkommt und sich alles verbiegt. Ist vielleicht Übungssache.

    Ich benutze lieber einen gebogenen Schraubenzieher. Da kann ich die Kraft besser dosieren und arbeite einfach abwechselnd.

  • Hi,

    anbei mein IC Ausheber die Klinge ist sehr flach und lang so kommt man bequem unter jedes IC.

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    Gruß Jogi

  • Die IC-Ausziehwerkzeuge finde ich persönlich nicht so gut. Eine sehr flache Klinge zum Anheben und danach eine kleine Flachzange zum Herausziehen eignet sich für mich besser.

    Alternativ kann man auch ein PC-Slotblech älterer Bauart verwenden. Die neuen sind leider papierdünn und nicht mehr zu gebrauchen. Der Vorteil ist, dass diese gleich den Winkel und einen "Hebel" bieten und mal schön unter die ICs kommt, weil sie so flach sind. Evtl. muss man sie in der Breite etwas zuschneiden.

  • Präzisionssockel sind nicht wirklich geeignet, etwas anderes als Keramik-ICs mit vergoldeten Beinchen reinzustecken. Die Kontakte verbiegen noch leichter als Blattfeder-Kontakte, und wenn Lötzinn-Klumpen an den IC-Beinchen sind, können die auch schonmal verkanten.

    Beim Aushebeln mit den IC-Zangen passiert genau das Befürchtete: eine Seite kommt einen Hauch früher, und das ganze IC kippt zur Seite weg. Schraubenzieher als Keil benutzen ist da besser steuerbar.

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  • Vielleicht sollet ihr das mit den IC-Zangen einfach ein wenig üben.

    Ich benutze die seit Jahren und verbiege nichts damit.

    Als das Gelbe vom Ei empfinde ich sie dann andererseits aber auch nicht, weil ich bei sehr hartnäckigen IC durchaus auch mal mit einem Schraubenzieher "vorhebeln" muss.

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  • Als das Gelbe vom Ei empfinde ich sie dann andererseits aber auch nicht, weil ich bei sehr hartnäckigen IC durchaus auch mal mit einem Schraubenzieher "vorhebeln" muss.

    Eben. Deswegen benutzt man doch besser gleich ein Werkzeug, mit dem man das Ganze unter Kontrolle hat und mit dem ich nicht erst üben muss.
    Ich bevorzuge auch den seit Jahrzenten bewährten gebogenen Schraubenzieher (im Einsatz seit 1984 :D )

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  • Am besten immer erst die Lötzinnreste an den Beinchen entfernen. Dann gibt es keine Probleme mehr mit den Sockeln. Wobei die Präzisionssockel wie bereits gesagt wurde durchaus empfindlich sind mit ihren feinen Federkontakten, wenn die IC-Beinchen nicht der Spezifikation entsprechen, das heißt, leicht verbogen sind oder Zinnreste dran sind.

  • Super, da sind doch ein paar gute Tipps dabei. Das mit dem gebogenen Schraubenzieher finde ich gut, da kommt man auch an engen Stellen an Kondensatoren vorbei. Und ich glaube, das mit den alten Slotblechen hatte ich auch schonmal gehört, nur wieder vollkommen vergessen.
    :thumbsup:

  • oder man nimmt den billigsten Schießbudenschraubenzieher den man finden kann. Da ist dann mit Sicherheit gar nichts gehärtet.

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  • Ich würde fast sagen Glück gehabt :D
    Die die ich kenne haben sich in der Regel schon verbogen wenn man damit eine Schraube berührt hat.

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  • Vielleicht sollet ihr das mit den IC-Zangen einfach ein wenig üben.

    Ah, ein Stadtmensch! Du kannst üben soviel Du willst, an der Physik (Stichwort Losbrechmoment und Hebelgesetz) kommst Du nicht vorbei. Solange die Zange den Chip nicht von oben gegen Abkippen sichert, kannst Du den nicht enfach ziehen, und wenn Du erstmal bei vorsichtigem Taktieren bist, ist ein Schraubenzieher oder ein 'Kisteneisen' die bessere Wahl. Vor allem, wenn das Teil etwas stramm im Sockel sitzt.

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