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C64 Reloaded MK2 - Erfahrungsaustausch

  • Meinen MK2 habe ich heute geliefert bekommen und habe bisher einen gemischten Eindruck. Zuerst habe ich die notwendigen Chips eingesetzt (allerdings einen SwinSID Ultimate statt eins 6581/8580). Videokabel und Netzteil angeschlossen -> der Mk2 startet sofort und gibt ein hervorragendes Bild aus. Ich bin begeistert. Vom Blinken der Diagnose-LED lasse ich mich nicht aufhalten und starte ein paar Musiktitel und auch eine Demo. Läuft! Braves Maschinchen.


    Gleich mal USB-Kabel angeschlossen und ein Terminalprogramm gestartet. Der Mk2 begrüßt mich und sagt mir dann, dass weder SID (okay, das war zu erwarten) noch VIC erkannt werden (das ist doof, aber immerhin funktioniert trotzdem alles - Bild und Ton sind ja vorhanden). Dann kann ich den Mk2 beruhigt in ein Gehäuse einbauen, denke ich mir. Zack, rein damit, einen weiteren SwinSID Ultimate als SID #2 rein, Tastaturhalter angebracht und nun will ich natürlich auch eine Tastatur anschließen und einsetzen. Geht leider nicht, da das Tastaturkabel für die Position des Anschlusses auf der Platine zu kurz ist (Originaltastatur mit Originalkabel). Okay, da kann Jens nun nichts für und zum Glück habe ich noch eine andere Tastatur. Da passt das Kabel dann auch.


    Nun das Gehäuse zusammengeschraubt und den Mk2 wieder eingeschaltet. Oh Schreck, jetzt sehe ich nur schwarze und weiße Streifen auf dem Bildschirm. Gleich mal aus- und wieder einschalten, aber das Problem bleibt. Über das Terminalprogramm erfahre ich, dass - nach wie vor - der VIC nicht erkannt wird. Freude kommt auf, weil ich gleich noch mal die schöne Mk2-Platine in natura bewundern darf (nachdem ich alles wieder auseinandergeschraubt habe). Soweit ich mich erinnere, hatte Jens hier weiter vorne im Thread etwas von möglichen Kontakproblemen geschrieben und ein bei geöffnetem Nullkraftsockel heranrutschen des betroffenen Chips an eine Seite der Fassung hülfe eventuell. Das mache ich also und tatsächlich funktioniert der VIC beim nächsten Einschalten ordnungsgemäß. Diesmal wird er sogar korrekt erkannt. Beim nächsten Powercycle ist das aber schon wieder vorbei. Ich beschließe jetzt, einfach weiter die Power zu cyclen, bis der Computer tut, was er soll. Trick 17 quasi. Das klappt nach ein paar Malen sogar. Im Verlaufe des Abends kam das dann noch mehrmals zum Einsatz.


    Zuerst beschäftige ich mich aber mit dem Konfigurationsmenü des Mk2. Gleich mal ein paar Kernals rüberschaufeln. Der Mk2 teilt mir mit, ich solle "Send File" im Terminalprogramm dafür wählen. Das mache ich doch glatt und sende das erste Kernal, anschließend kehrt der Mk2 automatisch in das Ausgangsmenü zurück. Merkwürdig, aber es kam keine Fehlermeldung. Also schaufele ich noch Kernal 2 plus Kernal 3 rüber. Und wundere mich, warum partout keine anderen Kernals im Mk2 gestartet werden können. Erst im Icomp-Wiki lese ich dann, dass der Dateitransfer unbedingt über das XMODEM-Protokoll erfolgen soll. Zum Glück geht's hier nur um Kilobyte und nicht Megabyte, die ich vergeblich gesendet habe. Mit XMODEM-Transfer bekomme ich nun auch eine Bestätigung der empfangenen Dateien.


    Die Custom-Kernals lassen sich aber immer noch nicht starten. Weder über den entsprechend konfigurierten Powerschalter noch über die Auswahl im Terminalprogramm. Das geht erst, nachdem ich auch noch zusätzlich ein "Extra Image" an den Mk2 sende und aus dem Terminal heraus starte. Das funktioniert und anschließend kann ich auch die Kernals anwählen.


    Dann teste ich jetzt mal Stereo-Musik. Die Option, den zweiten SID gleichzeitig an $D420 und $D500 zu platzieren finde ich ungemein praktisch. Funktioniert aus irgendwelchen Gründen bei mir jedoch nicht immer. Dann aber (mit demselben Stück) doch. Keine Ahnung, was das ist (evtl. hat's ja mit den SwinSID Ultimates zu tun). Um Unterschiede herauszufinden will ich mal versuchen wie es aussieht, wenn ich bei frisch eingeschaltetem Mk2 explizit die Option für D420/D500 gleichzeitig wähle für den zweiten SID wähle, bevor ich eine Musik gestartet habe. Hier kommt mir dann wieder nicht gelungene VIC-Erkennung in die Quere. Nach 6 mal Powercycle verliere ich langsam die Lust. Beim fünfzehnten Mal gebe ich dann vorerst auf. Das Problem trat zwischendurch ja immer wieder auf, habe das nur nicht weiter erwähnt. Hier schreibe ich das nun dazu, damit sich keiner wundert, dass ich so schnell aufgebe.


    Wenn das so weitergeht, dann ist der Mk2 nichts für mich. Mir fehlt auch die Stereo-Umschaltung am C64 direkt. Wenn ich mich recht erinnere, hatte Jens sogar mal davon geschrieben, dass die Stereo-Belegung per Konfiguration auf die RESTORE-Taste oder die Drittfunktion des Powerschalters gelegt werden kann. Das ist im Moment nicht der Fall. Derzeit muss man den Mk2 dafür an einen PC hängen, denn am Mk2 selbst lässt sich nur umschalten zwischen Mono SID #1 und Mono SID #2. Mich deucht, dieses Konfigurationsmenü, das man per Terminalprogramm vom PC aus erreichen kann, hätte auch direkt am Mk2 erreichbar sein sollen (also ohne Hilfsmittel von außen, vielleicht über gedrückte RESTORE-Taste bei Einschalten/Reset). Ungünstig finde ich auch, dass die Diagnose-LED auf dem Mainboard immer blinkt, nur weil kein echter SID auf dem Mainboard steckt.


    Soviel erst mal dazu für heute. Falls ich etwas übersehen haben sollte, was ich hätte tun müssen - um mein "Nutzererlebnis" zu verbessern ;) - weise man mich bitte darauf hin.

  • Werft doch mal endlich dieses recht nutzlose Check64 weg.
    Das kreidet mir jeden funktionierenden C64 irgendwie immer irgendwo BAD an.

    Kann ich so nicht bestätigen, wenn der C64 in Ordnung ist und alle ICs innerhalb der Spezifikation liegen, dann kommt auch überall ein OK. Habe schon viele 64er und viele ICs getestet, das Ding funktioniert 1A!

  • Also die Sache mit dem Ein/Ausschalten bis alles geht ist schon eigenartig. Bist du sicher, dass das Netzteil auch in Ordnung ist?
    Bei der SID Konfiguration, hast du die Konfig auch gespeichert? Sonst ist die nach Reset oder Aus/Einschalten wieder weg.
    Die 'fehlende' Stereoumschaltung finde ich auch nicht so gelungen. Auch wenn ein Umschalten per Power Switch oder Restore schon nicht so schlecht wäre aber immer recht eingeschränkt bleibt, besser finde ich den Ansatz von SidFX per C64 Programm.

  • Erst im Icomp-Wiki lese ich dann, dass der Dateitransfer unbedingt über das XMODEM-Protokoll erfolgen soll.

    Das Lesen der Bedienungsanleitung - und das WIki ist der größte Teil der Bedienungsanleitung - sollte nicht der letzte Ausweg, sondern die erste Amtshandlung sein.

    Die Option, den zweiten SID gleichzeitig an $D420 und $D500 zu platzieren finde ich ungemein praktisch. Funktioniert aus irgendwelchen Gründen bei mir jedoch nicht immer.

    Du hast einen SwinSID im zweiten Sockel stecken, und der wird nicht als SID erkannt. Die Produktbeschreibung sagt recht deutlich, dass die SIDs 6581, 6582 oder 8580 unterstützt werden. Von SwinSID steht da nichts. Ich bin aber gern bereit, einen Patch für SwinSID zu entwickeln, damit dieser als "ein echter SID" erkannt wird.

    Mir fehlt auch die Stereo-Umschaltung am C64 direkt.

    Mit der Restore-Taste und dem Power-Taster hat man nur sehr wenige Möglichkeiten, dem Computer "etwas" zu sagen. Und mit der Power-LED auch nur sehr wenige Möglichkeiten für eine Rückmeldung an den Benutzer. Wir haben während der Entwicklung diskutiert, ob das Stereo-Feature ebenfalls schaltbar sein soll, das aber bewusst nicht auf Tasten gelegt, weil man damit ungewollt mehr kaputt macht als es Nutzt. Will sagen:


    ENTWEDER ist es eine Stereo-Config (meist mit zwei identischen SIDs), dann sind die Adressen auch "fest" OK. Eine dynamische Umschaltung von Adressen, speziell wenn's mit Cartridges ins Gehege kommen kann, ist schlichtweg falsch.


    ODER es ist eine double-Mono-Config, meist mit zwei unterschiedlichen SIDs, die man dynamisch umschaltet. Diese Umschaltung kann auch am Taster oder der Restore-Taste erfolgen.


    ABER eine Umschaltung zwischen Mono oder Stereo führt eine massive Änderung in der C64-Memory map ein. Das darf nicht "on the fly" passieren, denn es beeinflusst die Kompatibilität der Maschine maßgeblich. Der Gedanke ist, dass man so tiefe Eingriffe nur "wirklich willens" machen soll, niemals zufällig.


    Was Deinen nicht-erkannten VIC-Chip angeht, so würde ich den gern untersuchen. Wir haben schon an der VIC-Erkennung viel gearbeitet und vor der Auslieferung noch eine weitere Charge eingebunden, aber offenbar hast Du da ein Exemplar, das noch nicht sicher erkannt wird. Schreib' mich deswegen bitte mal an.


    Jens

  • Hi,


    habe meinen MK2 seit vorgestern, habe ihn gestern in Betrieb genommen. Spoiler: Alles ok, funktioniert.


    Der Weg dahin war etwas .. steinig. (Was keinen Vorwurf an irgendwen außer mich selbst darstellt)


    Hatte mir alle notwendigen Chips bei ebay bezogen, konnte sie aber nicht testen, da bei meinen anderen C64 überall alles eingelötet ist (Ausnahme: VIC). Also Blindflug.


    Und prompt war auch einer defekt, nämlich ein 6526A.


    Als ich (mit defektem) Chip eingeschaltet habe, war irgendein Pixelmuster am Bildschirm - was ich aber nicht unbedingt auf einen Defekt zurückgeführt habe, da ich annahm, das der Rechner einfach kein ROM-Image hat, und ohne ROM halt nichts Sinnvolles passieren kann.


    Also flugs ROM-Upload. Da Mac-affin mit Serial (trial) ausprobiert - Kommunikation funktioniert im Menü, aber den Filetransfer habe ich nicht zusammengebracht. Nach Auswählen des Files blitzt ein - wie ich nur vermuten kann - Transfer-Fenster auf, allerdings so kurz, daß ich nichts von dem Text darin lesen kann. Keine Meldung vom MK2, bleibt einfach bei "X to abort" (oder so ähnlich) stehen.


    Windows 7 in VMWare angeworfen, dort muß zunächst der Prolific-Treiber manuell installiert werden. Also Website gesucht, Download, Install - funkt. Dann TerraTerm angeworfen, und siehe da, ROMs können hochgeladen werden. Puh, Hürde genommen.


    Reset - wieder nur Pixelmüll.


    VIC ausgetauscht (davon hatte ich wenigstens einen in Reserve) - gleiches Bild.


    Dann habe ich zwei 6526 aus einem defekten Board ausgelötet - rein .. und ... es geht.


    Tolles Teil!

  • Werft doch mal endlich dieses recht nutzlose Check64 weg.
    Das kreidet mir jeden funktionierenden C64 irgendwie immer irgendwo BAD an.

    Das ist nach meiner Erfahrung nicht richtig.


    Die Ergebnisse haben immer einen Grund. Allerdings muss man - wie bei jedem Messgerät - die Ergebnisse richtig interpretieren. Dazu muss man sich in der Doku des DIAG8K anschauen, was wie überprüft wird und dann überlegen, wodurch das Ergebnis zustande kommt. Auch sollte es nie die einzige Informationsquelle für den endgültigen Befund sein bzw. als endgültiges Urteil, ob der Rechner nun gänzlich OK ist oder nicht dienen.


    Aber als Diagnosegerät, wenn der Rechner z. B. überhaupt nicht anspringt ist es unverzichtbar; vor allem, wenn CHECK64 im "Dead Test" Mode genutzt wird.

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

    "Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung!" - Volksweisheit.


  • Hab zwar mein MK2 Board noch nicht aber habe mir damals mal bei Amazon ein Netzteil mit Schalter gekauft plus noch extra einen Adapter wenn man den überhaupt braucht. Hat auch plus innen. Seht Bilder.


    Vullpower Power Supply
    Model 5AW24 120 2000
    Input 100-240V / 50-60Hz 0.8A
    Output 12V 2000mA

  • Die Custom-Kernals lassen sich aber immer noch nicht starten. Weder über den entsprechend konfigurierten Powerschalter noch über die Auswahl im Terminalprogramm. Das geht erst, nachdem ich auch noch zusätzlich ein "Extra Image" an den Mk2 sende und aus dem Terminal heraus starte

    ich bin so vorgegangen: upload rom, dann 1, 2 oder 3 auswählen und mit "XMODEM send" das kernal hochladen. Danach einmal "write" zum speichern und Z zum finalen Reset
    und das Kernal lief, das "Extra Image" sollte damit nichts zu tun haben.


    Probleme gab es hier nur mit der SID-Erkennung. Ich hatte 3 x 8580 im Fundus, keiner wurde erkannt.
    Habe die Beinchen dann vorsichtig sauber gemacht und bei geschlossenem Sockel noch leicht hin- und her gewackelt. Alle 3 Chips wurden danach erkannt :search:

  • Das Lesen der Bedienungsanleitung - und das WIki ist der größte Teil der Bedienungsanleitung - sollte nicht der letzte Ausweg, sondern die erste Amtshandlung sein

    Nur für mein Verständnis - das Wiki ist also essentieller Bestandteil der Bedienungsanleitung? Ansonsten bleiben dem User, der nur die beigefügte Bedienungsanleitung liest, wichtige Funktionen verschlossen?

  • Nur für mein Verständnis - das Wiki ist also essentieller Bestandteil der Bedienungsanleitung? Ansonsten bleiben dem User, der nur die beigefügte Bedienungsanleitung liest, wichtige Funktionen verschlossen?

    Das steht eigentlich in allen beigelegten Bedienungsanleitungen bei individual computers immer mit drin, wenn ich mich recht erinnere.

  • Jaja, das mag sein. Machen ja viele Hersteller. Meine Frage war aber eher, ob die gedruckte Anleitung alle für den Betrieb relevanten Informationen enthält, oder ob wichtige Funktionen lediglich im Wiki nachzulesen wäre.
    Und wenn dem so ist, ob das Wiki auf deutsch ist. Nicht alle Bürger sind der englischen Sprache mächtig genug.