Hello, Guest the thread was called12k times and contains 91 replays

last post from idefix at the

Commodore C65 Reparaturservice

  • Wieviele Lagen hat die Platine denn ?
    Zwei oder mehr ?


    Zwei Lagen kann man hinbekommen, wirklich Multilayer eher nicht.


    Heißluft, Flußmittel, ...


    Je nachdem, wie schlimm die Platine aussieht.


    Siehe auch Batterieschaden-Sanierung bei den FAQs, das Board läuft ja auch wieder.

  • Also so schlimm wie gedacht sieht die Platine garnicht aus.



    Ich habe hier eine C128-Platine, die ziemlich genauso aussah. Die läuft aber nach Reinigung und (inzwischen) neuen Rams) wieder.


    Das weiße ist ziemlich sicher Kalk oder etwas ähnliches, leitet aufjedenfall nicht. Die braunen stellen sind kein Rost sondern Flussmittelreste, die sind nicht schlimm, sehen nur komisch aus.


    Was aber auffällt ist die Korosion an den ICs und den Sockeln (das wird in den Sockeln auch so angelaufen sein). Das verursacht Kontaktprobleme und produziert ziemlich sicher deine Probleme (dafür spricht ja auch, dass die Floppy inzwischen nix mehr macht).
    Die PLCCs sind ja auch betroffen, deren Sockel sind ja für solche Probleme bekannt.


    Bitte _nicht_ versuchen die PLCC-ICs (das sind die quadratischen in den braunen Sockeln) ohne passendes Werkzeug aus den Sockeln zu bekommen, die Sockel sind danach ganz sicher gebrochen und müssen ausgetauscht werden.


    Ich denke wenn man das Board, die Sockel und die ICs ordentlich reinigt wird das wieder laufen. Man sollte dabei aber wissen was man tut, sonst macht man u.U. mehr kaputt als sauber.


    Es ist auch möglich, dass ein oder mehere Rams kaputt sind, die sind aber leicht zu tauschen und auch noch gut verfügbar.


    Gruß, Gerd

  • sieht für mich wie folgt aus:
    Dreck / Korrosion, Sockel hin.


    Ich würde:
    Die PLCCs entfernen, die Sockel auslöten (Heißluft, Handpumpe, Flussmittel)
    alle korrodierten Teile entfernen
    Neue Sockel einlöten
    Leiterbahnen durchmessen
    wenn das getan ist: RAM checken
    wenn das funktioniert und die Platine bootet: Ultraschall-Reinigung, ggfs Versiegelung mit Lötstoppmaske


    Vorsicht, nicht mit der Billig-Fnöte löten, das geht schief. PLCC-Sockel sind da ein potentiell größerer Akt .

  • Hallo Gerd,


    hm, du meinst also mit ordentlich putzen könnte alles wieder gehen?
    Von den PLCC's habe ich bisher schön die Finger gelassen. Alles, was auf einem IC-Sockel sitzt, hatte ich schon mal vorsichtig rausgehebelt und wieder eingesetzt, weil ich gedacht habe, vielleicht ist da ja nur was locker.
    Hat aber nichts gebracht. Die Beinchen sahen mir gar nicht so angelaufen/korrodiert aus, aber reinigen kann wohl nichts schaden.


    Für die PLCC's brauchte ich so eine Ausziehzange, wie z.B die hier https://www.reichelt.de/?ARTIC…0X0QiNEAQYASABEgIq-vD_BwE, richtig?


    Womit würde man denn die IC-Beinchen und die Sockel reinigen, also mit was für einem Reinigungsmittel? Bei den Beinchen stelle ich mir das ja noch einfach vor, aber wie komme ich vernünftig an die Sockelkontakte ran?
    Und wenn ich schon beim Reinigen bin, kann man auch die Flussmittelreste abkriegen, ohne die Platine kaputt zu machen?


    Das ROM und so ist doch auf dem EPROM untergebracht? Könnte das nicht auch über die Jahre trotz Aufkleber den Geist aufgegeben haben?
    Die ROM-Images findet man ja im Netz, mir ist nur nicht ganz klar, auf was für ein EPROM man das brennen müsste. EPROM-Brenner und diverse EPROMS sind vorhanden :)


    Viele Grüße
    Christian

  • PLCC's brauchte ich so eine Ausziehzange

    Ja. Aber auch damit gehen schon mal gerne die Sockel kaputt, die Dinger von Krummodore sind da einfach mist (machen im Amiga auch gerne Ärger)



    Womit würde man denn die IC-Beinchen und die Sockel reinigen, also mit was für einem Reinigungsmittel?

    Mit einem Glasfaserradierer.


    aber wie komme ich vernünftig an die Sockelkontakte ran?

    Garnicht. Im zweifel: Sockel austauschen (vorallem die PLCC)


    Und wenn ich schon beim Reinigen bin, kann man auch die Flussmittelreste abkriegen, ohne die Platine kaputt zu machen?

    Ultraschallbad oder schön per Hand und Isopropanol (IPA)



    auf dem EPROM untergebracht? Könnte das nicht auch über die Jahre trotz Aufkleber den Geist aufgegeben haben?

    Möglich, aber unwahrscheinlich.

    mir ist nur nicht ganz klar, auf was für ein EPROM man das brennen müsste.

    Was für ein Eprom es ist sollte draufstehen. Das wind ein normales 27(c)128/256/512er sein.

  • Ich würde alles, was gesockelt ist entfernen und dann der Platine ein großzügiges Bad mit Isopropylalkohol (IPA) spendieren. Das ist zwar nicht ganz günstig, aber in Anbetracht des potenziellen Wertes der Kiste sicher gut investiert.


    Die ganze Platine bedecken, einwirken lassen und dann mit einer weichen Zahnbürste und/oder mit Wattestäbchen die Verunreinigungen entfernen; in den Sockeln eventuell auch mit einem Zahnstocher.

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

    "Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung!" - Volksweisheit.


  • wenn du das noch nie gemacht hast, lass die Finger davon. Es sei denn, du hast Ersatz da.


    Reinigen geht im Ultraschall mit Elektronikreiniger.
    Dafür braucht man dann aber den 30l-Industrie-Ultraschaller. Meiner hat nur 10l, da paßt das Ding nicht ganz hinein.


    Ich würd die alten Sockel rauswerfen. Bei Kontaktschwierigkeiten sucht man sich sonst doof.

  • klitzekleine Anmerkung noch: man mißt die Leiterbahnen natürlich durch, BEVOR man die Sockel wieder einlötet. Und zwar Ober- und Unterseite. Nur so bekommt man karpotte Durchkontaktierungen mit.
    Wenn die hin sind: neu nieten (benötigt Spezialwerkzeug)

  • Ihr macht das doch alle professionell, oder? ^^
    Könnte man jedenfalls denken, wenn man hört, dass ihr alle möglichen Gerätschaften und sonstiges Zeug habt.


    Also bei dem was Saskia vorschlägt bin ich dann mit selbst machen offiziell raus :cursing:
    Ein bisschen von Hand reinigen und die eine oder andere Lötstelle nachlöten hätte ich mir noch zugetraut, aber die ganzen Sockel aus- und wieder einlöten, nee das ist nichts für mich, das kann nur schief gehen.
    Aber ihr habt schon irgendwie recht, alles andere ist wohl nur Pfusch und demnächst geht dann wieder nix mehr.


    Danke für eure Expertise.


    Viele Grüße
    Christian

  • Ich würde an deiner Stelle mal folgendes machen:


    PLCC Zange besorgen und die drei Chips mal vorsichtig raus und wieder einsetzen. Zum Reinigen müssten die eh raus...


    Ist zwar nix halbes und nix ganzes, es kann aber gut sein, dass das Mopped dann erstmal wieder geht.

  • Könnte man jedenfalls denken, wenn man hört, dass ihr alle möglichen Gerätschaften und sonstiges Zeug habt.

    Ich würde jetzt nicht davon ausgehen, dass der Schaden so groß wie bei Saskias "Batterieschadensanierung" ist. Eine Batterie, die auslaufen könnte hat der C65 meines Wissens nicht, und bekanntermaßen siffende Elkos sind da glaube ich auch nicht drinnen. Wenn das Teil keinen mechanischen Belastungen ausgesetzt war sollten auch die Sockel in Ordnung (lies: nicht gebrochen o. ä.) sein, dann ist es sehr wahrscheinlich nur ein Kontaktproblem. Von daher nimm mal die einfachen Tipps als Anfang, da brauchst du keine große Ausrüstung. IPA bekommst zu z. B. in der Apotheke. Einen "IC-Auszieher" für PLCC-Sockel solltest du allerdings haben, sonst machst du mehr kaputt als ganz. In dem Fall würde ich die PLCC-ICs drinnen lassen.


    Allerdings - wenn du nur Hammer und Kneifzange hast und Grobmotoriker bist, dann lass da lieber jemanden mit Erfahrung ran. ;)

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

    "Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung!" - Volksweisheit.


  • Ich habe nicht vom Auslöten geredet, sondern von einer Reinigung mit IPA. Aber ich bin eh schon still, der C65 ist nicht meine Baustelle. :)

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

    "Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung!" - Volksweisheit.


  • Loidz, Reinigen kommt zum Schluß. Beim Reinigen beseitigt ihr alle Spuren, die auf ein Problem hindeuten.


    Wenn man Korrosion entfernen will, geht das mit entsprechendem Flußmittel (Noclean BGA Reballing, Amtech NC559v2TF oder vergleichbar) und der Heissluftfnöte. In Verbindung mit einem ordentlichen Lötkolben und einer geeigneten Pinzette.