250469 IC-Test-Board

  • 250469 IC-Test-Board

    Moin ...

    Weil ich in einem anderen Thread mein 250469-IC-Test-Board erwähnt hatte und danach gefragt wurde mal hier ein paar Bilder von meinem Umbau. Ich habe ein 250469 Rev. 4, an dem sich schon jemand versucht hatte hergenommen und alle wichtigen ICs (inkl. der 64pin-"Super-PLA") gesockelt, um dubiose Kandidaten aus Reparaturen testen zu können. Das ganze noch in eine überzählige, ramponierte Unterschale eines Brotkastens geschraubt, damit es auf dem Basteltisch keine Kurzschlüsse gibt :) :



    Der SID ist übrigens ein defekter, eine Spende von einem freundlichen Forumsmitgied hier. :) Irgendwas im Analogteil ist hinüber, man hört die Stimmen nur ganz leise und wenn der VDD-Pin (9 V) angeschlossen wird startet das Board gleich gar nicht. Egal, die Register und Paddle-Eingänge funktionieren - ausreichend für CHECK64. :D

    Dann habe ich die IEC-Buchse, den Tastaturanschluss und die Joystick-Buchsen ausgelötet, den defekten Schalter getauscht und den Expansionport ausgelötet und um 90° gedreht - Beinchen geradebiegen und abknipsen und die Buchse wiederverwenden funktioniert perfekt und spart Geld. :rolleyes: Außerdem war das der Testlauf für meinen C64GS-Umbau eines anderen Boards. Dabei bin ich draufgekommen, dass die Expansionport-Buchsen mit der Platine verklebt sind.



    Im Expansionport steckt eine Prototyp-Platine von CHECK64, die mir freundlicherweise @GMP überlassen hat. Die Dongles an den Anschlüssen wollte ich vermeiden, um Kontaktprobleme als Fehlerursache beim Testen ausschließen zu können, also habe ich alle für CHECK64 nötigen Verbindungen mit Drahtbrücken hergestellt:







    Die notwendigen Verbindungen sind aus dem Schaltplan ersichtlich, den Jani auf seiner Seite in einem ZIP-Archiv zur Verfügung stellt. Man muss nur aufpassen, weil @GMP beim CHECK64 die Elektronik von der Userport-Platine (beim Original) auf die Expansionport-Platine verlegt hat. Leider habe ich auf die Schnelle für diesen Beitrag hier den Schaltplan des CHECK64 nicht gefunden, vielleicht kann @GMP oder wer anderer hier noch aushelfen? Die benötigten Verbindungen sind aber absolut gleich - klar, die Software, die sie nutzt ist ja auch immer noch die gleiche. Wie man auf den Fotos sieht: Man findet für (fast) alle benötigten Verbindungen irgendwelche Durchkontaktierungen, die sich als Lötpunkt missbrauchen lassen. :D

    So, vielleicht nützt das jemandem ...

    Gruß
    kinzi
    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten."
    (Quelle unbekannt)
  • kinzi schrieb:

    Leider habe ich auf die Schnelle für diesen Beitrag hier den Schaltplan des CHECK64 nicht gefunden, vielleicht kann @GMP oder wer anderer hier noch aushelfen?
    Sehr praktisch. Gefällt mir sehr gut. :thumbup:
    Den Schaltplan findet man in der Aufbauanleitung ganz hinten.

    Edit: Hier isser:

    Viele Grüße
    Thomas

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    Ist Jammern auf hohem Niveau, aber bei dem Umbau, sprich, das Board ist so ja nicht mehr wirklich als normales Board verwendbar, wären ZIF Sockel doch eine sinnvollere Option. Zum frequenten ICs testen sind Federkontaktsockel suboptimal, es erfordert doch einige Kraft die ICs reinzudrücken bzw rauszuhebeln.
    Ich hab mir auch ein 469er als Testboard aufgebaut und habe nun einige Sätze ICs getestet und muss sagen, dass das mit normalen Sockeln schon arg besch..den geht. Die ICs sitzen auch sehr bündig und man kommt da kaum mit einem flachen Schraubendreher drunter. Auch eine IC Zange hat keinen Angriffspunkt. Überlege nun ob ich alle Sockel wechsel oder einfach die ZIF in die vorhandenen stecke.
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    Hier wurde das ja sehr intensiv betrieben...

    breadbox64.com/blog/the-zif-socket-mod/

    ...beides kombiniert erscheint mir erstrebenswert. Ein Projekt für ein laaaaangen Winter.


    Ich hätte sogar ein "passendes" Board über - das ist nicht das Problem; wenn ich aber dabei bedenke, wie ich bei zwei Sockel_Aktionen schon Leiterbahnen abriss und das in meinem Beisein auch schon anderen passierte, schrecke ich davor zurück.

    Und mir fiel da was auf: die mit EMx bezeichneten (Scheiben?) Kondensatoren sind gebläht - oder zumindest dick. Ich wusste nicht dass dies auch bei diesen passieren kann - aber auch das habe ich schon woanders gesehen (z.B. bei einer e**y-Auktion, die aktuell noch läuft).

    Muss ich da was machen oder kann ich es ignorieren - bei kinzis Board ist dies ja nicht der Fall
    Das Leben ist eine Aneinanderreihung vom Kompromissen...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von JunAle () aus folgendem Grund: Experimentalgrammatiker und Ausnahmevokabularist

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    dukestah schrieb:

    Ist Jammern auf hohem Niveau, aber bei dem Umbau, sprich, das Board ist so ja nicht mehr wirklich als normales Board verwendbar, wären ZIF Sockel doch eine sinnvollere Option.
    Das ist richtig, auf meinem zweiten Testboard (250466) für die "alten" Chips habe ich auch ZIF-Sockel drauf. Allerdings kann ich hier immer noch ZIFs in die normalen Sockel stecken, wenn ich das unbedingt will. Sollte einer der Federkontaktsockel wirklich ausleiern, ersetze ich ihn halt. Ich habe ja keine Chip-Fertigungsstraße, wo ich täglich 1000e ICs testen muss, von daher halten die das schon aus. Außerdem ist es eine Frage der Technik und des richtigen Werkzeugs, die ICs heil in die Federkontaktsockeln reinzustecken und rauszunehmen.

    Die ZIF-Sockel sind nämlich genauso wenig für "Dauerbetrieb" geeignet, daneben sauteuer (wenn man gute will und keinen Chinamüll) und wenn man sie tauschen muss wird's heftig. (Ja, ich weiß, man kann die eingebaut "reparieren").

    Deshalb habe ich mich bewusst dagegen entschieden, nachdem(!) ich als erstes das 250466 umgebaut und ZIFs dort verwendet hatte. Es darf aber natürlich jeder nach seinem Geschmack halten, schließlich war das ja nur eine Vorstellung und keine verbindliche Durchführungsvorschrift. :D :D

    JunAle schrieb:

    Und mir fiel da was auf: die mit EMx bezeichneten (Scheiben?) Kondensatoren sind gebläht - oder zumindest dick. Ich wusste nicht dass dies auch bei diesen passieren kann - aber auch das habe ich schon woanders gesehen (z.B. bei einer aktuelle e**y-Auktion, die aktuell noch läuft.
    Das ist normal, irgendwann auf den Rev. B-Boards haben sie solche "aufgeblähten" Dinger verbaut. Die sehen ab Werk so aus. Ich wüsste auch nicht, was sich da aufblähen könnte und würde raten, dass da Ferritperlen o. ä. mit "verarbeitet" wurden.

    [EDIT]

    dukestah schrieb:

    Die ICs sitzen auch sehr bündig und man kommt da kaum mit einem flachen Schraubendreher drunter. Auch eine IC Zange hat keinen Angriffspunkt.
    Ich habe da ein Skapell mit sehr harter, aber dennoch sehr dünner Klinge, mit dem bekommt man das IC prima etwas vom Sockel weg. Auch ein Slotblech eines PC-Gehäuses (allerdings von einem alten, die neuen sind ja nur noch papierdünn) leistet gute Dienste. Da ist der "Hebel" gleich mit eingebaut ;) ; evtl. muss man es mit der Blechschere/Säge/Feile auf die Passende Form bringen.
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    kinzi schrieb:

    Die ZIF-Sockel sind nämlich genauso wenig für "Dauerbetrieb" geeignet, daneben sauteuer (wenn man gute will und keinen Chinamüll) und wenn man sie tauschen muss wird's heftig. (Ja, ich weiß, man kann die eingebaut "reparieren").
    Aber das mit dem Dauerbetrieb war doch nur wenn die Sockel mit IC dauerhaft geschlossen bleiben, bei regelmäßigen offenen Zustand leiern die nicht so schnell aus.
    Aber der Preis hat mich bisher auch abgehalten, als ich dann ein fast komplett gesockeltes Board (mit Federkontakten) für weniger als den Preis der ZIF Sockel bei Kleinanzeigen gesehen hatte, dachte ich, fang ich erst mal so an :)
    Dann habe ich eine recht umfangreiche Schachtel mit ICs erhalten und dann ging das Fließbandtesten los ;)

    kinzi schrieb:

    Ich habe da ein Skapell mit sehr harter, aber dennoch sehr dünner Klinge, mit dem bekommt man das IC prima etwas vom Sockel weg. Auch ein Slotblech eines PC-Gehäuses (allerdings von einem alten, die neuen sind ja nur noch papierdünn) leistet gute Dienste. Da ist der "Hebel" gleich mit eingebaut ; evtl. muss man es mit der Blechschere/Säge/Feile auf die Passende Form bringen.
    das ist natürlich mal ne interessante Lösung. Ich hab mir jetzt auch kleine Abstandshalter in die Sockel gebastelt, damit die ICs nicht bis Anschlag reingedrückt werden, da geht das auch wesentlich besser.
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    JunAle schrieb:

    Ich hätte sogar ein "passendes" Board über - das ist nicht das Problem; wenn ich aber dabei bedenke, wie ich bei zwei Sockel_Aktionen schon Leiterbahnen abriss und das in meinem Beisein auch schon anderen passierte, schrecke ich davor zurück.
    Mit einer Entlötstation geht das super easy. Ich hab mich da auch erst abgemüht aber inzwischen entlöte ich fast lieber als wieder einlöten ;)
    Wenn es nicht drängt, dann kann ich dir gerne alles runterlöten was du möchtest.
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    kinzi schrieb:

    Was hast du für ein Modell? Ich suche schon länger was Passendes. Mit Heiz-Pumpe und Entlötlitze geht es zwar auch, aber das Christkind weiß momentan nicht, was es mir bringen soll.
    Das ist natürlich ein schwerwiegendes Problem ;) Aber dem Christkind kann geholfen werden :)
    Ich habe die ZD-915. Nach diversen Onlinerecherchen hat sich diese als bezahlbar und gut herauskristallisiert. Ich habe vorher viel mit Heißlust und kleiner Handsaugpumpe ausgelötet, das geht schon auch aber vor allem die älteren Boards mögen die Heißluft nicht so und es ist schon auch recht zeitintensiv. Mit Entlötlitze komme ich gar nicht klar, da habe ich höchstens mal ein Lötauge frei gemacht. Mit der ZD-915 ist das alles so einfach und schneller. Weder Board noch IC wird übermäßig warm, die meisten Sachen fallen fast von selbst raus, die Lötaugen sind gleich frei und die Bauteile sehen tiptop aus. ich wüsste im Moment nicht, was man mit mehr Geld ausgeben noch wesentlich verbessern könnte und im nicht industriellen Einsatz sollte die auch lange genug halten. Einige Benutzer stören sich etwas am Ausbau von dem Sammelbehälter aber mit etwas Geduld geht das schon und der ist, zumindest bei mir, auch nicht jeden Tag voll.
    Schwierigkeit ist, die Station ist im Moment recht schwierig zu bekommen. Baugleich wäre noch die SP-1010DR von Solder Peak. Aber bis Ende Dezember sollte selbst ein Asienimport ankommen.
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    Die ZD-915 habe ich auch und bin bis jetzt sehr zufrieden. Vor kurzem ist zwar eine der beiden Pumpen-Membrane gerissen, der Verkäufer hat die Pumpe aber kurz vor Garantieablauf anstandslos gewechselt.
    Jetzt läuft sie wieder wie ne Eins. :)
    Viele Grüße
    Thomas

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    dukestah schrieb:

    Wie macht sich das bemerkbar? Keine Saugleistung mehr?
    Gut zu wissen, vielen Dank für die Info.
    Ja richtig, genau so war's.
    Viele Grüße
    Thomas

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