N64 liest nach Fehler-Screen und Reset keine ROMs mehr

  • N64 liest nach Fehler-Screen und Reset keine ROMs mehr

    Hallo allerseits,

    habe nach langer Zeit ein Everdrive für mein N64 erstanden.
    habe es auf die neueste Version gebracht, mit ROMs befüllt und in meine seit zwei Jahren schlummerndes N64 gesteckt.
    Es kam nach Einschalten ein schwarzer Fehler-Screen mit grauer Schrift und zwei roten Einträgen.
    Ich habe leider keinen Screenshot abfotografiert. Er kam auch nur einmal.
    Nach dem Drücken der "Reset"-Taste blieb das N64 Bild- und Ton-mäßig tot, die rote Power LED leuchtet aber.
    Auch mit allen meinen 9 Game-Cartridges das gleiche Problem.
    Ich hatte das Netzteil in Verdacht, aber das funktioniert. (Ich habe ein zweites - known good - probiert)
    Beide Netzteile haben auf der 12V-Schiene nur 10,8V im Leerlauf. Ist das normal?
    Die 3,3V-Schiene liegt bei beiden im Leerlauf bei 3,4V.
    Ich habe im Internet versucht, ein ähnliches Fehlerbild zu finden, erfolglos.

    Nun ist meine Frage, ob die Probleme mit gealterten SMD-Becherelkos auf dem N64-Motherboard zu tun haben können.
    Es sind ja ähnliche Typen wie im A1200 verbaut, und dort wird ja immer schwerstens empfohlen, die auszutauschen.

    Dazu folgende Fragen:
    Es sind auf der Platine 3 Typen SMD-Becherelkos verbaut:
    Die Bezeichnungen stehen sicher für 68, 33 und 10µF, aber in welcher Spannungsfestigkeit? Konnte im Internet nichts sinnvolles dazu finden, bzw. die SMD Beschriftungsregeln passen hier irgendwie nicht.

    68
    AHA
    7M8

    33
    EHA
    7F8

    10
    CHA
    7I8

    - Kann mir jemand die Beschriftung dekodieren?
    - Lohnt es sich den Versuch zu unternehmen, die ElKos zu tauschen, oder weist das Fehlerbild auf einen nicht behebbaren Schaden hin?
    - Beide Netzteile haben an der 12V-Schiene nur 10,8V im Leerlauf, ist das bei N64 Netzteilen normal?



    Theorie ist, wenn man alles weiß, aber nichts funktioniert. Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiß warum.
    Bei uns sind Theorie und Praxis vereint: Nichts funktioniert und keiner weiß warum.
  • Bei den Elkos ist die Spannungsfestigkeit:
    68µ-10V
    33µ-25V
    10µ-16V

    N64 sind aber nicht bekannt für auslaufenden Elkos (eher für ausgenudelte Controller), aber man kann ja nie Wissen.

    Zum Netzteil: 10V ohne Belastung finde ich schon arg wenig. Ich hab aber grad kein N64 da um das mal nachzumessen.

    Gruß, Gerd

    PS: sah das Bild so aus:
    Bilder
    • 2cNEX9Z.jpg

      75,06 kB, 1.000×750, 12 mal angesehen
    Wer andern eine Bratwurst brät braucht ein Bratwurstbratgerät.
  • Vielen Dank für die Info.
    entspricht also A=10V E=25V und C=16V?
    Oder ist das igendwie in der letzten Zeile kodiert?
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  • ADAC schrieb:

    PS: sah das Bild so aus:
    nein, es war graue Schrift auf schwarzem Grund. Sah irgendwie nach 8-bit NES aus. Hatte erst gedacht es sei eine Fehlermeldung des ED64, das soll ja auch einen NES Emulator dabeihaben.
    Der Fehlertext war auch irgendwie nur ein- oder zweizeilig.
    Hatte dummerweise auf Reset gedrückt, da ich neu starten wollte. danach ging nichts mehr, außer der roten Power-LED.
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  • So, habe jetzt für knapp 10,- € mal alle Elkos bestellt. Vielleicht kann ich das N64 wiederbeleben.
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  • Hallo allerseits, ich melde mich hier nochmal zu Thema.
    Nachdem ich alle Elkos getauscht habe ist das Fehlerbild meines gelibenten N64 genau gleichgeblieben: kein Bild, kein Ton, LED leuchtet.
    Alle Cartriges werden nicht gelesen, Kontakte habe ich mit Alkohol gereingt.

    ADAC schrieb:

    Zum Netzteil: 10V ohne Belastung finde ich schon arg wenig. Ich hab aber grad kein N64 da um das mal nachzumessen.
    Als ich das N64 komplett zerlegt hatte, hab ich nochmal am Netzteil gemessen, und folgendes festgestellt:
    1. Netzteil abgezogen (also unbelastet): 10,8V auf der 12V-Schiene.
    2. Netzteil am N64 angesteckt und N64 eingeschaltet: 11,94V auf der 12V-Schiene

    Frage 1: Erkennt das Netzteil den Verbraucher und regelt dann sie Spannung aus (in diesem Fall höher)?

    Weiter im Text:
    Ich habe zum Vergleich mal das FBAs-Signal eines C64 oszillographiert. dann mit den gleichen Einstellungen mal den Videoausgang des N64 gemessen. da passiert nichts beim Einschalten ausser eiine Pegelanhebung im 2stelligen mV-Bereich.
    Frage 2:
    Initialisiert das N64 den Videoausgang erst, wenn es ein Rom erkannt hat? oder müsste es zumindest einen Startbildschirm oder ein messbares "Schwarzbild" geben? Weiß das jemand bzw. kann es bei seinem N64 mal nachmessen (ggf. mit Oszi?)
    Das Problem ist, das ich mir letzte Woche ein angeblich funktionierendes N64 (nur die nackte Konsole) ersteigert habe, das hat mit meinem Anbauteilen (Netzteil, FBAS-Kabel, Controller, Cartridges) aber das gleiche Fehlerbild zeigt.

    Frage 3:
    Ich habe das Videokabelauseinander gebaut und festgestellt, das das Videosignal über einen 70 Ohm-Widerstand gegen Masse verbunden ist (im Stecker am N64. Wozu dient das ? Pegelanpassung? Warum macht man das im Stecker und nicht auf der Platine?

    Im Netz findet man irgendwie wenig zu Fehlerbildern am N64. Bin ich der einzige der die Problem hat, oder benutzt die Dinger niemand mehr.
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  • Knucklehead schrieb:

    Ich habe das Videokabelauseinander gebaut und festgestellt, das das Videosignal über einen 70 Ohm-Widerstand gegen Masse verbunden ist (im Stecker am N64. Wozu dient das ? Pegelanpassung?
    Könnte man so nennen - ohne den Widerstand ist das Bild zu hell.

    Warum macht man das im Stecker und nicht auf der Platine?
    Damit man PAL-Konsolen nicht mit NTSC-Videokabeln betreiben kann und umgekehrt vermutlich - zumindest wüsste ich keinen anderen sinnvollen Grund, warum Nintendo das bei PAL-Konsolen von SNES bis Gamecube so gemacht hat.

    Quellcode

    1. 10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    2. 20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    3. 30 printint(rnd(1)*328)-217

    sd2iec Homepage
  • ADAC schrieb:

    Was machen denn die 3,3V, die auch da sein sollten?
    Es liegen an beiden dafür vorgesehenen Pins 3,4V an, sowohl unter Last als auch im Leerlauf. Das war vor und nach dem Kondensatortasuch im Netzteil und auf dem Mainboard gleich.
    Kannst Du mir villeicht etwas zu
    Frage 2 sagen?:
    Initialisiert das N64 den Videoausgang erst, wenn es ein Rom erkannt hat? Oder müsste es zumindest einen Startbildschirm oder ein messbares
    "Schwarzbild" geben?
    Ich kenn das Standartverhalten nicht. Generiert das N64 ohne ROM schon ein "schwarzes" Bild, ist also ein regelkonformes FBAS-Signal vorhanden, oder ist der Videoausgang quasi ausgeschaltet, wenn keine ROM eingesteckt, bzw. nicht erkannt wird. Also ich meine den Unterschied eines nicht vorhandenen Bilds, weil keins gesendet wird, oder eines gesendeten, aber eben schwarzen Bilds.
    Was sagt der Fernseher in dem Fall bei Dir? Kein Signal erkannt oder erkennt der Fernseher ein Signal, wenn kein ROM steckt und man das Nintendo einschaltet?
    (Hintergrund: Ich will nicht wahrhaben, dass beide Geräte die gleiche Macke haben.)
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  • Squidward schrieb:

    Wenn kein Modul eingesteckt ist gibt's nicht mal ein kurzes Signal zum Bild, d.h. der Bildschirm bleibt, als wenn kein Signal anliegt.
    ok, dann besteht ja noch ein Funken Resthoffnung, dass es an den Modulen oder der Buchse liegt, wenn ohne erkanntes Cartridge gar kein FBAS-Signal generiert wird.
    Danke für die Info.
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  • Leute, das Nintendo 64 macht mich fertig.
    Nachdem ich vorne ein RAM-Pak eingesteckt habe funktioniert die Büchse, mit allen Modulen und auch dem ED64
    Müsste die nicht auch ohne etwas in dem Expansionsslot einzustecken funktionieren, oder war da original ein "aktiver" Dummy drin? Alle meine Testversuche habe ich gemacht, ohne das RAM-Pak zustecken, da ich nicht wollte, das dies ggf. auch in Mitleidenschaft gezogen wird.
    Ich kann mich erinnern, anfangs ohne so ein RAM-Pak gedaddelt zu haben, und dann für "Turok" wegen höherer Auflösung so eine RAM-Erweiterung beschafft zu haben.
    Kann mich aber nicht mehr erinnern, da etwas ausgebaut zu haben, bevor ich das RAM-Pak (rote Abdeckung) eingesteckt habe.
    Jedenfalls bin ich froh, das die Kiste wieder läuft, Kondensatoren sind getauscht, sollte wieder 20 Jahre halten.
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  • ADAC schrieb:

    Ich bin aber davon ausgegangen, dass die auch da drinn stecken.
    Und ich war davon ausgegangen, dass da nichts drin stecken muss. Das habe ich nicht mehr erinnert. Aber wass solls, wieder löten geübt, FBAS oszillographieren geübt, und das Ding bei alldem nicht mal kaputt gemacht, sondern heil!
    Unterm Strich also ein voller Erfolg.
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