Das Netzteil von Amazon ist heute gekommen...

    • @Wiesel: Was macht eigentllich der Adapter, um einen C64 an einem 12V Netzteil betreiben zu können? Ich habe gehört / gelesen, icomp würde einen solchen herausbringen.
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      Meine Github-Projekte: github.com/markusC64/
      1541 Ultimate II Firmware Releases: github.com/markusC64/1541ultimate2/releases
      1541 Ultimate II Update instructions: github.com/markusC64/1541ultimate2/wiki
    • markusC64 schrieb:

      @Wiesel: Was macht eigentllich der Adapter, um einen C64 an einem 12V Netzteil betreiben zu können? Ich habe gehört / gelesen, icomp würde einen solchen herausbringen.
      Das ist - zusammen mit diversen anderen Produkten - auf nächstes Jahr verschoben. Der C64 Relaoded MK2 hat praktisch alle anderen Zeitpläne über den Haufen geworfen.

      Jens
      icomp.de/shop-icomp - Online einkaufen und offline bei Rewe, Penny, DM und Weiteren im Laden bezahlen.
    • Wiesel schrieb:

      Das reicht aber bei einem elektrischen Gerät nicht aus - klingt so, als würdest Du mit der Konformitätserklärung für eine Holzeisenbahn vergleichen.

      Nein, nein... wir sprechen hier über die Niederspannungsrichtlinie: Geräte, die mit Spannungen von 50-1000 Volt arbeiten. (Ich war auch überrascht.) Werfen wir einen Blick auf den Text aus der Niederspannungsrichtlinie (eur-lex.europa.eu/legal-conten…TML/?uri=CELEX:32014L0035 , Anhang III):

      ANHANG III

      MODUL A

      Interne Fertigungskontrolle

      1. Bei der internen Fertigungskontrolle handelt es sich um das Konformitätsbewertungsverfahren, mit dem der Hersteller die in den Nummern 2, 3 und 4 genannten Pflichten erfüllt sowie gewährleistet und auf eigene Verantwortung erklärt, dass die betreffenden elektrischen Betriebsmittel den auf sie anwendbaren Anforderungen dieser Richtlinie genügen.

      2. Technische Unterlagen

      Der Hersteller erstellt die technischen Unterlagen. Anhand dieser Unterlagen muss es möglich sein, die Übereinstimmung eines elektrischen Betriebsmittels mit den betreffenden Anforderungen zu bewerten; sie müssen eine geeignete Risikoanalyse und -bewertung enthalten. In den technischen Unterlagen sind die anwendbaren Anforderungen aufzuführen und der Entwurf, die Herstellung und der Betrieb des elektrischen Betriebsmittels zu erfassen, soweit sie für die Bewertung von Belang sind. Die technischen Unterlagen enthalten gegebenenfalls zumindest folgende Elemente:

      a) eine allgemeine Beschreibung des elektrischen Betriebsmittels;

      b) Entwürfe, Fertigungszeichnungen und -pläne von Bauteilen, Baugruppen, Schaltkreisen usw.;

      c) die Beschreibungen und Erläuterungen, die zum Verständnis der genannten Zeichnungen und Pläne sowie der Funktionsweise des elektrischen Betriebsmittels erforderlich sind;

      d) eine Aufstellung, welche harmonisierten Normen, deren Fundstellen im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden, oder welche in Artikel 13 und 14 genannten internationalen oder nationalen Normen vollständig oder in Teilen angewandt worden sind, und, wenn diese harmonisierten Normen bzw. internationalen oder nationalen Normen nicht angewandt wurden, eine Beschreibung, mit welchen Lösungen den Sicherheitszielen dieser Richtlinie entsprochen wurde, einschließlich einer Aufstellung, welche anderen einschlägigen technischen Spezifikationen angewandt worden sind. Im Fall der teilweisen Anwendung von harmonisierten Normen bzw. von in Artikel 13 und 14 genannten internationalen oder nationalen Normen ist in den technischen Unterlagen anzugeben, welche Teile angewandt wurden;

      e) die Ergebnisse der Konstruktionsberechnungen, Prüfungen usw. sowie

      f) die Prüfberichte.

      3. Herstellung

      Der Hersteller trifft alle erforderlichen Maßnahmen, damit der Fertigungsprozess und seine Überwachung die Konformität der hergestellten elektrischen Betriebsmittel mit den in Nummer 2 genannten technischen Unterlagen und mit den für sie geltenden Anforderungen dieser Richtlinie gewährleisten.

      4. CE-Kennzeichnung und EU-Konformitätserklärung

      4.1. Der Hersteller bringt die CE-Kennzeichnung an jedem einzelnen elektrischen Betriebsmittel an, das den geltenden Anforderungen dieser Richtlinie entspricht.

      4.2. Der Hersteller stellt für ein Produktmodell eine schriftliche EU-Konformitätserklärung aus und hält sie zusammen mit den technischen Unterlagen zehn Jahre ab dem Inverkehrbringen des elektrischen Betriebsmittels für die nationalen Marktüberwachungsbehörden bereit. Aus der EU-Konformitätserklärung muss hervorgehen, für welches elektrische Betriebsmittel sie ausgestellt wurde.

      Eine Kopie der EU-Konformitätserklärung wird den zuständigen Marktüberwachungsbehörden auf Verlangen zur Verfügung gestellt.

      5. Bevollmächtigter

      Die unter Nummer 4 genannten Pflichten des Herstellers können von seinem Bevollmächtigten in seinem Auftrag und unter seiner Verantwortung erfüllt werden, falls sie im Auftrag festgelegt sind.

      Bemerke, dass eine Situation, in der weder harmonisierte noch nationale Normen verwendet wurden, explizit angesprochen wird: Auch ein Bastler ohne Budget für Prüfung werd in der Lage gestellt eine CE-Kennzeichnung an zu bringen.

      Wiesel schrieb:

      In der Konformitätserklärung für ein elektrisches Gerät sollten mindestens noch die angewendeten Normen genannt werden, die bezüglich Abstrahlung und Einstrahlung herangezogen wurden.

      Gerade hier ist doch der Witz: Geräte müssen mehr Einstrahlung vertragen, als sie abstrahlen dürfen. Dieser Korridor zwischen den zwei limit-lines stellt sicher, dass die allermeisten Geräte ohne Störungen nebeneinander betrieben werden können.

      Da bin ich einverstanden mit, aber die Europäisches Niederspannungsrichtlinie verlangt dies nicht an sich, so dass sie kein Hindernis für die Anbringung der CE-Kennzeichnung darstellt. Es ist Sache der nationalen Autoritäten, Konformitätserklärungen zu beurteilen und, wenn nötig, einzugreifen, wobei im Praxis wiederum spielt, dass sie nur reaktiv reagieren können.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dmantione ()

    • Wiesel schrieb:

      erade bei Schaltnetzteilen kannst Du nie genug Kapazität am Ausgang haben. Klar sind die Spulen irgendwie auf den Ausgangskondensator ausgelegt, aber je nach Last kann ein zusätzlicher Elko schon Wunder wirken was die Sprungantwort angeht.

      Und gerade beim C64, wo der Schalter des C64 die Last auf +5V sprunghaft ansteigen/abfallen lässt, ist die Sprungantwort ein zentrales Kriterium für die Auswahl des 5V-Netzteils. Auf so kleinem Raum hat MeanWell aber ganz sicher weder eine große Ausgangskapazität, noch eine vernünftige Filterung auf Primärseite eingebaut. Ich sehe da zwar ein 3-adriges Kabel, was einem Designer die Möglichkeit geben würde, Störungen mit einem Y-Kondensator in die Erde abzuleiten, aber ich sehe keine Kondensatoren ausreichender physischer Größe. Mein Tipp: Bei der Messung der conducted emission fällt das Ding mit Pauken und Trompeten durch.

      Was müsste man da erst für eine Esoterik am PC treiben. Bei unter <10 Watt braucht man weder Erdleitung, noch Y-Kondensatoren oder sonstige Aufbereitung. Ist natürlich nicht immer gut. Habe selbst eine LED-Lampe mit Schaltnetzteil, bei deren Betrieb man das Radio abschalten kann.
      So auf dem Stand würde ich schätzen, dass die Leistung schon variabel mit Prellen des Schalters anliegt. Und dahinter ist dann die langsame NMOS-Technik.


      Wiesel schrieb:

      Was die safety Prüfung angeht, hat wohl jemand mal ein paar Vorschriften quer gelesen, aber auch nicht richtig verstanden. Allein schon wer auf die Idee kommt, zwei Verbraucher auf Primärseite zusammen zu setzen und zu glauben, dass "CE plus CE gleich CE" ist, ist komplett schief gewickelt. Beim long-board-C64 hängt ein schnöder Brückengleichrichter an der 9V-AC Leitung, und der macht Störungen locker in den 10MHz-Bereich hinein. Die hüpfen über den Trafo gemütlich auf die Primärseite, wo sie bei der conducted emission zu messen sind. In den 80er Jahren hat das niemanden interessiert, aber heute gibt's Vorschriften, die so ein neues Produkt einhalten muss.

      Ist auch besser. Ich bin nicht auf dem Laufenden, aber bisher war das bei Geräten geringer Leistung nicht erforderlich. Sieht man eigentlich auch bei den auf dem Markt befindlichen Geräten nicht.
      Ich habe an meinem Eigenbau wohl PE aber keinen Netzfilter. Ist auch ein 5V/2A Schaltnetzteil und ein 9V Ringkern drin. Seit einem Jahr ohne Probleme.
      If we're evil or divine - we're the last in line. - Ronnie James Dio (1984) -
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