Commodore C64 startet nicht per Schalter nur per Einstecken des Netzteils

  • Commodore C64 startet nicht per Schalter nur per Einstecken des Netzteils

    Hallo zusammen,

    ich hoffe ich schiese mir nicht mit meinem ersten Thread direkt selbst ins Knie aber mein frisch erworbenere C64 hat ein Problem beim Starten.
    Stecke ich das Netzteil in den C64 und an die Steckdose und betätige dann den Schalter am C64 startet dieser nicht, es leuchtet keine Power LED.
    Lass ich den Schalter am C64 auf ON und stecke dann das Netzteil direkt in die Steckdose dann startet der C64 immer! Ich bekomme auch ein Bild über meine TV Karte.

    Die Spannung vom 5V Zweig liegt im Leerlauf wie auch bei eingeschaltetem C64 bei 5.2V wohl ein bisschen zu viel wie mir scheint?!
    Die Spannung vom 9V~ Zweig liegt im Leerlauf bei 10.5V auch bei eingeschaltetem C64 bei 10.5V~ ich konnte keinen Spannungsabfall messen?

    Hattet ihr schon mal solch einen Fall? Ich kann mit dem Schalter beim besten Willen den C64 nicht zum Starten bewegen nur wenn ich das Netzteil aus und wieder einstecke.

    Zu den 8 wichtigsten Fragen:

    Punkt 1:

    Die Platinenversion ist sehr Wichtig für korrekte Hilfe. Bei Commodore
    Platinen steht meist ASSY gefolgt von einer Nummer drauf, die wollen wir
    wissen.
    - Kann ich nicht sagen, da der C64 noch ein original Siegel dran hat und das möchte ich wenn nicht unbedingt nötig auch so beibehalten, es sei denn man muss intern etwas Reparieren, dann wird es halt geöffnet.

    Punkt 2:

    Ist das Gerät modifiziert oder noch Orginal? eventuell andere ROM´s drin?
    - Da Siegel noch unbeschädigt sollte die Brotbox noch im Originalzustand sein.

    Punkt 3:

    Ist das Netzteil Orginal oder schon mal durch ein anderes ersetzt worden?
    - Das Netzteil ist das etwas modernere mit vergossenem Innenleben. Der Backstein nennt man ihn glaub ich. Ob das noch das erste Netzteil ist kann ich nicht sagen.

    Punkt 4:

    Tritt der Fehler nur auf wenn Zusatzhardware angeschlossen ist?
    - Nein immer!

    Punkt 5:

    Tritt das Problem sporadisch auf oder ständig?
    - Ständig und wie oben beschrieben reproduzierbar.

    Punkt 6:

    Werden irgendwelche Chips besonders heiss? so das man sich fast die Finger dran verbrennt?
    - Das konnte ich noch nicht testen, da nicht geöffnet.

    Punkt 7:

    Hat der Fragesteller ein Multimeter und weiss wie das benutzt wird?

    (Die billigen 5-Euro Multimeter reichen für diesen Job aus)
    - Ja

    Punkt 8:

    Hat der Fragesteller irgendwelche Erfahrungen im Löten? wenn nicht gleich sagen.
    - Ja

    Falls es nötig sein sollte die Kiste zu öffnen, dann werde ich die restlichen Daten noch nachlegen, aber vielleicht hat mir trotzdem schonmal jemand einen hilfreichen Tip.

    Besten Dank.
    Experto credite - 3d-druck-community.de
  • Hallo und auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum. Ich denke du wirst nicht umhin kommen den Siegel zu beschädigen und das Gehäuse zu öffnen. Ansonsten wird es mit der Fehlersucher eher schwierig. Was ich mir vorstellen könnte das der Powerschalter klebt oder Belag auf den Kontaktplättchen hat. Mein Vorschlag also erstmal Gehäuse öffnen und die Spannung direkt am Powerschalter messen bzw. ohne eingesteckten Netzstecker den Durchgang vom Schalter in beiden Stellungen prüfen. Wenn du das Gehäuse dann offen hast kannst du auch die ASSY Nummer vom Board ablesen und durchgeben. Dann kann man dir direkt mit dem richtigen Schaltplan weiterhelfen. Powerschalter sind übrigens hier über das Forum beschaffbar.
    MEINE GRÖSSTE ANGST, WENN ICH STERBE IST, DAS MEINE FRAU MEINE SAMMLUNG FÜR DAS GELD VERKAUFT, WAS ICH IHR ERZÄHLT HAB, WAS DIE SACHEN KOSTEN.
  • Bei Schaltern mit Kontaktproblemen durch Korrosion habe ich sehr gute Erfahrungen mit Ballistol gemacht.
    Beim C64 habe ich das noch nicht versucht,Frage ist ob man an die Fragliche Stelle kommt.

    Die Schalter der Fensterheber meines Autos habe ich damit vor dem Austausch bewahrt und seit 4 Jahren funktioniert das.Nach einmaliger Behandlung.
    "We don't stop playing because we grow old; we grow old because we stop playing."

    George Bernard Shaw
  • CapFuture1975 schrieb:

    Manchmal hilft es, einen Schalter wieder "gängig" zu bekommen, in dem man diesen ein paar mal ganz schnell hintereinander betätigt (10-20 mal), davor das Netzteil abstecken!
    Verdammt, das wollte ich auch gerade schreiben. Das mit dem Ballistol wird schwierig, weil man in eingebautem Zustand nicht an das Innenleben drankommt. Ich habe mal Fotos gemacht wie so ein Schalter von innen aussieht. Zwar nicht so schön geworden, jetzt kann sich ein Außenstehender aber ein Bild machen der einen Cevi noch nicht offen hatte. Ups, jetzt weißt du auch wer noch neue Schalter hat. :anonym
    Bilder
    • WP_20170901_20_27_11_Pro.jpg

      155,16 kB, 1.004×750, 12 mal angesehen
    • WP_20170901_20_27_20_Pro.jpg

      136,72 kB, 890×750, 10 mal angesehen
    • WP_20170901_20_27_36_Pro.jpg

      164,65 kB, 1.056×750, 12 mal angesehen
    MEINE GRÖSSTE ANGST, WENN ICH STERBE IST, DAS MEINE FRAU MEINE SAMMLUNG FÜR DAS GELD VERKAUFT, WAS ICH IHR ERZÄHLT HAB, WAS DIE SACHEN KOSTEN.
  • Also das es am Schalter liegt kann ich eigentlich ausschließen hoffe ich zumindest, hab das nun mal probiert mit dem schnell Ein- und Ausschalten, hat aber nichts bewirkt. Ich muss weiterhin den Schalter auf ON stehen haben und dann erst das Netzteil einstecken, also in die Steckdose. Dann kann ich wie gewohnt den Schalter wieder auf OFF stellen und das Gerät geht aus. Schalte ich dann den Schalter auf ON bleibt das Gerät aus. Ich ziehe den Stecker erneut aus der Steckdose warte ein paar Sekunden und stecke ihn wieder ein und zack er läuft. Es scheint mir fast so als ob durch das Einstecken eine Spannungsspitze am Ausgang entsteht (5V oder 9V~ ?) , welche nötig ist das irgendetwas schaltet und er somit startet. Bitte entschuldigt meine laienhafte Umschreibung :D.

    Hätte der Schalter ein Problem dann dürfte das Gerät ja auch nicht starten wenn ich den Netzstecker erneut einstecke.

    Falls es doch der Schalter sein sollte dann weiß ich nun aber schon mal eine Quelle, danke dafür :) .
    Experto credite - 3d-druck-community.de
  • zumili schrieb:

    Ich ziehe den Stecker erneut aus der Steckdose warte ein paar Sekunden und stecke ihn wieder ein und zack er läuft. Es scheint mir fast so als ob durch das Einstecken eine Spannungsspitze am Ausgang entsteht (5V oder 9V~ ?) , welche nötig ist das irgendetwas schaltet und er somit startet. Bitte entschuldigt meine laienhafte Umschreibung :D.

    Hätte der Schalter ein Problem dann dürfte das Gerät ja auch nicht starten wenn ich den Netzstecker erneut einstecke.
    Es hört sich so an, als würde diese Beschreibung eine Fährte zur Reset-Schaltung im C64 legen.
    Also so ungefähr, das Signal bleibt inaktiv (high), solange der stark prellende Ein-Schalter betätigt wird;
    falls das Reset-Signal mit einem Timer (555) erzeugt wird, könnte ein Widerstand / Kondensator in dessen Umfeld seinen Wert verändert haben, mit der Folge dass nur noch der Spike beim Einstecken des Netzteils in die Wand "durchkommt" und ein "Behelfs-Reset" erzeugt wird.

    Meine Theorie ist zusammengefasst etwa die, dass die Ströme beim Einschalten über den bekanntermaßen stark prellenden Ein-Schalter (= eine Art Impuls-Serie, das im Ergebnis einem "weichen" Einschalten gleichkommt) einem anderen Gradienten folgen (langsamer) als es für die Zeitkonstanten in der RESET-Schaltung zuträglich ist für deren korrekten Ablauf.

    Oder eine (Masse-?)Verbindung aus dem Umfeld Netzbuchse ist schlecht (kalte Lötstelle) und diese Schlechtigkeit erleidet unter dem Einschaltstromstoß der Elkos im Rechner eine temporäre Zusammenschweißung, die beim funzeligen Betätigen des Einschalters aber verschliffen wird. So reime ich es mir zusammen.

    Hat jemand weitere in diese oder andere Richtungen weisende Vermutungen, die hier helfen könnten?
    Gesendet über das Bimetall Thermorelais meines Rowenta DW 4015 Dampfbügeleisens
  • Ein zweites Netzteil habe ich natürlich leider noch nicht da, aber Stephans Erläuterung veranlasst mich nun doch dazu, das Kistchen mal aufzuschrauben auch wenn noch das original Garantiesiegel dran ist. Dann werde ich mal noch die ASSY Nummer nachtragen damit ich dann auch den passenden Schaltplan zur Verfügung hab. Danke schon mal für eure Antworten!
    Experto credite - 3d-druck-community.de
  • So nun melde ich mich auch mal wieder. Ich wollte nun doch zuerst noch ein anderes Netzteil testen bevor ich den versiegelten C64 aufmache, also habe ich mir nun ein Ersatznetzteil bei ebay erstanden. Es ist ein älteres Modell, also der Elefantenfuß mit SI 9V~ 1A - SII 5V = 1.5A
    Im Leerlauf messe ich 10.6V~ und 5.3V=.

    Das eigentlich Interessante ist nun, dass der C64 mit diesem Netzteil wie gewohnt startet sobald man den Netzschalter am C64 betätigt.
    Die Spannung auf beiden Zweigen liegt bei diesem Netzteil 0.1V höher als beim Anderen. Kann dieser kleine Unterschied schon zu diesem Problem führen?
    Experto credite - 3d-druck-community.de
  • Eher nicht.
    Das 'alte' Netzteil hat ne macke. Irgendwer hier im Forum sucht doch defekte Netzteile....

    @Stephan: deine Theorie in allen Ehren, aber wenn die LED schon nicht leuchtet, dann ist mit Reset schon mal essig... ohne 5V rennt da nix.

    Gruß, Gerd
    Wer andern eine Bratwurst brät braucht ein Bratwurstbratgerät.
  • zumili schrieb:

    So nun melde ich mich auch mal wieder. Ich wollte nun doch zuerst noch ein anderes Netzteil testen bevor ich den versiegelten C64 aufmache, also habe ich mir nun ein Ersatznetzteil bei ebay erstanden. Es ist ein älteres Modell, also der Elefantenfuß mit SI 9V~ 1A - SII 5V = 1.5A
    Im Leerlauf messe ich 10.6V~ und 5.3V=.

    Das eigentlich Interessante ist nun, dass der C64 mit diesem Netzteil wie gewohnt startet sobald man den Netzschalter am C64 betätigt.
    Die Spannung auf beiden Zweigen liegt bei diesem Netzteil 0.1V höher als beim Anderen. Kann dieser kleine Unterschied schon zu diesem Problem führen?
    Doch es kann. Da muss ich immer 'mal wieder meine Story von einem Elefantenfuß herausholen. Das war eines mit "nur" [normalerweise reicht das aber natürlich auch, wegen der geringeren Spannung -schonender- habe ich es sogar eigentlich/ursprünglich extra gewählt gehabt] 5,17 V im Leerlauf + zu wenig Watt (die Powerlampe am C64 war erstmal gedimmt, beim Kaltstart -für 1-2 Sek.-). Mit diesem NT starteten dann manche der C64 irgendwann nicht mehr zuverlässig. U. sogar (seltenere) Abstürze u. Fehler waren ab und zu die Folge.
    Die drei dicken Elkos in den 64ern zu erneuern half als erste Instanz auch schon etwas, der Hauptgrund war aber natürl. dieses Netzteil.

    Mit jedem anderen Elefantenfuß, etc. NT lief dann wieder jeder der C64er sofort an u. ohne Abstürze.

    --

    Sobald ein NT aber über 6V oder mehr als 5,4V im Leerlauf abgibt, die Spannung immer mehr ansteigt, gehört es in die Tonne oder intern der 5V Kreis im NT mit 'was modernerem ersetzt.
    Dann beginnt es sich langsam zu verabschieden [der bekannte altersbedingte Fehler der alten NTs] u. grillt den C64 mit der Überspannung gleich mit.
    ' war Anfang 2000 schonmal unter dem Kennnamen 'c64fan' hier unterwegs.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von CommieSurfer ()

  • ADAC schrieb:

    Irgendwer hier im Forum sucht doch defekte Netzteile....
    Das ist nicht irgendwer, sondern der Forum64-User @katarakt.

    @zumili, bitte setze dich mit @katarakt in Verbindung, er bittet darum alte, defekte "Backstein"-C64-Netzteile nicht wegzuwerfen, sondern ihm zu schicken. Sicher werdet ihr einig werden.

    :)
    Gesendet über das Bimetall Thermorelais meines Rowenta DW 4015 Dampfbügeleisens
  • Stephan schrieb:

    ADAC schrieb:

    Irgendwer hier im Forum sucht doch defekte Netzteile....
    Das ist nicht irgendwer, sondern der Forum64-User @katarakt.
    @zumili, bitte setze dich mit @katarakt in Verbindung, er bittet darum alte, defekte "Backstein"-C64-Netzteile nicht wegzuwerfen, sondern ihm zu schicken. Sicher werdet ihr einig werden.

    :)
    im schlimmsten Fall kann man immer noch die Anschlussleitung zum Cevie nutzten. (Bei einem der Neubau Netzteile, wie z.B. meinem wenn es denn so weit ist.)