Monitorbild plötzlich heller geworden

  • Gerrit schrieb:

    Laut Datenblatt extrahiert er die Synchronsignale aus dem Videosignal, hat also mit der Helligkeit nichts zu tun.
    Dann hat der wohl nix mit der Helligkeitszunahme zu tun.


    dl1av schrieb:

    Manchmal springt auch der Schleiferwiderstand im Poti etwas, wenn das jahrelang nicht betätigt wurde und nicht mehr ganz geschmeidig ist. Der beschriebene Effekt kann alle möglichen Ursachen haben.
    Kann natürlich (hoffentlich) sein.
    Ich hab die Helligkeit am Zeilentrafo etwas zurückgedreht - jetzt passt's wieder. (Oder wo stellt man die am besten ein?)

    Erst mal vielen Dank an alle!
  • Ingo schrieb:

    Ich meinte eigentlich: Gibt's da ein Poti auf der Platine, wo man das einstellen kann? (Also nicht die Regler vorne)
    In meinem Schaltplan zum 1084 passiert die Helligkeitseinstellung über Pin 20 des TDA3505. Das Poti an der Front ist dann R589. Dazu gibt es noch ein weiteres Poti R598 (10 kOhm) auf der Platine mit dem man unter Umständen den Offset etwas verschieben kann.

    Gilt allerdings nur wenn mein Schaltplan zu deinem Monitor passt... Garantie gebe ich keine, du schraubst hier auf eigene Gefahr.

    Achja... bitte auch die 125V vom Schaltnetzteil kontrollieren. Wenn die nicht stimmen verschiebt sich so manches. Wenn mein Schaltplan passt, kannst du sie an beiden Anschlüssen von R494 (68kOhm) messen.
  • Gerrit schrieb:

    Auch sind weitere Spuren um das 22K-Poti zu finden.
    Poti klingt sehr realistisch. Keine Ahnung welcher Pott der mit dem Schaden ist , aber wenn er einen Feuchtigkeitsschaden hat und drin was korrodiert ist, könnte das die Symptome erklären. Hab ein altes Radio, bei dem ist das Poti vom Lautstärkeregler beleidigt, da wird der Ton auch manchmal plötzlich sehr Laut.
  • Gerrit schrieb:

    Laut Datenblatt extrahiert er die Synchronsignale aus dem Videosignal, hat also mit der Helligkeit nichts zu tun.
    Stimmt nicht ganz. Das TDA erzeugt auch die Schaltimpulse für die Zeilenendstufe.
    Möglicherweise stimmt die Spannung für die Farbendstufen nicht mehr.
    Da sollten so um die 125V sein.

    Vielleicht schreibt der TE überhaupt erst mal, welches Modell er hat. Gibt ja nicht nur eins. :roll:
    Reparaturtipps auf eigene Gefahr! Ihr seid alt genug sein, um zu wissen, was Ihr tut. ;)

  • SamW schrieb:

    Möglicherweise stimmt die Spannung für die Farbendstufen nicht mehr.
    Da sollten so um die 125V sein.
    Deshalb schrieb ich, er soll die 125V vom Netzteil nachmessen.

    Wobei der TDA3505 der ist, der die Farbendstufen ansteuert und an dem das Poti für die Helligkeit angeschlossen ist. Da ist noch ein Poti auf der Platine, vielleicht hat das ein Problem.
  • Auf dem Neckboard sitzt noch eine Spule zwischen der Betriebsspannung und den Farbendstufentransistoren.
    Die auch mal kontrollieren.

    Ist natürlich alles nur glaskugelgucken ohne genaue Type.
    Reparaturtipps auf eigene Gefahr! Ihr seid alt genug sein, um zu wissen, was Ihr tut. ;)

  • Bitte mal die D571, D572, D573 und ihre Verbindung zum TDA3505 und zu den Farb-Endstufen prüfen. Die sorgen für die Dunkeltastung der drei Farben während Zeilen- und Bildrücklauuf. Wenn das nicht klappt, tritt genau das Fehlerbild auf: Farb- oder Weißschleier auf dem Bild (das kommt vom Zeilenrücklauf) und einige schräge Linien (das ist der Bildrücklauf). Der Farbton des Schleiers hängt davon ab, welche Diode(n) ausgefallen sind.

    Ganz theoretisch könnte auch noch die Erzeugung des Sandcastle-Impulses kaputt sein.
  • Also das Modell ist der 1084S-P.

    Gestern hab ich mir das Phänomen nochmals genauer angeschaut: (geöffnet und die Spannungen nachgemessen hab ich jetzt noch nicht)
    Hab den kalten Monitor eingeschaltet. Da zeigte sich das Bild normal, vielleicht etwas hell.
    In den nächsten 15 min wurde das Bild dann noch etwas heller.
    Nach nochmal 15 min wurde das Bild dann plötzlich dunkler und zwar etwas dunkler als zu Beginn und so blieb es dann auch.
    Scheint irgend ein Bauteil zu sein, das die Wärme nicht mehr verkraften kann (ein IC vielleicht?)
  • Ja, immer auslöten zum Messen (ein Bein kann drin bleiben, vor allem hilfreich bei zweipoligen Bauteilen)

    Wenn Du schonmal dabei bist: die genannten Dioden 571-573 messen, Verbindungen zum IC 502 prüfen, Transistoren der Farb-Endstufe prüfen (wenigstens optisch und auf Leiterbahnschäden, wenn kein Oszi zur Hand)

    Wenn wieder alles eingelötet ist: Betriebsspannungen messen.

    Danach können wir weitersehen.
  • mc71 schrieb:

    Transistoren der Farb-Endstufe prüfen (wenigstens optisch und auf Leiterbahnschäden, wenn kein Oszi zur Hand)
    Welche Transistoren wären das? Ein Oszi hab ich.


    mc71 schrieb:

    Wenn wieder alles eingelötet ist: Betriebsspannungen messen
    Meinst du die 125V am Netzteil an dem R494?
  • Die Transistoren sind relativ uninteressant. Da müsste schon alle 3 den gleichen Hau haben.
    Ein einzelner defekter würde sich durch Fehlen oder Überbetonung der entsprechenden Farbe bemerkbar machen.

    Die Betriebsspannung kannst Du entweder direkt an der Gleichrichterdiode D141 in der Nähe des Netztrafos, oder auf dem Neckboard an og. Spule messen.

    Spannung entsprechend der unterschiedlichen Helligkeiten messen.
    Reparaturtipps auf eigene Gefahr! Ihr seid alt genug sein, um zu wissen, was Ihr tut. ;)

  • Draco schrieb:

    Das ist möglicherweise ein Flüssigkeitsschaden. Am Rand des Gehäuses und oben am Metallträger der Bildröhre scheinen ebenfalls Rückstände zu sein.

    Gerrit schrieb:

    Es war Flüssigkeit. Schau dir nochmal das Bild weiter oben an. Da kann man weitere Spuren an der Befestigung der Bildröhre und direkt darunter Tropfenspuren auf dem Plastik im rechten Teil des Bildes erkennen. Auch sind weitere Spuren um das 22K-Poti zu finden. Bin ich der einzige dem das aufgefallen ist?
    Und welche Flüssigkeit war es nun?
    So gerade wie die Bildröhrenbefestigung diese Korrosion zeigt, ist das schon auffällig.
    Es bleibt also weiter spannend! (Vorsicht, heheh)

    Sonst keine auffälligen Bauteile gefunden? ElKos muss man nicht immer ansehen, dass sie *durch* sind, da hilft nur einseitiges auslöten und Kapazitätsmessung vollführen.
    Avatar: „Crooked Beak of Heaven Mask“ Foto von PierreSelim. Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons. Dokumentation
    "Zeit ist der Lebensabschnitt, den Viele als zu knapp beschreiben, weil sie zu langsam leben"
  • Thunder.Bird schrieb:

    Und welche Flüssigkeit war es nun?
    So gerade wie die Bildröhrenbefestigung diese Korrosion zeigt, ist das schon auffällig.
    Es bleibt also weiter spannend! (Vorsicht, heheh)


    Sonst keine auffälligen Bauteile gefunden? ElKos muss man nicht immer ansehen, dass sie *durch* sind, da hilft nur einseitiges auslöten und Kapazitätsmessung vollführen.
    Also: Da scheint mal was reingelaufen zu sein, was ich nicht mitbekommen habe. An der oberen Bildröhrenbefestigung zeigt sich nämlich auch diese Korrosion. Und über dem Monitor ist ein Regal, die Kante genau über dem Gehäusespalt, wo's reingelaufen sein muß.
    Also da scheint beim Putzen mal etwas geschehen zu sein. Müsste aber schon länger her sein, denn die Beinchem am TDA2595 sind, nachdem ich sie von dem Schmodder befreit hab, ein bischen angegriffen.

    Ansonsten sehen die Platinen (optisch zumindest) noch top aus - auch die ganzen Elkos.

    Gestern hab ich mal noch einen 2-stündigen Belastungstest gemacht. Da wurde das Bild dann nach ca 45min etwas dunkler und blieb so, so dass ich die Helligkeit etwas raufdrehen mußte.
    Ich meine mich aber zu erinnern, dass dieses Verhalten schon so war, nachdem ich mal den Zeilentrafo und den HOT vor ca. 5 Jahren ersetzt hatte.
    Ist das eigentlich normal, dass sich die Bildhelligkeit nach einer gewissen Betriebszeit verändert?

    Also ich lass das jetzt erst mal so. Wenn's so bleibt, wär's für mich in Ordnung, ansonsten muss ich dann doch mal dran gehen.
    Also erst mal vielen, vielen Dank an alle für die ganzen Tips! Es war ja nicht umsonst, man lernt ja immer dazu.
  • Ingo schrieb:

    Also ich lass das jetzt erst mal so. Wenn's so bleibt, wär's für mich in Ordnung, ansonsten muss ich dann doch mal dran gehen.
    Das kannst Du nicht machen! Das halbe Forum wartet auf die Aufklärung. Wäre wie ein Tatort ohne Mörder. Also: Hinsetzen, Bauteil für Bauteil auslöten, durchmessen, einlöten. Nach 300 Arbeitsstunden ist das Teil dann völlig hinüber, aber es bleibt wenigstens spannend.
  • Neu

    Rotzwald schrieb:

    Das kannst Du nicht machen! Das halbe Forum wartet auf die Aufklärung. Wäre wie ein Tatort ohne Mörder. Also: Hinsetzen, Bauteil für Bauteil auslöten, durchmessen, einlöten. Nach 300 Arbeitsstunden ist das Teil dann völlig hinüber, aber es bleibt wenigstens spannend.
    Ja ich weiß - hab auch ziemlich mit mir gerungen, aber wenn ich an die ganze Arbeit denke...
    Das kommt ja noch dazu, dass ich da mehr kaputt machen könnte als ganz.
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