Defektes C128 Netzteil reparieren?

    • Meine beiden C128 Netzteile sind innerhalb einer Woche gestorben ?(

      Nun habe diesem Thread folgend die Elkos ausgetauscht und leider nur Teilerfolge erzielt:

      Das eine liefert nun nur 9V AC und das andere nur 5V DC.

      Bei dem 5V fähigen Netzteil geht bei jedem Funktionstest die 1,4A Sicherung hinüber. Dort habe ich dann auch noch die vier Dioden getauscht, was aber nichts geändert hat.

      Hat noch jemand eine Idee :gruebel
    • Gikauf schrieb:

      Teste mal ohne Last, es könnte sein daß der C128 einen Kurzschluß Verursacht.
      Ohne Last kann ich die erwarteten Spannungen von 9V und 5V messen.

      Wenn ich das Netzteil mit einem C128 verbinde, an das Netz anschließe und dann den C128 einschalte, geht die 1,4A Sicherung im Netzteil hoch.

      Das passiert mit jedem der drei C128, die ich habe. (Es hat mich drei Sicherungen gekostet).

      Kännen alle drei C128 jetzt den gleichen Defekt haben? Vielleicht durch vorherige Versuche mit einem defekten Netzteil verursacht?

      Ich bin ratlos...
    • Gerrit schrieb:

      Die 1,4A-Sicherung ist die für die 9V AC, oder? Wenn die durchgeht hast du entweder eine Verbindung zwischen den 2 Sekundärwindungen im Trafo oder einen Kurzschluss im C128

      Kann man beides ausmessen wenn man ein Multimeter hat.
      Es kann eigentlich kein Kurzschluss im Netzteil sein, weil das ja ohne Last funktioniert. Erst wenn ich den C128 einschalte, schmilzt die Sicherung.
      Komisch nur, dass der Effekt bei allen drei C128 eintritt. Ich suche immer noch die Logik hinter dem Vorgang.
    • Eigentlich nein, uneigentlich doch. Die 9V sind im Netzteil potentialfrei (also: ohne elektrische Verbindung zum 5V-Zweig); wenn da eine falsche Verbindung entsteht passiert gar nix.

      Sobald man den Computer einschaltet, gibt es aber sehr wohl eine Verbindung über den Brückengleichrichter der 12V-Erzeugung im Rechner. Und dann knallt's (wie beschrieben) wenn es eine weitere 'unbotmäßige' Verbindung im Netzteil gibt.
    • mc71 schrieb:

      Eigentlich nein, uneigentlich doch. Die 9V sind im Netzteil potentialfrei (also: ohne elektrische Verbindung zum 5V-Zweig); wenn da eine falsche Verbindung entsteht passiert gar nix.

      Sobald man den Computer einschaltet, gibt es aber sehr wohl eine Verbindung über den Brückengleichrichter der 12V-Erzeugung im Rechner. Und dann knallt's (wie beschrieben) wenn es eine weitere 'unbotmäßige' Verbindung im Netzteil gibt.
      Vielen Dank für diesen hilfreichen Hinweis. Ich muss also nach einer fehlerhaften Verbindung zwischen dem 5V und dem 9V Teil suchen?
    • Platine aus dem Netzteil ausbauen, schauen ob da irgendwo ein Kurzer auf der Unterseite der Platine ist und wenn nicht mit dem Multimeter mal testen ob zwischen den beiden Sekundärwicklungen eine Verbindung besteht.

      Achja... Wenn möglich ein Foto der Unterseite der Platine machen und hier reinstellen.
    • Ich habe jetzt einen systematischen Test gemacht:

      Zwei C128 Netzteile wurden ohne Last getestet und liefern wie gewünscht 9V AC und 5V DC am Ausgang.
      Dann habe ich jedes der Netzteile mit jedem der drei C128 getestet, die ich besitze.

      Der Effekt war in allen sechs Kombinationen der selbe !!!

      Ohne Last funktioniert jedes Netzteil. Wird es jedoch mit einem C128 verbunden und der Strom am Netzteileingang (240 V) eingeschaltet, so brennt die 1,4A Sicherung durch, selbst wenn der C128 noch gar nicht eingeschaltet ist! Es genügt, dass der Netzteilausgangsstecker eingesteckt ist und der C128 Schalter in OFF Position steht.

      Ich meine, mich zu erinnern, in irgendeinem anderen Forum gelesen zu haben, dass ein defektes Netzteil einen C128 schrotten kann und umgekehrt.
      Anscheinend habe ich es geschafft, durch mein Suchen nach einer funktionierenden Kombination alles zu zerstören :grr:
    • Kannst du eine andere Last an die Netzteile hängen? Einen Widerstand z.b. oder irgendwas anderes was 5 V benötigt? Was passiert dann? Einen Standardwiderstand kannst du auch an die 9V hängen. Widerstand sollte aber nicht zu klein sein, sonst verglüht der dir gleich. Nur eben keine Gleichspannungsgeräte, die mögen selten Wechselspannung.
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    • Die wenigsten Fehler sind optisch... ;)

      Verbrannte Bauteile sind zwar recht nett, aber eher selten, und wenn dann ist das meist eher die Wirkung als die Ursache (z.B. bei aufgebrannten (Sicherungs-)Widerständen)
      Reparaturtipps auf eigene Gefahr! Ihr seid alt genug, um zu wissen, was Ihr tut. ;)

    • dukestah schrieb:

      Kannst du eine andere Last an die Netzteile hängen? Einen Widerstand z.b. oder irgendwas anderes was 5 V benötigt? Was passiert dann? Einen Standardwiderstand kannst du auch an die 9V hängen. Widerstand sollte aber nicht zu klein sein, sonst verglüht der dir gleich. Nur eben keine Gleichspannungsgeräte, die mögen selten Wechselspannung.
      Danke für den Tip. Ich muss mal auf die Suche gehen. Ich habe eine kleine Sammlung von Kondensatoren, weil die oft in den alten Geräten kaputt sind, aber keine Widerstände.
    • SamW schrieb:

      Die wenigsten Fehler sind optisch... ;)

      Verbrannte Bauteile sind zwar recht nett, aber eher selten, und wenn dann ist das meist eher die Wirkung als die Ursache (z.B. bei aufgebrannten (Sicherungs-)Widerständen)
      Huh, das klingt schwierig, bei meinen begrenzten Hardwarekenntnissen und Lötfertigkeiten. Ich bin normalerweise in Software unterwegs.
      Ich habe auch nur eine Lötstation und ein Multimeter als Ausrüstung.

      Ich wünschte mir, Jens würde auch ein C128 Board herausbringen, aber da kommen wohl als nächstes Amiga 1200 und C64 MK III.
      Der C128 ist aber trotzdem mit seiner (manche sagen vermurksten) Architektur interessant, wie ich finde.

      Also, wenn Du noch eine Idee hast, wie ich ohne Expertenwissen die vermuteten Schäden in den Mainboards finden kann, dann heraus damit ?(