Fractal-Disk (C128 mit 1581)

  • Fractal-Disk (C128 mit 1581)

    Heute mal aus dem digitalen Bergwerksstollen hervorgeholt: meine 3½" Disk von damals™ mit *einigen* Mandelbrot-Ausschnitten die - in purem BASIC! - auf meinem C128 und dem C128 eines Kumpels berechnet wurden. Die Gesamtrechenzeit dürfte bei mehreren Wochen liegen, der Einzelrekord für ein Bild bei 72 Stunden: glühendes Netzteil inbegriffen. :thumbsup:





    Zum Gucken ist erstmal das Programm "DIA-SHOW" geeignet. Es ist eine echte *Slide-Show* mit einer Bitmap-Scroll-Routine, die das 64'er Magazin seinerzeit nicht veröffentlichen wollte (komischerweise tauchten danach ein paar Spiele in der 64'er auf, die genau diesen Effekt verwendeten... huch!).

    Das Programm "MANDEL V2.0" hat die Bilder berechnet, mit "ZOOM-PROGRAM" konnte man einen neuen Koordinaten-Satz ausrechnen lassen. Der Rahmen läßt sich mit 1..8 in der Größe ändern und mit den Cursor-Tasten verschieben. Mit RETURN kriegt man die neuen Koordinaten (die alten mußte man sich vorher notiert haben...) Die Rahmen-Routine hatte ich damals komplett im TEDMON gebaut. 8|

    Also, viel Spaß damit! :D
    Dateien
    • FD.zip

      (87,78 kB, 14 mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Vielen Dank fürs Teilen! :thumbsup:

    Von Fraktalen war (und bin!) ich völlig fasziniert seit dem ersten Apfelmännchen-Programm der 64er. Hatte es damals kaum erwarten können, endlich das Listing fertig abgetippt zu haben. Gelang mir aber trotzdem nicht fehlerfreier als sonst...
    Those who surrender freedom for security will not have, nor do they deserve, either one.
  • Ich hab' das Thema auf meinen späteren Rechnern auch immer wieder aufgegriffen.

    Dabei wurde die Art der Darstellung auch verfeinert: von der gerasterten Graustufendarstellung zum Distance-Estimator, der die feinen, filamentartigen Strukturen besser hervorhebt. Das dann noch kombiniert mit einem Floodfill-Algorithmus, so daß gar nicht mehr in die schwarzen Flächen "hineingerechnet" wird wo die Iterationstiefe ja maximal ist. Das geht, weil die Mandelbrotmenge einfach zusammenhängend ist - platt gesagt: sie hat keine Löcher.

    Die neuen Algorithmen liefen dann erst auf dem ARM Prozessor (mit Fließkomma-Coprozessor!) in Maschinensprache, später dann "zurückübersetzt" nach C auf allem was einen C-Compiler hat.

    Die Bilder sehen jetzt so aus:



    Der bislang größte Plot der gesamten Mandelbrotmenge, die ich mit diesem Display-Algorithmus berechnet habe, hat 18000x16000 Pixel und datiert von 2009. Als Übersicht schon mal ganz brauchbar. ;)

    Ohne den Flood-Fill, aber schon noch mit maximal 65535 möglichen Iterationen habe ich das dann auch noch mal zum VC-20 zurückportiert und zwar so, daß die innere Schleife die Arithmetik-Routinen im BASIC-Interpreter direkt aufruft. Das bringt ca. den Faktor 3 an Geschwindigkeit.

    Zu finden hier: Denial; MANDEL V2, fast Mandelbrot fractal generator. Auf der dort verlinkten Disk ist auch eine Slide-Show drauf. :)